Wer die AfD bei den kommenden Landtagswahlen an die Regierung wählt, dessen Abitur oder Hochschulabschluss sei in anderen Ländern womöglich nichts wert, so der dreiste Einschüchterungsversuch.
picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
Im Kampf für „unsere Demokratie“ verbündet sich das „Massenmedium“ Spiegel gerne mit den etablierten Parteien, um einen ungeliebten Konkurrenten – man könnte ihn auch den neuen Klassenfeind nennen – unerbittlich aus dem Weg zu räumen. Jede noch so krude Drohung ist diesen Klassenkämpfern recht, die neue Volkspartei Alternative für Deutschland antidemokratisch zu diskreditieren.
Eine mögliche AfD-Regierung in den ostdeutschen Bundesländern versetzt das politische wie mediale Establishment in pure Angst. Die zusammengerückten Parteien der Nationalen Front von CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne und Linke/PDS/SED befinden sich im Panikmodus, weil die neue Volkspartei AfD inzwischen in Bundesumfragen 28 Prozent und in Ostdeutschland fast 40 Prozent erreicht. Mehr als jeder Dritte im Osten und mehr als jeder Fünfte im Westen würde jetzt AfD wählen.
Dass die selbst ernannten „demokratischen Parteien“ an der Stimmung im Volk vorbeiregieren, und dass zusammenregiert, was nicht zusammengehört, nur um die AfD undemokratisch zu verhindern, darauf kommen sie nicht. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Jetzt sollen vor allem junge Blau-Wähler erschreckt werden, falls sie der AfD bei den kommenden Wahlen im Herbst in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin ihre Stimme geben.
Dafür dürfen gleich zwei ehemalige Ministerpräsidenten zur Jagd auf die im starken Aufwind befindliche AfD blasen. Der vermeintliche Christdemokrat Reiner Haseloff und SED-Erbe Bodo Ramelow konnten unwidersprochen im Spiegel potenziellen Wählern der Alternative für Deutschland drohen und Panik verbreiten.
So droht Sachsen-Anhalts Ex-Ministerpräsident Haseloff Schülern wie Studenten für den Fall einer AfD-Regierung mit drastischen Maßnahmen. Auch EU-Gelder und die Sicherheitszusammenarbeit der Behörden könnten ausgesetzt werden. Geht’s noch!
Man müsse AfD-Wählern klarmachen, „was eine AfD-Landesregierung bedeutet“, warnt Haseloff im Spiegel. Es sei möglich, dass „etwa Abiturzeugnisse und andere Qualifikationen aus einem solchen Bundesland von Hochschulen anderswo nicht mehr wie selbstverständlich akzeptiert“ würden.
Damit nicht genug: „Auch der Austausch der Sicherheitsbehörden sowie Transfergelder von EU, Bund und dem Finanzausgleich wären in Gefahr“, schüchtert Haseloff weiter potenzielle AfD-Wähler ein. Schließlich behauptet er noch dreist: Die Reden der Partei erinnerten ihn zudem mehr und mehr an das Jahr 1932, „als die NSDAP im Freistaat Anhalt durch freie Wahl ins Parlament kam“. Handfeste Beweise liefert er keine.
Hallo Herr Haseloff, sind die DDR-Abiturzeugnisse von Bürgern aus einer Diktatur etwa auch nichts wert? Oder: Wurden Schul- und Hochschulabschlüsse aus der Zeit des Nationalsozialismus wie bei ihrem Parteifreund, Amtskollegen und NSDAP-Mitglied Hans Filbinger in der BRD etwa nicht anerkannt?
Bullshit – natürlich galten sie, sonst wäre Filbinger ja nicht zu Baden-Württembergs Ministerpräsidenten aufgestiegen.
Nicht zum ersten Mal blamiert sich Haseloff mit kruden Wortausfällen. „Wenn die AfD zur Macht käme, dann wäre für mich wirklich die Grundsatzüberlegung, ob ich nach 72 Jahren meine Heimat verlassen würde“, verkündete er im Juni 2025. Dabei hatte Haseloff sein Heimatland nicht einmal 1994 bei der Machtteilhabe durch die Rechtsnachfolger der SED-Täterpartei des DDR-Regimes verlassen.
Die Partei der Mauerbauer alias PDS errang damals durch Tolerierung einer rot-grünen Minderheitsregierung nicht einmal fünf Jahre nach dem Mauerfall wieder Macht.
Seine heutigen wirren Drohungen, die rechtlich sicher überhaupt nicht durchsetzbar wären, passen ins Bild eines panischen Politikers, der die jahrzehntelange Macht seiner Partei schwinden sieht, aber nicht das eigene Versagen dabei erkennen will.
Denn mit Demokratie hat diese Demagogie nichts mehr zu tun. Im Grunde sind solche politischen Lügen Wähler-Erpressung. Im besten Deutschland aller Zeiten – der Osten spricht inzwischen von der „Buratino Republik Deutschland“ – gelten demokratische Wahlen und freie Willensentscheidungen des Volkes offensichtlich längst nichts mehr. Eine linksorientierte Medien- und Politelite bestimmt, was gewählt werden muss. Demokratie stört da nur.
Es wird gelogen, bis sich die Balken biegen, wie man es nur von Buratino, dem östlichen Bruder des Pinocchio kennt.
Insofern darf auch noch der Nachfolger einer früheren Täterpartei der DDR-Diktatur im Spiegel das hohe Lied von „unserer Demokratie“ singen. So droht Bodo Ramelow, AfD-Wähler dürften sich bei einem Wahlsieg dieser Partei nicht beklagen, dass danach „demokratische und rechtsstaatliche Standards erodieren und ein autoritärer, nationalistischer Kurs“ den Ton angebe. „Man muss sich bewusst entscheiden, ob man diese Demokratie und diese Freiheit behalten will.“ Behauptet ausgerechnet Ramelow von der Linken alias PDS alias SED.
Beide Politiker, Haseloff und Ramelow, duzten sich übrigens innig beim Gespräch mit dem früheren „Sturmgeschütz der Demokratie“, das heute nur noch als Heimatflak die Regierenden verteidigt.
Das Propaganda-Gespräch dieser beiden völlig aus der Zeit gefallenen und politisch gescheiterten Figuren wirkt für Wähler mit gesundem Menschenverstand regelrecht wie eine Aufforderung, nun erst recht eine Alternative zu diesem undemokratischen Establishment zu wählen. Schließlich sagt schon eine Weisheit: „Ein Mensch, der eine Kette aus Lügen trägt, muss sich nicht wundern, wenn sie bricht.“



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Wird nicht eher ein Schuh draus, dass die Linksgrünschwarzen gerade alles dran setzen, die jeweiligen Landesabiture zu entwerten?
Bezüglich der Abiturzeugnisse ließ sich in der Vergangenheit eindeutig feststellen, dass die Zeugnisse aus Bundesländern mit roter/rot-grüner Regierung dramatisch weniger wert waren als solche aus konservativ regierten Bundesländern. Nicht was den Notendurchschnitt anging, sondern was das Leistungsniveau der Abiturienten betraf. Spätestens beim Wettbewerb an den Universitäten hat es sich dann herausgestellt.
Was an diesen Parteivertretern ist noch demokratisch?