Daniel Günther treibt den Ausbau des bevormundenden Staates voran: Zuckersteuer, Social-Media-Verbote, Eingriffe in die Meinungsfreiheit. Wer nicht seiner Moral folgt, soll gelenkt, bestraft oder ausgeschlossen werden. Ein Ministerpräsident will Erzieher der Nation sein.
Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther, ein Repräsentant der CDU, genauer gesagt der links-grünen Merkel-CDU, entpuppt sich zunehmend als Fratze des Obrigkeitsstaates, dem bürgerliche Freiheiten ein Dorn im Auge sind. Er geht wohl davon aus, dass es mündige Bürger nicht gibt. In seinen Augen bedarf der Mensch beständiger Anleitung und Zurechtweisung. Es sei denn, er teilt Günthers Ansichten. Der Mann scheint nicht von heute, erinnert an einen Oberstudiendirektor aus wilhelminischer Zeit. Typen wie er personifizieren den Niedergang des Liberalismus in Deutschland. Günther will zwanghaft verbieten und steuern.
I.
Beispiel Zucker. Klar, viele Bürger schlucken zu viel, erkranken im Alter an Diabetes Typ 2. Überhaupt ernähren sich viele Bürger falsch, können oder wollen nicht gesund kochen. Deshalb will Günther die Zuckersteuer erhöhen. Da lässt er nicht locker, auch wenn er auf wenig Gegenliebe stößt. Der Gedanke, dass es den Staat einen feuchten Kehricht angeht, was und wie viel der Mensch zu sich nimmt, ist ihm fremd. Aufklärung genügt ihm nicht. Er will die Freiheit der Leute einschränken, indem er abkassiert und damit bestraft. Er will den Konsumenten die Eigenverantwortung nehmen. Trotz Übergewicht und Krankheit werden viele alte Leute vermutlich lieber auf anderes verzichten, als ausgerechnet auf das ohnehin schon sündhaft teure Stück Torte am Nachmittag. Sie haben ja sonst nicht mehr viel vom Leben.
Aber Genießen hat im Weltbild des Daniel Günther keinen hohen Stellenwert. Er will dem Volk Vernunft beibringen. Hält sich für eine Art Chefgouvernante mit moralischem Auftrag. In 50 Staaten gibt es Zuckersteuer. Dass die Bevölkerung dort kollektiv abnimmt und gesünder wird, ist nicht bekannt. Die Steuer auf Zucker nährt nur den verfetteten Staat und trifft die Kleinen. Gesünder leben sie nicht, weil das Bewusstsein von gesunder Ernährung unter anderem eine Frage der Bildungsschicht und der Erziehung in den Familien ist. Warum nicht gleich auch die deutsche Sättigungsbeilage besteuern: Knödel, Spätzle, Kartoffeln, und vor allem das deutscheste aller Lebensmittel, das Brot? Es wäre im Sinne von Günther nur logisch. Im Übrigen sind nicht nur zu viele Kohlehydrate in der Kost ein Problem der Volksgesundheit. Mangel an Bewegung fällt mindestens so stark ins Gewicht. Will Günther demnächst die Leute auch zu mehr Bewegung zwingen? Am besten auf öffentlichen Plätzen: Antreten zum täglichen Frühsport. Altmodisch – jedes Handy registriert die Zahl der Schritte. Wer das verordnete Minimum nicht schafft, soll blechen – es wäre nur konsequent, wenn man so denkt wie Günther.
II.
Beispiel soziale Netzwerke. Von allen Politikern setzt sich Günther am vehementesten für ein Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren ein, die Betreiber sollen das Alter der Handynutzer wirkungsvoll prüfen. Günther will die Algorithmen der Plattformen kontrollieren lassen. Hasskommentare soll es nicht mehr geben. Nach Ansicht von Günther sollen rechtswidrige Inhalte künftig schneller gelöscht, Bußgelder verhängt werden. Es wird nicht funktionieren. Jugendliche finden Lücken. Die Internet-Sucht, eindeutig eine Volkskrankheit, wird so nicht nachlassen. Auch hier gilt: Sie geht den Staat nichts an. Handy-Verbot an Schulen ja, aber im staatsfreien Raum haben Verbote dieser Art nichts zu suchen. Dafür sind Eltern zuständig, ob sie ihrer Erziehungsaufgabe gerecht werden oder nicht. Menschen zu ihrem Glück zu zwingen, ist nicht Aufgabe einer demokratischen Regierung. Politiker, die glauben, besser zu wissen, was das Volk glücklich macht, sollten schleunigst abgesetzt werden. Sie sind gefährlich, weil sie sich für moralisch überlegen halten und deshalb für berechtigt, die Freiheit einzuschränken. So wie Daniel Günther.
III.
Seine Vorstellungen gehen weit über den üblichen Jugendschutz hinaus. Günther will auch das, was er für die „Verrohung der Diskussionskultur“ hält, mit staatlichen Maßnahmen bekämpfen. Er maßt sich an, bestimmen zu können, in welchen stilistischen Bahnen demokratischer Streit auszutragen ist, will als Ministerpräsident den Bürgern Sitte und Anstand beibringen. Dass er auch die AfD verbieten will, versteht sich von selbst. Meinungsfreiheit soll nur gelten, so lange sich die Meinung seinen eigenen Vorstellungen unterwirft. Seine Kritik an „alternativen“ Medien machte Schlagzeilen, weil er mit einem Verbot von Tichys Einblick und Nius und anderen zumindest spielte. Ich bin der Staat, glaubt Günther. Außer, wenn er selbst in Talkshows auftritt. Dann will er, weil es andernfalls gegen die demokratischen Spielregeln verstoßen würde, nur noch Parteipolitiker, nicht mehr Amtsinhaber sein. Er möchte selbst bestimmen, das ist der Kern der auch juristisch noch lange nicht geklärten Affäre, welche Regeln für ihn gelten. Im Schafspelz eines Demokraten heult ein autoritärer Wolf.


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Ich erteile Daniel Günther ein lebenslanges Köln-Kalk Verbot!
Aber Herr Günther ist doch nur ein Symptom eines ganzen Systems, nämlich unserer Volksvertreter, die nach eigenem Bekenntnis in die Politik gegangen sind, um zu gestalten was merkwürdigerweise überwiegend dann daraus besteht, ihren Auftraggeber, dem Wähler, mit immer neuen Verboten das Leben schwer zu machen. Warum ist es so schwer zu begreifen, dass es vielleicht auch eine Politik geben könnte, die dem Souverän die Freiheit lässt, zu entscheiden, ob er dieses oder jenes will oder nicht und wenn nicht, er ist auch straflos sein lassen kann. Nur ein kleines Beispiel: bei dem VW Tiguan fällt reihenweise der Funk Notfallmelder aus… Mehr
Günther ist bereits während der totalitären Corona- Zeit zusammen mit einem Herrn Wüst besonders negativ aufgefallen. Investigative Journalisten sollten sich mal mit den heimlichen Lastern des Herrn Günther beschäftigen, da dieser seinen Mitbürgern offensichtlich gerne die Lebensfreunden nehmen möchte. Fresssucht ist es bei ihm offensichtlich nicht.
Doch, doch. Da hat der Günther schon recht!
Bei Leuten die Union, SPD oder Grüne wählen kann man nun wirklich nicht davon ausgehen, dass sie realistisch einschätzen können, wie viel Zucker gut für sie ist.
Ich will ein Daniel Günther Verbot!
Der CSU-Mann Dobrindt hat diesen schon vor längerer Zeit geadelt mit dem Titel „Genosse Günther“, zweifellos zutreffend auch mit dem Hintergrund „linksgrünend versifft“ mit hoher Affinität dazu sich so platziert, eingeordnet zu haben. Trotz dieser Wahrnehmung auch bei CDU-Mitgliedern muss man aber auch dieses wirkliche Umfragen-Phänomen anführen, die Prognosen für die Nord-CDU liegen nach wie vor bei ~ 35 % Zustimmung, die CDU/CSU im Bund kämpft im 25 %-Bereich. Schaut man genauer auf solche in der Partei, sind es grundsätzlich „Merkelianer“, voll mit dem Credo, dem „Freundlichen Gesicht machen“ und „Alle können Kommen“ nach wie vor einverstanden zu sein. Die… Mehr
… setzt sich Günther am vehementesten für ein Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren ein ….. Das ist doch nur Vorwand! Um die Klarnamen von allen und jedem geht es! Wenn z.B. hier bei Tichy einer einen Leserkommentar bring: „Bei uns in X- Stadt wurde gestern ein eine 18 – jährige vergewaltigt… “ als einleitender Satz von einem Gerwald Waldhof – und die Antifa kümmert sich um den „Fascho“. Zusätzliches Pech, wenn man einen seltenen Namen hat und die Stadt bekannt ist – das vereinfacht vieles. Da laufen gewisse Dinge dann ganz „automatisch“. Dankens werter Weise vor allem bei Personen,… Mehr
Man kann Hrn. D. G. als Beispiel für eine ganze Kaste von autoritären, obrigkeitsstaatlichen und bornierten Kleinbürgern [bei Grünen, SPD, CDU …] sehen. Für Durchschnittsbürger macht es allerdings nur einen kleinen Unterschied, ob sie von Personen wie Hrn. D. G. herumgestossen oder von sogenannten Liberalen zutiefst verachtet werden. Letztere erklären nämlich den Durchschnittsbürgern, dass es doch an ihnen selbst läge, in einer prekären Lage zu leben. Ein Bewusstsein von Ernährung bildet sich bei vielen Bürgern vor allem durch die Praxis der eigenen Familie/Vorfahren, der ethnischen Herkunft und des Geldbeutels heraus. ‚Gute Ernährung‘ kann man sich dann nur mit massiven Verzichten… Mehr
Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein. War wohl mal. Nur noch sagen, hören, sehen, lernen, essen, trinken, reisen, heizen, bauen und duschen wie es der politischen Elite gefällt.
Beschwert Euch nicht über diesen,aus meiner Sicht, totalitären Politiker. Beschwert Euch über diejenigen, die solche Freiheitsfeinde und ihre Parteien immer wieder wählen. Ob Schleswig Holstein oder demnächst in BW, die Menschen sind entweder zu dumm um es zu verstehen oder zu bequem, um sich zu informieren. Obwohl, die Schnittmenge dürfte ziemlich groß sein.