Krise in Ceuta: 160.000 Spanier protestieren gegen die Migrationspolitik der Sozialisten

Spanien steht auf: Mehr als 160.000 Menschen gingen gegen die sozialistische Regierung von Pedro Sánchez auf die Straße – sie kritisieren die Lügen, die Korruption und die Tatenlosigkeit bei der illegalen Einwanderung. Der Auslöser dafür war die Asyl-Invasion von Ceuta.

picture alliance / ZUMAPRESS.com | David Canales
Proteste gegen die Regierung von Pedro Sánchez, Madrid, 2. September 2026

Die Demonstranten riefen in mehr als einhundert spanischen Städten „¡Sánchez, dimisión!“ („Sánchez, trete zurück!“) und „¡Pedro Sánchez, a prisión!“ („Pedro Sánchez, ab ins Gefängnis!“) – die Mobilisierung, von der Federación Española de Municipios y Provincias (FEMP) unter Führung der oppositionellen Partido Popular (PP) koordiniert, ist in Hunderten Gemeinden eindrucksvoll gelungen – von der nordafrikanischen Enklave selbst bis Madrid, Valencia und auch in Andalusien. In Madrid kamen nach Angaben der Regierung 50.000 Menschen auf die Plaza de Cibeles; das von der PP geführte Rathaus sprach von 150.000. In der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta selbst zählten Behörden 20.000 Teilnehmer – die Küstenstadt hat 83.000 Einwohner. Und in Andalusien sprach die Nationalpolizei von mehr als 160.000 Demonstranten. Spanische Medien wie El Español und La Razón bestätigten, dass Hunderttausende Menschen am Mittwochabend für ihre Solidarität mit Ceuta auf die Straßen gingen.

Der Auslöser für diesen Massenprotest der Spanier war die beispiellose Asyl-Invasion Ende Juli: Am 30. und 31. Juli 2026 überquerten 80.000 Menschen von Marokko aus die Grenze nach Ceuta. Die meisten dieser Migranten kehrten später zurück, doch bis zu 10.000 Invasoren blieben in der knapp 83.000 Einwohner zählenden Stadt, sie campieren noch immer an den Stränden, in Parks und auf Straßen. Die kleine Stadtgemeinde geriet unter enormen Druck: Die Polizei ist überlastet, es kommt zu Sexualverbrechen – die Bewohner klagen über ein Gefühl des Kontrollverlusts.

„Eine Stadt Spaniens wurde überfallen!“

Die spanische Opposition wirft dazu Ministerpräsident Pedro Sánchez vor, Warnungen vor dem Grenzsturm bekommen, aber ignoriert zu haben. PP-Chef Alberto Núñez Feijóo sagte dazu in Madrid: „Eine Stadt Spaniens ist überfallen, besetzt worden – und das ist bedauerlicherweise mit Wissen der spanischen Regierung geschehen.“ Vox-Parteichef Santiago Abascal nannte den Regierungschef einen „Verräter“ und „Lakaien Marokkos“.

Die Demonstranten nutzten den Protest gegen das Regierungsversagen bei der Invasion Ceutas auch für eine generelle Abrechnung mit der Migrationspolitik der regierenden Sozialisten: Viele erinnern an die kurz zuvor abgeschlossene außerordentliche Regularisierung für illegal zugewanderte Migranten, bei der mehr als eine Million Anträge gestellt wurden.

Demo-Teilnehmer und Politiker wie Madrids Bürgermeisterin Isabel Díaz Ayuso und Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida warfen Sánchez vor, ein „Anti-Spanier“ und „Vaterlandsverräter“ zu sein. Einige Randgruppen griffen zu noch schärferen Formulierungen, die Mehrheit der Demonstranten forderte aber klar einen funktionierenden Grenzschutz und sofortige Rückführungen, berichtet die spanische Zeitung El Mundo.

Die spanische Regierung bezeichnete die Proteste als parteipolitische Instrumentalisierung durch PP und Vox, Sánchez selbst will heute, Donnerstag, im Kongress dazu Stellung nehmen. Innenminister Fernando Grande-Marlaska und weitere Minister wurden in Ceuta ausgebuht. Mehrere sozialistische Bürgermeister ignorierten jedoch die Parteilinie und schlossen sich den Kundgebungen an.

Schweigen über die Massenproteste in vielen Medien

Auf Social-Media-Plattformen wie X wird bereits kritisiert, dass der Volksaufstand in Spanien von vielen deutschen und österreichischen Medien fast komplett ignoriert wird. So schreibt etwa David Lütke:

„Massenproteste in Spanien gegen die Regierung und die Migrationskrise in Ceuta. Hunderttausende gehen in Madrid, Toledo, Sevilla, A Coruña, Bilbao auf die Straße. ARD: Stille, ZDF: Stille, Bild: Stille, SZ: Stille, Spiegel: Stille FAZ: Stille, Tagesspiegel: Stille. Warum nur?“

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Kommentare ( 4 )

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Biskaborn
14 Minuten her

Wenn gegen einen Kommunisten protestiert herrscht Stille, man muss überlegen wie man das am Besten framt! Aber eigentlich ganz einfach wie es kommen wird, „Nazis und Faschisten demonstrieren gegen die Demokratie“!
Es wird aber auch Zeit, das die Spanier erwachen und diesen Erzkommunisten, der dieses wunderbare Land in den Abgrund treibt, wie üblich bei Kommunisten, aus dem Amt treiben!

Kraichgau
15 Minuten her

Sie versuchen es auszusitzen und die Wahrheit ist,das diese Invasion den EU-Bürokraten gerade recht kommt,Nachschub der Siedler ist willkommen

Schwabenwilli
16 Minuten her


ARD: Stille
ZDF: Stille
Bild: Stille
SZ: Stille
Spiegel: Stille
FAZ: Stille
Tagesspiegel: Stille

Warum nur?“

Die sind schon im vorgezogenen Wochenende.

Wenn das die alten Spanier wüssten die 800 Jahre lang der islamischen Invasion getrotzt und letztendlich gewonnen haben.

WIING
26 Minuten her

Das spanische Volk mag evtl. die Invasoren nicht, aber Sozialismus schon.