Washington verweigert Paris jede Unterstützung bei Ermittlungen gegen X. Das US-Justizministerium spricht offen von politischer Verfolgung und einem Angriff auf die Meinungsfreiheit durch Frankreich.
picture alliance / abaca | Lemouton Stephane
Washington hat entschieden, und die Botschaft ist unmissverständlich. Das US-Justizministerium verweigert Frankreich jede Zusammenarbeit bei den Ermittlungen gegen Elon Musks Plattform X und begründet das mit einem politischen Vorwurf. Paris versuche, ein amerikanisches Unternehmen über ein Strafverfahren zu regulieren und dabei die Grundrechte der Vereinigten Staaten auszuhebeln. Die USA sollen sich an einem Verfahren beteiligen, das aus Sicht des DOJ nicht Recht durchsetzt, sondern Kontrolle organisiert.
In einem Schreiben an das französische Justizministerium lehnt die amerikanische Seite mehrere Rechtshilfeersuchen ab, darunter auch den Versuch, Musk und Führungskräfte von X zu Befragungen zu zwingen. Für Washington ist der Kern des Problems klar benannt. Hier werde ein politisch aufgeladenes Verfahren konstruiert, um die Geschäftstätigkeit einer Plattform zu steuern. X wird ausdrücklich als öffentlicher Raum für freien Meinungsaustausch beschrieben, genau dieser Raum soll nach Auffassung des DOJ durch die französische Strafverfolgung reguliert werden. Für die USA ist das ein direkter Verstoß gegen den Schutz der Meinungsfreiheit.
— Katie Miller (@KatieMiller) April 18, 2026
In Paris läuft das Verfahren seit Januar 2025. Ausgangspunkt waren Beschwerden von Abgeordneten, die den Algorithmen von X vorwerfen, Inhalte verzerrt darzustellen und damit politische Prozesse zu beeinflussen. Daraus ist ein breit angelegtes Ermittlungsverfahren geworden, das inzwischen alles umfasst, was politisch verwertbar erscheint. Vorwürfe reichen von mutmaßlicher Beihilfe zur Verbreitung von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs über Deepfakes bis hin zur Nutzung von Nutzerdaten. Ergänzt wird das durch Ermittlungen zu angeblicher algorithmischer Voreingenommenheit und zum Umgang mit in Frankreich verbotenen Inhalten.
Die Eskalation folgte im Februar 2026 mit der Durchsuchung der Pariser Büros von X und Vorladungen für Musk, die frühere X-Chefin Linda Yaccarino und weitere Mitarbeiter. Musk sollte erscheinen, parallel wurde er wegen Vorwürfen rund um die KI-Funktion Grok erneut vorgeladen. Paris hatte Teile der Ermittlungsakte bereits an US-Behörden und Generalstaatsanwälte weitergereicht, in der Erwartung, Washington werde sich einbinden lassen. Genau diese Strategie ist nun gescheitert.
Die Reaktion aus Frankreich wirkt trotzig angefressen. Die Pariser Staatsanwaltschaft erklärt, man kenne das Schreiben aus Washington nicht und verweist auf die Unabhängigkeit der eigenen Justiz. Die Ermittlungen würden fortgeführt, unabhängig davon, ob die Vorgeladenen erscheinen. X selbst wertet die amerikanische Entscheidung als klare Zurückweisung eines politischen Zugriffs. Das Unternehmen spricht offen davon, dass ein Staatsanwalt in Paris versucht habe, die Führung zur Kooperation zu zwingen. Die Durchsuchung der Büros bezeichnet X als staatlich inszenierte Machtdemonstration.
Musk kommentiert die Entwicklung knapp und stellt fest, dass dieser Vorgang beendet werden müsse. Unterstützung erhält er hierbei von Telegram-Gründer Pavel Durov, der Frankreich vorwirft, strafrechtliche Ermittlungen gezielt als Werkzeug gegen Meinungsfreiheit und Privatsphäre einzusetzen. Durov zieht die Parallele zu seinem eigenen Verfahren und stellt sich demonstrativ an die Seite Musks.
Was Frankreich hier betreibt, ist kein neutraler Rechtsvollzug, sondern der Versuch, die Kontrolle über den digitalen Diskurs zurückzuholen. Plattformen wie X stehen dem im Weg, weil sie sich dieser politischen Steuerung entziehen. Genau deshalb geraten sie ins Visier. Es geht nicht um einzelne Inhalte, sondern um die Frage, wer bestimmt, was sichtbar ist und was nicht. Die Reaktion aus Washington macht den Konflikt unübersehbar. Die USA verweigern die Mitwirkung, weil sie den Zugriff ganz klar als Eingriff in die Meinungsfreiheit bewerten. Damit stehen sich zwei Modelle direkt gegenüber. Auf der einen Seite der Versuch, Plattformen über Strafrecht zu disziplinieren, auf der anderen die klare Grenze gegen staatliche Kontrolle des Diskurses.

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Donald Trump sollte alle links-grün-woke toxischen Regierungen in der EU einschließlich die auf dem „Besen reitende ….“ blockieren.
Dann ist die EU Historie, Geschichte, Vergangenheit❗
Es ist naiv zu glauben, Trump wäre die Meinungsfreiheit wirklich wichtig. Bei 5% BIP für Soldateska machte er mächtig Druck und etliche Vasallen Westeuropas schwenkten schnell auf die Linie – bei Meinungsfreiheit fehlt offenbar ähnlicher Druck. Ein paar Lippenbekenntnisse für bessere Optik.
Zitat 1: „Vorwürfe reichen von mutmaßlicher Beihilfe zur Verbreitung von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs über Deepfakes bis hin zur Nutzung von Nutzerdaten. Ergänzt wird das durch Ermittlungen zu angeblicher algorithmischer Voreingenommenheit und zum Umgang mit in Frankreich verbotenen Inhalten.“ > Öhm, und wo bitte haben diese wohlwollenden Franzosen nun auch ein paar Beispiele dazu angegeben was genau sie nun Musk und X am vorwerfen sind? Ach, wirklich? Solch Angaben und Beispiele gibt es nicht? Potsblitz, das überrascht mich nun aber wirklich. (Sark/Iro off) – – – – – – Zitat 2: „. Unterstützung erhält er hierbei von Telegram-Gründer Pavel Durov“ >… Mehr
Das ist es aus meiner Sicht auch. Umso peinlicher wie auf manchen Plattformen, diese Aktionen der französischen Regierung bejubelt werden. Als Akt der Freiheit und Demokratie gegen das Reich des Bösen USA. Wie debil muss man sein um diesen Parolen hinterherzulaufen?
„Durchsuchung der Pariser Büros von X und Vorladungen für Musk, die frühere X-Chefin Linda Yaccarino und weitere Mitarbeiter. Musk sollte erscheinen, parallel wurde er wegen Vorwürfen rund um die KI-Funktion Grok erneut vorgeladen. Paris hatte Teile der Ermittlungsakte bereits an US-Behörden und Generalstaatsanwälte weitergereicht, in der Erwartung, Washington werde sich einbinden lassen.“ Die total hörigen „Parisiens„, vulgo EU-Ableger, sind wohl größenwahnsinnig geworden. Vielleicht zitieren sie auch noch demnächst auch noch andere Staatsführer aus Nah-oder Fernost vor ihren „Wohlfahrtsausschuss“. Was darf’s denn noch sein? Vielleicht sollten sich mal wieder die „Gelbwesten“ melden, damit „Paris“ wieder auf den Teppich kommt. Deren Regierung… Mehr
Die Meinungsfreiheit scheint mittlerweile der EU ein Dorn im Auge zu sein – natürlich nur wenn es sich nicht um ihre Meinung handelt.
Und jetzt stellen wir uns einmal vor, Kamela Harris hätte die letzte Präsidentschaftswahl gewonnen. Jeden Tag dieses „befreiende, glucksende Lachen“ – es fehlt mir. Donny mag seine Macken und Aussetzer haben, aber allein die Tatsache, dass sich unsere Kommunisten an ihm Tag für Tag abzuarbeiten versuchen, zeigt doch, dass er fast alles richtig macht.
Ich danke Elon Musk, Pavel Durov und der amerikanischen Regierung, dass sie sich für die Meinungsfreiheit einsetzen und unsere Unterdrücker in die Schranken weisen. Von den selbsternannten europäischen Rettern der Demokratie dürfen wir leider nur Repressalien erwarten.
Was die beide Herren treiben ist eine Sache, was die USianische Regierung hat nichts mit Ihrem oder unserem Wohl und alles mit der Macht des Hegemons. Das sieht man auch wenn man die beide Unternehmen vergleicht. Der brutalen Angriff auf Telegram und einem der Durov Brüder wurde durch US nicht gestoppt, wohl weil das geholfen hat, die Metadata aus Telegram zu sehen – das ist ja auch der Grund, Russland will weg von Telegram. Bei X/Twitter ist die Situation anders – vor allem die US Sicherheitsdienste haben den Zugang schon.
„der Versuch, die Kontrolle über den digitalen Diskurs zurückzuholen“
Welcher Diskurs zwischen welchen Diskursparteien findet denn auf X statt?
Gott sei Dank. Ohne die USA wären die letzten Freiheiten in der EU längst begraben.
gut,dann versuchts als naechstes eben Ursels Kommissarin im Auftrag der Franzosen…aufgeben werden die nicht freiwillig
Die EU ist unfassbar schwach, eine Vereinigung von Schwätzern und Dilettanten ❗
Sagen Sie das den Leuten die auf die Sanktionsliste aufgesetzt worden sind und plötzlich ohne Rechte sind.
„Liberté adé“ – würde dazu sicherlich auch Marianne, als Symbol der Freiheit und der Französischen Republik sagen, könnte sie sprechen.
Montesquieu, der schon damals die Einfalt der Ideologen erkannte, die doch so gerne die Vielfalt preisen, kreierte dazu den herrlichen Satz: „Tritt eine Idee in einen hohlen Kopf, so füllt sie ihn völlig aus – weil da keine ist, die ihr den Rang streitig machen könnte.“