Die SPD stellt sich gegen die Pflegereform von Gesundheitsminister Carsten Linnemann. Fraktionschef Matthias Miersch nennt den Entwurf ein „reines Kürzungspaket“ – und droht mit einem Veto, falls Privatversicherte nicht beteiligt werden. Den Eigenanteil will die SPD auf 1.500 Euro deckeln.
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Die geplante Pflegereform von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) steht vor dem Aus. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch kündigte an, dem Gesetzentwurf im Bundestag in seiner bisherigen Form nicht zuzustimmen.
Der aktuelle Vorschlag aus dem Gesundheitsministerium sei vor allem ein Kürzungspaket, sagte Miersch der Bild am Sonntag. Die notwendigen Strukturreformen fehlten. Dabei könne und müsse das Ministerium entsprechende Vorschläge noch vorlegen. Nichts hindere es daran, dies jetzt zu tun. Ein reines Kürzungspaket werde die SPD-Bundestagsfraktion jedenfalls nicht mittragen.
Eigentlich sollte das Bundeskabinett Linnemanns Gesetzentwurf bereits am Mittwoch beschließen. Vorbereitet wurde die Reform noch von seiner Amtsvorgängerin und heutigen Kanzleramtsministerin Nina Warken (CDU). Um das wachsende Finanzloch in der Pflegeversicherung zu schließen, sieht der Entwurf etliche Kürzungen vor.
Miersch verlangt stattdessen bereits jetzt Strukturreformen, die Einsparungen mit zusätzlichen Einnahmen verbinden. Für eine Zustimmung seiner Fraktion zieht er dabei eine rote Linie: Pflege müsse als Aufgabe der gesamten Gesellschaft verstanden werden. Deshalb müssten auch Privatversicherte einen „gerechten Beitrag“ leisten. Vom Gesundheitsministerium erwartet Miersch dazu konkrete Vorschläge.
Wie die von Miersch verlangten Strukturreformen aussehen könnten, zeigt ein Konzept des saarländischen Gesundheitsministers Magnus Jung (SPD), das sich die Partei laut ARD-Hauptstadtstudio zu eigen machen will. Bereits am vergangenen Montag habe das SPD-Präsidium beschlossen, dass ein Deckel für die Pflegekosten Bestandteil einer Pflegereform sein müsse. Dem ARD-Hauptstadtstudio liege nun exklusiv ein Brief des saarländischen Gesundheitsministers Magnus Jung an seine Länderkolleginnen und -kollegen vor. Darin beschreibt Jung, wie ein Pflegedeckel aussehen könnte.
Danach setzt der Pflegedeckel beim sogenannten einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE) an. In einer ersten Stufe will die Partei diesen Anteil auf maximal 1.500 Euro begrenzen. Das könnte die persönlichen Kosten im ersten Jahr des Aufenthalts um rund 275 Euro pro Monat verringern. In späteren Jahren würde der Deckel kaum noch Einsparungen bringen, weil der Anteil wächst, den die Pflegeversicherung beisteuert. In einem zweiten Schritt soll die Begrenzung zunächst auf 1.500 Euro gesetzt werden, und erst darauf soll der Zuschuss kommen. Das würde bedeuten, dass die Eigenanteilskosten deutlich unter 1.500 Euro fallen würden.
Die erste Stufe würde nach Berechnungen des Konzeptpapiers rund eine Milliarde Euro kosten, die zweite etwa drei Milliarden. Finanziert werden soll das unter anderem durch eine höhere Beitragsbemessungsgrenze, eine stärkere Beteiligung der privaten Pflegeversicherung und zusätzliche Mittel aus dem Bundeshaushalt. Damit liefert die SPD zwar jene konkreten Vorschläge, die sie von Linnemann verlangt – beantwortet die Finanzierungsfrage aber vor allem mit höheren Beiträgen und mehr Steuergeld.
Die Reaktionen der Verbände fallen unterschiedlich aus. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, begrüßte den Vorstoß laut Berliner Zeitung. Kürzungen seien keine Reform, eine Zusammenlegung der privaten und gesetzlichen Pflegeversicherung sei verfassungsrechtlich möglich. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) warf der SPD dagegen vor, die Reform mit ideologischen Forderungen zu blockieren.
Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) warnt angesichts der stockenden Verhandlungen über die geplante Pflegereform vor zunehmendem Druck auf Pflegeeinrichtungen und Pflegebedürftige. „Diese Hängepartie ist höchst problematisch und lässt den Druck noch weiter steigen“, sagte VDAB-Bundesgeschäftsführer Thomas Knieling den Funke-Medien. Ab Oktober fehlten der Pflegeversicherung rund 500 Millionen Euro. Eine schnelle Lösung sei derzeit nicht in Sicht. Das verunsichere Pflegeeinrichtungen und Pflegebedürftige immer weiter.
Der nächste Konflikt zwischen den Koalitionspartnern ist damit vorprogrammiert: Die CDU hat Ausgleichszahlungen der privaten Pflegeversicherung bislang abgelehnt. Damit läuft der Streit auf die Frage hinaus, wer das Milliardenloch stopfen soll – und ob zuerst bei den Pflegeleistungen gekürzt oder zunächst das Finanzierungssystem verändert wird.
Am Montag wollen Union und SPD bei einem weiteren Krisentreffen nach einer Lösung suchen. Legt Linnemann bis dahin keine Maßnahmen zur Kostenbeteiligung der Privatversicherten vor, wird die SPD nach Informationen der Bild ihr Veto einlegen. Die Pflegereform könnte dann bereits vor der für Mittwoch geplanten Kabinettssitzung gestoppt werden.





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Durch das Berlin Debakel, hat die SPD die CDU nun in der Hand und kann machen, was sie will. Geht sie in Berlin mit den Islamisten und grünen Terroristen zusammen, Genaugenommen hat sie die CDU die ganze Zeit mit der Koalition in der Hand.
Wir müssen wohl tatsächlich erst durch den Heiligen Krieg gehen, bevor die Vernunft regiert.
Was heißt hier, die SPD droht mit Veto? Merz hat doch bereits dem Kurswechsel bei der „Reform“ der Pflege- und Krankenversicherung zugestimmt.
Und natürlich überlässt Merz es jetzt absprachegemäß der SPD, zu deren Profilierung den Stopp der „Reform“ verkünden zu dürfen.
Merz müsste das gesamte unveränderte Reformpaket mit der Vertrauensfrage verknüpfen und im Parlament zur Abstimmung bringen. Aber den Mut hat er halt nicht.
-Diese Regierung „hat fertig wie Flasche leer“. Sie wird keine einzige wirkliche „Reform“ zustande bringen, die diese Bezeichnung verdient hätte.
Sind eigentlich die geburtenstarken nichteinzahlenden Migrantenjahrgänge seit 2015 schon einkalkuliert, die ab 2050 in Renten- und Pflegeanspruch kommen, wenn die BRD klimaneutral ist?
Bis 2050 gibt’s hier die IRD.
Bei der SPD ist es ein Problem, dass sie gleichzeitig ein Medienkonzern ist. Dadurch steckt sie in einem Interessenkonflikt, weil Unternehmen nicht dieselben Interessen haben wie normale Bürger. Die SPD hängt etwa auch ihre Wahlplakate auf, ohne Nicht-Parteimitgliedern bzw. normalen Bürgern hinreichende Möglichkeiten zu geben sich öffentlichkeitswirksam an ihrer Themenarbeit zu beteiligen. Die Themenarbeit der SPD kann aus folgendem Grund nicht funktionieren: Die SPD will etwa die Eigenanteile an den Pflegekosten deckeln. Darüber hinaus leistet sie Widerstand gegen Leistungskürzungen. Wer ein wenig im Thema steckt bemerkt es sehr schnell, dass die SPD sich nicht mit der Frage beschäftigt, was Geld… Mehr
Völlig unterschlagen werden nach wie vor die 6 Milliarden Euro, die zur Finanzierung der Coronatests aus der Pflegeversicherung genommen und für die wahnsinns Kontrollparty ohne Sinn und Verstand zweckentfremdet wurden.
Die Nichteignung dieser Tests zur (Selbst)Diagnose ist heute erwiesen. Davon und von der Zweckentfremdung der Pflegeversicherung zu diesem Betrug am Versicherungsnehmer kein Wort im Artikel. Die Bildung der heutigen Journalisten entspricht eins zu eins dem Jahrzehnte langen Pisadefizit von Schülern.
Mit solchen Journalisten kommen wir nie aus unserer politischen Bredouille. Diese unfähige Regierung wird durch eine unfähige vierte Macht am Leben gehalten. DDR pur.
Ich befürchte, es ist nicht (nur) mangelnder Intellekt, der für die selektiven Recherchen und erstaunlich regierungskongruenten Aussagen vieler Journalisten verantwortlich ist.
Hier sollen gesetzlich Versicherte und. Privatversicherte gegeneinander gehetzt werden statt das eigentliche Problem zu lösen: die fehlenden Milliarden für die beitragslosen versicherungfremden Leistungen inkl. Bürgergeld in der GKV.
Es braucht leider eine grundlegende Reform unseres Landes. Steuern runter, Sozialstaat massiv gekürzt, so dass nur noch jangjährige Beitragszahler volle Leistungen bekommen, Familienversicherung in GKV abschaffen (da nicht mehr zeitgemäß), verurteilte Täter bei Gewalttaten für gesundheitliche Versorgung ihrer Opfer aufkommen lassen, kleine KKH schließen, massiver Bürokratieabbau im Gesundheitswesen, Ärzte nach Studienabschluss für fünf Jahre verpflichten, in D zu arbeiten, sonst werden die Studienkosten in Rechnung gestellt. Es gäbe sehr viele Möglichkeiten, aber die richtigen Stellschrauben werden aus ideologischen Gründen ignoriert. Andere Länder sind da deutlich pragmatischer…
Also ich bin dafür, dass all die wichtigen Minister von Außen – Entwicklung und sonstigen Nutzlos Bereichen noch mal ordentlich im Ausland, in all den muselmanischen friedlich Ländern für das hiesige System werben. Dann bekommen wir wieder Menschen (vielleicht auch Alte) geschenkt ( Karin Göre Eckhardt) die dann auch noch wertvoller sind als Gold ( Martin Schulz )
2015 wurde zudem verkündet, dass rotGrün Merkels Gäste die Renten erarbeiten. Nun sind schon 11 Jahre rum – wo ist das Problem Miersch ?
Die CDU ist erpressbar, weil für Friedrich Merz an erster Stelle er selbst kommt und nicht Deutschland und die Deutschen. Und natürlich, weil die Bundestagsfraktion den Zirkus mitmacht. Insgesamt ein ganz armseliges Bild.
Sie können davon ausgehen, dass sie in ganz Deutschland kein einziges Pflegeheim finden werden, dass unter 3000 EUR Eigenanteil inkl. Investitionskosten liegt. Via „Pflegelotse“ (Internet) können sie sich ansatzweise über die Kosten der vollstationären Pflege informieren (Zahlen nicht ganz aktuell). Wichtig: Die Investitionskosten (u.a. Ausbildungskosten) von ca. 200 – 600 EUR gehören ebenfalls zum Eigenanteil dazu. Und dieses Jahr 2026 wurde der Eigenanteil für alle Pflegeheime generell um 500 EUR erhöht. D.h. im Pflegeheim anrufen, und sie können davon ausgehen, dass der Eigenanteil nochmals ein paar Hunderter höher liegt. Somit wird jeder „Standard“-Rentner innerhalb kürzester Zeit in den Ruin getrieben, und kann… Mehr