Von der Leyens Marsch in die digitale Diktatur: Wie die EU alle Bürger kontrollieren will

Die Zeit ist gekommen: Von der Leyen legt die Axt an das freie Internet. Ihre Alters-App zwingt jeden Bürger zur Identifizierung und errichtet die technische Infrastruktur einer digitalen Diktatur, in der Brüssel über Zugang und Ausschluss entscheidet. Das Ende von Anonymität, Meinungsfreiheit und Privatsphäre ALLER Bürger im Netz.

picture alliance / AP Photo/Marius Burgelman

Es war einer der blendendsten Auftritte von der Leyens, der ihre Weltsicht scharf bis ins letzte Detail ausleuchtet. Sie handelt in dieser Sache natürlich nicht auf eigene Faust, sondern ist in ein Interessengeflecht eingebunden, das gerade erst bei der umstrittenen Sommerpausen-Abstimmung zur Chatkontrolle 1.0 sichtbar wurde. Kurz nach der Wiedereinführung der Chatkontrolle 1.0 (ihrerseits Basis für die weiter ausgreifende Chatkontrolle 2.0) durch den Rat und Parlamentspräsidentin Roberta Metsola, setzt die EU-Kommission zum nächsten Schritt in Sachen Bürgerüberwachung an. Übrigens hat eine Mehrheit der Parlamentarier letzte Woche erneut gegen die Chatkontrolle gestimmt, aber demokratische Voten zählen offenbar nichts in dieser EU.

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Ursula von der Leyen will nun einen anderen Sack zumachen. Und damit ist zugleich die Katze endgültig aus demselbigen. In einer Sprache, die deutlich an das merkwürdige Neusprech hypermoderner Diktaturen erinnert, hat die Vorsitzende der Kommission am Montag angekündigt, die Alterverifizierungs-App der Kommission künftig zum verpflichtenden Standard der Social-Media-Nutzung in der EU machen zu wollen. Ein Gesetzentwurf soll nach dem Sommer folgen.

Am Montag sprach von der Leyen über „Technologiesicherheit“, als ginge es um eine neue DIN-Norm für gefährliches Spielzeug, um einen Airbag oder Sicherheitsgurt im Auto. Mit ähnlich holpernder Logik und übergriffigen Schlussfolgerungen ging es weiter. Es geht angeblich „nicht darum, ob Kinder Zugang zu sozialen Medien haben“, sondern darum, „ob und wann soziale Medien Zugang zu unseren Kindern bekommen“. Es ist eine klassische paternalistische Formulierung: Was für Ihre Kinder gut ist, bestimme ich, der Staat, alias Ursula von der Leyen, alias Leviathan.

Die Frage sei nicht mehr, „ob Kinder online Risiken ausgesetzt sind“ – für von der Leyen offenbar eine unumstößliche Wahrheit –, „sondern was wir tun können, um Kindern einen sichereren Start im Internet zu bieten“. Aber auch in der Offline-Welt gibt es keine generellen Zugangssperren für Kinder. Es gibt Gesetze und die Erziehungspflicht der Eltern, doch die würde mit der neuen EU-Regelung ausgehöhlt.

Von der Leyens Plan ist das vorgeschriebene Online-Internat für alle Kinder – aber, und das verschweigt von der Leyen, auch für alle Erwachsenen. Denn ihr Plan sieht vor, schon bald alle Nutzer der verschiedenen Plattformen und sozialen Medien unter einen Generalverdacht zu stellen – den Verdacht, sie seien eigentlich minderjährig, unter 16 oder unter 13 Jahren und daher gar nicht berechtigt zum Zugang zu bestimmten Seiten. Das sind die Covid-Zertifikate und 2G-Zugangsampeln, nur in anderem Gewand.

Und dieses Gewand heißt „EU Age Verification App“, eine Handy-Anwendung, in die man sich mittels eines Ausweises (Personalausweis oder sonst eine digitale ID) einloggen muss, um dann Zugang zu Online-Plattformen zu bekommen. Es ist die nächste Stufe im Kontrollplan der EU für das Internet. Bisher hatte man ein paar Porno-Seiten mit Altersverifikation reguliert – offensichtliche Kandidaten für Jugendschutz. Aber das war nur das Testlabor. Nun sollen die Online-Plattformen X, Facebook, TikTok und so weiter drankommen.

Die neue App ist alles andere als sicher

Die EU-App zur Altersverifizierung soll laut von der Leyen „einfach zu benutzen, datenschutzkonform und Open Source“ sein. Es gehe eigentlich nur darum, „die Kontrolle wieder in die Hände der Eltern zu legen“. Falsch, falsch und nochmals falsch. Die gerade erst vorgestellte App wurde schon im April vom Sicherheitsberater Paul Moore in weniger als zwei Minuten geknackt. Moore attestierte der App da schon „ein ernsthaftes Datenschutzproblem“. Die Kommission spielte die Gefahren herunter und sprach von einer Vorab- oder Demo-Version – aber das war sie nicht. https://proton.me/de/blog/eu-age-verification-app-hacked

Außerdem bekommen die Eltern natürlich überhaupt keine „Kontrolle zurück“, auch und vor allem nicht über ihre Kinder. Es ist der hybride, anmaßende EU-Staat, der sich nunmehr die Erziehung unserer Kinder anmaßen will – und unsere (der Erwachsenen) gleich mit. Gar nicht ausgeschlossen ist zudem, dass falsche Altersverifiziernngsapps genauso aussehen werden wie die EU-App, um auf diesem Weg die Daten von Erwachsenen und Kindern abzugreifen, wovor – mit Beispielen – ebenfalls schon Paul Moore warnte.

Nun spricht von der Leyen von einem „Startdatum für Social Media“ – noch so ein Euphemismus für ihre Verbots- und Kontrollphantasien, die sich auf Kinder wie Erwachsene beziehen. Dann kommen noch Vergleiche mit dem Führerschein fürs Autofahren, dem Alkoholverbot für Jugendliche, der Gurtpflicht im Auto, gegen die es auch anfangs Proteste gegeben habe. „Große Veränderungen geschehen nie über Nacht“, erklärt von der Leyen. Aber angeblich zeichne sich schon ein „kultureller Wandel“ ab, orakelt die CDU-Politikerin. Wo es „um unsere Sicherheit geht, lohnt es sich immer“, raunt sie und will eilig auf den neuen Zug zum Autoritarismus und Kollektivismus aufspringen.

Freiheit des Einzelnen in Gefahr

Aber in solchen Fällen ist eines immer in Gefahr, auch wenn die Christdemokratin es nicht merken will: Die Freiheit des Einzelnen – zuerst natürlich die Freiheit, überhaupt soziale Medien zu nutzen. Denn für die, die eine Altersverifizierung ablehnen, käme die neue Maßnahme einem Verbot gleich. Danach kommen gleich vielfache Gefahren für die Rede- und Meinungsfreiheit. Die EU-Alters-App stellt einen neuen Versuch dar, Internet-Nutzer mit einer praktischen Kennung zu versehen, so dass das Prinzip der Anonymität im Netz aufgehoben wird. Und das ist von enormer Bedeutung für eine freie Presse, für Whistleblower und die freie Meinungsäußerung im allgemeinen.

Daneben führt von der Leyen – nicht zum ersten Mal – eine angebliche Bringschuld der Anbieter ein. Sie hätten die Online-Plattformen entworfen und müssten nun beweisen, dass diese keinen Schaden anrichten. Anderenfalls hätte die EU offenbar Mittel und Wege, um ihnen heimzuleuchten. In der Tat, das ist der Sinn und Zweck des Digital Services Act (DSA), der Plattformen mit hohen Strafen bedroht, wenn sie nicht den EU-Anforderungen nachkommen, das heißt, „schädliche Inhalte“ entfernen und „unerwünschte Kontakte“ unterbinden. Gemeint ist offenbar ein regelrechter Überwachungsstaat. In so einer standardisierten UvdL-Ansprache zu einem neuen Vorhaben dringen wirklich so viele Details ihres dunklen Weltbildes hervor.

Nur für die Klarheit: Ein „schädlicher Inhalt“ ist offenbar eine subjektive Kategorie und jedenfalls nicht illegal oder strafbar. Er entspricht Merkels „nicht hilfreichen“ Büchern und Fakten. Gerade wurde die Video-Plattform Youtube offenbar dazu gebracht, ein kritisches Video über die EU-Chatkontrolle in der EU zu blockieren, wie der European Conservative meldet. Auch diese Maßnahme erinnert an die finstersten Zeiten der „Pandemie“. Nun wird gemutmaßt, dass der DSA die Grundlage für diese Medien-Blockade bildet. Es würde von der Leyens Worten entsprechen, die am Montag sagte, dass Online-Plattformen jedem Hinweis auf schädliche Inhalte nachgehen müssten.

Der Plan ist „Social Media Plus“

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Von der Leyen schließt mit einem Verweis auf ihren vorgeblichen Jugendschutzrat, den sie selbst gegründet und ausgewählt hat und auf den sie jetzt „hören“ will, genauso auf die Erfahrungen, die Australien mit ähnlichen Versuchen gemacht hat, und auf die Erfahrungen von EU-Mitgliedsländern. Derzeit planen Dänemark, Frankreich, Griechenland, Österreich und Spanien eigene Social-Media-Verbote. Nach dem Sommer soll dann der EU-Gesetzentwurf zur Altersbeschränkung kommen. Denn nun ist laut von der Leyen die Zeit für das „Handeln auf europäischer Ebene“ gekommen, wie Ursula von der Leyen ausreichend selbstherrlich feststellt. Wann diese Zeit gekommen ist, das bestimmen die Eurokraten immer noch gerne selbst.

Derweil ist allerdings bekannt geworden, welch große Rolle gerade im Online-Kontroll-Vorbildland Australien die Umgehung der Altersverifizierung spielt – durch VPN und sicher auch durch technische Tricks, wie sie Paul Moore an der EU-App vorgeführt hat. Kein Wunder ist insofern das Aufhorchen der Öffentlichkeit, sobald auch in Europa von VPN-Beschränkungen die Rede ist, wie jüngst in Reden von Andy Burnham und EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen. Nicht fern liegt dabei, dass auch die EU zu einer Altersbeschränkung bei VPNs greift, die den Standort eines Nutzers verbergen können. Er ist dann für die von ihm genutzte Website nicht mehr in Deutschland, sondern etwa in den USA, wo es keine Altersbeschränkungen gibt.

„Wir müssen dort beginnen, wo die Risiken am größten sind“, merkt die Kommissionsvorsitzende noch an. Neben Social Media kämen auch andere Anbieter mit „für das Alter ungeeigneten und süchtig machenden Funktionen“ in Frage für die Jugendsperre. Vielleicht geht es am Ende auch um Einkaufsangebote im Netz oder inhaltlich geprägte, auch politische Seiten. Der Plan ist am Ende „Social Media Plus“ – also mehr als nur ein Social-Media-Verbot für Kinder.

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Kommentare ( 30 )

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Mausi
29 Tage her

Herr Danisch hat IT Ahnung. Hier sein Beitrag zum Hack der EU App: https://www.danisch.de/blog/2026/04/19/warum-die-kritik-an-der-eu-altersnachweis-app-toericht-ist/
Das macht natürlich die Zugangsregulierung nicht weniger zum Anzeichen von Big Borther Is Watching You.

Nacktflitzer
30 Tage her

Was bedeutet eigentlich soziale Netzwerke und wie soll das technische eigentlich funktionieren? Im Prinzip bräuchte man doch die Verifikation ab dem Internetprovider und für alle Inhalte im Internet. Strenggenommen ist dieses Forum hier doch auch schon ein soziales Netzwerk. Heißt für mich, der Provider speichert alle Verbindungsdaten und VPNs müssten komplett verboten werden. Das können die versuchen durchzusetzen, aber das bedarf schon einer Blockade des Internet wie im Iran oder China und da gibt es technisch auch Mittel und Wege.

DDRforever
30 Tage her

Und was wird der dusselige BRD Bürger tun? Na Rot Grün wählen!

Juri St.
30 Tage her

Merkel als Strippenzieherin des Deep State.

Sterling Heights
30 Tage her

Frau Dreiwettertaft hatte ja ihre Mails alle löschen lassen. Sie fuehrt sich auf, wie eine Sonnenkoenig*in zu Zeiten Ludwig 14. Bussi-Bussi mit Selenskyj. „Tango korrupti….“ .🎶 🎵 💸

Rolling_Stone
30 Tage her

Von der Leyen ist die Inkarnation einer Kreuzung zwischen Honecker und Merkel mit der Bösartigkeit einer alternden Egomanin. George Orwells Fantasie war nicht in der Lage die machgierigen Perversionen dieser Despotin auch nur zu erahnen.

Einhorn
30 Tage her

Nach der Aufloesung des USAID haben die arbeitslosen Zensuristen und Regime-Changer auf Einladung in die EU umgesiedelt. Dies ist das Ergebnis.
Mike Benz auf hat da absolut recht!

Manfred_Hbg
30 Tage her

Na klar: nach das #bestedeutschland, folgt die #besteeu! Mich überrascht in diesem das GG-brechenden Deutschland und EU-Brüssel gar nix mehr. Im Gegenteil. – Und wenn ich dann auch diese ungewählte blonde Diktatorin-Tröte am sehen und hören bin, dann bekomme ich mittlerweile nicht nur schon Brechreize und frage mich auch warum diese pseudodemokratische Lusche v.d.Leyen (CDU) überall in der EU und bei jeden politschen Treffen mit ihrem aufgesetzten und falschen Lachen dabei sein muß, sondern ich frage mich vor allem auch, wie es angehen kann, dass diese UNgewählte EU-Präsidenten überhaupt in den Saftladen von EU-Brüssel herumlaufen und irgendwas sagen und bestimmen… Mehr

Sabine Schoenfelder
30 Tage her

Wir schalten einfach ALLE das Handy aus, nur 6 Monate…..dann werden wir weitersehen……und feststellen, wie schön die reale Welt ist. Plötzlich gibt es keine Klimaerwärmung, keine Pandemie, keinen faschistischen Staat…..
Wir schauen uns wieder in die Augen, und im Restaurant u n t e r h a l t e n wir uns ! Die Kinder schlanken ab und werden resilienter und beweglicher….lesen Bücher und treiben mehr Sport….
Wir sollten uns nicht zum Deppen machen lassen, und noch den Kakao trinken, durch den sie uns ziehen.

Orlando M.
30 Tage her

Dafür braucht man dann nicht mehr zum Arzt gehen um sich krankschreiben zu lassen, sondern muss nur krank aussehen und im Bett bleiben. Dem Arbeitgeber kann man dann mitteilen, dass die Beamten von der EU, dem Verfassungsschutz, die NGO Widersetzen, das Zentrum für politische Schönheit usw. usf. bestätigt haben, dass man sehr krank aussieht. Schöne neue Welt!