Die Sánchez-Regierung blieb trotz Warnungen vor dem kommenden Ansturm auf Ceuta untätig. Nun entdecken Behörden Dschihadisten und Kriminelle unter den Eindringlingen, EU-Geld soll fließen. Derweil gibt es Hinweise auf eine zweite Welle am 15. August. Parallel entstehen neue Schlepperrouten aus dem UK nach Spanien.
Mario Moron / JNA Press/Sipa USA, IMAGO - Collage: TE
Am Fall Ceuta zeigt sich einmal das Unnütze der gesamten EU- und bald weltweiten Alarmstimmung gegenüber dem Internet und seinen Foren, wie es sich mit dem Willen zur Online-Überwachung kritischer Geister durch Politikschranzen wie Ursula von der Leyen zeigt. Ausgerechnet in dem einen Fall, in dem man durch die simple Lektüre von Facebook-Gruppen – ohne jeden Grundrechtseingriff – einen Missstand hätte abwenden können, geschah das nichts. Die Online-Gruppen, die man schon lange hätte kennen können, blieben unbeachtet. Und so kam es zum Sturm auf Ceuta. Eins sollte aber klar sein: Es wäre hier um Aufklärung gegangen, nicht um Unterdrückung von Kommunikation, die ja gerade die Quelle für eine korrekte Aufklärung darstellt.
Ebenso ignoriert wurden die Hinweise die Stadtpräsidenten Juan Jesús Vivas, der schon Tage vor dem Ereignis die Zentralregierung in Madrid warnte, dass sich da etwas zusammenbraute. Er solle sich keine Sorgen machen, hieß es allen Ernstes aus dem Kabinett, alles sei in bester Ordnung. Das war es freilich nicht. Nur ein in Madrid regierender Wasserkopf hatte sich von der Realität abgekoppelt.
Besser gesagt: Die Regierung Sánchez wollte diese Realität. Denn man ignoriert ja nicht aus purer Zerstreutheit und Naivität Hinweise auf Gefahren, sondern weil man darin Chancen für die eigene Politik sieht. Wie schon in einem früheren Text erläutert, kann auch und sogar der anscheinend übertölpelte Sánchez die vieldeutige Realität eines Massenansturms auf eine spanische Stadt in seinem Sinne nutzen. So wie rechtsstehende Politiker in der EU sich bestätigt fühlen, dass man nun die Festung Europa errichten müsse, so glauben linke Politiker – egal ob sie nun eine Mehrheit hinter sich haben oder nicht –, dass man auf den Ansturm mit Nachgiebigkeit reagieren sollte.
Polizeigewerkschaft beklagt neues Stadtbild in Ceuta
Und nur so ist die Verschiffung von einigen Dutzend Grenzstürmer und Invasoren zu verstehen, denen man das Etikett „unbegleitet minderjährig“ angepappt hat, das offenbar in vielen Fällen überhaupt nicht passt, wie Bilder von der Ankunft einer kleinen Charge im spanischen Hauptland für alle, die sehen können, zeigen. Und selbst wenn einige von ihnen noch nicht 18 Jahre alt sein sollten, fragt man sich: Was gibt ihnen das Recht auf eine Sonderbehandlung bei illegaler Einreise in einen fremden Staat?
Wenn diese Minderjährigen dann einmal in Spanien, Frankreich oder auch Deutschland angekommen sind, stellt sich als nächstes die Frage, welcher Subkultur sie sich anschließen. Denn dann könnten aus diesen jubelnden Jungen schon sehr bald ganz andere Charaktere werden.
Wie die größte spanische Polizeigewerkschaft JUPOL berichtet, haben die Informationsdienste der spanischen Polizei und Gendarmerie unter den Eindringlingen in Ceuta ein Dutzend Personen entdeckt, die zuvor wegen mutmaßlicher Verbindungen zum Dschihadismus nach Marokko ausgewiesen worden waren. Das ist allenfalls die Spitze eines Eisbergs. Denn was die Strafbehörden als Dschihadismus bezeichnen, ist nur die ausgeprägteste Form des Islams an sich. Hinzu kommen Kriminelle und Verbrecher, die sich einen schlanken Fuß machen.
JUPOL widerspricht daneben auch der Darstellung des umstrittenen Innenministers Fernando Grande-Marlaska, der behauptet, dass „die Normalität“ in Ceuta „langsam zurückkehrt“. Dagegen spricht aber schlicht das Stadtbild, wie es sich noch immer in Ceuta zeigt und das von Horden von Eindringlingen geprägt ist.
Auch der Messermord durch einen marokkanischen Eindringling in Ceuta am hellichten Tage ist schon geschehen. Nach anderen Meldungen handelte es sich bei dem Opfer um einen weiteren Migranten, aber das ist kaum von Belang.
https://x.com/HeimatliebeDE/status/2083511286613065998
El País: Kommt bald die zweite Welle?
Noch ein Mal sollte das nicht möglich sein. Oder doch? Denn nun kündigt sich laut Recherchen der Tageszeitung El País ein zweiter Sturm auf Ceuta an. Am 15. August – vielleicht nicht ganz zufällig ein hohes christliches Fest: Mariä Himmelfahrt – soll es erneut zur Masseninvasion in die spanische Exklave kommen. Das kursiert als Plan in Facebook- und WhatsApp-Gruppen mit hunderttausenden Mitgliedern. Die Devise lautet: „Wir sehen uns dort am 15. August“ – wobei dort die marokkanische Grenzstadt Fnideq (spanisch Castillejos) ist, direkt südlich von Ceuta gelegen.
Solche Aufrufe, so unsinnig sie auch sein mögen, werden immer einen Widerhall bei den reisewilligen Marokkanern und sonstigen Periöken des Landes haben. Wieder werden sich demnach Reisewillige aus allen Landesteilen Marokkos (und darüber hinaus) in Fnideq-Castillejos versammeln, wo sie dann auf die von Ceuta aus Zurückgeschobenen treffen werden. Bilder gibt es dazu auch schon. Die neue Zusammenrottung mithilfe neuer Social-Media-Gruppen beweist vor allem eins: Verbote bringen gar nichts. Ein Staat muss physisch auf solch eine Welle reagieren, mit Grenzschützern und realen Barrieren. Ceuta ist ein weiterer Testlauf für diese EU, die sich mehr in der realen Welt verteidigen muss und weniger an der virtuellen Welt der freien Gedanken herumdoktern sollte.
Immerhin passen die aktuellen Geschehnisse perfekt mit dem Plan eines sinistren Ex-US-Regierungsberaters zusammen. Erst im März forderte der Historiker Michael Rubin – parteipolitisch eher ein Neocon – einen erneuten „Grünen Marsch“ Marokkos auf Ceuta und Melilla, https://www.aei.org/commentary/morocco-should-send-a-new-green-march-into-ceuta-and-melilla/ um das eigene Staatsgebiet zu arrondieren und die einstige Kolonialmacht Spanien zu demütigen. Unter Rubins Argumenten ist auch dies: Ceuta und Melilla seien „eine Schwachstelle für die Sicherheit Europas, da afrikanische Migranten regelmäßig den Zaun stürmen, um Asyl zu beantragen“. Man kann das nicht als Blaupause für Trumps Politik sehen, zumal die Neocons eben nicht zu Trumps Bataillonen gehören. Aber ein merkwürdiger Zufall ist es doch.
Doch für die Europäer und die Spanier ändert sich dadurch ohnehin nichts. Egal ob der Trek aus Marokko nun von Islamisten, von Nationalmarokkaner oder sonst jemandem genährt werden, Verteidigung des Territoriums und der eigenen Werte wäre angebracht. Wer stattdessen überlegt, wie er die Sturmtrupps möglichst unauffällig aufnimmt, begeht einen strategischen Fehler.
Neuer Trend: Aus dem UK in die EU und ins permissive Spanien
Aus Großbritannien wird das Bild durch eine Recherche des Telegraph ergänzt, der herausfand, dass Zuwanderer, die aus dem UK in die EU wollen und dort einen Aufenthaltsstatus suchen, am besten den Weg nach Spanien wählen. Denn dort werden heute am wenigsten Fragen gestellt. Und man erhält zu „100 Prozent“, so ein Schleuser, zuerst ein Aufenthaltsrecht und das Recht zu arbeiten, später dann auch die Staatsbürgerschaft. Bis zu 1000 Pfund kostet die Reise auf den Kontinent und in die EU. Zusätzliche 500 Pfund werden fällig, wenn im Anschluss ein „taxi service“ nach Spanien gebucht wird.
Grundlage der neuen Schlepperroute ist die spanische Amnestie für illegale Migranten. Die Neuankömmlinge aus Großbritannien müssen nur behaupten, sie seien schon seit letztem Jahr im Land, und man werde ihnen glauben, versichert ein Schlepper gegenüber dem Reporter.
Im Hintergrund stehen auch einzelne Verschärfungen im britischen Visa-Recht oder einfach die Tatsache, dass ein einmal erteiltes Arbeits- oder Studentenvisum auch im UK nicht ewig hält. Auch werden die Ankünfte in Frankreich nicht systematisch kontrolliert, während jede Ankunft im Vereinigten Königreich zumindest zu einer Registrierung führt. Das mag auch an der Neuheit dieser Route liegen. In jedem Fall zeigt sich so, dass die Invasoren Europas sich natürlich nicht mit einem „sicheren“ und wohlhabenden Land zufriedengeben. Bei jedem Bedarf wechseln sie das Land nach Gutdünken, um dort ein neues Los zu ziehen. Die Länder Europas werden auch so zum Spielball fremdländischer Interessen.
Die neue Route kann der Telegraph auch mit außereuropäischen Migranten in LKW-Laderäumen belegen. Es sind die Werbevideos der Schlepper mit Titeln wie „uk to spain – game done … 100 % safety – details inbox me“ oder „uk to europe – Dm serious people“. Darin sind braunhäutige Männer mit und ohne Turban zu sehen, die vergnügt oder abwartend ihrem Ziel entgegenschaukeln.

Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein