Grünen-Programm in Manchester: Alles für illegale Migranten – Geld, Wohnung, NHS, Amnestie

Die britischen Grünen wollen illegale Migranten sofort in den National Health Service lassen, ihnen Geld überweisen und kostenlosen Wohnraum zur Verfügung stellen. Ohne Arbeitssuchpflicht. Damit führen sie in einem umkämpften Wahlkreis die Umfragen an.

IMAGO

Großbritannien dreht an der Grenze gerade die Schrauben an, und zwar dort, wo es bequem ist: Wer als Besucher aus 85 Ländern einreisen will, muss ab diesem Mittwoch vorab eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA) beantragen und 16 Pfund zahlen – sonst nimmt die Airline einen gar nicht erst mit. Grenzsicherheit, sagt Migrationsminister Mike Tapp. Nur: Diese Strenge trifft vor allem die Regelbefolger mit Reisepass – nicht jene, die im Schlauchboot über den Ärmelkanal kommen. Davon können Grüne nie genug bekommen.

Zack Polanski, Parteichef der UK Greens, setzt im Wahlkampf auf ein Versprechen, das in seiner Radikalität kaum zu überbieten ist: Illegale Migranten sollen kostenlosen Wohnraum erhalten und ein monatliches Einkommen, ohne arbeiten zu müssen.

Der Testlauf findet in Gorton and Denton statt, einem Wahlkreis im Osten Manchesters, der morgen in einer Nachwahl einen neuen Abgeordneten bestimmt. Dort liegen die Grünen in Umfragen vorne und sie versuchen, sich als wichtigste Gegenkraft zu Nigel Farages Reform UK zu inszenieren.
Die Linie dahinter ist in internen Papieren nachzulesen, die der Daily Mail vorliegen. Der Ton ist nicht: Grenzen sichern, Verfahren ordnen, Integrationspflichten definieren. Sondern: „Eine Welt ohne Grenzen.“

Konkret heißt das: Migranten sollen den National Health Service kostenlos nutzen können, sobald sie Großbritannien betreten. Arbeiten dürfen sie „ohne Einschränkungen“. Gleichzeitig wollen die Grünen Einwanderungshaft beenden. Und sie wollen eine vollständige Amnestie für illegale Migranten, selbst dann, wenn Asylanträge abgelehnt werden. Im Papier steht dazu der Satz: „Migration ist unter keinen Umständen eine Straftat.“

Die politische Botschaft ist klar: Wer illegal kommt, bleibt. Wer abgelehnt wird, bleibt ebenfalls. Der Staat zieht nicht die Grenze, sondern die rote Linie wird ausradiert. Die letzten doofen weißen Einheimischen, die noch einer Arbeit nachgehen bzw. eine haben, sollen die Neubürger, die nicht arbeiten wollen, ein Leben lang aushalten. Gut, können Kritiker einwenden, wenigstens die britischen Grünen machen keinen müden Hehl mehr daraus, was sie tatsächlich vorhaben, die aussprechen, was das Ziel ist.

Dazu kommt ein weiterer Punkt aus dem Paket: Die Partei hatte zuvor Vorschläge gemacht, Freizeitdrogen zu legalisieren, darunter Crack-Kokain und Heroin. Auch das gehört zum Gesamtbild, das sich hier abzeichnet. Bei der Einwanderung formulieren die Grünen das Ziel, „ein System zu schaffen, das alle Migranten als Bürger in Wartestellung behandelt“ und sie ermutigt, sich „niederzulassen und zu integrieren“. Bürger in Wartestellung, ohne dass der Staat vorher klärt, ob ein Aufenthaltsrecht besteht.

Die Zahlen sind ebenfalls benannt: Illegale Migranten sollen rund 370 Pfund im Monat erhalten, etwa 425 Euro. Ohne Verpflichtung zu arbeiten oder überhaupt Arbeit zu suchen. Auch die Unterbringung wird durchdekliniert. Familien sollen in Einzelhäusern wohnen. Alleinstehende Männer sollen Einzelzimmer in Wohngemeinschaften erhalten, oder ein privates Haus, wenn sie sich als LGBTQIA+ identifizieren.

Konservative, Reform UK und Labour reagierten in der Nacht mit einem gemeinsamen Etikett: „finanziell leichtsinnig und gefährlich“. Die Grünen halten dagegen und behaupten, ihre Politik sei im Wahlkampf in Gorton and Denton „beliebt“ gewesen. Grünen-Kandidatin Hannah Spencer warf ihrer Labour-Gegnerin zuletzt vor, „rassistische Dog-Whistles“ zu benutzen. Während im Hintergrund eine Partei um Stimmen wirbt, indem sie die staatlichen Leistungen zum Einreiseanreiz erklärt.

Das ist der Kern dieses Wahlkampfs: Nicht mehr, wie ein Land Migration steuert, sondern wie großzügig es Illegalität belohnt. Und ob man damit tatsächlich zur „Hauptopposition“ wird, entscheidet sich morgen in Manchester.

Der Guardian berichtet aktuell vor etwa drei Stunden: „Es ist der letzte volle Tag der Wahlkampagne für die Nachwahl in Gorton und Denton, und eine neue Umfrage deutet darauf hin, dass das Rennen zu knapp ist, um eine Prognose zu wagen, und dass die Grünen, Labour und Reform UK alle eine realistische Chance auf den Sieg haben. Die Daten sind etwas genauer. Opinium hat die Umfrage für Byline Times und Forward Democracy durchgeführt, und die Zahlen zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen unter allen Wählern (die Grünen und Labour mit 28 %, Reform UK mit 27 %), aber die Grünen (30 %) liegen knapp vor Labour und Reform UK (beide mit 28 %) unter den Menschen, die wahrscheinlich wählen werden.“

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Kommentare ( 19 )

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Kassandra
15 Minuten her

The UK has been colonised by immigrants…
the population of the UK was 58 million in 2020, now it’s 70 million.
That’s 12 million people,”
says Sir Jim Ratcliffe, the billionaire co-owner of Manchester United   https://x.com/visegrad24/status/2021722370948415865
 
Wenn es dort so aussieht – wie dann bei uns?

Jens Frisch
24 Minuten her

„Wer illegal kommt, bleibt. Wer abgelehnt wird, bleibt ebenfalls.“
Also wie bei uns.

Raul Gutmann
26 Minuten her

Ein kurzer Satz Michael Klonovskys faßt es zusammen:
»Wir sehen einer Gesellschaft beim verrücktwerden zu.«

Fieselschweif
32 Minuten her

Werde demnächst auch Asyl in GB Asyl beantragen. Verpflichte mich sogar zur Rückkehr, wenn’s denn unbedingt sein muss. Hauptsache 3 Wochen Urlaub, nebst freier Kost und Logis und kleinem Taschengeld.

Offensichtlich gibt es immer einen noch größeren Deppen, der mit fremden Geld um sich wirft.

Last edited 25 Minuten her by Fieselschweif
RMPetersen
43 Minuten her

Die Große Flut –

  • hat nichts mit Wasser zu tun.
margit-kaestner
43 Minuten her

Langzeitfolgen der Impfung?

Haba Orwell
46 Minuten her

> Damit führen sie in einem umkämpften Wahlkreis die Umfragen an.

Wichtiges Thema vieler nichtwestlicher Medien – die Briten mit den Franzosen wollen den Banderas Atomwaffen zuschanzen. Wenn das mittlerweile derart suizidal läuft, vielleicht ist es besser, wenn die sich ohne Atomwaffen selber abschaffen – die Menschheit hat endlich Ruhe. Bei derzeit 50 muslimischen Ländern weltweit macht ein zusätzliches kaum noch einen Unterschied.

CaTo23
56 Minuten her

Die Grünen haben sich Deutschland zum Vorbild genommen. Da gibt es das ja schon alles was sie fordern.

MartinL
57 Minuten her

Um den Westen und die Demokratie zu retten, müsste ein in irgendeiner Form gewichtetes Voting eingeführt werden. Nicht-Steuerzahler dürften keinerlei Stimmrecht habe, nicht-netto oder weitestgehend Nettozahler (wie Staatsangestellte) nur ein geringer gewichtetes. Ansonsten parasitiert sich jeder Staat früher oder später selbst in den Untergang.

Apfelmann
41 Minuten her
Antworten an  MartinL

Stimmrecht nach Verdienst – Topp Idee!

MartinL
25 Minuten her
Antworten an  Apfelmann

Geschichtlich gibt es da etliche Beispiele, die lange Zeit funktioniert haben. Funktioniert jedenfalls besser, als ein Politapparat der sich die Stimmen der reinen Nehmer einfach auf Kosten der Leister kauft.

Jens Frisch
21 Minuten her
Antworten an  MartinL

Können sie sich ihre Vorgesetzten aussuchen? Also ich nicht! Warum sollten Staatsbedienstete das können?

MartinL
14 Minuten her
Antworten an  Jens Frisch

Klar kann ich und können sie auch und jeder. Man nennt das Arbeitsplatzwechsel.

fatherted
57 Minuten her

Ist ja dann wie bei uns auch….allerdings ist der NHS um längen schlechter als unser Gesundheitssystem (auch für Kassenpatienten)…aber ansonsten passt es doch….wie bei uns.