Die spanischen Sozialisten haben offensichtlich versucht, Polizei, Staatsanwaltschaft und Richter dazu zu bringen, zur Sicherung ihrer Macht gegen Gesetze zu verstoßen.
picture alliance / Anadolu | Diego Radames
Beamte der Guardia Civil betreten die Parteizentrale der regierenden Sozialisten, sichern Computer, Verträge, Besuchslisten und Kommunikationsdaten. Laut Ermittlungsrichter soll die PSOE versucht haben, Ermittlungen gegen die Partei, die Regierung und das Umfeld von Pedro Sánchez systematisch zu beeinflussen.
Der Untersuchungsrichter Santiago Pedraz beschreibt ein Netzwerk, das nach seiner Darstellung darauf ausgerichtet gewesen sein soll, Justiz und Ermittlungsbehörden unter Druck zu setzen, Verfahren zu sabotieren und politische Schäden für die Regierung abzuwenden.
Im Zentrum der Ermittlungen steht der frühere engste Vertraute von Pedro Sánchez, Santos Cerdán, einst Organisationssekretär des PSOE. Laut richterlichem Beschluss soll er die Koordination und Durchführung von Maßnahmen übernommen haben, die darauf abzielten, Ermittlungen zu sabotieren, sofern diese den Interessen der Partei oder des Regierungsumfelds schadeten. Der Richter stellt hier einen direkten Zusammenhang zur Affäre um Begoña Gómez her, der Ehefrau von Ministerpräsident Pedro Sánchez.
Nach der Einleitung von Ermittlungen gegen Gómez und den berühmten „Tagen der Reflexion“ des Regierungschefs soll es laut Aktenlage zu einem Treffen in der Parteizentrale gekommen sein. Dort sollen unter anderem Leire Díez, Javier Pérez Dolset, Juan Manuel Serrano, Santos Cerdán und der Kommunikationsdirektor des PSOE, Ion Antolín, zusammengetroffen sein. Pedraz bezeichnet dieses Treffen als „Wendepunkt“.
Die Ermittlungsakten zeichnen das Bild einer Partei, die sich nicht als Objekt rechtsstaatlicher Kontrolle verstand, sondern offenbar begann, gegen Ermittler, Richter und Staatsanwälte vorzugehen. Die Rede ist von unbegründeten Anzeigen gegen Richter, gegen die Antikorruptionsstaatsanwaltschaft und gegen die UCO der Guardia Civil.
Besonders aufschlussreich wirken dabei die internen Nachrichten, die der Richter zitiert. Leire Díez schreibt dem ehemaligen Präsidenten der Sociedad Estatal de Participaciones Industriales (SEPI) Vicente Fernández, man habe Informationen, die dem Präsidenten helfen würden.
Noch schwerer wiegt die Formulierung, wonach „auf Anweisung des One“ gehandelt worden sei. Gemeint sein soll laut Ermittlungsakten eine Weisungsebene im unmittelbaren Umfeld der Parteiführung. Der Begriff taucht im Zusammenhang mit dem Ziel auf, Verfahren rund um den sogenannten Koldo-Komplex sowie Ermittlungen im Energiesektor zu neutralisieren.
Sollten sich diese Vorwürfe bestätigen, stünde nicht weniger als die Integrität aller staatlicher Institutionen zur Debatte. Denn die Ermittlungen beschränken sich nicht auf politische Kommunikation oder parteitaktische Abwehrstrategien. Laut Gerichtsbeschluss geht es um mutmaßliche Bestechung, Geheimnisverrat, Einflussnahme auf Verfahren, Falschaussagen und die Nutzung parteieigener Ressourcen zur Unterstützung der mutmaßlichen Struktur.
Der Richter wirft dem PSOE ausdrücklich vor, die Aktivitäten der mutmaßlichen Organisation finanziell getragen zu haben. Die Partei habe Personal, Räumlichkeiten und logistische Unterstützung bereitgestellt. Leire Díez soll laut Ermittlungen dafür monatlich 4.000 Euro aus Parteimitteln erhalten haben. Bemerkenswert ist auch die Liste der Beschuldigten und Beteiligten. Neben Cerdán und Díez werden unter anderem die PSOE-Funktionärin Ana María Fuentes Pacheco, der Unternehmer Javier Pérez Dolset, der frühere andalusische Spitzenpolitiker Gaspar Zarrías sowie mehrere Anwälte und ein Guardia-Civil-Beamter genannt.
Der Vorwurf lautet nicht nur Korruption. Der Kern der Affäre ist der Verdacht, dass eine Regierungspartei begonnen haben könnte, den Staatsapparat als Instrument eigener Machtsicherung zu betrachten. Genau deshalb besitzt der Fall politische Sprengkraft weit über Spanien hinaus. Denn in vielen westlichen Ländern werden mittlerweile Institutionen zur Sicherung der eigenen Macht missbraucht.
Amerikanische Institutionen haben der spanischen Polizei offenbar umfangreiches und offensichtlich sehr belastendes Material zur Verfügung gestellt. Spanend wird sein, über wen die Amerikaner sonst noch detaillierte Informationen haben.


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„Im Zentrum der Ermittlungen steht der frühere engste Vertraute von Pedro Sánchez, Santos Cerdán, einst Organisationssekretär des PSOE“. Was für eine Formulierung. Im Zentrum steht SANCHEZ ! Er ist der Chef. Er trägt die Verantwortung. Er hätte schon längst gehen müssen…ebenso Starmer, Merz, Macron, Selenskyj und von der Leyen. Hier herrscht eine kriminelle Vereinigung und j e d e r weiß es, viele ahnen es und alle spüren es…am Geldbeutel, durch staatliche Übergriffe, täglich neue Restriktionen. Während eine selbsternannte Elite sich hemmungslos staatlicher Macht bedient, indem sie die Schaltstellen europaweit mit Gaunern und bezahlten Lobbyisten besetzt, wird an unserer Zerstörung… Mehr
In Deutschland läufts doch auch nicht anders! Die Gewaltenteilung hierzulande steht auch nur noch auf dem Papier. Die Gewalten werden mißbraucht, um die eigene Macht zu sichern und den Michel einzuschüchtern! Und da sind Abendessen mit Richtern des Bundesverfassungsgerichts, kurz vor wichtigen Entscheidungen oder die absurden morgendlichen Hausdurchsuchungen, wegen kritischer Worte oder Memen, noch das kleinste Problem, das geht noch viel weiter und tiefer, da bin ich sicher! In diesen vernetzten Kreisen traue ich jedem alles zu!
In Deutschland sind wir schon ein Stück weiter. Da ist die Justiz bereits in vielen Bereichen umgedreht. In Spanien funktioniert sie immerhin noch
Immerhin gibt es noch Personen in der Justiz, die dagegen angehen und die bisher jedenfalls nicht „entfernt“ werden können.
Die Amis dürften ihre Infos wiederum von einem Mittelmeeranrainer haben, der mit den Sozialisten noch ein Hühnchen zu rupfen hat.
“ Spanische Sozialisten missbrauchen Staatsapparat ….. “
Machen dies nicht alle Regierungen auf der Welt genau so ?
Ich hätte da mal eine grundsätzliche Frage :
Wer braucht eigentlich Politiker in seinem Leben ?
Ich nicht !
Ich wüsste auch nicht , wozu die “ gut “ sein sollen !
Außer für ihr eigenes Portemonnaie ….
Eine berechtigte AUSSAGE, die in unseren politisch genudgten Hirnen keine Anschlußsynapse findet.
Wir brauchen intelligente, vernünftige FACHLEUTE, die im Sinne der Bewohner eines Landes, nach deren Wünschen, die mit Block-Chains ermittelt werden, agieren….ohne Privilegien, ohne Sonderstatus aber mit herausragenden Ausbildungen, unabhängig, freidenkend, selbstverantwortlich.
Keinen machtgierigen Parteiendünkel, der sich wie eine beleidigte Diva verhält, wenn man Lackaffe sagt oder die 5. Diätenerhöhung kritisiert. Wenn übergriffig gefährliche, körperliche Eingriffe erzwungen werden, während lancierte Luschen gleichzeitig in ihren Parteizentralen feiern…
Es ist nur noch unglaublich.
Was so alles mit einer unabhängigen Justiz geht! Kein Wunder, dass sich unsere Verbrecher dagegen sträuben.
Die Amerikaner müssen aufpassen, in Westreuropa drohen viele Demokratien unter die Knute des linksgrünen Zeitgeistes zu geraten. Die EU ist mit von der Partie.
Zitat: „Spanend wird sein, über wen die Amerikaner sonst noch detaillierte Informationen haben.“
> UND mindestens ebenso spannend ist meiner Meinung, von wem die Ami’s dann ihre -über wem auch immer vorliegenden- Informationen und Fakten bekommen oder wie selber beschafft haben?
„Amerikanische Institutionen haben der spanischen Polizei offenbar umfangreiches und offensichtlich sehr belastendes Material zur Verfügung gestellt“
Offensichtlich sind die amerikanischen und Israelischen Geheimdienste noch die einzigen der westlichen Welt mit Substanz.
“…zur Sicherung ihrer Macht gegen Gesetze zu verstoßen.“ Was ist das denn was Prinz Reuß und seiner Rollatortruppe angetan wird? 26 ältere Heerschaften sitzen seit Dezember 2022 in „Untersuchungs“haft. Ohne Urteil und ohne Perspektive auf ein Urteil. Zwei, der offensichtlich zu Unrecht Angeklagten, sind im Gefängnis bereits verstorben. Hier wird von unserer Regierung nicht nur gegen Gesetze verstoßen, hier wird wie in einer Bananenrepublik eklatant gegen Menschenrechte verstoßen. Der Tot in der unrechtmäßigen Gefangeschaft wird nicht nur billigend in Kauf genommen, sondern durch die Haftbedingungen, Isolationshaft für Unschuldige in „Untersuchungs“haft, bei der in über dreijähriger Untersuchung kein rechtfertigender Haftgrund gefunden… Mehr