Argentinien und Spanien stehen im WM-Finale – zwei Fußballnationen, in denen Glaube und Tradition selbstverständlich dazugehören. Während Deutschland über Gebetsgesten streitet, richtet sich andernorts der Blick nach oben.
picture alliance / AP Photo | Alessandra Tarantino
Während in Deutschland tagelang darüber diskutiert wurde, ob ein Spieler mit gefalteten Händen womöglich eine gesellschaftspolitische Debatte eröffnet, haben andere Fußballnationen längst ein viel entspannteres Verhältnis zu solchen Symbolen – und sind der DFB-Elf meilenweit davongezogen.
In Argentinien etwa, das gerade mit einem 2:1 gegen England ins WM-Finale eingezogen ist, reist die „Virgen de Luján“ praktisch mit der Mannschaft. Virgen, wer? Jedenfalls ist sie weder eine Überraschung noch Anlass für einen kollektiven Aufschrei. Und wenn doch, dann höchstens für einen der Ekstase. Die Schutzpatronin Argentiniens gehört dort für viele Menschen genauso zur Nationalmannschaft wie das blau-weiße Trikot.
Nach dem WM-Triumph 2022 wurde erneut sichtbar, wie eng Fußball, Geschichte und Glaube miteinander verbunden sind. Die argentinischen Spieler sehen darin keine Machtdemonstration, sondern eine Verbindung zu ihren Familien, ihrer Heimat und ihrer Vergangenheit. Man könnte sagen: Während der eine Spieler seine Glücksschuhe sucht, sucht der andere ein Stück Himmel im Koffer.
Beides passt erstaunlich gut zum Fußball.
Auch in Mexiko findet man bei dieser WM Orte der Stille: kleine Kapellen und Gebetsräume in den Stadien, in denen vor dem großen Lärm des Spiels ein Moment der Ruhe möglich ist. Denn Fußball ist immer laut: der Jubel, die Pfiffe und all die Emotionen. Vielleicht brauchen Menschen gerade deshalb manchmal einen stillen Ort. Nicht das stille Örtchen, wohlgemerkt.
Auch Cristiano Ronaldo trägt persönliche religiöse Symbole bei sich. Nicht als öffentliche Schau, sondern als Teil seiner privaten Geschichte. Und Carlo Ancelotti? Der ruhige Mann auf der Trainerbank, der aussieht, als könne er gleichzeitig ein Champions-League-Finale gewinnen und einen Espresso in einer italienischen Bar bestellen, wurde ebenfalls mit einem Rosenkranz gesehen. Brasilien flog dennoch früher raus als gedacht.
Natürlich gewinnt keine Mannschaft wegen einer Statue. Keine Madonna schießt den Ball ins Eck. Kein Rosenkranz verhindert einen Fehlpass. Aber vielleicht geben solche Zeichen etwas anderes: Vertrauen und Gelassenheit. Eine Mannschaft darf beten, ohne daraus eine politische Botschaft zu machen. Das Stadion ist schließlich einer der wenigen Orte, an denen Millionen Menschen unterschiedlichster Herkunft gemeinsam feiern können. Dort sitzt der Akademiker neben dem Handwerker, der Gläubige neben dem Ungläubigen, der Optimist neben demjenigen, der schon nach zehn Minuten den Untergang des deutschen Fußballs verkündet. Alle vereint durch 90 Minuten Hoffnung.
Nun wartet das Finale. Das MetLife Stadium wird zum Tempel des modernen Fußballs. Kein Weihrauch. Aber vermutlich genug Nervosität für eine ganze Kathedrale. Argentinien gegen Spanien.
Zwei Fußballnationen, in denen Glaube und Tradition nicht versteckt werden. Anders als in Deutschland, wo ein fester traditioneller Glaube bereits als verdächtig gilt.
„Ja, und?“, sagte Spaniens Trainer Luis de la Fuente bei einer Pressekonferenz ins Mikrofon. „Ja, ich bete täglich! Aber nicht für Erfolge.“ Er danke dem Herrn vielmehr für das Wohlergehen seiner Familie und für seine Gesundheit. Er selbst, so der 65-jährige Finalist, sei absolut privilegiert.
Zwei Mannschaften also mit Spielern, die wissen: Am Ende entscheidet nicht das Ritual. Nicht die Statue. Nicht der Aberglaube. Sondern der Moment. Ein Schuss, ein Fehler, eine Parade. Und vielleicht doch ein kleiner Blick nach oben. Denn irgendwo zwischen Himmel und Rasen bleibt Fußball das, was er immer war: ein bisschen Können, ein bisschen Glück, ein bisschen Wahnsinn.
Und eine ganze Menge Glauben. Oder das pure Delirium, wenn man auf die in Himmelblau und Weiß getauchten Fans blickt.

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Argentinien soll zum Weltmeister gemacht werden. Ob nun wegen Messi , der Freundschaft zwischen Trump und Milei oder wegen den in Ungnade gefallenen Spaniern bei Trump. Egal was auch immer dahinter steckt ,mit einer fairen WM hatte dieser FIFA- Geldzirkus von Anfang an nichts zu tun.
Da die Argentinier wohl wieder versuchen die Falkland Inseln für sich zu beanspruchen,bin ich doch dann lieber im Team Spanien.
Vielleicht sollte der argentinische Präsident sein Minister zu mehr Zurückhaltung auffordern.
Spanien sollte Gibraltar beanspruchen.
Was haben die Engländer dazu suchen?
Zwischen Gläubigen und Ungläubigen unterscheiden meistens die Gläubigen. Die Ungläubigen sind da toleranter.
Da waren gestern 11-15 Argentinier auf dem Platz die gebrannt haben.
Nicht einer mit einer Deppenfrisur. Ich glaube auch kaum, dass sich einer von denen vegan ernährt.
“ Nicht einer mit einer Deppenfrisur…“
Köstlich und treffend zugleich ! Beim Anblick so mancher Teams schon bei Sportschausendungen überkam mich des Öfteren Grübel, warum ausgerechnet im Lande der allgegenwärtigen “ Nazis “ man sich über Gebühr an der Jugendorganisation im 3. Reich Vorbilder in Fragen Haargestaltung schafft …
Wird der „undercut“ nicht von gefälligen Barbieren aus Anderland inzwischen hier akkurat geschnitten?
Die dürfen nicht schneiden ( keine Meisterprüfung), deshalb können sie die Deppenfrisuren nur rasieren und alle sehen gleich aus.
Old headline from the Washington Post is especially relevant today after their win against the half African team of England.
Argentina is country, not a Disney movie. https://x.com/WallStreetMav/status/2077548455283642827
Der Mentalitätsunterschied zwischen den Argentiniern und den Engländern war deutlich zu bemerken: Bis acht Minuten vor Ende der offiziellen Spielzeit, waren die Engländer vorne und die Argentinier raus. Trotzdem haben Messi und Co. unermüdlich gekämpft, gedrückt, und an sich geglaubt. Während die Engländer zunehmend passiv wurden und das Ding nur noch über die Zeit retten wollten. Symbolträchtig die Situation vor dem entscheidenden Tor: Messi auf der rechten Seite zu hundert Prozent wach und engagiert, während der englische Spieler, mit dem er kurz vorher im Körperkontakt war, sich in seinen Schmerz ergab, per Körpersprache „Aua Aua“ rief, und sich zögerlich erst… Mehr
In der ersten Halbzeit haben die Engländer gepresst und das Spiel weitestgehend dominiert. Das kostet immens viel Kraft bei diesen Temperaturen. Vergessen, darf man nicht, dass England im Achtelfinale auf über 2.200m ohne Akklimatisierung gegen Mexiko und dann 4/5 Tage später in Miami bei karibischen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit gegen Norwegen gespielt hat. Ausserdem hatten sie bereits in der Gruppenphase ein Top 10 Team der zu diesem Zeitpunkt gültigen Weltrangliste. Daher glaube ich, dass das Team in der 2. Halbzeit einfach ausgepowert war, um das Pressing der ersten Halbzeit beizubehalten. Ob die Einwechslung von 3 Verteidigern eine kluge Entscheidung waren,… Mehr
Die Engländer haben völlig verdient verloren (und wer nach so einem Spiel auch noch herumschubst und den Gegner angeht ist einfach nur ein schlechter Verlierer und komplett lächerlich/primitiv obendrein) und was vorher war interessiert schon mal absolut gar nicht.
Bzgl. Tuchel wird es wohl mit einem zeitnahen Rauswurf enden, was aber auch völlig egal ist, denn verhungern wird der danach ganz sicher auch nicht.
Man darf aber auch nicht vergessen, daß die Argentinier sehr schmutzig spielen. Ich hoffe, die Spanier sind sich dessen bewußt und lassen sich davon weder provozieren, noch einschüchtern.
Das habe ich im Nachhinein jetzt auch mitbekommen, dass die Engländer die Niederlage nicht wie faire Sportsleute hingenommen haben, sondern in die Auseinandersetzung mit argentinischen Spielern gingen, als das Spiel vorbei war. Ein besonderer Fan der Engländer bin ich nie gewesen, aber jetzt sind sie komplett unten durch.
Es war gestern abend ein bißchen das (m.E. unnötige) „Kaninchen vor der Schlange“ nach dem Führungstor der Engländer. Das nach Hause bringen einer knappen 1:0 Führung mit dem Anrühren von Zement funktioniert gegen diese Argentinier nicht (hat das niemand dem Hrn. Tuchel gesteckt?). Ich hab die Wechsel bei den Engländern nicht verstanden. Statt selbstbewußt nach dem Tor weiter aufzuspielen, hat man sich vor dem eigenen Strafraum versammelt und die Argentinier kommen lassen (es waren noch gut 40 Minuten zu spielen!). Die kamen dann halt auch. Mit verschiedenen Glaubensrichtungen hatte das erstmal nix zu tun, es sei denn mit dem unerschütterlichen… Mehr
War ein interessantes Spiel, was in der ersten Halbzeit mehr über Hand- denn -Fußgreiflichkeiten absolviert wurde….
Man sah es deutlich : Man mochte sich nicht. Obwohl beide Mannschaften virtuose und begnadete, flinke und motivierte Spieler vorwiesen, unterschieden sich beide Mannschaften in einem wesentlichen Element, – in ihrer g e i s t i g e n Haltung.
Die wichtige „Nebensächlichkeit“, die gerne unterschätzt und im Wertewesten bewußt zerstört wird.
Argentinien, ein Messie, spielen nicht nur für Geld, Erfolg und Ansehen.
Argentinien spielte für sein VATERLAND und mit dem festen Glauben an Gott…
und die Falklandinseln..😉
Sie lesen zu viele afd-ostdeutsche Lore-Romane.
Der böse westliche, charakterlose Monobool-Gabbidalismus und so …
Thomas Tuchel über „Mentality“
Tuchel flippt nach Mentalitätsfrage aus! 🤬
IST ES DENN RASSISMUS,
darauf hinzuweisen, dass das Finale von 2 Mannschaften mit no-diversity (im Falle von Argentinien, insofern passt „…eine Verbindung zu ihren Familien, ihrer Heimat und ihrer Vergangenheit…“ ganz gut dazu) bzw. low diversity (Spanien) ausgetragen wird?
Und das „Verlierefinale“ um Platz 3 von 2 high diversity teams.
Ist halt nunmal so.
Habe den christlich sozialisierten Argentiniern die Daumen gedrückt, die nicht zuletzt durch ihre von Gott gegebene bessere Kondition, die sog. „Engländer“ besiegt haben.