Der bestialische Messerangriff von Belfast ist kein Einzelfall. Trotzdem wird weiterhin verdrängt und verharmlost. Daniela Seidel geht den Gründen nach, warum Politik und Medien kein Umdenken wagen: Selbsthass, Scham und die Angst davor, sich das eigene Versagen eingestehen zu müssen.
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Was geht nur vor in den Köpfen der Medienschaffenden, der regierenden Politiker und ihrer vasallentreuen Anhängerschaft? Wie kann man ernsthaft zu der Auffassung gelangen, dass die Enthauptung eines Menschen auf offener Straße Rechtsextremen „nützen“ würde?
Das Erstarken sogenannter rechter Kräfte – von denselben Kreisen definiert als alle, die weder die halsbrecherische Überlastung unseres Sozialsystems noch den Zerfall der inneren Sicherheit weiter wortlos hinnehmen wollen – ist schließlich in erster Linie Schutz- und Abwehrreaktion: das Symptom einer völlig entgrenzten Migrationspolitik.
Was für ein Gehirnlooping liegt diesem abenteuerlichen Schluss also zugrunde? Ebenso gut könnte man demzufolge behaupten, eine Ladung Pfeffer „nütze“ dem Niesreflex oder der Aufenthalt in der Mittagsglut bei 40 Grad „nütze“ dem Sonnenbrand. Was läuft kognitiv so grundlegend schief, dass es zu derart bizarren Umdeutungen kommt?
Wer die Bilder aus Belfast sieht, Berichte über Messerangriffe, Vergewaltigungen, Parallelgesellschaften und die zunehmende Verrohung des öffentlichen Raums liest und zugleich erlebt, wie Politiker und Journalisten relativieren, Kausalzusammenhänge verdrehen und vor allem vor der politischen Instrumentalisierung solcher Taten warnen, gelangt fast zwangsläufig zu der Frage, ob Europas Eliten ihre eigenen Gesellschaften überhaupt noch für schützens- und verteidigenswert halten.
Man könnte beinahe vermuten, hier sei ein tief verwurzelter Selbsthass am Werk, der die Zerstörung der eigenen Heimat und Lebensart durch unkontrollierte Massenmigration mit nahezu böswilligem Eifer vorantreibt.
Ganz von der Hand zu weisen ist dieser Gedanke nicht. In Teilen des westlichen Diskurses, besonders in Deutschland, besteht seit Jahrzehnten die Tendenz, die eigene Geschichte fast ausschließlich unter den Vorzeichen von Kolonialismus, Rassismus, Ausbeutung und Schuld zu betrachten.
Die verständliche und notwendige Sensibilität gegenüber Nationalismus und Diskriminierung hat in weiten Teilen der politischen Klasse jedoch Ausmaße angenommen, die jedes Bekenntnis zur eigenen kulturellen Identität bereits als potenzielle Vorstufe der Xenophobie erscheinen lässt.
Die Angst, Wildfremden gegenüber ungerecht zu sein, wirkt monströser als die Furcht davor, die eigene Bevölkerung buchstäblich über die Klinge springen zu lassen. Wo eine derart ideologisierte Prioritätensetzung dauerhaft jede realistische Abwägung überlagert, wird Politik zunehmend zu einem Instrument der Schuldvermeidung – fast schon zu einem Ritual der Selbstverachtung.
Doch als Erklärung dafür, warum an einem Kurs festgehalten wird, dessen schädliche Folgen für immer mehr Menschen sichtbar werden und der langfristig auch den Verantwortlichen selbst schadet, reicht das nicht aus.
Fehlt inzwischen jedes Gespür für die Tragweite einer solch bestialischen Gewalttat, weil die Einsicht in den eigenen Irrtum und seine katastrophalen Folgen zu schmerzhaft wäre? Plausibel wird dies, wenn man annimmt, dass die meisten Akteure keineswegs von Destruktivität, sondern im Gegenteil von einem positiven, ja überhöhten, fast narzisstischen Selbstbild und einer daraus erwachsenden Hybris angetrieben werden.
Wer über Jahrzehnte predigte, Masseneinwanderung sei eine Bereicherung, Sicherheitsprobleme wären dümmliche, völkische Panikmache oder allerhöchstens Randerscheinungen und die eigentliche Gefahr gehe von Vorurteilen und Ausgrenzung aus, hat nicht nur eine politische Position vertreten, sondern darauf einen erheblichen Teil seiner Identität gegründet. Die Zugehörigkeit zum Kreis der Aufgeklärten, Humanen, Progressiven, Erhabenen, Integren und Anständigen hängt plötzlich an genau diesen Gewissheiten. Eine Kurskorrektur wäre dann nicht bloß ein paradigmatischer Richtungswechsel, sondern vielmehr die schwer am Ego kratzende, persönlich vernichtende Erkenntnis, Risiken ausgeblendet, Warnungen ignoriert, Kritiker diffamiert und nicht wiedergutzumachenden Schaden verursacht zu haben.
Damit betreten wir das Feld der Wahrnehmungsverzerrungen und Fehlschlüsse. Je größer die Investition in eine Überzeugung war, desto schwerer fällt es, sie aufzugeben – nicht trotz der offensichtlichen Probleme, sondern gerade ihretwegen.
Denn jede neue Gewalttat, jede krachend gescheiterte (Re)Sozialisation und jede weitere Belastung des gesellschaftlichen Zusammenhalts erhöht den Preis eines späteren Eingeständnisses. Ausgerechnet die bedrohlich wachsende Evidenz gegen die eigene Position verstärkt so den psychologischen Druck, an ihr festzuhalten.
Hinzu kommt ein weiterer Mechanismus, der in politischen und medialen Milieus besonders wirksam ist: das Gruppendenken. Wer sich über Jahre fast ausschließlich mit Menschen umgibt, die dieselben Grundannahmen teilen und gebetsmühlenartig wiederholen, verliert allmählich die Fähigkeit, die eigene Perspektive zu hinterfragen. Die eigene Sicht erscheint dann nicht mehr als Interpretation der Wirklichkeit, sondern als Wirklichkeit selbst.
Kritik wird nicht als mögliche Horizonterweiterung erlebt, sondern als Angriff auf die moralische Ordnung der Gruppe. Die Fähigkeit zur Reflexion wird durch die Angst vor sozialer Ächtung oder beruflichen Konsequenzen enorm gehemmt, was wiederum zu einer systematischen Unterschätzung weitaus folgenschwererer Gefahren führt. Dieses im Hinblick auf den Islam offenbar besonders verbreitete Defizit kann durchaus auch strukturelle Gründe haben – etwa wenn eine Gesellschaft versucht, historische Gewissensbisse zu kompensieren und dabei eine Faustrechtkultur idealisiert.
Hinzu kommt ein kräftiger Schuss deutscher Überheblichkeit, mit der in gönnerhaft-paternalistischer Weise pauschale Schutzbedürftigkeit, Integrationsbereitschaft und Dankbarkeit unterstellt wird, die wiederum buchstäblich messerscharf an manch unschöner Tatsache vorbeigeht.
Doch selbst dem Verblendetsten dürfte allmählich dämmern, dass die mittlerweile millionenstarken, ach so harm- und hilflosen noch nicht so lange hier Lebenden, alles binnen kürzester Zeit in Schutt und Asche legen würden, sollte man Annehmlichkeiten, Zugeständnisse und Anrechte drastisch zurückfahren. „Ein Beschwichtiger ist jemand, der ein Krokodil füttert in der Hoffnung, dass es ihn zuletzt frisst“, soll Winston Churchill einmal scharfsinnig formuliert haben, als es seinerzeit um Appeasement-Politik ging.
Und womöglich lauert hinter all dem ein noch weit mächtigeres Gefühl: Scham. Wer sich eingestehen müsste, einen fürchterlichen Fehler begangen zu haben, und dass Entscheidungen und Entwicklungen, die er jahrelang unterstützt, verteidigt oder propagiert hat, zu erheblichem, vermeidbarem Leid beigetragen haben, steht vor der Frage nach seiner eigenen moralischen Verpflichtung.
Und genau hier setzen die klassischen Abwehrmechanismen ein: Verharmlosung, Rationalisierung, Verleugnung, Verdrängung, Externalisierung und schließlich der folgenreichste Schritt: die Verschiebung der Aufmerksamkeit und Verantwortlichkeit – weg von der Tat und hin zu denen, die über die Tat sprechen.
Plötzlich gilt nicht mehr der beinahe enthauptete Passant bzw. der blutrünstige Täter als eigentliches Problem, sondern das Video der Tat; nicht mehr das Verbrechen selbst, sondern sein Echo; nicht mehr der Anlass der Empörung, sondern die Empörung an sich, die immer brutalere Formen annimmt, je weniger sie gehört und ernstgenommen wird.
Doch wenn die Politik nicht endlich umkehrt und konsequent handelt, sind „gesichert rechtsextreme“ Äußerungen und strafbare Zitate bald unsere kleinste Sorge. Dann wird irgendwann auch hierzulande der Mob handeln, auf den man dann bequemerweise mit dem Finger zeigen und sich endgültig mit Grausen abwenden kann.
Und vielleicht ist das die gefährlichste Form der Realitätsverweigerung: geboren nicht aus Bosheit, Dummheit, Gleichgültigkeit oder Selbstablehnung, sondern aus dem so verzweifelten wie charakterschwachen Bedürfnis, sich weiterhin für den besseren Menschen halten zu können.





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einfach mal den Vordenker der EU als Pan-europäischen Zentralstaat, Richard Coudenhove-Kalergi,besonders sein Werk „praktischer Idealismus“,indem er die Grundlagen der Massenmigration als Mittel der Aufweichung der Nationen und Regierungsformen empfiehlt.
Seine Idee der „eurasisch-negriden“ Mischrasse aufgrund aufgehobener Grenzen wird heute brutale Politikumsetzung….
alles keine Überraschung,man muss nur zu den Wurzeln dieser EUDSSR und dort graben
> gelangt fast zwangsläufig zu der Frage, ob Europas Eliten ihre eigenen Gesellschaften überhaupt noch für schützens- und verteidigenswert halten.
Ich halte mich nicht für „Elite“, allerdings Briten sind nicht meine Gesellschaft und die Franzosen nur ganz minimal – irgend ein Vorfahre väterlicherseits, der vor 220 Jahren aus Straßburg nach Breslau gezogen ist. Wenn die eh in den Suizid wollen, ob „für Klima“ oder „gegen Russen“, mögen die auf eigenen Wunsch aus der Geschichte verschwinden. Möglichst OHNE Krieg.
Die Ratifizierung des unsäglichen Migrationspaktes, angetrieben bei uns von Soros, Knaus, Yascha Mounk, Heusgen, Angela Merkel dem alle sozialistischem Zeitgeist frönten. Im Interesse der damaligen Regierung der USA. Keine europäische Nationalität war jedenfalls mit solch einer naiven Willkommenskultur bestückt wie Deutschland.
Letztendlich dürfte es das sein, was Gutmenschen den Kritikern linker Politik vorwerfen, eine übersteigerte Selbstgefälligkeit und die Missachtung des Mitmenschen. Die Erkenntnis und das Eingeständnis, dass die linke Lebenslüge von der Realität ad absurdum geführt wird, ist für einen aufrechten Linken schlimmer als der Untergang des Abendlandes; ein Umdenken erfolgt daher erst dann erreicht, wenn der Linke von den Umständen, die er verursacht hat, persönlich betroffen wird. Dann jedoch folgt das Argument, die Linke hätte ja gar keine Mehrheit gehabt, schuld wären die Konservativen.
Die Realitätsverweigerung ist im Kern weiß und weiblich. Die Balance zwischen Verantwortungsethik und Gesinnungsethik ist komplett aus dem Ruder gelaufen. Neuroevolution? Feminisierung der westlichen Gesellschaften? Henne und Ei?
Deutsche Realitätsverweigerung: 1. Thilo Sarrazin weist bereits 2010 mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ auf die Probleme der Zuwanderung hin. 2. Thilo Sarrazin muss bei Vorträgen von der Polizei geschützt werden und wird von der SPD ausgeschlossen. 3. Merkel öffnet 2015 die Grenzen unbefristet 4. Der Zustand in Deutschland 2026: – 2,5 Millonen Ausländer werden durch Bürgergeld incl. Wohnung und Gesundheitssystem versorgt. – 40% der nach 2015 eingeschulten Jugendlichen können kaum noch lesen schreiben und rechnen – In drei Bundesländern (Berlin, Hamburg und Bremen) ist Mohammed der häugigste Geburtsname, in Hessen der zweithäufigste in NRW der dritthäufigste – Enorme… Mehr
…und was machen die Medien, Beispiel RTL gestern Abend: „Jetzt dann im Nachtjournal: Rechtsextreme, Ausländerhass, Rechtsradikale: Rechte liefern sich Straßenschlachten in Irland“. Unfassbar.
Ich hoffe , die Polizei nimmt die Samthandschuhe ab und greift gegen den tobenden White-Trash-Mob entschlossen durch.
Deutschland, Frankreich, UK, immer diese gleiche unbeschreiblich scheinheilige Verlogenheit dieser völlig inkompetenten Politiker. Erbärmlich ❗
Gesellschaften, in denen eine Negativauslese aufgrund struktureller Defizite ihrer Organisationsform – hier: Parteiendemokratie mündendend in Parteienstaaten – Protagonisten mit charakterlichen Fehlsteuerungen in die Machtpositionen spült, sind immer zum Untergang verurteilt. Früher oder später geraten die Verhältnisse außer Kontrolle.