Nach der Energie- jetzt die Verkehrswende?

Klar, für die Auto-Konzerne sieht es gerade nicht gut aus. Die jetzt geforderte "Wende" weckt zu viele Assoziationen mit der zerstörerischen Energiewende. Und wer am Ende die Zeche zahlt? Sie dürfen raten. Aber Ideologie hat ihren Preis.

© AFP/Getty Images
Dieter Zetsche, CEO of the German car maker Daimler AG, Harald Krueger, CEO of the German car maker BMW and Matthias Mueller, CEO of German car maker Volkswagen AG, speak together during a talk at the so-called Auto-Gipfel - automotive meeting - in Munich, southern Germany, on November 9, 2016.

Kommt nach der Energiewende jetzt die „Verkehrswende“? Nicht nur Bundesumweltministerin Barbara Hendricks fordert, „dass wir endlich damit beginnen müssen, die Verkehrswende zu organisieren“.

Deckung, die Wende kommt

Nun sind Fehler von Teilen der Auto-Industrie offenkundig und der Betrug einer Gruppe von Managern hauptsächlich im halbstaatlichen VW-Konzern nicht zu beschönigen. Aber ist die Energiewende wirklich ein gutes Beispiel?

Gerade in diesen Monaten wird die Hilflosigkeit der Energiewende-Macher immer deutlicher: Sie ist längst ein Trümmerhaufen, ein sehr, sehr teurer sogar. Auf rund 1.000 Milliarden Euro schätzte Kanzleramtsminister Peter Altmaier die Kosten; jede vierköpfige Familie ist mit derzeit 300 € im Jahr dabei und die Kosten steigen ständig weiter. Die Gefahr eines buchstäblich vernichtenden Blackouts steigt – schrittweise werden auch die letzten Kernkraftwerke in Süddeutschland abgeschaltet; aber bis der Strom aus den Windparks im Norden kommt, wird es noch ein dutzend Jahre dauern. Und bis es so weit ist? Was geschieht, bis es endlich Stromspeicher gibt, für die derzeit keine belastbaren Projekte existieren, außer einiger Batterien im Haushaltsbereich ohne Systemwirkung? Französische Kernkraftwerke haben auf Bitten der Deutschen um die Jahreswende wohl an der Grenze des gerade noch Zulässigen gearbeitet und auf fällige Wartungen verzichtet, weil Strom nach Deutschland geliefert werden musste. Das ist Wende bekloppt.

Hohlspiegel
Ein geheimes Autokartell mit Website und Steuernummer?
Im Winter schickt die Sonne keinen Strom und der Wind will nicht wehen. Daran ändert auch nichts, wenn mehr Dächer mit Solarzellen und Mittelgebirge mit Windrädern verschandelt werden: „Zwei mal Null ist Null ist Null“, so lautet ein rheinischer Karnevalsschlager. Will heißen: Wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, hilft auch die doppelte, die dreifache oder die vierfache Anzahl von Solaranlagen und Windkrafträdern nicht – dann kommt der Strom aus herkömmlichen Kraftwerken: im Januar in Baden-Württemberg übrigens zu 98 Prozent. Und diese Altkraftwerke müssen bereitstehen für diese Zeit und auch bezahlt werden – auch dann, wenn sie bei Sonne und Wind stehen. Das ist das eigentliche Drama der Energiewende: Noch höhere Kosten und noch höhere Anstrengungen und noch höherer Landschaftsverbrauch verbessern die Lage nicht, sondern spreizen nur das Missverhältnis zwischen ständigem Bedarf und gelegentlicher erneuerbarer Leistung weiter auf eine Lücke, die herkömmliche Kraftwerke dann teuer schließen müssen.

Deshalb sinkt auch der Ausstoß von Klimagasen in Deutschland nicht, sondern steigt – ohne Braunkohle droht der Blackout; aber der Neubau effizienterer Werke lohnt nicht für den stundenweisen Betrieb. Immer mehr Bürger wehren sich gegen die Zerstörung ihrer Heimat, die unter dem Schatten der Wind-Riesen zur unwirtlichen, unbewohnbaren Industriebszene verkommt – alles übrigens nicht überraschend – es wurde präzise prognostiziert.

Wer jetzt leichtfüßig vom Elektro-Auto als Lösung aller Probleme schwärmt, steht vor einem ähnlichen Dilemma: Der Wunsch ist der Vater des Gedankens, aber nicht die Lösung. Woher kommen die Massen an chemischen Rohstoffen für Batterien und wo werden sie nach ihrem Gebrauch landen; woher kommt der Strom – das derzeitige Energiesystem würde eine Verdreifachung der ohnehin unerträglichen Anzahl von Windrädern erfordern. Wer legt die vielen Kabel, wo ist das Kupfer dafür, wo werden die Ladestationen betoniert? Wie wird die Reichweite erhöht – oder müssen wir zukünftig zu Hause bleiben, wenn es kalt wird und das Elektromobil streikt? Fragen über Fragen.

Wer von der Energiewende jetzt auf die Verkehrswende überleitet, der macht mir Angst. Riesenangst.

Der Sturm, aus dem die Wenden sind

Leider ist das alles der Sturm, aus dem in Deutschland Wenden zum Schlechteren gemacht werden. Die Automobilindustrie erlebt einen wahren Monstersturm. Ihr eigenes Gemurkse in der Dieselkrise hat Kredit vernichtet. Aber es muss mehr zusammenkommen, um die Lage unbeherrschbar zu machen. Es ist ein Sturm im Blätterwald und eine Politik, die sich ertappt fühlt und jetzt von einigen Medien getrieben wird, wie die FAZ plötzlich erschrocken feststellt – im Medienteil, nicht im Wirtschaftsteil. Diese drei Zutaten sind zu beobachten. Wer in diesen Zeiten liest oder elektronische Medien konsumiert, lernt: Es gibt ein Diesel-Kartell, das die Autofahrer betrügt und aussaugt. Nur gut, dass Rettung naht – in Gestalt der Elektroautos, die alles, alles besser machen. Selbst früher abwägende Blätter sind dabei; die FAZ und das Handelsblatt beispielsweise.

Selbst bei diesen Wirtschaftsblättern gehen die Begriffe lustig durcheinander: Ein Kartell dient der Preis- oder Mengenabsprache, um höhere Preise zu erzielen; es ist nicht zu vergleichen mit einem Standardisierungs- oder Entwicklungskartell, das einheitliche Normen festlegt – das ist nämlich ziemlich im Interesse des Verbrauchers. Und tatsächlich ist die Automobilindustrie da mit der Kartellierung ziemlich weit: Überall ist das Gaspedal rechts, und die Bremse links. Andersherum wäre orginell, aber selbstmörderisch. Den Kartellbehörden waren die Arbeitsgruppen wohl seit 2014 bekannt – passiert ist aber nichts. Nach einem handfesten Skandal sieht das bis jetzt nicht aus.

Das Geheimkartell, das jeder kennt

Und es gibt eine Steigerung: Ein „geheimes Kartell“. Dumm nur, dass der SPIEGEL selbst schon 1996 darüber geschrieben hat. Sogar fordernd: Das „Kartell“ der fünf deutschen Autobauer Porsche, Volkswagen, Audi, Daimler und BMW agierte offenbar doch nicht so sehr im Verborgenen, wie die Berichterstattung im SPIEGEL jetzt nahelegt. Zum Thema Abgasreinigung betreiben die fünf Hersteller seit 1996 sogar ein Gemeinschaftsunternehmen mit Namen „Abgaszentrum der Automobilindustrie“ (ADA). Die Gesellschaft mit Sitz im Porsche-Entwicklungszentrum Weissach hat eine eigene Steuernummer und eine eigene Website. 

Eine Abrechnung
"Die Welt": Gescheiterte Energiewende
Nennt man einen SPIEGEL-Bericht neuerdings „geheim“? So klein ist die Auflage dann doch noch nicht, dass der SPIEGEL unter Ausschluss der Öffentlichkeit erschiene.

Aber nicht nur um das Kartell geht es. Es geht um ein neues Narrativ: Die Zukunft fährt elektrisch“, weiß der sonst bedächtige Carsten Knop von der FAZ. Und dafür wird die Wirklichkeit zurecht gebogen; oder wie man heute sagt: Ein neues Narrativ wird herbeigeschrieben, bis die Fakten krachen. Frankreich und Großbritannien wollten bis 2040 den Verbrenner verbieten. Bislang haben allerdings nur die jeweiligen populistischen Umweltminister in Paris und London diese Forderung erhoben. Aus ihrem Gerede wurde in der deutschen Presse ein Faktum: „Großbritannien: Ab 2040 Verkaufsverbot für Verbrenner“, titelt die WELT. Aha, die WELT wird hier nur stellvertretend genannt; „Großbritannien verbietet Verbrenner“, weiß Auto-Bild und das Manager Magazin anklagend: Auch Briten wollen Diesel und Benziner ab 2040 verbieten – und was macht Deutschland?

Ja, was macht Deutschland?

Fährt die Zukunft elektrisch?

Vielleicht, weil sie in Deutschland gerade heubeigeschrieben wird, und Politiker aufspringen. Oder meinen, aufspringen zu müssen. Öffentlichkeitswirksam kritisiert Umweltministerin Barbara Hendricks VW, deren Aufsichtsratsvorsitzender ihr Parteifreund Stefan Weil, im Nebenberuf Ministerpräsident von Niedersachsen ist. Verkehrsminister Alexander Dobrindt zaubert flugs ein Zulassungsverbot für ein zahlenmäßig eher seltenes Auto aus der Tasche, nachdem der Hersteller selbst Korrekturen angemeldet hat; und in Stuttgart erklärt ein Gericht Fahrverbote für Rechtens.

Es ist der perfekte Sturm.

Aber nicht weil die Fakten so sind, sondern weil sie so gestaltet werden, oder weil das neue Narrativ der Medien lautet: die Zukunft fährt elektrisch, weil es sauber ist und Energie spart, und die Deutschen haben diese Zukunft verschlafen. Deshalb muss der Staat sie dazu zwingen. „Nicht mehr lange, dann wird auch die deutsche Autoindustrie den Liebesentzug zu spüren bekommen. Die jüngste Krise hat für sie Züge von Fukushima“, schreibt die Süddeutsche Zeitung gewissermaßen in eigener Sache.

Bei dem Spiel um die Zukunft sind die Karten nicht fair gemischt, warum auch. Die Politiker beherrschen nicht die Sache; die ist ihnen egal. Hier geht es um Wiederwahl, ohne Wiederwahl ist Alles nichts. Und zu diesem Zweck beherrschen sie das Zusammenspiel mit den Medien, die bekanntlich ohnehin ihre eigene grüne Agenda verfolgen.  Man muss nicht den WDR-„Experten“ zitieren, der der „Automafia“ vorwirft, Menschen „zu vergasen“ – diese Trivialisierung des Holocaust ist jedem peinlich.  So entsteht im Ping-Pong zwischen Redaktionen und Politik diese Fukushima-Stimmung: Es muss etwas geschehen, etwas grünes, zukunftsweisendes – zu Lasten der Konzerne, selbstverständlich. Bei der Energiewende hat Angela Merkel vorgeführt, wie man das macht: Sie ist die begnadete Intendantin des politischen Illusionstheaters. Es wird etwas vorgegaukelt, was die Realität nicht bieten kann. Wird das offenkundig, wird der Mitteleinsatz zur Fortsetzung der Vortäuschung erhöht, und eines ist sicher.

Die Medien klatschen Beifall

Die Autokonzerne sind längst an die Kette gelegt. Wegen der Kartellvorwürfe sind sie zum Schweigen verurteilt, jedenfalls meinen das die Rechtsabteilungen. Flugs konstruiert das Handelsblatt (Nr. 144/28.7.) daraus auch noch ein „Schweigekartell“.

Die Autobosse haben verlernt, öffentlich zu kommunizieren. Sie kämpfen nicht auf offener Bühne, sie argumentieren, wenn überhaupt, hinter verschlossenen Türen. Das ging ja auch gut so in der Vergangenheit. Denn da lief es so ab: die Wirtschaftspolitik in der EU, in Form von Wirtschafts-, Verkehrs- und Umweltminister legten für die Abgaswerte Grenzwerte fest, die industriepolitisch gerade noch machbar erschienen. Die Umweltminister konnten sich dabei nicht durchsetzen.

Journalismus als politische Aktion
Wie ticken Journalisten, wenn sie schwindeln?
Anschließend legten die Umweltminister daher Umweltstandards fest, die strenger waren als die Abgaswerte und die reine Illusion des Machbaren darstellen. (Die erlaubten Schadstoffwerte für Feinstaub liegen in Büros 20 mal höher als im Stuttgarter Straßenverkehr!). Die Autoleute schwiegen, denn augenzwinkernd fanden sie die kleinen Schlupflöcher, die Zielerreichung vorspiegeln, aber nicht halten. Das sind die Momente, in denen Autos für die Prüfstände optimiert wurden, sich Abschaltfenster im Steuerungsprogramm öffneten, aus denen der Dreck hinausgekippt wurde, der offiziell nicht entstehen darf. Kein Wunder, dass die Kunden sich geleimt fühlen. Vermutlich wusste bis vor kurzem der normale Dieselkäufer gar nicht, dass in seinem Kofferraum ein Tank für Harnstoff verborgen ist … Faire Information sieht anders aus. Dieses stillschweigende Zusammenspiel wurde jetzt durchbrochen. Die von den Autobossen gewählte Form des Lobbyismus ist gescheitert: Offiziell sich mit den illusionären Zielen abfinden und sogar Beifall klatschen – und hintenherum umgehen: legal, aber nicht legitim. Besser wäre es gewesen, offen in die Schlacht zu ziehen. Aber dann hätte man sich dem grünen Zeitgeist widersetzen müssen. Davor schrecken die feinen Pinkel in den Vorstandsetagen aber zurück. Jetzt haben sie die Quittung.

Aber wer zahlt die Rechnung?

Für Deutschland im Besonderen und Europa sieht die Lage nicht lustig aus. Der Diesel ist der industriepolitische Versuch, über niedrigen Verbrauch CO2 zu sparen. Fällt der Diesel weg, steigt der durchschnittliche Flottenverbrauch der verkauften Fahrzeuge, und das zieht Strafen nach sich. Die USA waren an Verbrauchswerten nie besonders interessiert; die Gallone ist aus europäischer Sicht ohnehin kurz vor gratis zu tanken. Drüben ging es um Stickoxide, nicht CO2. Jetzt wurde letztlich klar gemacht: Der europäische Weg führt in den USA nicht zum Erfolg. Mit dem jetzt ruinierten Ruf des Diesels sind die italienische (so weit es sie noch gibt), spanische, französische und deutsche Autoindustrie schwer getroffen. Ihr Weg mündet in eine Sackgasse. Nun gut, bauen wir halt Elektro! Sie können es, Elektro ist eine Kunst, die seit 1910 beherrscht wird. Aber klar ist: Die Entwickler-Horden braucht dann keiner mehr, und auch nicht die aufwändigen Fabriken. Die eigentliche Krise des Elektro-Autos liegt nicht in seiner technischen Dimension – den Schaden hat der Kunde, der damit liegen bleibt. Der Schaden liegt in den Abfindungslasten, die auf die Autokonzerne zukommen, je schneller sie sich umbauen. Das reduziert ihre Fähigkeit, zu investieren – zu investieren in das autonome Fahren, denn das ist die eigentliche Herausforderung.

Der Sieg über den Diesel ist damit ein Sieg – nun ja, von Tesla, Google, Apple und auch noch vom guten alten GM. Es ist eine industriepolitische Schlacht, die Europa verloren hat. Und das sogar gerne und unter Jubelgeschrei von Medien und Politik. Und wie zur Bestätigung faselt der Wirtschafts-Stichwortgeber der SPD Michael Fratscher von „guten, neuen Jobs“. Das erinnert ebenso fatal an die gefälligen Gutachten von McKinsey und Roland Berger über Hunderttausende von grünen Jobs wegen der Energiewende. Es gibt sie schlicht nicht.

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Kommentare

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  • alacran

    Hoffentlich gehen die Autofahrer nicht dem DUH-Resch auf den Leim, der von zigtausend Toten durch NOx und Feinstaub in Dieselabgasen faselt.
    Diese Panikmache hat nur den Zweck die Grünen aus der verdienten Versenkung zu holen!
    Wenn man die faktenfrei-panischen Kommentare manches verängstigten Leserbriefschreibers liest, vermutet man, wohin die Reise gehen soll!
    Die Herde wird zur Stampede gehetzt werden und alles niedertrampeln!
    Allerdings, die Schafherde, die über eine Klippe getrieben wird, ist vielleicht das passendere Bild!

  • Knut Krüger

    Vielen Dank für den Kommentar – musste wirklich mehrmals laut lachen, obwohl es eher zum Weinen ist.
    Die ganze Energiewende & das „Diesel-Theater“ erinnert mich zunehmend an eine verspätete Umsetzung des sog. Morgenthau-Plans, einem vom damaligen US-Finanzminister Henry Morgenthau in Auftrag gegebenen Memorandums, welches vorsah, Deutschland nach Ende des 2. Weltkrieges in einen Agrarstaat zu verwandeln. Die Idee dahinter: Deutschland muss seine Fähigkeit zum Krieg für alle Zeit verlieren und dazu muss man seine Rüstungs- und Schwerindustrie irreversibel zerstören. Nach einigen Wochen ist dieser Irrsinn (nach dem er an die Öffentlichkeit gedrungen war) dann von Roosevelt im Herbst 1944 glücklicherweise verworfen worden, konnte aber von Goebbels für seine Durchhalteparolen propagandistisch ausgeschlachtet werden.
    Manchmal gewinnt man den Eindruck, dass das, was die Alliierten auch aus Humanismus verworfen haben, heute für Teile der GroKo & der Opposition im Bundestag zum „humanistischen Imperativ“ geworden ist.
    Armes Deutschland !

  • Jan Schöler

    Naja ist der Grenzwert mit 40 mg nicht zu niedrig angesetzt wenn in Bueroraeumen 950 erlaubt ist. Am Ende muesste man sich konstruktiv zusammen setzen und ueberlegen was technisch tatsaechlich moeglich ist und was nicht.

  • Jan Schöler

    Ja 10-15%. Und dann kommt aber noch hinzu das ein Kohlekraftwerk den gleichen Wirkungsgrad hat wie ein Dieselmotor. Daher hat ein E Auto auch hoehere SOx und CO2 Werte in D.

  • Dozoern

    Ideologen sind immer bereit ALLES auf dem Altar ihrer Ideologie zu opfern. Mir scheint, dass für viele Leute die rotgrüne Politik eine Art Ersatzreligion geworden ist, mit der einige Probleme der modernen Gesellschaft kuriert werden sollen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und gerade wirvDeutschen sind leider sehr anfällig für solche Dinge.

  • Silverager

    Hinterfragen darf man natürlich alles.
    Vielleicht soll nach Ihrer Meinung weltweit ein kleines Einheitsauto in Ultra-Leichtbauweise eingeführt werden, das ohne aufwendige Knautschzone auskommt, da man damit sowieso nur max. 50 km/h fahren kann.
    Wenn man sich die Zeit nimmt, kommt man auch damit nie zu spät am Ziel an.

    • ZurückzurVernunft

      Bitte seien Sie versichert, dass es da wesentlich kreativere Ansätze gibt.
      Ein MINT-Studium hilft da ungemein.

      Auch zu Zeiten von Daimler, Benz und Co. glaubte man ja, dass das Pferd der einzig „alternativlose“ Antrieb ist.
      Auf der anderen Seite waren die Pferde ja klug genug nicht in den Stassengrben zu rennen, selbst wenn der Kutscher besoffen war.
      Lassen Sie sich einfach von der Kreativität der Naturwissenschaft und Techniker überzeugen.
      Leider werden hier zukünftig eher visionäre Chinesen und Süd-Koreaner die Nase vorne haben.
      Dafür sind wir dann bei der Genderforschung und bei Sozialarbeitern führend.

  • Silverager

    „Durch alle Autoabgase sterben jährlich in Deutschland wohl ca. 12.000 Menschen, also 4x so viele wie durch Verkehrsunfälle.“
    usw. usw.
    Gut, dass Sie das kleine Wort „wohl“ eingefügt haben, das in diesem Zusammenhang mit „vermutlich“ übersetzt werden muss. Mit anderen Worten, man weiß nichts, vermutet aber was.
    Ich kann auch vermuten: wohl alles Blödsinn.

    • ZurückzurVernunft

      „Wohl alles Blödsinn“
      Wieder ein Verschwörungstheoretiker.
      Aber wenn Sie glauben, von NOx und Feinstaub gehen keine gesundheitlichen Gefährdungen aus, dann sind Sie ja hier im Forum wohl deutlich in der Mehrzahl.
      Ich habe weder die Absicht, noch die Möglichkeit Sie zu überzeugen.

  • Herbert Wolkenspalter

    Bei der Technologie muss man sich natürlich keine Beschänkung auflegen. Es gibt auch noch die Wasserstofftechnologie.

    Die vorhandenen Tankstellen dürfen hingegen kein Argument sein, wenn es um einen sinnvollen Wandel geht. Als der Bezinmotor erfunden wurde, gab es auch noch kein Tankstellennetz aber eine Versorgungsinfrastruktur für Pferde.

  • Eysel

    Sehr zutreffend wie iMMER:
    Für mich besonders „das ideologische Narrativ“.
    Ein Narrativ dem eine zutiefst Industrie-feindliche Tendenz innewohnt.
    Ebenso wie eine anti-freiheitliche Tendenz.
    Eine staaatskapitalistische Tendenz die meint Fünfjahrespläne seien das Non plus-ultra. -Trotz das gemachten Erfahrungen!!! –
    Der Weg:
    Im ersten Schritt „skandalisieren“, Schuldige identifizieren.
    Diese desavouieren, diskretitieren und per (siehe Energiewende) unter Staats-Kuratell stellen. (So schwachsinnig das auch sein mag.)

    Eine Weg, der schon lange erkennbar zu DDR Verhältnissen führt.
    Statt der SED „regiert“ Korrektsprech plus entsprechende Handlung.
    Sitz der Zentrale: Brüssel.
    Ideologische Beratung und Sitz des Pilotprojekts: Berlin.

    In gewissem(!!!) Sinne – man möge mir verzeihen –
    sind Ungarn, Polen und auch die Türkei mit ihren nationalen Tendenzen die sich n i c h t jeder einfachen Vernunft entblöden und IHRE Interessen wahren statt verträumt-abgehobener Ideologie zu frönen a) beneidenswert, b) ein Stüch weiter in der zwangsläufigen Entwicklung der Staatsformen, c) mit den Möglichkeiten einer Diktatur A U C H der Lösung des Problems, der Löschung all der europäischen Brandnester schon DEUTLICH näher. –