Spionage-Skandal: Luftwaffen-Offizier verrät NATO-Geheimnisse an China

Die griechischen Streitkräfte und auch die NATO-Führung haben ein Problem: Ein hochrangiger Offizier der Hellenischen Luftwaffe, der in Kavouri stationiert war, steht im Verdacht, sensible militärische Informationen an chinesische Auftraggeber weitergegeben zu haben. Am Donnerstag wurde der Wing Commander verhaftet.

picture alliance / ANE / Eurokinissi | Michalis Karagiannis / Eurokinissi

Die Festnahme erfolgte in den frühen Morgenstunden des 5. Februars in einer Militäreinrichtung in der Nähe von Athen, koordiniert durch die griechischen Sicherheitsbehörden und die Nationale Geheimdienstagentur (EYP). Quellen aus dem Verteidigungsministerium bestätigen, dass der 50-jährige Offizier Zugang zu hochgradig klassifizierten Daten hatte, darunter NATO-bezogene Informationen über Truppenverlegungen und elektronische Systeme. Der Fall bestätigt die zunehmende Bedrohung durch ausländische Spionage-Aktivitäten in Europa, insbesondere aus China, das in den vergangenen Jahren vermehrt in westliche Militärstrukturen einzudringen versucht.

Laut offizieller Mitteilung des Hellenischen Nationalen Verteidigungs-Generalstabs (GEETHA) wird der Angeklagte beschuldigt, geheime Informationen an Dritte weitergegeben zu haben – er hätte damit die nationale Sicherheit gefährdet. Laut griechischen Medien hat der Offizier zugegeben, dass er von einem chinesischen Kontaktmann auf einer internationalen Konferenz rekrutiert wurde. Er nutzte auch verschlüsselte Software, um sensible Daten zu übermitteln, darunter Details zu Kommunikationssystemen und zu elektronischen Kampfsystemen der griechischen Streitkräfte.

Die Zeitung „Proto Thema“ berichtet auch über die Überwachung des Spions durch die EYP: Die Ermittlungen begannen vor zwei Monaten, als der griechische Geheimdienst einen Tipp von einer westlichen Sicherheitsagentur erhielt – mutmaßlich aus den USA oder einem NATO-Partnerland. Die Informanten wiesen auf den Diebstahl hochsensibler Informationen hin, die direkt an China flossen. Seitdem wurde der Offizier observiert: Die EYP überwachte seine Kommunikation und Aktivitäten, einschließlich Versuche, auch Kollegen zu rekrutieren. Der Wing Commander hatte aufgrund seiner Position in einer Stabseinheit für Kommunikation und Elektronik Zugriff auf kritische NATO-Dokumente, die Truppenbewegungen und Verteidigungsstrategien betrafen.

NATO-Daten an China weitergeleitet

Die Verhaftung wurde befohlen, als die Behörden eine Eskalation seiner Aktivitäten bemerkten, darunter eine Zunahme des Datenvolumens und Kontakte zu potenziellen Mittätern. Griechische Quellen wie „eKathimerini“ beschreiben den Fall als einen der gravierendsten Spionageskandale in der jüngeren Geschichte des Landes. Der Offizier, dessen Identität aus rechtlichen Gründen noch nicht offiziell freigegeben wurde, diente in einer Einheit im Großraum Athen und war für die Koordination elektronischer Systeme verantwortlich. Berichten zufolge hat er nicht nur Informationen weitergegeben, sondern auch versucht, ein Spionage-Netzwerk innerhalb der Streitkräfte aufzubauen. Reuters berichtet, dass der Offizier verdächtigt wird, weitere sensible NATO-Daten weitergeleitet zu haben, was die Allianz zu einer internen Untersuchung veranlasst hat.

In Griechenland selbst hat die Regierung nun eine Untersuchungskommission eingesetzt, um mögliche weitere Lecks zu prüfen. Verteidigungsminister Nikos Dendias kommentierte den Vorfall als „schwere Bedrohung für die nationale Souveränität“ und versprach, die Sicherheitsprotokolle zu verschärfen.

Der Offizier soll bereits sein Tatmotiv gestanden haben: Chinesische Agenten hätten ihm hohe Summen geboten.

Die Oppositionspartei Syriza hat nun eine parlamentarische Anfrage gestellt, um mehr Transparenz zu fordern. Der Prozess gegen den Wing Commander wird voraussichtlich schon in den kommenden Wochen beginnen, es droht ihm eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren für Landesverrat.

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Kommentare ( 40 )

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Entenhuegel
1 Monat her

Titel: „Spionage-Skandal: Luftwaffen-Offizier verrät NATO-Geheimnisse an China“

Im Text: „… steht im Verdacht, sensible militärische Informationen an chinesische Auftraggeber weitergegeben zu haben. „

Will man sich hier dem Medienmainstream mit solcher Aufmachung annähern?

Zum alten Fritz
1 Monat her

Nun wissen die Chinesen alles über den geplanten und getarnten Einmarsch von olivgrünen Männchen in die Ukraine?

PaulKehl
1 Monat her

Die Chinesen brauchen die Daten der Nato nur zum Abgleich. Wer interessiert sich schon für diese Duodez-Fürstentümer aus denen die Gebildeten massenweise flüchten.

Axel Fachtan
1 Monat her

NATO „To keep America in, Russia out and Germany down.“ Lord Ismay In diesem Sinne ist jeder Deutsche, der militärisch oder zivil für die NATO arbeitet oder agitiert ein Landesverräter. Denn er trägt dazu bei, Deutschland am Boden zu halten und zu zerstören. Er trägt dazu bei, dass die Amis ungestraft die Zerstörung von Nordstream ankündigen können und diese Zerstörung dann auch ungestört durchgeführt haben. Niemand bei der Bundeswehr hat ab dem 7.2.2022 daran gearbeitet, die zentrale deutsche Infrastruktur vor den Amis und ihren Helfershelfern zu schützen. Die Preisgabe von Daten an die Chinesen ist Verrat an denen, die Deutschland… Mehr

Haba Orwell
1 Monat her

Die Erklärung der „China-Bedrohung“ für die USA: „Taiwan erkennt die Zeichen der Zeit – uncut-news.ch“ > „… Nun ist Colby der Mann, der die Pentagon-Politik verantwortet – und das merkt man. … Colbys Buch Strategy of Denial ist in seiner unverhohlenen Zynik erschütternd. Für ihn geht es bei Macht im Kern um die Fähigkeit zu töten. Er schreibt: „Physische Gewalt, insbesondere die Fähigkeit zu töten, ist die ultimative Form von Zwangsmacht. Es gibt zwar andere Quellen von Einfluss, doch sie alle werden von der Macht zu töten dominiert.“ … China wird als Bedrohung dargestellt, weil es sich auf einer Entwicklung befindet, bei… Mehr

Yani
1 Monat her

“…es droht ihm eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren für Landesverrat…”
In Schlandistan gibt es für Landesverrat Orden.

Ostfale
1 Monat her
Antworten an  Yani

Je intensiver der Verrat umso fetter die Pfründen für den Halunken.

Manfred_Hbg
1 Monat her

Zitat: „Berichten zufolge hat er nicht nur Informationen weitergegeben, sondern auch versucht, ein Spionage-Netzwerk innerhalb der Streitkräfte aufzubauen“ > Es ist immer wieder bemerkenswert was selbst hohe Militärs, die doch eigentlich ihr Heimatland und ihrer Liebsten beschützen wollten und sollten, alles für Geld an Tun sind. UND auch ist sehr bemerkenswert, wie oft doch in der letzten Zeit vor allem immer wieder die Chinesen und chinesische Technik spionierend in EUropa aufgefallen sind. UND noch bemerkenswerter ist und wird es hier dann, wenn man bedenkt, wie die in Berlin und EU-Brüssel herrschende „Alparteien-Elite“ und die Leyen’schen Pseudodemokraten immer mehr das eigene… Mehr

hoho
1 Monat her
Antworten an  Manfred_Hbg

Interessante Vorstellung – in der Realität sind das alles Söldner. Ob jemand in NATO an seinem Land denkt, bezweifle ich. Das sind alle wie gesagt Söldner. Schaut man sich auf die Aktionen von NATO ist das eine Hilfsorganisation des Hegemons die sehr selten etwas gutes für die Allgemeinheit getan hat und sich meist an völkerrechtswidrigen Aktionen beteiligt hat. Einziges gutes bei NATO ist nur dass man sich in der NATO nicht gegenseitig angreift, was aber spätestens seit Angriffen an deutsche Infrastruktur auch zu Vergangenheit gehört. Schade, dass die Eier haben unsere Herrscher nur wenn es um Zerstörung der Wirtschaft und… Mehr

Manfred_Hbg
1 Monat her
Antworten an  hoho

Zitat: „Ob jemand in NATO an seinem Land denkt, bezweifle ich.“ > Nun ja, was diese griechischen -anscheinend spionierenden- hochrangigen Militär angeht, hier sollte nicht übersehen werden, dass mit Sicherheit auch dieser zu allererst in der normalen griechischen Armee gedient haben wird und damit ein ganz normaler Soldat war. Und wenn er dann nun irgendwo im NATO-Quartier gesessen haben sollte, dann wird ihm dieser Posten erst nach zig Jahren Dienstzeit angeboten worden sein. Ob dieser gute Mann dann auch gleich ab seinen ersten Tag ab Armee-Eintritt in der griechischen Armee als Söldner gedient hat, bezweifle ich zwar, lasse diese Frage… Mehr

Soistes
1 Monat her
Antworten an  Manfred_Hbg

Die echte Bedrohung Griechenlands ist nicht China sondern die Türkei. Und für die NATO ist die Türkei allemal wichtiger als Griechenland. Jeder Grieche weiß das

joly
1 Monat her
Antworten an  Manfred_Hbg

Ein Grieche hat einem Chinesen einen Gefallen getan…..
Generäle der BW haben aus Singapur per ganz offen per abhörbarer Kommunikationswege über alles und jedes was in der NATO geheim ist gequatscht. Sie haben so ziemlich allen freiwillig und völlig entblödet einen Gefallen getan.
Der Grieche wird nun wohl eingeknastet unsere Generäle aber dürfen ungestraft weiterquatschen.
Das regt doch zum nachdenken an, oder?

Klaus Uhltzscht
1 Monat her

Guter Mann. Die NATO muß in die Schranken gewiesen werden. Sie ist eine militärische Angriffsorganisation in den Händen militärischer und politischer Laien und haßerfüllter, unberechenbarer Sozialist:innen.

Vallis Blog
1 Monat her
Antworten an  Klaus Uhltzscht

Soll man nun Sozialist durch innen teilen, oder was? Können Sie bitte mit dieser saublöden Dschänderei aufhören!

Klaus Uhltzscht
1 Monat her
Antworten an  Vallis Blog

Tschuldigung… Hab ja nur die Sozen gegendert.
Normale Leute gendere ich nicht.

murphy
1 Monat her

Es ist gut, dass man zumindest in Griechenland noch den Strafbestand Landesverrat kennt. Mit welchen Geldsummen wurde er denn von den Chinesen geködert?

Thorsten
1 Monat her

Das wird kaum ein chinesischer Dienst gewesen. Vermutlich Türkei oder Russland. Oder gar Ukraine (um eine Provokation vorzubereiten)
In diesen Kreisen veschwimmt alles in einem Gespinst aus Halbwahrheiten und Lügen.

Britsch
1 Monat her
Antworten an  Thorsten

man weiß heutzutage halt nicht mehr was von dem was verbreitet wird Wahrheit ist und was erfunden bzw. als Hetze verbreitet wird um eine bestimmte Stimmung zu erzeugen. Man braucht „Sündenböcke“ um eigenes Tun richtig escheinen zu lassen, zu vertuschen. bzw. davon abzulenken