„NGO“ berichtet: Hunderte Afghanen wollen Einreise nach Deutschland erzwingen

Alexander Dobrindt windet sich, will nicht weitere 1000 Afghanen einfliegen wie noch im letzten Jahr. Nun macht das rotgrüne Vorfeld gegen die Absagen mobil. Dabei müsste die Merz-Regierung in eine ganz andere Richtung agieren – wenn sie noch irgendein migrationspolitisches Profil hätte.

picture alliance / Flashpic | Jens Krick

Jetzt soll die Bundesregierung einmal zeigen, wie sie aus dieser Sache wieder herauskommt. Es ist ein Bild großer Verworrenheit, das sich dem unvoreingenommenen Betrachter darbietet. Seit dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan hat die Bundesrepublik rund 40.000 Afghanen aufgenommen, sie eingeflogen unter den abenteuerlichsten Begründungen, unter Einsatz von regierungsnahen „NGOs“ und falschen Pässen. Nun will Innenminister Alexander Dobrindt keine Schlagzeilen mehr machen mit diesem Thema. Das Thema soll lautlos verschwinden.

Und dabei gibt es nur ein kleines Problem: Aus der Perspektive des rot-grünen Vorfelds „harren“ weiterhin 900 Afghanen in Pakistan „aus“, harren der Erteilung eines deutschen Visums (durch das Amt von Johann Wadephul) und dann eines deutschen Charterflugs, der sie ins gelobte Land lebenslanger Staatswohlfahrt bringt. Nur einige wenige (gut 50?) wurden von Pakistan schon nach Afghanistan abgeschoben, haben aber trotzdem noch die deutsche Aufnahmezusage aus Ampelzeiten in der Tasche.

Dobrindt will sie alle vergessen, hat die Verfahren insgeheim kompliziert gemacht und den Afghanen dann Fristen zum Auszug aus den bundeseigenen Gästehäusern gesetzt. Deutsche Asylhotels in Islamabad – das ist nur eine der vielen absurden Folgen dieses Bundesaufnahmeprogramms für Afghanen der alten und neuen Bundesregierung.

Und nun bekommt Dobrindt neue Probleme, die aber nur der logische Preis für das jahrelange, nicht beendete Buckeln der Union vor den Linksgrünen sind. Die „NGOs“ wie die „Kabul Luftbrücke“ spielen nicht mit bei Dobrindts Vogel-Strauß-Politik. Sie haben es nun erreicht, dass 90 Prozent der wartenden Afghanen Klage gegen die Bundesregierung stellen, so liest man in der Welt, die sich noch nicht ganz entschieden hat, ob sie in der Sache mitfiebern oder sich mit grausen soll.

Verräterisch: Grüne pochen auf deutschen Fürsorgestaat

Gebündelt in 180 Verfahren plus 18 Verfassungsbeschwerden liegen die Klagen bei „Verwaltungs- und Oberverwaltungsgerichten in Berlin und Ansbach“, so eine Sprecherin der „Kabul Luftbrücke“ gegenüber dem linksoffenen Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Diese Organisation, die die Einreisen wesentlich anbahnte und eine Vorauswahl der einzufliegenden Afghanen traf, wurde ja auf Initiative des grünen EU-Abgeordneten und Asyl-Aktivisten Erik Marquardt (Grüne) gegründet.

Verräterisch ist auch, was der innenpolitische Sprecher der Grünen, Marcel Emmerich dem RND sagte: „Noch bevor das Bundesverfassungsgericht eine Grundsatzentscheidung getroffen hat, sollen diese Menschen nach dem Willen der Bundesregierung in wenigen Tagen sämtliche Unterstützung verlieren.“ Es geht also um den deutschen Sozialstaat im Ausland, samt kostenlosen Rechtsbeistand, vielleicht in „NGO“-Form, den die Grünen unter Beschuss sehen. Die Bundesrepublik soll, wenn es nach den Grünen geht, auch weiterhin verantwortlich für die eigene Auflösung sein – um jeden Preis. Dafür wird auch das deutsche Rechtssystem unter Beschlag genommen, Gerichte lahmgelegt mit Klagen von Personen, die weit entfernt vom deutschen Rechtskreis und der deutschen Gerichtsbarkeit leben.

Einige andere, angeblich 126 Afghanen, die sich zuvor als „besonders gefährdet“ gerierten, haben Dobrindts Stillhaltegeld genommen und sind nach Afghanistan zurückgekehrt. Der Rest wartet weiter oder klagt sogar aktiv gegen die Bundesregierung. Eine Klage stammt normalerweise von einer Familie, 180 Klagen ergeben daher rund fünfmal so viele Betroffene. Das sind zusammen 900 Personen, die sich nach Deutschland einklagen wollen.

Eine Regierung hätte ganz andere Aufgaben

Und dabei steht die Bundesregierung – theoretisch – nicht nur vor der Aufgabe, knapp tausend Afghanen mit alten Aufnahmezusagen fernzuhalten, weil sie in Deutschland absehbar nichts zum wirtschaftlichen und sonstigen Erfolg des Landes beitragen werden. Die Regierung müsste daneben einen Plan entwickeln – besser: schon haben –, wie sie die bereits importierte halbe Million Afghanen wieder in die alte Heimat zurückzuführen. Das gilt natürlich besonders für die Straffälligen oder sonstwie auffällig Gewordenen. Es gilt letztlich für alle Afghanen, soweit sie sich nicht vollständig in die deutsche Gesellschaft, ihre Sitten und Gebräuche integrieren können. Und hier bleiben bis auf sehr wenige Ausnahmen praktisch bei allen Afghanen große Zweifel, weil die beiden Kulturen so verschieden sind.

Islamisches Eiferertum plus Stammeskult hier, aufgeklärtes Christentum, weitverbreiteter Agnostizismus und postchristliche Lifestyle-Religion da. In dieser Frage könnte wohl kein größerer Kontrast zwischen zwei Ländern bestehen. Welcher Teufel reitet also die Linksgrünen bis in die Union hinein, diesen Menschen einen Weg nach Deutschland bahnen zu wollen?

Dass die Afghanen hier von uns in der einen oder anderen Weise missioniert und konvertiert werden, bleibt jedenfalls höchst unwahrscheinlich. Aber Deutschland ist ja so „multi-“ heutzutage, multikulturell und multiresistent gegen Erkenntnis. Darum bleibt der Glaube, Afghanen und andere Glaubensgenossen würden sich in Deutschland integrieren, so verbreitet.

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Kommentare ( 6 )

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Teiresias
35 Minuten her

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.“
Es ist nicht so, daß die Unionsparteien kein migrationspolitisches Profil hätten (nicht die CSU vergessen, die haben durchaus eigene „Verdienste“ in der Invasionsfrage).
Sie gehorchen denselben Herren wie die linksgrünen und folgen derselben Agenda 2030.

Diogenes
50 Minuten her

Jetzt wird’s aber Zeit mit der Lügerei von angeblichen Hunderten bis Tausenden „Ortskräften“ die man fast mit Gewalt nach Deutschland geschleppt hat, aufzuhören. Vermutlich sind darunter nur einstellige Prozentzahlen tatsächlicher Helfer der damaligen deutschen Truppen darunter. Reichts jetzt? Oder woher wollen die grünroten Schlepper noch mehr fremde Völker gegen die ausdrücklich Mißbilligung von Ländern, Städten und Gemeinden und in erster Linie zum schlimmen Nachteil einheimischer Bürger, hereinholen? Haben sich die Stadtbilder noch lange nicht in deren Sinn einer längst nicht mehr integrierbaren Menge Menschen verändert, die herangekarrt, inzwischen unser erarbeitetes Sozialsystem von 3 Generationen, ohne Maß und Skrupel, schon jetzt… Mehr

Last edited 49 Minuten her by Diogenes
Adorfer
1 Stunde her

Man kann nur staunen, nicht nur hier in dieser Sache, eigentlich immer. WER bitte, hat 500 000 Afghanen die Einreise nach Deutschland „zugesagt“??? Wer war dazu berechtigt und vor welchem Gericht kann man diese „Zusage“ einklagen? Von den anderen Nationalitäten mal ganz abgesehen.

Haba Orwell
1 Stunde her

> Hunderte Afghanen wollen Einreise nach Deutschland erzwingen

Es gibt doch ein Grundrecht darauf, jeden weltweit ins Sozialsystem aufzunehmen? (Sarkasmus) Derartige News gibt es immer wieder über Afghanen, selten über stolze Perser – was den liberal-konservativen Michel nicht hindert, vor allem gegen Perser zu motzen, wie Hasbara wünscht.

humerd
1 Stunde her

alle afghanischen „Ortskräfte“ bringen eine 14 köpfige Familie mit. Auch dafür müssen halt Familien für ihre Kinder und Ehepartner Beiträge zur Krankenversicherung bezahlen.

Haba Orwell
30 Minuten her
Antworten an  humerd

Wenn es wenigstens daran hindern würde, künftig an militärischen Abenteuern in Westasien Teil zu nehmen… Manche würden lieber heute als morgen in ein weiteres rennen.