Die Energiekrise ist politisch gemacht: Deutschland hat genug Gas für 25 Jahre

Die Spritpreise explodieren, Arbeitsplätze gehen verloren, die Inflation zieht an: Die Sperrung der Straße von Hormus treibt Deutschland tiefer in die Krise. Doch: Deutschland muss nicht in der Krise sein; eine Förderung von Öl und Gas wäre in Niedersachsen möglich. Wenn die Politik es nur erlauben würde.

 

„Ein hoffnungsloses Unterfangen, das in Armut und Wohlstandsverlusten endet“: So beschreibt Fritz Vahrenholt die Energiewende. Denn wie sich jetzt zeigt, hat die Energiewende keineswegs geholfen, Deutschland von fossiler Energie unabhängig zu machen. Im Gegenteil: Die Nation ist weiterhin abhängig von Importen von Öl, Gas und Kohle aus aller Welt. Durch die Sperrung der Straße von Hormus, die Sanktionen gegen Russland und weitere Einschränkungen werden diese Importe nun immer knapper.

Doch das muss so nicht sein, erklärt Vahrenholt. Deutschland verfügt über große Reserven an Öl und Gas. Die Förderung könnte innerhalb eines Jahres beginnen – und so die wirtschaftlichen Probleme Deutschlands lösen.

Doch das geschieht nicht: Es ist verboten, diese Ressourcen zu erschließen. Und keine Partei, nicht einmal die AfD, macht Anstalten, dies zu ändern.


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Kommentare ( 132 )

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Peter Pascht
10 Tage her

Deutschland hat genug Gas für 25 Jahre – nicht nur, sondern auch genug Erdöl in der Nordsee und seltene Erden in Ostdeutschland. Diese werden alle als strategisch Notreserve angesehen über die man öffentlich nicht spricht. Dafür inszeniert man uns eine Notlage um die Menschen einzuschüchtern und gefügig zu machen.

giesemann
16 Tage her

Nachhaltig ist allenfalls, die Erde selbst anzuzapfen. Wir leben auf einem glühenden (durchschnittlich ca. 1.ooo°C heißen ) Feuerball mit einer sehr dünnen* festen Kruste. Da latschen wir drauf herum. Manchmal kömmt es raus, als Lava mit 800° – schlecht zum Draufrumlatschen. Woher kommt die Energie nach so vielen Milliarden Jahren? Zum kleineren Teil aus der Restwärme aus der Entstehungsgeschichte, zum größeren Teil aus der nachhaltigen radioaktiven Zerfallswärme. Beispiel Therme Erding bei München: Die haben da nach Öl gebohrt, es kam aber nur dreckiges Wasser – aber das ist warm! Heute ist das die wohl größte Therme Europas, fahren Sie mal… Mehr

P.Schoeffel
15 Tage her
Antworten an  giesemann

Um Trump leicht angepaßt zu zitieren: „Nachhaltig is bullshit“.
Öl, Gas, Uran, ec. tun es auch. Einfacher, flexibler, billiger.

Last edited 15 Tage her by P.Schoeffel
Peter Pascht
10 Tage her
Antworten an  giesemann

Lava mit 800 °C? bei der Temperatur schmilzt noch nicht mal Eisen. Im Inneren der Erde, da wo das Gestein flüssig ist herschen 5000°C bis 6000°C,
In der Tat stammen 60-70% der Wärme aus radioaktivem Zerfall. Das radioaktive Material ist aber so tief in der Erde, das es keine wirtschaftliche Bedeutung haben kann.

Last edited 10 Tage her by Peter Pascht
giesemann
8 Tage her
Antworten an  Peter Pascht

Überhitzter Wasserdampf ist der Treibsatz, der die Turbinen eines Kraftwerkes antreibt. Wie heiß ist der? Radioaktive Materialien wie Uran, Thorium, Polonium, Radium als „Blenden“ zB, also Sulfide etc., findet man sogar an der Erdoberfläche, https://de.wikipedia.org/wiki/Naturreaktor_Oklo – eine tolle Sache. Moderator: Regenwasser.

karlotto
17 Tage her

Kohle für 400 Jahre und Uran für ewig.
Wer möchte ein unabhängiges Deutschland ?

giesemann
17 Tage her
Antworten an  karlotto

Thorium gibt es noch mehr als Uran. Auch gut spaltbar. Liefert aber nur el. Strom.

P.Schoeffel
15 Tage her
Antworten an  giesemann

Nee, liefert erst mal Wärme. Und damit kann man dann machen, was man will.

giesemann
10 Tage her
Antworten an  P.Schoeffel

Sie wissen, was ich meine.

Boris G
18 Tage her

Ist das Problem Erdbeben durch Gasförderung tatsächlich für die norddeutsche Tiefebene gelöst? Weniger Kilometer westlich müssen die Niederländer ihre Gasförderung um Groningen einstellen, weil tausende von Gebäuden Risse zeigen. Die Hauseigentümer haben einen jahrelangen Kampf um Entschädigungen hinter sich. Die Gasförderer hatten jeglichen Zusammenhang jahrzehntelang bestritten. Auch in Niedersachsen berichtet die Lokalpresse mehrmals im Jahr von Erdbeben und die Bundesanstalt für Bergbau sieht die Kausalität zur Gasförderung. Der Weg zur Entschädigung bleibt mühselig.

giesemann
17 Tage her
Antworten an  Boris G

Die Kosten für Entschädigungen müssen eben eingepreist werden, dann steigt auch die Akzeptanz.

Diogenes
17 Tage her
Antworten an  Boris G

Wenn Idioten die Lagerstellen aussuchen und das auch noch nach willkürlicher Art und dann keine ausreichenden Probebohrungen im weiten Umkreis von besiedelten Gebieten dann ist nicht das Prinzip daran schuld. Das Schlimme ist, daß in diesen seltenen Fällen keiner die Schuld und Verantwortung für Entschädigungen übernimmt. Solange verkommene Bürokraten an höchster Stelle sich um stattgehabte Katastrophen wie z.B. im Ahrtal nicht einmal nach 5 Jahren um Wiedergutmachung und Verantwortung herumdrücken, ist natürlich mit diesem Staat „kein Staat zu machen“. Es gibt keine Energiegewinnung, auf welche Weise auch immer, ohne natürliche oder menschengemachte Risiken!

HansKarl70
16 Tage her
Antworten an  Diogenes

Es sieht wohl so aus als könnte man nicht einfach ein Loch in die Erde bohren und damit Probleme lösen ohne neue Probleme zu erzeugen. ein gutes Beispiel von Mehreren ist das Ruhrgebiet.

PaulKehl
16 Tage her
Antworten an  Boris G

Die angeblich zurückgehende Gas-Fördermenge in Drenthe und Groningen ist blanke EU-Propaganda. Und die „zahlreichen“ Risse entstehen, weil in Holland die Gebäude in der leichten Holzständerbauweise errichtet werden. Das ist so wie in Japan. Und dann das Geschrei mit den Erdbeben. Beide Provinzen sind sowieso strukturschwach und die Bewohner können umgesiedelt werden. Das ging in der Lausitz und im Rheinland auch. Praktischerweise hat der ex-Premier Schoof die Gasförderungsanlagen angeblich an die Ukraine verschenkt. Mir ist nicht bekannt, ob diese überhaupt Gas fördert. Wahrscheinlich wurden sie auf dem Weltmarkt verschrubbt. Die Förderlöcher sollen metertief mit Beton verfüllt werden. Das ist der EU-Nero-Plan… Mehr

Melly
18 Tage her

die Grüne Politik will das nicht. woher soll das Gas kommen, ganz einfach aus Rußland ! Trauen sie sich nicht mehr das Wort Rußland in den Mund zu nehmen. Frieden mit Rußland, dem Osten ist das vollkommen klar und wir werden das auch machen. Brandmauer muß anders gebaut werden…

Last edited 18 Tage her by Melly
Boris G
18 Tage her
Antworten an  Melly

Sobald der Ukraine-Krieg beendet ist, wird wieder Gas aus Russland nach Europa fließen – fließt auch derzeit ohnehin.

giesemann
18 Tage her

Bedenken wir: DE ist doppelt so dicht besiedelt als alle seine Nachbarn außer BENELUX, gucksdu wiki für jedes Land. Bei ca. 40 Millionen Einwohnern wären wir bei FR, ES oder PO. Gemessen in Einwohner pro km².

Stormaner
18 Tage her

Fakt ist, die Energiewende war ein großer Fehler und sollte beendet werden. Ob es den Endverbrauchern hilft, wenn man heimische Rohstoffe erschließt bezweifle ich sehr. Die Preise werden am Weltmarkt gemacht und die Förderung heimischer Rohstoffe wird diesen Weltmarktpreis kaum beeinflussen. Dann machen halt die heimischen Förderunternehmen den fetten Profit, wenn aufgrund von Krisen die Weltmarktpreise steigen. Der Endverbraucher hingegen muss immer den Weltmarktpreis zahlen. Im Übrigen sind die Produktionskosten für die Förderung der Rohstoffe woanders mit Sicherheit günstiger als hier. Dem Endverbraucher hilft nur, wenn die CO2 Abgaben und die diversen Steuern gestrichen oder reduziert werden.

89-erlebt
18 Tage her

Merkels historische Mission, die BRD zu ruinieren hält weder Fritz noch Alice auf.
Es ist die verdummte Masse, die den suizidalen Weg bis zum Ende geht.

Kuno.2
18 Tage her

Die Kohleverflüssigung wurde 1944 nach der Zerstörung der Leuna Werke erforderlich. Die Leistung der Motoren sank um etwa 25 %. Aber das war in einem Land das mit dem Rücken an der Wand stand egal.
Dazu gibt es im Antiquariat (für die Spätgeborenen) immer noch die Zeitzeugenberichte.

Mikmi
18 Tage her

In Achim West wird gebaut, eine neue Gasverdichterstation! Gerade heute gesehen, die Nazis (IG Farben) konnte Kohle in Treibstoff verwandeln, warum sollte das nicht noch einmal gelingen? Fehlt der Wille?

MfS-HN-182366
18 Tage her
Antworten an  Mikmi

Nein, das Wissen und das Personal.

giesemann
18 Tage her
Antworten an  MfS-HN-182366

Entscheidend sind die Kosten. Einfach aus der Erde holen oder aus der Russen-Pipeline ist immer billiger. Sofern läuft. Wenn nicht (mehr), dann kann sich anderes rechnen. Genauso wie Technology to Product Renewable or Recycled Carbon Methanol — CRI – Carbon Recycling International und The “George Olah Renewable CO2-to-Methanol Plant” of Carbon Recycling… | Download Scientific Diagram

Mikmi
18 Tage her
Antworten an  MfS-HN-182366

Ja, aus Kohle lässt sich durch chemische Verfahren wie die Kohleverflüssigung flüssiger Treibstoff (Benzin, Diesel, Kerosin) herstellen. Die gängigsten Methoden sind die indirekte Verflüssigung (Fischer-Tropsch-Synthese) und die direkte Hydrierung (Bergius-Pier-Verfahren), die Kohle unter hohem Druck und Temperatur in Kohlenwasserstoffe umwandeln.

giesemann
17 Tage her
Antworten an  Mikmi

Stimmt alles – solange noch Kohle da ist. Noch ein paar hundert Jahre, aber denn is‘ auch damit Schluss.

Diogenes
17 Tage her
Antworten an  giesemann

Selbst wenn eine Form der Energiegewinnung nur 100 Jahre funktioniert, dann lohnt es sich für die bis dahin lebenden 2-3 Generationen auf diese Weise zu überleben. Nach abgelaufener Zeit werden die Menschen neue Möglichkeiten erschließen, die sich die die Altvorderen nicht vorstellen konnten.

giesemann
17 Tage her
Antworten an  Diogenes

Ja, die Energiewunderwaffe … . Ging schon mal schief. Aber was ginge: Die Erde ist durchschnittlich 1000 °C heiß, da ranzukommen könnte alle Energieprobleme lösen. Drill, baby, drill!

giesemann
18 Tage her
Antworten an  Mikmi

ZB die Firma Sasol in Süd-Afrika macht das heute noch. Näheres hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Sasol.
Aktie: https://www.boerse.de/aktien/Sasol-Aktie/ZAE000006896#google_vignette