Antwort an eine hypermoralische schwerreiche linke Kollektivistin

Neid lässt sich politisch leicht verkaufen. Schwieriger wird es, wenn wirtschaftliche Realität ins Spiel kommt. Ein Lehrstück über Vermögen, Umverteilung und linke Mythen.

picture alliance / Sipa USA | Anthony Behar
Joy Behar in der Mitte

Im Schüren von primitivem Neid, euphemistisch als „soziale Gerechtigkeit“ umschrieben, sehen linke Populisten der unterschiedlichsten Extremitätsgrade ihre größte Möglichkeit, zu Popularität und Wählerstimmen zu kommen. Bestes Beispiel war vor Kurzem Lars Klingbeil, der in einem Video dafür warb, Steuerzahlern ihre Rolex oder ihren Porsche abzunehmen, da er es sich schlicht nicht vorstellen kann, dass man sich solche Attribute erarbeiten haben könne. Aus dem Video ging nicht hervor, ob Klingbeil eventuell auch die gern mit Luxusattributen protzenden Clangrößen gemeint haben könnte oder ob er die Abnahme dieser Artikel auf Steuerzahler beschränken will.

Das Verständnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen in kollektivistischen Kreisen, die in Deutschland bedauerlicherweise eine sehr große Mehrheit darstellen, beschränkt sich meist auf ein bescheidenes Mickey-Mouse-Niveau. Reiche Menschen, so ist man überzeugt, horten wie Dagobert Duck Unmengen von Bargeld in speziell dafür angefertigten Bunkern. Und die größte Freude dieser Reichen ist es dann, so glaubt man, sich in diesen Münzen zu suhlen.

In einer extrem linkslastigen und intellektuell überschaubar anspruchsvollen Talkshow in den USA durfte eine dieser linkslastigen Millionärinnen, Joy Behar, nun ihre kindlichen Vorstellungen über Wirtschaft mit ihrem Publikum teilen. Diese millionenschwere Moderatorin – Berichten zufolge erhält sie bei „The View“ als eine der bestbezahlten Diskussionsteilnehmerinnen jährlich zwischen 5 und 7 Millionen Dollar Gehalt – fordert Elon Musk auf, sein Vermögen zu spenden.

„Was macht Elon Musk mit seinem Geld? Er wird Trillionär. Er könnte ganze Länder retten. Wird er das tun? Nein. Was glaubst du eigentlich, wirst du ewig leben, Elon?“

Die Sendung hat jeweils einen Gast, der mit den Frauen über unterschiedliche Themen spricht. Dieser Gast antwortete jedoch anders, als die moralisch Entrüstete es sich erhofft hatte:

„Ein paar Anmerkungen, Joy. Weniger als 0,1 % von Elons Vermögen sind Bargeld auf dem Konto. Die restlichen 99,9 % sind Aktien und Eigentum an seinen Unternehmen: SpaceX, Tesla und anderen. Diese Unternehmen haben mehr als 160.000 direkte Arbeitsplätze, 600.000 indirekte und weitere 500.000 induzierte Stellen geschaffen. Mindestens 1 Million Menschen auf der Welt können dank ihnen ihr Brot verdienen.

Sie hingegen haben 30 Millionen Dollar. Sie haben keine Arbeitsplätze geschaffen. Und fast Ihr gesamtes Geld ist bereit, ausgegeben zu werden. Werden Sie ewig leben, Joy? Warum spenden Sie nicht Ihr Geld? Mit einem Drittel könnten Sie 3.000 Menschen ein ganzes Jahr lang ernähren. Wann fängt Ihre Spende an?“

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Kommentare ( 43 )

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43 Comments
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Ralf Poehling
23 Tage her

Nahezu ganz Hollywood ist zwangsrekrutiert vom US Geheimdienstapparat, spätestens seit der McCarthy Ära. Für Disney gilt das auch und besonders, denn Disney spielte bereits im Wechselspiel zwischen US Machtapparat und dem Dritten Reich eine gewichtige Rolle. Hitler nebst Anhang haben damals auf dem Berghof exklusiv die neuesten Disney Filme geliefert bekommen und waren schwer angetan. Die US IT Branche hängt hingegen seit dem Film Wargames aus dem Jahre 1983 direkt am Pentagon. Reagan fragte damals nach separater Vorführung des Films beim Pentagon nach, ob das realistisch sei und hatte nach entsprechender Antwort quasi die Zwangssteuerung der US IT Branche vom… Mehr

Last edited 23 Tage her by Ralf Poehling
gnomen est omen
23 Tage her

So leid es mir tut dies zu sagen. Hier ist jemand offensichtlich auf einen Fake hereingefallen. Dieser Clip kursiert schon seit Monaten.

Kontra
23 Tage her

Und wieder hat Lars es verbaselt! Es fehlte noch der Lacoste Pullover in seiner Aufzählung!

JakobMierscheid
23 Tage her

Sehr geehrte Redaktion, in Ihrem Beitrag wird der Eindruck erweckt, Damon Imani sei als realer Studiogast in der US‑Sendung „The View“ aufgetreten und habe Joy Behar dort direkt widersprochen. Diese Darstellung ist sachlich falsch. Bei den verbreiteten Clips handelt es sich nachweislich um satirische Montagen: Originalausschnitte von „The View“ wurden nachträglich mit selbstproduziertem Material von Damon Imani zusammengeschnitten. In den Video‑Beschreibungen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um Satire handelt und dass Imani in die Szene hineineditiert wurde, nicht als Talkshow‑Gast eingeladen war. Ich bitte Sie daher, den Beitrag entsprechend zu korrigieren oder zumindest einen Hinweis zu ergänzen, dass… Mehr

Multivan-Fan
23 Tage her
Antworten an  JakobMierscheid

Super, danke für ihre Recherche! Das bestätigt dann doch meinen Endruck, ohne es genau gewusst zu haben. Eine kurze Klarstellung seitens TE wäre wünschenswert, zumal anscheinend nicht sauber recherchiert wurde.

ceterum censeo
23 Tage her

Die betretenen Gesichter und die Sprachlosigkeit der wohlhabenden Ladys in dem Video sprechen nicht nur Bände, sie sprechen eine ganze Bibliothek!

Mugge
23 Tage her

Die grosszügigen wie prunkvollen Burgen und Schlösser der Vergangenheit konnten nur durch Frondienst und Leibeigenschaft entstehen und über Jahrhunderte gehalten werden. Wären im Zuge der Industrialisierung keine Gewerkschaften entstanden, um wirtschaftliche und soziale Interessen gegenüber Arbeitgebern/Reichen und dem Staat zu vertreten, hätte es den Sozialstaat nie gegeben. Es alles eine Frage des Masses. Und selbstverständlich ufern Reiche unter gewissen Bedingungen ebenso aus wie Sozialisten/Kommunisten bzw. linke Populisten. Und letztere , sofern sie Machtpositionen inne haben, zählten und zählen immer zu den Reichen( Ceausescu, DDR-Führung inkl. Hofstaat usw.) Lars Klingbeil , mit einem monatlichen Bruttogehalt von rund 23.220 Euro, ebenfalls. Nicht… Mehr

Mausi
23 Tage her
Antworten an  Mugge

Nur Frondienst und Leibeigenschaft: Würden Sie bitte beides mal definieren. Wir in D – und nicht nur wir – leisten bis heute Frondienst und sind Leibeigene: Über Steuern und Abgaben. Für „den“ Staat, der vertreten oder inzwischen gar ersetzt wird durch unsereRegierenden. Und was verstehen Sie unter dem „Maß“? M. E. hat Ludwig Erhard das Maß sehr gut vorgegeben: Wohlstand für Alle. Und obwohl wir heute aus Langeweile und vor lauter Übersättigung aufs Eis gehen, Armut immer neu definieren, muss mantrotzdem anerkennen, dass seine Methode erfolgreich gewesen ist. Welches andere System hat das geschafft? Oder wollen Sie das Maß vom… Mehr

Nibelung
23 Tage her

Na diese sogenannten Tussys sind auch nicht gerade das gelbe vom Ei, wenn man eine anspruchsvolle Haltung einnimmt und das edle darunter im Hirn schätzt und nicht die aufgesetzte Maske ohne jeglichen Mehrwert und was die menschlichen Begierden anbelangt so ist das eine reine Erziehungsfrage, denn wer nichts mehr kennt, was einen Menschen ausmacht, äfft in bekannter Weise alles nach, was die Erlauchten vorbeten und der oberste Geldverwalter ist auch nicht gerade zimperlich, wenn es um die eigenen Penunzen geht und wer es ernst meint, kappt diese Verbindung, damit es nicht verfänglich wird. Immerhin bestehen da auch Beziehungen in der… Mehr

Multivan-Fan
24 Tage her

Unabhängig davon, dass der Mann Recht hat:

in linken Shows lassen sie dich NIEMALS, WIRKLICH NIEMALS in Ruhe ausreden. Er bekommt alle Zeit der Welt für seinem Vorwurf und die betroffenen Blicke, von der Kamera schln in Szene gesetzt in dem Moment, sind einfach nur schlecht geschauspielert.

Nochmal anschauen und dann sieht man es recht deutlich.

Werner Geiselhart
24 Tage her

Intelligenz schlägt Ideologie und Borniertheit.
Kommt in D gar nicht mehr vor, wenigstens bei den selbsternannten Hütern UnsererDemokratie.
Vollkommene Verblödung der sogenannten Elite.
Einfach nur noch grausam 🥵

A-Tom
24 Tage her

Wenn es eine Fernsehsendung in der westl. Welt gibt, die wie ein Brennglas die Dinge fokussiert, die in den Ländern der westl. Hemisphäre schief laufen, dann ist es die Sendung „View“. Das tut sie aber nicht, weil sie mit besonderem Augenmerk Fehlentwicklungen aufgreift und thematisiert – nein, es sind die dort auftretenden Verhaltensauffälligen, die einer Mischung aus Neurotikern und Asperger-Patienten gleichkommt.
Dass der Sender diesen Mist überhaupt bezahlt, liegt daran, dass Millionen Amerikaner diesen Unrat konsumieren und entsprechend gut bezahlte Werbeblöcke geschalten werden.