Kommt es zu einem Verhandlungstreffen von Vice President JD Vance und Teheran?

Die Trump-Regierung hat offiziell einen 15-Punkte-Plan zur sofortigen Beendigung des Krieges vorgelegt. Das Weiße Haus wartet auf die Bestätigung für ein hochrangiges Treffen in Islamabad, bei dem für sie Vice-Vance teilnähme.

picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Paul Sancya

Ob das die nächsten Militärschläge begleitet oder das spätere Ergebnis beschreibt, jedenfalls dokumentiert es, sondiert wird parallel. Melden die Legacy-Medien das Dementi aus Teheran, verhandelt werde gar nicht, lässt das nur offen, mit welchem Teil des IRGC-Regimes Trumps Leute reden.

Die Trump-Regierung hat offiziell einen 15-Punkte-Plan zur sofortigen Beendigung des Krieges vorgelegt. Das Dokument, das auch der israelischen Regierung übermittelt wurde, skizziert die weitreichenden Zugeständnisse, die Teheran für eine Einstellung der Kampfhandlungen machen muss. Während Witkoff und Kushner berichten, das Regime habe Interesse bekundet, wartet das Weiße Haus auf die endgültige Bestätigung für ein hochrangiges Treffen in Islamabad, bei dem für sie Vice-Vance teilnähme.

Der 15-Punkte-Plan ähnelt den Forderungen früherer Atomgespräche, enthält aber zusätzlich sofortige militärische Verpflichtungen. Kern ist die Forderung nach einer vollständigen Einstellung der Urananreicherung auf iranischem Boden. Berichten zufolge fordern die USA von Iran die Übergabe seines gesamten 450 Kilogramm schweren Vorrats an 60 Prozent angereichertem Uran, die Akzeptanz beispielloser, umfassender UN-Inspektionen sowie strenge Beschränkungen der Reichweite und Anzahl seiner ballistischen Raketen. In Jerusalem herrscht weiter tiefe Skepsis und Besorgnis. Trump hat Angriffe auf iranische Kraftwerke nur bis Freitag ausgesetzt. Kommt bis dahin kein Gipfeltreffen zwischen Vizepräsident J.D. Vance und dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Baqer Qalibaf zustande, will die US-Regierung die Operationen wieder aufnehmen.

General Dan Caine spricht von A-10 Warthogs und Apache Kampfhubschraubern zur Zerstörung iranischer Schnellboote und Drohnen: „Die A-10 Warthog ist nun an den Kämpfen an der Südflanke beteiligt und jagt und zerstört Schnellboote in der Straße von Hormus … Zusätzlich haben sich AH-64 Apaches den Kämpfen an der Südflanke angeschlossen.“

Alles redet von höherer Gewalt, von den 13 Millionen Tonnen LNG, die nun nicht verfügbar sind. Niemand spricht über die Maschinen. Ingenieur und Analyst Veron Wickramasinghe erklärt, die physische Hardware in der Industriestadt Ras Laffan ist der Grund für fünf Jahre bis zu Katars Erholung. Weil die globale Lieferkette der wichtigsten Komponenten nicht im benötigten Tempo und Umfang Ersatzteile produzieren kann. Und warum fünf Werkstätten in Deutschland, Italien, Japan und Wisconsin den Zeitplan für den gesamten globalen Energiemarkt in ihren Händen halten.

Saudi-Arabiens Mohammed bin Salman drängt Trump, die Angriffe auf den Iran fortzusetzen und die historische Gelegenheit zu nutzen, das Gesicht der Region zu verändern.

Saudi-Prinz Feisal bin Farhan: »Die iranische Ideologie behauptet, islamische Anliegen zu verteidigen. Doch die nackten Fakten liegen nun offen: Seit 47 Jahren nutzt der Iran ein Netzwerk von Stellvertretern, um die Hisbollah, die Houthis, die Hamas und verbündete Milizen im Irak, in Syrien und im Sudan zu finanzieren und zu fördern – alles im Namen einer „Widerstandsbewegung zur Verteidigung des Islam und der palästinensischen Sache“. Es ist ein Schwindel, dem viele erlegen sind. Dass arabische Länder dem Iran endlich die Wahrheit sagen, ist von großer Bedeutung und der endgültige Sargnagel für die Islamische Republik Iran.«

Dhahi Khalfan, Ex-Kommandant der Polizei von Dubai vor dem Hintergrund, dass die Arabische Liga den Iran weder bekämpft noch verurteilt und die Golfstaaten nicht unterstützt: »Die Völker des Arabischen Golfs (nicht des Persischen) sollten die Zusammenarbeit mit Israel verstärken.«

Über den Golfkrieg hinaus ordnet sich vieles neu

Wie es am Golf auch immer weiter geht, Konsequenzen wie die folgende wird es eine nach der anderen geben, und den strategischen Hebel, den der Ayatollah im Iran installierte, nie wieder entstehen lassen. Das Emirat Sharjah treibt mit Saudi-Arabien einen strategischen Handelskorridor über den Hafen von Khorfakkan an der Ostküste voran, der Hormuz umgeht und eine direkte Land- und Seeverbindung nach Dammam herstellt. Die Initiative wurde am 23. März offiziell angekündigt.

Ausgangspunkt des Korridors: Der Khorfakkan Commercial Terminal an der Ostküste der UAE (Golf von Oman). Schiffe aus Asien oder dem Indischen Ozean können hier anlegen, ohne jemals durch die Straße von Hormuz zu fahren.
Land-Verbindung: Von Khorfakkan geht es über den Sajaa Dry Port (ein neues, ca. 70 Hektar großes Trockenhafen-Gelände in Sharjah) weiter.
Ziel: Direkte multimodale See- und Land-Verbindung nach Dammam am Persischen Golf in Saudi-Arabien (östliche Provinz).
Partner: Saudi Ports Authority (Mawani) und das sharjah-Logistikunternehmen Gulftainer.

Die Saudis bewegen bereits sieben Millionen Barrel Öl.

Das ägyptische Erdölministerium gab bekannt, das US-Unternehmen Apache hat in der westlichen Wüste ein neues Erdgasvorkommen entdeckt, dessen Produktion voraussichtlich etwa 26 Millionen Kubikfuß pro Tag erreichen wird.

Was die Epigonen des Ayatollah entsetzen muss. Wenn Iraner sagen: Ich bin kein Muslim, ich bin Perser …

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