Katherina Reiche ist unter die Räder der Macht geraten. Ihr mediales Gefecht mit Finanzminister Klingbeil zeigt, dass selbst ideologische Divergenzen im Nanobereich zu nervösen Überreaktionen in der Koalition führen. Der Abwehrkampf der Klimasozialisten hat begonnen.
IMAGO
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat geschafft, was selbst dem amerikanischen Präsidenten nicht gelungen ist: Mit ihrer öffentlichen Kritik an Finanzminister Klingbeil und dessen Übergewinnsteuer riss die Ministerin den Bundeskanzler und seine Genossen für kurze Zeit aus dem politischen Wachkoma.
Leitwolf Merz gab das Signal zur Manöverkritik an Reiche und zeigte sich befremdet über den öffentlichen Schlagabtausch seiner Ministerin. Merz mahnte zur Zurückhaltung – ein Ton, der eher wie eine letzte Abmahnung vor dem Rausschmiss klang.
Es ist faszinierend zu beobachten, wie rasch sich ein Wolfsrudel aus Politik und Medien formiert hat, um den Finanzminister vor Reiches Kritik abzuschirmen. Aus dem Umfeld des Finanzministers hieß es, bei Reiches Kritik handle es sich um eine bewusste Eskalation. Sie versuche, ein regelrechtes Koalitionsfeuer zu schüren.
Zur Kritik an der Ministerin gesellte sich der unvermeidliche CDU-Arbeitnehmerflügel. Dessen Vizevorsitzender Christian Bäumler forderte den Austausch der Ministerin. Wir sehen: Schon vorsichtige Kritik am sensiblen Finanzminister schließt die Reihen innerhalb der Brandmauer-Koalition. Geht es um die Abzocke der Steuerzahler, ist Klingbeil weniger sensibel und zimperlich. Da wird ordentlich zugelangt.
Im Falle des Wirtschaftsministeriums mit seinem 9 Milliarden Euro Budget handelt es sich lediglich um eine Distributionsstelle für Fördermittel. Etwa 80 Prozent der Geldmittel, die durch Reiches Haus strömen, landen am Ende ihrer Reise in den Kassen jener Bereiche der Ökonomie, die vom Staat als neue grüne Transformationsarchitektur künstlich herangezüchtet werden.
Reiche nahm bis zu ihrem Ministeramt jahrelang als Vorsitzende des Versorgungsunternehmens Westenergie AG eine Rolle auf der anderen Seite des Machtkomplexes ein. Auch Westenergie ist fester Bestandteil der grünen Transformationsarchitektur. Reiche beherrscht ganz offenkundig die Hütchenspielerzüge, die sie zwischen Politik und dem von Berlin kontrollierten Teil der Ökonomie perfekt auszuführen weiß.
Während ihrer Zeit bei Westenergie förderte Reiche unter anderem den Ludwig-Erhard-Gipfel ihres Kabinettskollegen Wolfram Weimer. Sie erinnern sich: Im Falle Weimers handelt es sich um jenen Patex-Minister, der im vergangenen Jahr zahlreiche gut dokumentierte Skandale seiner Geschäftsführungspraxis im Medienbereich politisch überlebte, vor allem, weil Friedrich Merz seinen Amigo öffentlich stützte.
Das kuriose Theater um die Wirtschaftsministerin ist nicht nur medienpolitisch interessant: Es gewährt uns auch einen Einblick in die internen Hierarchien und die offenkundige Instabilität des gegenwärtigen Koalitionskonstrukts in Berlin. Reiche ist ganz sicher nicht die ordnungspolitische Kraft, die den Geist Ludwig Erhards wiederbeleben könnte. Sie wirkt immer wieder wie ein trojanisches Pferd, da in ihrem Falle Rhetorik und tatsächliches politisches Handeln in einem maximalen Kontrast auseinanderdriften. Und genau in dieser leicht durchschaubaren Taktik gleicht sie ihrem Bundeskanzler wie ein politischer Zwilling.
Dieser hat sich den Kommunikationsstil des US-Präsidenten Donald Trump zu eigen gemacht und richtet sich konsequent mit unterschiedlichen Botschaften zu denselben Themenkomplexen an verschiedene Wählergruppen. Mal fordert Merz vor Unternehmern das Ende der CO₂-Besteuerung, im linksorientierten Milieu und vor Medien verteidigt er eben diesen Mechanismus und schwingt sich zum ersten Advokaten des Green Deal auf.
Doch wie geht es weiter?
Sollte die Ministerin aller Kritik zum Trotz in ihrem Amt verharren und sich an ihrer ausschließlich distributiven Funktion als Ministerin und Repräsentantin der grünen Umverteilungsmaschine nichts ändern, bestätigt sich, wovon wir ausgehen sollten:
Und an eben jener Krise führt auch in Berlin kein Weg mehr vorbei. Das gegenwärtige Medientheater wird nichts an dem Befund ändern, dass es mit der deutschen Wirtschaft immer weiter bergab geht, da der Staat die Ressourcen für sich in Anspruch nimmt, die jetzt nötig wären, um über privatwirtschaftliche Investitionen wieder auf den Wachstumspfad zu finden.
Doch mit jeder Firmenpleite und der sich anbahnenden Krise am Arbeitsmarkt wird auch die Sicht der Menschen auf die Realität im Land unverblümt klarer. Damit droht der Bundesregierung ein heißer Herbst mit den Wahlen im Osten des Landes. Dort besitzen viele ein ausgeprägtes Gespür für politische Fehlsteuerungen und ideologische Übergriffigkeit der Regierenden.
Dann werden wir sehen: Deutsche Politik fügt in diesen Wochen der Novelle des „Kaisers neue Kleider“ ein schauerlich-komisches Kapitel hinzu.





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Naja, etwas übertrieben, was man in unserer neuen Revolutionärin Reiche hineindichtet. Reiche ist der Kragen geplatzt, angesichts Klingbeils übermenschlicher Orientierungslosigkeit. Und sicherlich auch: Für Reiche gibt es auch ein Leben danach. Und das sollte nicht durch vollkommene politische Dummheit zerstört werden. Das Desaster spielt sich doch nicht zwischen Reiche und Klingbeil ab, daß ist doch eine farblose Nummer gegen Scholz und Lindners Krach, nein, das Desaster ist der Kanzler höchstpersönlich, der seine eigenen Parteikumpane genauso verrät, wie seine Haltung vor seiner Wahl. Ein Fallum-Männchen als Bundeskanzler.
Niemals war ein Vergleich unpassender: Unter einem Leitwolf versteht man einen im Kampf erprobten, klugen Rüden, der vor allem eines tut: Er FÜHRT. Was aber ist ein besonders langnasiger Pinocchio unter all den übrigen Dummköpfinnen und Dummköpfen, dem die Hyänen des Politzirkusses auf der langen Nase herum tanzen?
Es gibt keine friedliche Umkehr, denn es fehlt die Einsicht und die Fairness von Politikern wie Kohl, Orban und allen bisherigen, die zurücktraten bei geringen Vorkommnissen und bei verlorenen Wahlen. Alle Linken kleben, weil sie das System umstürzen wollen, aggressiv wie jugendliche Hitz- und Trotzköpfe. Jetzt, nach der verlorenen Schlacht in Ungarn, geht der Krieg verstärkt weiter, das nächste Land dürfte Italien sein. Die Demokratie zerlegt sich immer irgendwann, weil das Leben an sich ein Kampf ist, und die Stärkeren immer die Aggressiven sind, laut, unüberlegt, mit dumpfbackigen Parolen und Versprechungen, welche naive Leute gerne glauben – sie glaubten ja… Mehr
Jetzt werden die deutsche Politik und ihre Mecien erst einmal ein neues Ablenkungsmanöver liefern, nämlich den Blick freudig nach Ungarn richten. Dort hat ein konservativer Querulant abgedankt, endlich ist auch dort der Weg für Linke und Grüne Zerstörungswut frei, das wird man auszuschlachten wissen. Ablenkung von den eigenen Problemen ist der letzte Rest Politik in diesem Land!
Ab sofort wird auch Ungarn schön bunt – es wird durch die sogenannte EU zwangsweise bereichert, mit sehr vielen fremden illegalen bunten Asylanten.
Auch dürfen die Ungarn ab sofort für den fremden Krieg in der elendigen Ukraine arbeiten und bezahlen, wovor sie bisher durch die kluge Politik des Herrn Orban geschützt waren.
Unser sauerländischer Ritter von der traurigen Gestalt hat eine ganze Armee von Sancho Panzas. Der Vergleich mit Trump geht fehl. Der böse Donald reißt zwar häufig das große Maul auf, aber unter dem Strich liefert er zumindest innenpolitisch das, was er versprochen hat. Merz hat nur ein großes Lügenmaul und liefert gar nichts. Den baumlangen Versager aus dem Sauerland mit dem großen Disruptor der Geopolitik zu vergleichen, ist einfach nur ein Witz. Wenn Frau Reiche es wirklich ernst meint, müsste sie zurücktreten und das Deppen-Kabinett verlassen, um einen Rest der eigenen Reputation zu retten. Bleibt sie, zeigt das natürlich recht… Mehr
Das denke ich auch, aber ich bezweifle, dass sie das starke Rückgrat besitzt und dem Linksblock den Rücken kehrt, denn sie braucht noch ein knappes Jahr, um die gute Pension zu erhalten – ein Vermächtnis des Linksblocks unter Scholz.
Sich hinstellen und die Wirklichkeit schildern, das könnte sie, und das wäre charaktervoll, aber es würde sie die Pension kosten. Daher ist zu vermuten, dass sie stromlinienförmig zur Gänze mitspielt! Sie hat ihr Einkommen, was soll’s, wenn das Volk so blöd ist und so wählt, wie es gewählt hat.
Frau Reiches Rolle wird überbewertet. Sie kratzt nur an der Oberfläche, denn die Klimareligion greift auch sie kein Jota an. Das wäre aber absolut notwendig, denn der „Klimaschutz“ ist es, der die Wirtschaft lähmt und aus Deutschland vertreibt und das Leben fast aller Bürger negativ beeinflusst, es sei denn man ist Profiteur der „Energiewende“.
„ Dieser hat sich den Kommunikationsstil des US-Präsidenten Donald Trump zu eigen gemacht und richtet sich konsequent mit unterschiedlichen Botschaften zu denselben Themenkomplexen an verschiedene Wählergruppen.“ Falsch, Sie vergleichen hier einen gewieften Taktiker mit… Merz halt
Der 6. September oder der 20. September wären doch geeignete Termine für Neuwahlen für den Bundestag, diese Regierung hat doch ihr Betrugssoll längst übererfüllt, oder?
um Himmels Willen NEIN, dann regiert links/links/grün.
„Die Linke Heidi Reichinnek lädt SPD-Politikerin Rasha Nasr und Ricarda Lang von den Grünen in ihren Podcast. Soll das die diskursive Vorbereitung von Rot-Rot-Grün sein?“ https://www.zeit.de/feuilleton/2026-04/heidi-reichinnek-podcast-sonderfolge-ricarda-lang-rasha-nasr
Nein, der läuft bereits seit 2013.
Denn 2013 räumte das IPCC ein, dass während der früheren Erd-Erwärmungsphasen sich erst die Temperatur erhöhte und es dann erst ca. 200 bis 800 Jahre später zu einem Anstieg der CO₂-Konzentration kam.
Begründung laut IPCC: Die initiale Erwärmung wurde durch orbitale Parameter (Milanković-Zyklen) ausgelöst, woraufhin die Ozeane (gemäß Henry-Gesetz) CO₂ ausgasten, was dann wiederum zu einer Erhöhung der CO₂-Konzentration in der Luft führte.
Diese Anerkennung war ein Wendepunkt, da sie die permanent verbreitete Behauptung, dass das CO₂ Verursacher für eine Temperaturerhöhung sei, mathematisch und historisch untergrub!
Leitwolf? Gibt den keinen Spitznamen, ein Leitwolf ist garantiert nicht Kahlköpfig und so schmal! Ein Totenkopfäffchen wirkt glaubhafter!