„KiKA für alle: Der Mai im Zeichen der Diversität“ – so steht es auf der Website von KiKA. Anlässlich des von der EU ausgerufenen „Monats der Diversität“ stellt der Sender „Vielfalt“ in den Mittelpunkt.
Screenprint: KiKA / First Day
Unter dem Motto „Monat der Diversität“ startet KiKA in den Mai. Was auf den ersten Blick harmlos wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als gezielte ideologische Erziehung im Kinderfernsehen.
Das bezieht sich nicht nur auf „Antirassismus“ und Inklusion, sondern auch auf LGBTQ- und Transideologie. Ein Blick in das Kinderprogramm macht deutlich, worum es geht. In der Serie „First Day“ etwa steht ein zwölfjähriges Mädchen im Mittelpunkt, das sich als „trans“ identifiziert und sich erstmals in seiner neuen Klasse als „sein wahres Selbst“ zeigt.
ARD und ZDF bewerben also aktiv die Transgenderideologie, indem sie sich als ideologisches Sprachrohr der neuen Linken positionieren.
Das öffentlich-rechtliche Fernsehen ist nicht erst seit heute Vorreiter dieser Indoktrinierung: Bereits 2018 zeigte KiKA eine entsprechende Folge der Serie „Die Pfefferkörner“ mit dem Titel „Weil ich ein Mädchen bin“: „Man kann mit Hormonblockern die Pubertät stoppen“, sagt hier ein Kind, und bekennt, dass es sich später „unbedingt operieren lassen“ wolle. Natürlich reagieren die anderen Kinder mit Verständnis – Argwohn äußern sie nicht.
Diese Serie richtet sich an Kinder ab acht Jahren. Ihnen wird hier suggeriert, die Pubertät, also eine Phase, die viele Heranwachsende als unangenehm empfinden, ließe sich folgenlos und unproblematisch „stoppen“. Transpropaganda pur.
Indoktrination von Kindern
Ein weiteres Beispiel ist die PUR+-Reportage „Mädchen oder Junge?“, die bereits 2023 über KiKA und ZDFtivi ausgestrahlt wurde. Hier kommt das Mädchen „Nick“ zu Wort, das sich im Alter von zwölf Jahren eine Kurzreportage über einen Transmann anschaute und sich mit diesem identifizierte.
In dem Beitrag sagt Nick unter anderem, dass sie sich beim Tragen von Kleidern immer schon unwohl gefühlt habe. Sie habe aber nicht gewusst, dass es „so etwas“ – Menschen, die ihr Geschlecht „ändern“ – gebe. Erst durch den Beitrag begann sie, das Unwohlsein als Beleg für ihre Transidentität zu deuten.
Nur bei den wenigsten Kindern liegt, zumal vorpubertär, eine echte geschlechtsdysphorische Störung vor. Tritt sie in der Pubertät auf, ist sie oft vorübergehend. Werden Kinder allerdings über Medien, insbesondere über soziale Netzwerke, ständig mit diesem Thema konfrontiert und suggestiv darin bestärkt, „trans“ zu sein, setzt sich diese Überzeugung in ihnen fest.
Dem Staatsfernsehen käme an dieser Stelle die Aufgabe zu, auf die Gefahren dieser „sozialen Ansteckung“ hinzuweisen – und nicht, sie auch noch selbst hervorzurufen.
Die Medien tun hier das Gegenteil von dem, was sie vorgeben. Statt Kindern zu vermitteln, dass es in Ordnung ist, nicht in stereotype Rollenbilder zu passen – also als Mädchen keine Kleider zu mögen oder einen Kurzhaarschnitt zu bevorzugen – wird ihnen suggeriert, dass genau darin ein Problem läge. Nicht die Rolle wird hinterfragt, sondern das Geschlecht selbst. Aus „Du bist okay, wie du bist“, wird „Du bist im falschen Körper“.
Für das „Fremdfühlen im eigenen Körper“, das Kinder unter Umständen in der Pubertät spüren, präsentieren öffentlich-rechtliche Medien auf einem Kinderkanal im Fernsehen die Lösung: Hormonblocker und eine Transition.
Ganz im Sinne der Transideologie
„Mutig“ sind laut ÖRR die Eltern, die den Transtrend unterstützen. „Mutig“ sind die Ärzte, die bereit sind, die Entwicklung eines gesunden Kindes massiv zu manipulieren. Und „mutig“ sind auch die Medien, die genau das als Fortschritt verkaufen.
Nachdem der ÖRR jahrelang entsprechende Inhalte forcierte, hat sich der Transhype im Kinderfernsehen eigentlich bereits abgekühlt. Doch da alte Folgen noch in Mediatheken abrufbar sind, prägen sie den Kurs weiterhin und entfalten ungebremst ihre Wirkung. Themenschwerpunkte wie der „Monat der Diversität“ sorgen dafür, dass die kleinen Zuschauer immer wieder damit konfrontiert werden.
Manipulation von Kindesbeinen an
Was KiKA hier als Diversität verkauft, ist in Wahrheit die Ausübung von Kontrolle und Manipulation eines jungen Publikums, das unvoreingenommen und beeinflussbar ist. ARD und ZDF wollen Kinder nicht nur unterhalten oder informieren: Sie wollen früh vermitteln, wie junge Menschen Gesellschaft, Geschlecht und Identität zu verstehen haben.
Ebenfalls im Zuge des Monats für Diversität erzählt etwa die neue Serie „Zum ersten Mal“ von Jugendlichen aus unterschiedlichen Familienverhältnissen, ihren ersten Beziehungen, ersten sexuellen Erfahrungen und ihrem Selbstverständnis – ausdrücklich eingebettet in „vielfältige“ Lebensmodelle.
In Formaten wie „Team Timster“ werden Bücher vorgestellt, die Themen wie Identität, Anderssein und Selbstfindung behandeln.
Auch hauseigene Reportagen von KiKA greifen gezielt gesellschaftspolitische Themen auf: „PUR+“ beschäftigt sich mit Fragen von Identität und Selbstbild, während andere Formate Themen wie Rassismus, Flucht oder körperliche Einschränkungen behandeln und ein bestimmtes Verständnis von Gesellschaft vermitteln.
Diese Linie setzt bereits im Vorschulbereich an. Sendungen wie „ICH bin ICH“, die „Sesamstraße“ oder Inhalte in der KiKANINCHEN-Welt greifen Themen wie Akzeptanz, Anderssein, Behinderung oder Identität auf und oktroyieren Kindern die ideologisch opportune Haltung zu „Diversität“.
Die propagandistische Leitlinie von KiKA
Früher wurden Kinder nicht selten vor den Fernseher gesetzt, damit die Eltern kurz Zeit für andere Dinge, wie etwa den Haushalt, haben. Heute müssen Eltern damit rechnen, dass dem Kind ganz bestimmte Ideologien eingetrichtert werden.
Dafür hat KiKA sogar eine Diversitäts-Checkliste entwickelt. Auch andere Redaktionen sollen anhand dieser Zusammenstellung überprüfen, ob Inhalte „vielfältig“ genug sind und ob Sprache, Figuren oder Geschichten den gewünschten Vorstellungen entsprechen. Laut KiKA wird dabei besonders darauf geachtet, Formulierungen „inklusiv“ und frei von Stereotypen zu gestalten.
Unter der Initiative „Charta der Vielfalt“ soll offiziell ein „vorurteilsfreies Arbeitsumfeld“ geschaffen und „Vielfalt“ gefördert werden. Dies soll unabhängig von Geschlecht, geschlechtlicher Identität, Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung geschehen. In der Praxis bedeutet das: „Diversität“ ist feste ideologische Leitlinie des Programms.
Hinzu kommen Workshops, Schulungen und „Sensibilisierungsangebote“ für Mitarbeiter. Redaktionen sollen also nicht mehr einfach Geschichten erzählen, sondern lernen, wie Inhalte möglichst diversitätssensibel und ideologisch korrekt aufbereitet werden. Nicht die Realität soll abgebildet werden, sondern die gewünschte Realität.
Damit nicht genug: 2025 beteiligte sich KiKA am sogenannten „Deutschen Diversity-Tag“. Der Sender nimmt zudem nach dem Vorbild der BBC an der „50:50 Challenge“ teil: Geschlecht, Herkunft, sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität sollen möglichst gleichmäßig und sichtbar im Programm vertreten sein.
Nicht die Qualität von Figuren oder Geschichten zählt, sondern Hautfarbe, Herkunft, geschlechtliche Identität oder sexuelle Orientierung.
Ideologie statt Information
Eigentlich sollten gerade öffentlich-rechtliche Medien durch die Bereitstellung ausgewogener Information zur Meinungsbildung beitragen. Die entsetzlichen Folgen der Transgenderideologie sind längst bekannt. Wo finden diese in der Berichterstattung statt, wo werden Kinder für die Gefahren sensibilisiert, die von dieser Ideologie ausgehen?
TE-Autorin Cora Stephan macht auf die Dimensionen dieser Problematik aufmerksam: Allein in den USA fanden zwischen 2016 und 2020 tausende irreversible Operationen an Minderjährigen statt, neben Brustamputationen, auch Eingriffe im Genitalbereich. Die Zahl derer, die juristisch dagegen vorgehen, wächst.
Eine finnische Langzeitstudie kommt zu dem Ergebnis, dass sich die psychische Gesundheit der Jugendlichen, die eine Transition vornehmen, signifikant verschlechtert – das blanke Gegenteil der Behauptung, dass nur eine Transition betroffene Kinder vor psychischen Krankheiten und Suizid schützen könne.
Das von Transaktivisten propagierte Bild stürzt zusehends in sich zusammen, zurück bleiben tausende geschädigte Menschen, die im Kindes- und Jugendalter dem vertrauten, was Erwachsene ihnen vermittelten. Doch ausgerechnet der öffentlich-rechtliche Rundfunk hält gegenüber seiner vulnerabelsten Zielgruppe eisern am Narrativ des Transaktivismus fest.





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Bei KIKA gibt es bei uns Fernsehverbot. Das ist nicht schwer durchzusetzen, da das Fernsehzeitalter bei uns im Haushalt ohnehin dem Ende zugeht – die Kinder schauen sich lieber im (nicht ÖR-) Internet um.
Mich würde einmal interessieren, ob muslimische Eltern ihren Kindern solch einen dekadenten Mist zumuten?