John Cleese unterstützt Rupert Lowe: „Kritik am Islam ist keine Phobie“

All in: Der frühere Liberaldemokrat John Cleese unterstützt Rupert Lowes „Restore Britain“. Cleese greift britische Medien und Politik wegen ihres Umgangs mit dem gigantischen Grooming-Gang-Skandal an. Den Begriff „Islamophobie“ entlarvt er als stumpf gewordene Sprachwaffe gegen jede Kritik.

IMAGO - Collage: TE

John Cleese hat sich im britischen politmedialen Meinungsmilieu positioniert. Der Star aus „Monty Python“ und „Fawlty Towers“ unterstützt inzwischen offen Rupert Lowe, Gründer und Vorsitzender der jungen Partei „Restore Britain“. Unter einem Bild Lowes, das ein Konto namens „The English Crusader“ veröffentlicht hatte, schrieb Cleese: „Ich vertraue diesem Mann mehr als jedem anderen Parteivorsitzenden.“ Lowe bedankte sich öffentlich für die Unterstützung durch Cleese.

„Wie ich sehe, werde ich wegen meiner Unterstützung für diesen Mann regelmäßig beleidigt. Die Ungebildeten bezeichnen mich als Rassisten.

Ich bin kein Rassist. Ich bin ein Kulturalist. Ich glaube, dass manche Kulturen besser sind als andere.
Ich bevorzuge Kulturen, die keine Steinigungen, Pädophilie, Gewalt gegen Ehefrauen, weibliche Genitalverstümmelung und die Enthauptung von Gegnern befürworten.

Nennt mich altmodisch…“

Cleese teilt seit Tagen Beiträge von Lowe und stellt sich offen hinter eine Partei, die mit den negativen Folgen der Masseneinwanderung, der politisch organisierten Ächtung abweichender Meinungen und der islamischen Durchdringung Großbritanniens in den Wahlkampf zieht.

Gerade Cleeses politische Herkunft macht die Sache für seine früheren Bewunderer besonders unangenehm. Er war jahrzehntelang Anhänger der Liberaldemokraten und trat für die Partei in Wahlwerbesendungen auf. Noch 2011 verortete er seine politischen Neigungen leicht links der Mitte. Die damalige Koalition aus Konservativen und Liberaldemokraten lobte er für ihre Kompromissbereitschaft, David Cameron bescheinigte er Intelligenz.

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 Schon 1999 hatte ihm der damalige Parteivorsitzende Paddy Ashdown einen lebenslangen Sitz im Oberhaus angeboten. Cleese lehnte den Adelstitel ab. Ein liberales Aushängeschild mit Lordstitel wollte er nicht werden. Heute dürfte ihm dieser Verzicht manche peinliche Begegnung im britischen Establishment ersparen.

Seine politische Entwicklung setzte lange vor der Gründung von „Restore Britain“ ein. In einem Interview von 2014 erklärte Cleese, die UK Independence Party bringe etwas außerordentlich Wichtiges zum Ausdruck, weil sie dem Bedürfnis nach nationaler Identität eine politische Stimme gebe. Wählen werde er UKIP vermutlich trotzdem nicht. Cleese bezeichnete sich damals ausdrücklich als Befürworter von Einwanderung. Seine Sorge galt Menschen, die nach Großbritannien kommen und die Kultur des Landes ablehnen. Wer einwandere, sei willkommen. Wer das Land und seine Lebensweise verachte, schaffe ein Problem. Diese Unterscheidung, einst eine absolute Selbstverständlichkeit jedes Einwanderungslandes, gilt im heutigen Europa bereits als verdächtiger Gedanke.

2018 kündigte Cleese an, seinen Wohnsitz auf die Karibikinsel Nevis zu verlegen. Später erklärte er, London sei keine englische Stadt mehr. Sadiq Khan reagierte mit dem üblichen Spott aus dem Amtssessel und behauptete, Cleese klinge wie seine cholerische Kunstfigur Basil Fawlty. Cleese nannte Khan daraufhin einen „dummen kleinen Mann“ und erklärte, traditionelle britische Werte würden von muslimischen Glaubensvorstellungen angegriffen.

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 Inzwischen steht Cleese ausdrücklich hinter Rupert Lowe. Unter den zahlreichen Beiträgen, die er zuletzt verbreitete, befand sich auch eine Erklärung zur Bürgermeisterwahl in Greater Manchester. Lowe versprach darin, sein Kandidat Marlon West werde den von ihm als pakistanisch-muslimisch bezeichneten Vergewaltigungsbanden den Krieg erklären. West tritt bei der Bürgermeister-Nachwahl am 30. Juli für „Restore Britain“ an. Die Wahl wurde notwendig, nachdem Andy Burnham in das Unterhaus zurückgekehrt war und deshalb sein Bürgermeisteramt aufgeben musste. West ist selbst seit Jahren als Aktivist gegen die sexuelle Ausbeutung von Mädchen durch organisierte Banden tätig.

Cleese teilte außerdem eine Warnung Lowes vor den demographischen Folgen der gegenwärtigen Entwicklung. Wachse die muslimische Bevölkerung im bisherigen Tempo weiter, werde am Ende kein Großbritannien mehr übrig sein, das sich wiederherstellen lasse. Das ist der Satz, vor dem die britische Politik seit Jahren davonläuft. Lowe spricht ihn aus, Cleese sorgt dafür, dass er ein Millionenpublikum erreicht. Bereits im Februar hatte Cleese es als „absolut skandalös“ bezeichnet, dass die BBC einer von Lowe geleiteten und über Spenden finanzierten Untersuchung zu den Vergewaltigungsbanden kaum Aufmerksamkeit schenkte. Lowe antwortete, Cleese sei ein Patriot. Seine Unterstützung für die Untersuchung werde geschätzt.

Die BBC verteidigte sich mit dem Hinweis, sie habe häufig über Grooming-Gangs berichtet. Was öffentlich-rechtliche Sender mit den Lippen an den Gesäßen der Oberen so tun. Außerdem verwies der Sender auf die staatliche Untersuchung, die Zeugen vorladen und Organisationen zur Herausgabe von Unterlagen zwingen könne. Die Erwiderung beantwortet freilich nicht Cleeses Vorwurf. Er kritisierte die geringe Aufmerksamkeit für Lowes Untersuchung und die dort vorgetragenen Aussagen von Betroffenen.

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 Auch den wichtigsten sprachlichen Schutzwall der britischen Islamverbände greift Cleese an. Jede Kritik am Islam werde als „Islamophobie“ abgestempelt. „Islamskeptisch“ sei der treffendere Begriff, denn eine Meinungsverschiedenheit sei keine Phobie. Eine Phobie bezeichnet eine irrationale Angst. An der Kritik an bestimmten Bestandteilen einer Religion sei nichts irrational. Cleese weist zudem auf die manipulative Wirkung des Wortes hin. „Islamophob“ sei emotional aufgeladen und solle den Eindruck erzeugen, Islamkritik beruhe auf psychischer Instabilität. Der Kritiker wird damit nicht widerlegt. Er wird pathologisiert und aus dem Debattenraum verbannt. Nun, dann finden die Debatten eben anderswo statt. Ist ja nicht so, dass aus den rechten Ecken seit 2015 keine rechten Großstädte mit eigener Infrastruktur geworden wären.

Der Mann, der mit „Monty Python“ religiöse Autoritäten verspottete, besteht auch mit 86 Jahren auf dem Recht, Religionen zu kritisieren. Beim Christentum wurde diese Freiheit jahrzehntelang als kultureller Fortschritt gefeiert. Beim Islam erklärt dasselbe Milieu den Zweifel zur Krankheit und die Benennung gesellschaftlicher Folgen zur Hetze.

Cleese verweigert sich dieser Sprachregelung. Er spricht über kulturelle Selbstaufgabe und über die Opfer organisierter sexueller Gewalt. Er unterstützt einen Politiker, der die Fragen stellt, vor denen die etablierten Parteien fliehen. Dass Großbritannien ausgerechnet einen Komiker braucht, um wieder zwischen Kritik und einer psychischen Störung unterscheiden zu können, ist der eigentliche Witz. Zum Lachen ist er nicht.

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Kommentare ( 18 )

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Judith Panther
26 Minuten her

Jugend schützt vor Torheit nicht.
Er hat ja noch rechtzeitig die Kurve gekriegt.

Bissiger Wolf
46 Minuten her

Er ist halt britisch-classy: Unbeugsam. Schade, das es nur noch so wenig von denen gibt.

Klaus Kabel
14 Minuten her

Ein Land, das Kulturisten wie John Cleese als Bürger hat, ist noch nicht restlos verloren. Im Gegensatz zu den gratismutigen Hetzern der deutschen Kulturszene, ganz aktuell Hallervorden, die ihr Publikum beschimpfen, wenn sie nicht dem linken Mainstream anhängen und „falsch wählen“.

Last edited 11 Minuten her by Klaus Kabel
hoho
41 Minuten her

Phobie bedeutet wohl Angst und wurde auf Hass umgedeutet. Das ist schon ein erstes Problem. Angst zu haben ist in Ordnung – genauso wie jemanden zu hassen. Die Leute tun das einfach und wenn jemand probiert den Hass weg zu löschen meist erzeigt man noch mehr davon. Es ist zB nicht gut für Islam wenn man die Verbrecher einfach so laufen lässt, nur weil sie Moslems sind. Das hilft den anderen Moslems gar nicht. Bei einer groß genug Gruppe der Moslems hier erzeugen die Vergewaltiger eher mittelalterliche Gefühle. Die Wessis verstehen das nicht wohl. Die Leute die auf den Straßen… Mehr

Parsifal
45 Minuten her

Im Grunde muss man auch in Deutschland auf eine Kraft rechts neben der AfD hoffen. Oder eine Abspaltung der CDU. Mit dieser CDU führt das alles zu Nichts.

Haba Orwell
1 Stunde her

> Ich bin ein Kulturalist. Ich glaube, dass manche Kulturen besser sind als andere. … Ich bevorzuge Kulturen, die keine Steinigungen, Pädophilie, Gewalt gegen Ehefrauen, weibliche Genitalverstümmelung und die Enthauptung von Gegnern befürworten.

Seine britische befürwortet hingegen massives Zivilisten-Bombardieren, das ist auch nicht ganz optimal. Aber OK – jetzt darf ich das wenigstens sagen.

Kraichgau
42 Minuten her
Antworten an  Haba Orwell

Das haben Sie schon immer gern gemacht,unter Churchill 1920 im Irak,später bei uns und in ihren ehemaligen Kolonien,das hat aber alles nichts mit der „Kultur“ zu tun,die Grooming Gangs in ganz GB zur städtischen Normalität gemacht hat

Kraichgau
1 Stunde her

Fun-Fact…restore britain kopiert einfach nur die Argumente,die die BNP schon in den 70ern zu Recht anbrachte,für die Sie aber von Labour/Tories und Liberalen gemeinsam als Rassisten verurteilt wurden….
irgendwann kapierts eben auch der Dümmste,fragt sich nur,ob es nicht schon zu spät ist

Kraichgau
33 Minuten her
Antworten an  Kraichgau

Dies Politik wird erst jetzt aktuell,wo es den „besseren“ Kreisen unheimlich wird,als es die breite Masse schon traf,war das „far-right fashist“ in den Augen der besser gestellten Klassen

Raul Gutmann
1 Stunde her

Warum erinnert sich ein gebildeter Mensch wie John Cleese nicht an die römische Maxime „divide et impera“?
Wenn schon eine politisch lobenswerte Neupositionierung, hätte er sich der Partei des britischen „Pontifex maximus“ Nigel Farage anschließen sollen.

Kraichgau
41 Minuten her
Antworten an  Raul Gutmann

weil Nigel eventuell später etwas zu weiche reagieren könnte,einmal im Amt?

Thomas
1 Stunde her

Hier ist eine KI Animation wie der mögliche bevorstehende Bürgerkrieg (laut Professor David Betz unabwendbar) im UK aussehen könnte:
https://www.youtube.com/watch?v=VExHGuN6xXE

Kraichgau
35 Minuten her
Antworten an  Thomas

Manche freuen sich drauf,manche verzweifeln,weil so viele so lange weggeschaut haben,bis es soweit kommt….

Thomas
1 Stunde her

Die Unterwanderung Englands begann mit Gründung der Fabian Society 1884:
https://www.youtube.com/watch?v=Qqp3kNsHfRk

Haba Orwell
1 Stunde her
Antworten an  Thomas

Woran sieht man den Fall des Wertewestens? Zum Beispiel daran, dass kaum noch wer liest – es werden nur noch Videos geschaut.

Matt Damon in „Odyssey“: „Wir werden besungen, die noch die Schrift kannten“.

Kraichgau
36 Minuten her
Antworten an  Haba Orwell

auch Ihr Vorbild jenseits des Westens hat Probleme mit Islamisten,zb in Tschetschenien…..die wird man nicht los

T. Pratchett
36 Minuten her
Antworten an  Haba Orwell

Wie treffend, dass Sie dann aus dem FILM zitieren😜! Das Original von Homer zu lesen war wohl zu herausfordernd?

rainer erich
29 Minuten her
Antworten an  Haba Orwell

Das ist richtig. Umso erfreulicher ist es, dass in den sogen islamischen Ländern resp Gesellschaften “ viel“ gelesen wird. Mit dem Koran angefangen. Da werden sich die weniger oder nichtislamischen Länder richtig anstrengen müssen, „pisamässig“ mitzuhalten. Schland und andere Europäer haben sich offenbar für den anderen Weg entschieden. Den ideologisch/ gefühligen. Und den bildhaften, solange der noch erlaubt ist.