„Mutter“ soll künftig „gestating parent“ (gebärender Elternteil), „Vater“ „non-gestating parent“ (nicht-gebärender Elternteil) oder „parent“ heißen: New Yorks Democrats formulieren mit der Senate Bill S9316 Begriffe des Familien- und Erziehungsrechts geschlechtsneutral um.
picture alliance / Sipa USA | Anthony Behar
In den letzten Stunden der aktuellen Legislaturperiode hat die New Yorker Staatslegislative mit Senate Bill S9316 ein Gesetz verabschiedet, das zentrale Begriffe des Familienrechts radikal geschlechtsneutral umformuliert. „Mutter“ wird künftig durch „gestating parent“ (gebärender Elternteil), „Vater“ durch „non-gestating parent“ (nicht-gebärender Elternteil) oder einfach „parent“ ersetzt, berichtet dazu aktuell die New York Post. Und: „Paternity“-Verfahren werden zu „parentage“-Fällen, ein „putative father“ (mutmaßlicher Vater) zu einem „alleged parent“ (mutmaßlicher Elternteil). Das mehr als 15.000 Wörter umfassende Gesetz liegt nun bei Gouverneurin Kathy Hochul, die den Beschluss bisher nicht kommentiert hat.
Der Gesetzesentwurf, der nun den Senat mit 38 zu 23 Stimmen passierte, betrifft weite Teile des Family Court Act, des Domestic Relations Law sowie Erziehungs- und Sozialvorschriften. Die Änderung wird mit der „Notwendigkeit, das Recht an moderne Familienformen anzupassen“ begründet – insbesondere in Bereichen der Leihmutterschaft, für gleichgeschlechtliche Paare und künstliche Befruchtung, wie sie das Child-Parent Security Act von 2020/2021 bereits eingeleitet habe. Die neue Sprache schaffe „Konsistenz und Inklusion“, heißt es in einem Begleit-Memo.
„It’s woke culture run amok“
Die neuen gesetzlichen Vorgaben werden allerdings als „Ideologie und unnötige Bürokratie“ kritisiert. „It’s woke culture run amok“, urteilt der Vorsitzende der Konservativen, Gerard Kassar. Und: „Es ist ein Beispiel dafür, wie sehr die New Yorker Legislative den Kontakt zur Realität verloren hat. Eine unnötige und zeitraubende Maßnahme.“ Während die Abgeordneten monatelang über ein 268-Milliarden-Dollar-Budget diskutierten, priorisierten sie am Ende der Session ein bizarres Stück Sprachkosmetik – ein Vorgehen, das viele als „out of touch“ empfinden.
Der republikanische Gouverneurskandidat Bruce Blakeman formulierte dazu: Der Beschluss sei eine „declaration of war on New York families“: „Die Democrats haben die liebevollen Begriffe Mom und Dad gestrichen und durch ‚gestating and non-gestating parent‘ ersetzt. Diese Verrücktheit endet, wenn ich Gouverneur bin.“ Senatorin Patricia Canzoneri-Fitzpatrick betonte: „Ich bin Mutter und stolz darauf, so genannt zu werden. New Yorker wollen, dass wir uns um Stromrechnungen, Steuern und öffentliche Sicherheit kümmern – nicht um Wortakrobatik.“ Die Abgeordnete Claudia Tenney (R-NY) ergänzte, Mütter seien „the foundation of families and society“ und kein „political construct“.
Neue Wortschöpfung „entmenschlichend“
Und noch weitere Kritiker werden dazu in der New York Post zitiert: Die Umformulierung reduziere Mutterschaft auf eine bloße biologische Funktion – das „Gebären“. Statt Inklusion zu schaffen, werde die emotionale, kulturelle und gesellschaftliche Realität von Elternschaft ausgeblendet. Kinder rufen nicht nach einem „gestating parent“, sondern nach Mama. Die neue Terminologie sei nicht nur umständlich, sondern entmenschlichend.
In einem Stadtstaat, in dem die Bürger mit Wohnungsnot, hohen Energiepreisen, einer Bildungskrise, mit illegaler Migration und hoher Kriminalität belastet sind, wirkt diese Prioritätensetzung wie ein weiteres Symptom von akutem Realitätsverlust. Das Gesetz ändert keine privaten Gespräche oder bestehenden Urkunden direkt, sondern vor allem Gerichts- und Verwaltungssprache. Und dennoch hat es enorme Symbolkraft: Diese Vorgangsweise signalisiert, dass traditionelle familiäre Kategorien für den Staat als problematisch gelten.

Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein
Diese linkswoke, übersättigte wohlstandsverblödete Demokraten-Blase in den USA mit ihrem ständigen, hasserfüllten Kampf gegen den gesunden Menschenverstand widert mich so furchtbar an! Das sind genau die Leute, die auch bei uns alle Werte und natürlichen Zusammenhänge wie Identitäten gnadenlos zerstören und dann diejenigen mit Schaum vor den Mäulern verfolgen, die das nicht klaglos hinnehmen. Und dann gibt es, leider auch hier, Zeitgenossen, die wegen jeder Petitesse wie besessen auf Donald Trump eindreschen, der wie kein Anderer für den Kampf gegen diesen Irrsinn steht. Ihr habt Euch Euren Gary Newsom in zweieinhalb Jahren redlich verdient, ihr Naivlinge – die Vernünftigen, zum… Mehr
Geschlechtsneutral wäre es nur, wenn es nur einen Begriff gäbe.
Geht aber nicht und zeugt nur von völlig bescheuert zu sein.
Ob ich oben und unten oder bescheuert nicht-oben und nicht-unten sage, dürfte einen eigenen ICD-Code wert sein.
Wenn man in der Politik alle Aufgaben gemeistert hat, kann man solch Diskussionen führen. Ansonsten ist es nur lächerlich
Amwrika ist der nächste Kandidat für den Untergang! Gleich nach uns!
New York scheint es prächtig zu gehen, wenn man sich um so was kümmern kann.
Wer glaubt, der woke Affenzirkus hätte mit Trump in den USA sein längst verdientes Ende gefunden, der irrt. Und so lauern die woke Sekte auch in Europa in ihren noch immer üppig finanzierten Rückzugs-Höhlen, um bei jeder sich bietenden Gelegenheit wieder zuzuschlagen. Mit den Woken ist es wie mit den Rentnern in Deutschland: zu viele Leute haben zu viel Zeit und zu viel Geld um zu verhindern, das vernünftige Verhältnisse im Lande wieder einkehren. Hat sich schon einmal jemand in Regierungsverantwortung dazu geäußert, wie man dem historischen Tiefpunkt der Geburtenrate in Deutschland entgegenwirken will? Bildung wäre z.B. eine Möglichkeit –… Mehr
War die Familie früher mal die Keimzelle des Staates, ist sie heute sein größter Feind – weil Blut nun mal dicker als Wasser ist. Und ja, es stimmt, wird der Staat übergriffig, erkläre ich das meinem Nachwuchs deutlich.
Beim besten Willen: solche massiven Umbauversuche gegebener sozialer Prinzipien haben doch bisher primär Typen wie Stalin, Mao oder Pol Pot unternommen.
Die Linken können es einfach nicht lassen, ihre Mitmenschen der Ideologie anpassen zzu wollen.
So sieht eben die Arbeit von durchgeknallten Linken aus, echte Arbeit scheuen sie, das Geld stehlen sie denen, die wirklich etwas leisten.