MEME dreht den Spieß um. Die "Meldestelle für Meldestellen" wird gegen Meldestellen, digitale Denunzianten und ein politisch aufgepäppeltes Anzeigewesen arbeiten, das freie Bürger wegen frecher Worte verfolgt. Wer andere ans Messer liefert, soll selbst ins Licht gezerrt werden.
Deutschland hat sich in wenigen Jahren ein monströses Denunziationsgewerbe herangezüchtet. Wo früher gestritten, widersprochen und notfalls mit harten Worten zurückgepfeffert wurde, sitzt heute ein wachsendes Heer aus Meldestellen-Mitarbeitern, Hinweisgebern, Plattformwächtern, Staatsjuristen und anwaltlichen Beauftragten vor dem Bildschirm und fahndet nach der nächsten Äußerung, die man zu einem Fall aufblasen kann. Aus dem freien Bürger soll ein dressierter Untertan werden, der vor jedem Satz erst prüft, ob irgendwo ein digitaler Blockwart mitliest.
Genau deshalb heißt dieses Projekt MEME – Meldestelle für Meldestellen. Der Name ist Spott und Kampfansage zugleich. Er verspottet die ganze Irrwitzigkeit eines Systems, das aus Meinungsstreit ein Spitzelwesen gemacht hat und aus politischer Kränkbarkeit ein Geschäftsmodell der Einschüchterung. Und MEME will zugleich Anlaufstelle sein für jene Bürger, die plötzlich Post von Anwälten bekommen, Vorladungen der Polizei im Briefkasten finden oder erfahren, dass wegen eines Kommentars, eines Memes, einer Zuspitzung oder einer frechen Bemerkung ein Verfahren läuft. Und MEME wird tätig, wenn morgens die Polizei vor der Tür steht und die Wäsche durchsuchen will nach einem Handy, von dem aus ein Witz versendet wurde.
Denn dieses Land ist inzwischen mit einem dichten Geflecht solcher Stellen überzogen. Das Bundeskriminalamt (BKA) ist der Kopf der neuen Denunziationsstellen. Nein, das BKA ist nicht mehr nur für organisierte Kriminalität und Terrorismus zuständig, sondern auch für freche Posts auf Facebook oder Instagram. Es ist die zentrale Meldestelle, bei der Kooperationspartnern im Internet ihre Spitzel-Nachrichten abliefern. Dazu die Bundesnetzagentur. Sie hat auf Grundlage des Digital Services Act zusätzliche „Trusted Flagger“ zertifiziert, und Länder wie Hessen haben eigene Meldestrukturen aufgebaut, die binnen fünf Jahren zehntausende Meldungen eingesammelt haben. Allein HessenGegenHetze meldete bis Januar 2025 rund 75.000 Beiträge, davon fast 37.000 im Jahr 2024. Das ist keine Randerscheinung mehr. Das ist die Infrastruktur für eine flächendeckende Überwachung und Bespitzelung von Menschen, die andere Meinungen haben als gerade noch erlaubt..
Parallel dazu haben führende Politiker das Strafrecht für sich als politisches Druckmittel entdeckt. Robert Habeck stellte Strafanzeige in dem später breit diskutierten „Schwachkopf“-Fall. Bei Marie-Agnes Strack-Zimmermann wurde öffentlich von Hunderten Anzeigen pro Monat berichtet. Und selbst bei Friedrich Merz berichtete die WELT Ende 2025 über massenhafte Strafanzeigen seit 2021 und sogar Hausdurchsuchungen wegen Internetäußerungen. Was hier entsteht, ist nicht nur Rechtsdurchsetzung. Es ist ein Klima der systematischen Abschreckung.
Genau an dieser Stelle setzt MEME – Meldestelle für Meldestellen an. Nicht als weiterer Erziehungsklub, nicht als moralische Aufsichtsstube, sondern als Gegenwehr. Wer wegen einer Netzäußerung gemeldet wurde, wer plötzlich in ein Verfahren gerät, wer nicht weiß, wie auf Anwaltsschreiben, Anhörungsbogen, Strafbefehl oder Vorladung zu reagieren ist, der braucht keine Belehrung, sondern Hilfe. MEME will sichtbar machen, was in diesem Land längst im Verborgenen wuchert: die routinierte Einschüchterung normaler Bürger durch ein ideologisch aufgeladenes Melde- und Anzeigenwesen.
Denn die Betroffenen sind keine Berufspolitiker, keine mediengeschulten Aktivisten. Es sind Rentner, Angestellte, Selbständige, Studenten, Mütter, Väter, Leute mit einem Profilbild und einer Meinung. Menschen, die geglaubt haben, in einer Republik zu leben, in der man eine Regierung scharf kritisieren, einen Minister verspotten oder einen politischen Kurs für ruinös halten darf, ohne gleich in den Mühlen eines politisch stimulierten Strafapparats zu landen. Und dann merken sie plötzlich: Der Staat steht nicht mehr als neutraler Garant der Freiheit vor ihnen, sondern als verlängerter Arm einer Klasse von Funktionären, die Widerspruch nicht aushält.
MEME – Meldestelle für Meldestellen nimmt deshalb das Meldestellen(un)wesen selbst ins Visier. Wer meldet wen? Auf welcher Grundlage? Mit welcher Finanzierung? Mit welchen juristischen Filtern? Mit welchen politischen Verbindungen? Welche Stellen beraten nur, welche leiten weiter, welche erzeugen Löschdruck, welche speisen Fälle in Ermittlungsstrukturen ein? Diese Fragen müssen endlich dorthin zurückgeschickt werden, wo sie hingehören: an die Betreiber, Förderer und politischen Architekten dieses Systems. Wer Bürger überwachen, markieren und in Verfahren treiben will, darf nicht im Schutz einer wohlklingenden Demokratierhetorik verschwinden.
Das Projekt trägt Spott im Namen, aber sein Zweck ist bitter ernst. Es geht um Dokumentation, Erstorientierung, Öffentlichkeit und, wo möglich, um Gegenwehr. Jede Meldestelle lebt davon, dass der Einzelne sich klein fühlt. Jeder Brief vom Anwalt, jede Vorladung, jede Anzeige soll denselben Effekt haben: du bist allein, die Gegenseite ist organisiert, zahl lieber, schweig lieber, lösch lieber, knie lieber. MEME dreht genau diese Logik um. Wer Bürger einzeln jagen will, soll es plötzlich mit Öffentlichkeit, Vernetzung und Gegenfragen zu tun bekommen.
Denn das Grundproblem liegt tiefer. In Deutschland hat sich eine politische Klasse daran gewöhnt, Kritik nicht politisch auszuhalten, sondern administrativ zu bearbeiten und zu beenden. Habeck, Strack-Zimmermann, Merz und viele andere stehen dabei nur exemplarisch für einen Stil, der sich ausbreitet: nicht widerlegen, sondern anzeigen lassen; nicht streiten, sondern melden; nicht den freien Bürger ernst nehmen, sondern ihn mit Polizei, Aktenzeichen und Verfahrenskosten gefügig machen. So sieht keine selbstbewusste Demokratie aus. So sieht eine nervöse Macht aus, die ihre Autorität verliert und darum nach dem Staatsapparat greift.
Darum ist MEME – Meldestelle für Meldestellen mehr als ein Wortspiel. Es ist die überfällige Antwort auf ein System, das aus dem Melden eine Tugend und aus dem Widerspruch ein Risiko gemacht hat. Die Meldestellen sollen merken, dass auch sie beobachtet werden. Die Anzeigefabriken sollen merken, dass ihre Praxis nicht im Dunkeln bleibt. Und die Bürger sollen merken, dass sie nicht allein sind.
Zurückgeschlagen wird nicht aus Lust am Krawall, sondern aus Notwehr gegen ein vergiftetes Klima der Einschüchterung. Und zurückgeschlagen wird genau so lange, bis dieses ganze Netz aus Meldestellen, Denunziationsschnittstellen und politisch begünstigten Anzeigekanälen wieder dort landet, wo es hingehört: geschlossen, abgewickelt und entsorgt.
Wer wegen einer Meinungsäußerung im Netz Post von Polizei, Staatsanwaltschaft, Behörde oder Anwälten erhalten hat, soll nicht allein bleiben.
Wer betroffen ist, kann sich mit seinem Fall an meme@tichyseinblick.de wenden.
Jede Nachricht hilft, das Ausmaß dieses Denunziationssystems offenzulegen und ihm etwas entgegenzusetzen. Es ist eine Dokumentationsstelle, die das Ausmaß der Denunziation und Bespitzelung erfaßt. MEME – Meldestelle für Meldestellen bringt Licht in das Dunkel der neuen Geheimdienste, die unter harmlosen Namen entstanden sind. Ab sofort werden die Überwacher überwacht, ihr schmutziges Geschäft im Dunklen ans Licht gezerrt. Im Namen der Freiheit.

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Klasse:) Dann schaut ja endlich mal jemand die ganzen Strafanzeigen durch, die Alice Weidel aufgrund von § 188 stellt. Das wurde auch mal Zeit!
Ich wollte auch mal was melden.Der Jungsozialist in vortgeschrittenem Alter aber Intellektuell wohl vorpupertierend hat der Ministerin das Verhalten einer Hyäne vorgeworfen:Juso-Chef greift Reiche an: „Wie eine Hyäne“ T-online19.04.2026 – 10:45 Uhr.Grundgesetz art.1Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. (2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. (3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.Ich dachte dieser Artikel ist absolut. Nein Frau Reiche kann man nicht mit… Mehr
Nach dem Staatsbankrott der Bundesrepublik wird bestimmt der Spruch „für ein Apfel und ein Ei“ verboten werden. Grünsprech!
Wir müssen endlich mündig werden!
Eine gute Initiative.
Einigkeit ist der Preis der Freiheit! Eine individualisierte, anonyme Gesellschaft in der das Individuum zwar immer stärker im Mittelpunkt steht (Individualisierung), gleichzeitig aber soziale Bindungen und die Sichtbarkeit gegenüber der Gemeinschaft abnehmen kann leichter dressiert, kontrolliert, vernichtet werden.Hierzu muss es ein Gegengewicht geben. Nur was sichtbar ist, kann ernst genommen und gehört, gesehen werden. Was man nicht sieht, hat nie stattgefunden, hat es nie gegeben! Es geht uns mit der Freiheit wie mit der Gesundheit: Erst wenn man sie nicht mehr hat, weiß man, was man an ihr hatte. Der gezeigte Scheinriese der inszenierten Mehrheitsgesellschaft durch die Medien und den… Mehr
Es wäre angebracht, wenn man vorher irgendwo einen öffentlichen Schlüssel für die Verschlüsselung der Nachrichten an meme[at]tichyseinblick.de herunterladen könnte …
Das ist absolut zu begrüßen! VIELEN Dank! Die Freiheitsberaubung gegenüber den Mitgliedern der Gesellschaft und unerträgliche Bevormundung durch bestimmte Kreise der Administration und der Legislative sollten deutlichen Widerstand erfahren. Ich lebe in einer Stadt, in der die innerstädtische REGEL-Verkehrsgeschwindigkeit durch GRÜN-woke und Komplizen selbst auf Durchgangsstraßen abgeschaft wurde ÜberallSchilder , insbesondere im Bereich der ampelgesteuerten Kreuzungen – da wird denn aus „Steuerungsgründen“ von 30km/h auf die innerorts im Kern geltenden 50 km/h angehoben, um dann nach der Kreuzung wieder auf 30 km/h mit einem Schild zu reduzieren!!! Gewollter Nebeneffekt des Wirrwars sind nicht etwa die Erhöhung der Verkehrssicherheit oder die… Mehr
Übrigens lässt sich Tempo 30 nicht so einfach auf Hauptstrassen im Rahmen der Lärmaktionsplanung „anordnen“. Zumindest in NRW sind Zusatzberechnungen nach einer anderen Methode notwendig und dann folgen weitere Schritte. Im Fall der Stadt Lünen hat die Bezirksregierung darauf hingewiesen, dass die Rechtsgrundlage wohl fehlt, aber natürlich das Ganze nicht weiterverfolgt. Der Kreis als Aufsichtsbehörde, weigert sich einzuschreiten.
Denn Lärmaktinosplan finden Sie hier, S 131
https://www.luenen.de/de-wAssets/docs/PDFs/mein-luenen/umwelt-klima/Laermaktionsplan-der-Stadt-Luenen-Stufe-IV.pdf
Weil Deutschland die Beteiligung der Öffentlichkeit beschränkt, ist übrigens ein Vertragsverletzungsverfahren bei der EU seit 2016!!! offen.
Herrlich auch, wie man fleissig ÖPPs gründet und widerrechtlich Aufgaben auf diese ohne Ausschreibungen überträgt…
Zitat: „Übrigens lässt sich Tempo 30 nicht so einfach auf Hauptstrassen im Rahmen der Lärmaktionsplanung „anordnen“. “ > Also hier im ewig rot oder rotgrünen linken Hamburg ist mir eine solche Anordnung per Verkehrsschild grad erst vor Kurzem aufm Weg zur Bushaltstelle zum ersten Mal aufgefallen. Hier wurde nämlich im Bereich Hbg-Wandsbek an einer sehr gut ausgebauten vierspurigen Hauptstraße ein Verkehrschild mit den Hinweis aufgestellt, dass zwischen 22h-6h aus Lärmschutzgründen nur noch 30 Km/h erlaubt sind. Die Frage, was hier dann im Gegensatz zu 50 Km/h an „Lärmschutz“ erreicht wird/werden soll, erspare ich mir mal. Doch erfahrungsmäßig will ich dann… Mehr
Diese Unart gipfelt nach meiner Erfahrung in Baden Württemberg. Fahren Sie mal von der A81 bei Herrenberg ab nach Tübingen; die Bundesstraße dorthin ist durch alle Ortschaften auf Tempo 30 km/h reduziert und mit toll abgestimmten Ampeln „verziert“. Und natürlich wird verstärkt „geblitzt“, der Sicherheit wegen … Schlimmer ist es noch in Konstanz. Innerstädtisch durchwegs 30, an Baustellen gar 20 km/h. Und gestern hat man stolz verkündet, weitere 2 stationäre Blitzer eingerichtet zu haben, so dass es jetzt insgesamt 13 „Abzocker-Einnahmequellen“ sind. Kann man nur gratulieren! Das ist jetzt hier zwar kein erwähnenswerter „MEME-Text“, passt aber in den Kontext, finde… Mehr
Danke TE
Eine grandiose Idee! Und das schreibe ich als Zeitgenosse, der selber schon betroffen war und das „Vergnügen“ eines mehr oder weniger höflichen Besuches frühmorgens um 6 hatte. Je früher der Morgen, desto netter die Gäste. Ich muss zugeben, dass ich von diesem richtungsweisenden Projekt erst vor wenigen Stunden durch das starke, intensive und ausführliche Interview im Kontrafunk erfahren habe, das Silke Bunners mit Roland Tichy geführt hat, und bin immer noch begeistert.
Gute Idee, aber handwerklich gut? Meldung per e-Mail? Da hab ich Zweifel. Bei allen Möglichkeiten, die es im postiven und negativen Sinne gibt, sind e-Mails nicht die erste Wahl. Liebes Tichy-Team, machen Sie es transparent und sicher, dann bin ich sofort dafür.
Transparent geht nicht, da verliert man ja die Interpretationshoheit.
Die korrekte Schreibweise lautet „E-Mail”. Nicht einmal dafür ist Platz hinter dem Pony. Bildungsmisere Deutschland.