Wo Entwicklung gebraucht wird, explodiert die Demografie: In Niger 6,8 Kinder je Frau, Nigeria steuert bis 2050 auf 400 Millionen Menschen zu. Ohne Jobs wachsen Armut, Hunger, Gewalt und der Migrationsdruck nach Europa. Schon 1982 warnte SPD-Mann Martin Neuffer, heute bestätigt es Demograf Reiner Klingholz.
picture alliance / Matrix Images | Afolabi Sotunde
Stabilität wird es in Afrika nicht geben, solange das Bevölkerungswachstum jede Entwicklung verhindert und die Jugendlichen keine Arbeit finden. Die Dynamik der hohen Geburtenraten, die in Afrika zu immer größerer Armut führt, wird auf dem Kontinent und auch in Europa ruinöse Folgen haben. Mit 6,8 Geburten pro Frau hat das arme Sahelland Niger die höchste Geburtenrate der Welt. In Nigeria wird sich die Bevölkerung verdoppeln und bis 2050 400 Millionen erreichen.
Der Mangel an wirtschaftlichen Möglichkeiten für die erwerbsfähige Bevölkerung wird zu zunehmenden Spannungen (z. B. fremdenfeindlicher Gewalt wie in Südafrika oder Angola) und weiterer Ernährungsunsicherheit führen. Asiatische Länder haben gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen Demografie und Entwicklung gibt. Wegen kultureller und religiöser Rücksichten propagieren afrikanische Politiker: Je mehr Menschen, desto stärker der Staat. In muslimischen Ländern nagen Einehe und wenige Kinder am dortigen Männlichkeitsideal. Was mehr Bildung bewirken könnte, zeigen die Beispiele Mauritius, Seychellen und Botswana. Die Geburtenrate ist dort auf ca. 1,4 Kinder, ca. 2 bzw. ca. 2,73 Kinder pro Frau gesunken. Eine Folge der positiven wirtschaftlichen Entwicklung.
Insbesondere in Zeiten, in denen die Zulässigkeit kritischer Meinungen infrage gestellt wird, erweist sich die erneute Lektüre des Buches „Die Erde wächst nicht mit“ (C.H.Beck) des Sozialdemokraten und ehemaligen NDR-Intendanten Martin Neuffer (1924 – 2004) als aufschlussreich. Ohne Rücksicht auf seine linke politische Vergangenheit in der SPD hatte Neuffer 1982 das viel beachtete Buch zu migrations- und integrationspolitischen Positionen geschrieben, das in mancher Hinsicht die rund dreißig Jahre später formulierten Thesen Thilo Sarrazins teilweise vorwegnahm.
Er schrieb schon damals …
„Dazu werden keine neuen Tatsachen ans Licht geholt. Deren bedarf es nicht. Alles ist bekannt – oder doch hinlänglich oft veröffentlicht worden. Die Tatsachen sind kaum strittig. Aber die Folgerungen, die daraus gezogen werden müssten, werden hartnäckig ignoriert“ (Seite 12).
„Der Auswanderungsdruck aus den Ländern der Dritten Welt mit ihrem explosiven Bevölkerungswachstum wird sich angesichts von Elend, Hunger und Hoffnungslosigkeit um ein Vielfaches steigern.“ (S. 61)
„Immer mehr holen auch ihre Familien nach Deutschland. Immer mehr Ausländerkinder werden hier geboren. Und mit beträchtlichem Erfolg gelingt es den Schlepperorganisationen, aus Südasien und Afrika angebliche politische Asylanten zu importieren, von denen die meisten sicher aus wirtschaftlichen Gründen kommen und bleiben wollen … Man hofft auf einen Arbeitsplatz, eine billige Wohnung. Manche können ihren Unterhalt auch ohne Schwierigkeiten im kriminellen Sektor finden (S. 69).
„Die Gruppen exportieren die heimischen Konflikte nach Deutschland und tragen sie hier mit aller Rücksichtslosigkeit aus. Sie wenden sich dabei immer stärker und immer radikaler auch gegen die deutsche Polizei.“ (S.70)
„Die ethischen, kulturellen und nicht zuletzt religiösen Unterschiede sind zu tief, als dass eine Integration so großer Massen erfolgreich sein könnte.“(S. 72)
„Es ist eine Illusion, zu meinen, die Bundesrepublik könne in dieser Lage die Grenzen für alle Asylanten der Erde weit offenhalten. Sie könnte es schon nicht annähernd für die unübersehbaren Massen der echten politischen Flüchtlinge. Sie wäre aber auch überhaupt nicht in der Lage, zwischen echten und den Fluten der unechten Asylsuchenden zu unterscheiden.“ (S.76)
„Wenn die ethnischen Minderheiten erst einmal bestimmte Größenordnungen erreicht haben, dann wachsen die Schwierigkeiten in oft unlösbare Größenordnungen hinein.“ (S. 75)
Ich hätte noch zahlreiche – auf die heutige Zeit – treffende Passagen zitieren können. Das frühe Buch hat schon damals gezeigt, dass die Folgen der Entwicklung von der Politik weithin unterschätzt oder heruntergespielt wurden.
„Immer wieder können wir beobachten, dass die Regierenden sich nach verhältnismäßig kurzer Zeit in ihre eigene künstliche Welt einspinnen und unabhängig von ihrem politischen Standort sehr typische Deformationserscheinungen aufweisen, die ihre Dialogfähigkeit und Glaubwürdigkeit erheblich beeinträchtigen. Sie selbst merken diese Veränderung offenbar nicht, sondern reagieren verständnislos, wenn man sie darauf hinweist … Bürgerbedürfnisse werden nur noch mühsam wahrgenommen …“ (S.175)
Neuer ist das Buch zum Thema von Reiner Klingholz „Zu viel für diese Welt“ (Edition Körber, 2021). Kingholz gilt als einer der renommiertesten Demografie-Experten Deutschlands.
Er beklagt die geringe Einsicht afrikanischer Politiker, dass das Bevölkerungswachstum in ihren Ländern die Entwicklungschancen erschwert. „Yoweri Museveni, der Präsident von Uganda ( seit 1986 Präsident, 2026 unter fragwürdigen Umständen nochmals ‚gewählt‘), hält die junge Bevölkerung seines Landes für ‚das größte Vermögen‘, ungeachtet der Tatsache, dass die meisten jungen Menschen sich mit Gelegenheitsjobs herumschlagen müssen.“ (Seite 23)
„Im Niger oder Tschad, Ländern, in denen der Bildungszugang für Mädchen schlecht ist und deren Bevölkerung besonders stark wächst, lebt rund ein Drittel aller 15-jährigen Mädchen bereits in einer Ehe oder eheähnlichen Gemeinschaft. Bildung ist nicht nur das effizienteste Verhütungsmittel. Sie erhöht auch die Überlebenschancen von Kleinkindern, weil Mütter mit höherer Schulbildung mehr über medizinische und hygienische Zusammenhänge wissen, darüber, wie Krankheiten entstehen und sich vermeiden lassen.“ (S. 174)
„Sicher ist, dass in den armen Ländern der Welt erst einmal die Kinderzahlen sinken müssen, um einen wirtschaftlichen Aufschwung zu ermöglichen.“ (S.176)
„Afrika galt lange als dünn besiedelter Kontinent … Doch die Vorstellung vom leeren Kontinent ist längst überholt. Die Bevölkerungsdichte in Afrika ist heute um ein Drittel höher als in Nord- oder Südamerika, obwohl die Sahara mit über neun Millionen Quadratkilometern Fläche kaum zum Leben taugt.“ (S. 194)
„Noch bis in die 1960er Jahre konnten etwa Afrikas Bauern die eigene Bevölkerung ausreichend versorgen. Dabei ging es damals um etwa 300 Millionen Menschen. Heute sind es mehr als viermal so viele und der Kontinent ist die am stärksten von Unterernährung betroffene Weltregion.“ (S. 223)
Auch wenn Martin Neuffer damals – wegen seiner Warnungen zu Demografie, Migration, Bildungsverfall, Kriminalität, Wohlstandsverlust – Drohungen und Beleidigungen über sich ergehen lassen musste, fiel er damals lediglich in Ungnade und musste nicht wie später Thilo Sarrazin unter Personenschutz gestellt werden.
Die Zitate von Neuffer und Klingholz muss ich für TE Leser nicht bewerten. Jürgen K. Hultenreich ist allerdings eine sehr treffende Pointe zum deutschen Dilemma eingefallen:„In Deutschland werden Probleme nicht beseitigt, sondern subventioniert.“
Zum letzten Klingholz-Zitat ein Hinweis auf den Artikel vom 23.11.2025 bei Tichys Einblick: „Inwieweit wird Hunger in Afrika durch Entwicklungshilfe verursacht oder begünstigt?“
17 Jahre war der deutsche Diplomat Volker Seitz auf Posten in verschiedenen Ländern Afrikas. Überall konnte er beobachten, wie wenig zielführend die praktizierte Entwicklungshilfe ist, wie wenig Hilfe zur Selbsthilfe sie bietet. Warum läuft sie ins Leere? Weil die korrupten Eliten und Regierungschefs ihre Macht missbrauchen und die reichlich fließenden Mittel verschwenden bzw. in ihre eigene Tasche stecken können, ohne Sanktionen befürchten zu müssen.
Volker Seitz plädiert dafür, den Aufbau eines kompetenten, unbestechlichen, den Interessen der Bevölkerung dienenden Staatsapparats zu unterstützen, statt eine Helferindustrie mit bürokratischen, intransparenten Strukturen aufrechtzuerhalten, an der die Falschen gut verdienen.
Volker Seitz ist Botschafter a. D. und Autor des Bestsellers „Afrika wird armregiert“, im TE-Buchshop erhältlich >>>



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Wenn es nur reinginge in die Hohlbirnen: it’s the demography, simply – sonst nichts.
Warum wird über die Überbevölkerung in armen Ländern nicht mehr gesprochen? Heutzutage wird sogar argumentiert, dass es gar keine Überbevölkerung gäbe. (Haha)
Habe ich schon vor 20 Jahren gesagt – Antibabypille ins Trinkwasser.
Afrika sollte sich bei uns mal abgucken wie das mit dem Nicht-Kinder-Bekommen geht. Wenigstes hier sind die Europäer mal Vorreiter und führend in der Welt.
Tragisch für die Afrikaner ist, dass sie die demografische Dividende ökonomisch nicht ernten können und irgendwann mit den alternden Jahrgängen des Geburtenboom dastehen. Da hätte man schon vor 30 Jahren mal Klartext reden sollen.
Das bedeutet aber auch, dass der Druck nach Europa nicht nachlassen und sich qualitativ nicht verbessern wird.
Da müssten unsere Regierenden mal über Grenzsicherung nachdenken! Werden Sie aber nicht tun.
Wir haben das gerade: Unsere Babyboomer. Denn die Jungen von heute sind die Alten von morgen, schon gewusst? Jedenfalls wir zwei alten weisen Männer wissen das. (Die Farbe weiß hat was mit „ich weiß“ zu tun, nicht mit „ich schwarz“. Wir wissen das, nicht dass wir das schwarzen. Geht im Übrigen auf Sanskrit zurück, führe das jetzt nicht näher aus).
Wir haben das gerade: Unsere Babyboomer. Denn die Jungen von heute sind die Alten von morgen, schon gewusst? Jedenfalls wir zwei alten weisen Männer wissen das. (Die Farbe weiß hat etymologisch was mit „ich weiß“ zu tun. Geht im Übrigen auf Sanskrit zurück, führe das jetzt nicht näher aus).
>Gesundheitsbehandlungen<:
Der lange Kanzler der Deutschen erwägt, dass die Deutschen ihre zukünftigen Zahnbehandlungen selbst zahlen, die Krankenkassen diese horrenden Kosten durch die monatlichen Beiträge der Versicherten nicht mehr decken würden!
Er käme allerdings nicht auf die Idee, die kostenlosen Zahnbehandlungen für alle Migranten, die laut politischer Anordnung von den deutschen Beitragszahlern gestemmt werden müssen, zu streichen. Wo bleibt – endlich – der Aufstand der Deutschen?
Natürlich sind die Europäer am ganzen Elend in Afrika schuld. Aber es sind nicht die Sklavenaufkäufer und auch nicht die Kolonisatoren. Schuld sind die gutmenschigen Ärzte und „Entwicklungshelfer“. Über Zehntausende von Jahren war die Bevölkerungsentwicklung auf diesem Kontinent stabil. Das ging solange, bis die weißen Missionare und Ärzte kamen, jedes Kind durchbrachten und die potentiellen und werdenden Mütter mit Essen versorgten. Denn eine Hungernde trägt nun einmal kein Kind aus. Hunger macht unfruchtbar. Gut gemeint ist eben in der Regel nicht gut gemacht. Und es soll mir keiner sagen, daß das „unmenschlich“ sei. Man verlagert, indem man das Verhungern der… Mehr
Im 19. Jhdt. starben bei uns ca. die Hälfte aller Neugeborenen, bevor sie ein Jahr alt wurden, deshalb hat es hundert Jahre gedauert, bis die Weltbevölkerung von einer Milliarde um 1800 auf zwei anstieg, um 1900. Obwohl die Frauen permanent schwanger waren oder gerade entbunden. Dabei sind auch viele gestorben, man denke nur an Ignaz Semmelweis (1818 – 65). Besonders human war das nicht, aber ist deswegen die moderne Medizin am Anschwellen der Weltbevölkerung schuld? Der globale Norden, aus dem das alles kommt, macht es richtig mit seinen 1,5-Kind-Frauen. So sinkt die einheimische Bevölkerung langsam und sozialverträglich – sofern es… Mehr
Wie sagte so schön einst Gloria von Thurn & Taxis? Aber das war ja bäääh…
Wir hatten in den 90ern bei der BW noch gelernt, wie man eine Grenze verteidigt. Geht ganz einfach und ist international verständlich. Ansprache, Warnschuss, …
Die rudern dann sofort freiwillig zurück.
Ja das war einmal…
Jetzt schießen halt dann Polizisten im Innern – so sie noch dazu kommen.
Wie viele Menschenleben egal von wo hat uns die Merkelpolitik bislang gekostet? Addiert man das in der Ukraine…
Afrika ist eben Afrika … mit den 1 Billionen EUR die unsere Hanswursten und Grünlinge seit 2012 verballert haben hatte man die Sahara kaufen und begrünen können … oder ganz Afrika plus Südamerika einer nachhaltigen Entwicklung mittels Krediten erlauben …
Nix da – wir haben uns selbst Dank grüner Utopien ruiniert – Game Over
Eine Kugel Eis … war dreist gelogen 🤥
UNO kann auch weg!
Die Umverteilung (Umsiedlung) von Menschen im Rahmen des UN-Umsiedlungsprogramms schafft in den Zielländern nur ethnische und innenpolitische Probleme und löst das Überbevölkerungsproblem der Entwicklungsländer in keinster Weise. Die „Abschöpfung“ von einem Teil der Überbevölksrung schafft nur falsche Anreize für noch mehr Nachwuchs.
Im übrigen ist es brutaler Rassismus, das Schnaxelproblem der Afrikaner auf Europa abwälzen zu wollen. Sind wir das Wohlfahrtsamt für Afrika und Asien? Wann gedenken die Entwicklungsländer souverän zu werden und ihre eigenen Probleme selbst zu lösen? Dieses Deutschland hat objektiv kein Geld mehr übrig für Schnaxelumsiedlungsprogramme.
… Umverteilung…
Diese Denkweise geht davon aus, dass die Menschen vor Ort nicht in der Lage sind, ihr Leben selbst zu verbesern… und diese Menschen sollen in Gesellschaften kommen, die von der eigenen Arbeit und Initiative und vor allem kollektiven Gewissen leben, das ihnen Strukturen des Wohlstandes ermöglicht?
Wie krank ist es eigentlich, bei denen immer von „Verbesserung“ zu sprechen.
Gehen wir etwa davon aus, dass wir wüssten, was für solche Leute „gut“ oder gar „besser“ wäre – und fliegen deshalb sogar unpässliche Südsudanesen bei uns ein?
Was für eine menschliche Haltung steht dahinter, wenn man andern Menschen nicht die Eigenverantwortung für sich, ihre Familie und ihr Schicksal lässt?
Sieht man ja an der „Betreuunungsindustrie“ die für solche zuständig ist, die vorher ganz eigenständig und selbstverantwortlich um die halbe Welt reisten – um hier in die Hängematte fallen zu können.
So schlimm!
Richtig. Deswegen soll sich der Westen rein auf wirtschaftliche Kooperation fokussieren.
Wenn ein bestimmtes Land Frauenrechte haben will, kann es gerne bei der EU anrufen.
„Wann gedenken die Entwicklungsländer souverän zu werden und ihre eigenen Probleme selbst zu lösen?“
Gute Frage, sehr gute Frage.
Vor Jahrzehnten wurden die weißen „Kolonialherren“ rausgeworfen. Geht es den ehemaligen Kolonien heute besser?
Kaum. Woran das wohl liegt?
Jedenfalls nicht mehr am bösen weißen Mann, eher wohl an der, ääh, limitierten, ääh, Problemlösungskompetenz.
Das Signal funktioniert auch umgekehrt, Deutschland hat keinen Platz, keine Arbeitsplätze und umsonst gibt es nichts. Dürfte sich ebenso schnell via Smartphone verbreiten wie seinerzeit der Lockruf Merkels. Weg mit Un-Resettlement, Schleuserbanden festsetzen (https://www.youtube.com/watch?v=PP_hMDg–WE), Pro-Asyl samt damit verbundener NGOs Geldmittel entziehen und natürlich die Schlepperschiffe aus dem Verkehr ziehen.
Letztlich ist die Bevölkerungsexplosion in Afrika weder ein deutsches noch ein europäisches Problem. Kann zwar noch dauern, aber Afrika muss schon selbst auf die Idee kommen.
Die werden sehr böse werden, wenn die Geschichten, die man ihnen erzählte, sich als unwahr herausstellen – und sie werden es nicht glauben.
Und die, die hier nicht mehr bedacht werden, es uns heimzahlen.
Barbara Köster schreibt schon 2015, dass die kommen der Ansicht sind, dass ihnen hier eh schon alles gehört – und sie es momentan nur noch nicht in Besitz nehmen können: https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/merkel-und-die-hidschra-unbeabsichtigte-einladung-zur-eroberung/
Viele weitere Augen öffnende Artikel bei TE, wenn man nach dem Namen der Autorin sucht: https://www.tichyseinblick.de/?s=barbara+k%C3%B6ster