Das Gleichnis Jesu vom „Gutmenschen“ und „Schlechtmenschen“ im Tempel

In der kirchlichen Ordnung ist für diesen Sonntag das Gleichnis Jesu vom Pharisäer und Zöllner aus Lukas 18,9-14 als Predigttext vorgeschlagen. Anbei die Worte Jesu - an den Rändern verändert und politisch aktualisiert, um ihre im Kern immerwährende Brisanz zu verdeutlichen.

Jesus aber sagte dieses Gleichnis zu denen, die überzeugt waren, gutmenschlich und gerecht zu sein, und die alle anderen verachteten:

Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten; der eine ein Gutmensch, der andere ein Schlechtmensch.

Der Gutmensch stand ganz vorne und betete etwa folgendermaßen:
„Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die anderen Leute, die Klimaleugner, die Genderverweigerer, die Covidioten, die Friedensschwurbler oder wie dieser Schlechtmensch da hinten. Ich fahre ein Elektro-Zweitauto, spende regelmäßig für Greenpeace, demonstriere mit der Antifa und wähle selbstverständlich die richtigen Parteien.“

Der Schlechtmensch aber stand hinten im Tempel, hielt sich die Hände vor sein Gesicht und wagte es nicht aufzuschauen; er schlug an seine Brust und sprach: „Gott, erbarme dich meiner! Sei mir Sünder gnädig! Mich kann alleine deine Gnade retten.“

Und Jesus sprach: Ich sage euch: Dieser geht gerechtfertigt in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.
Denn wer vor Gott sein Vertrauen auf sich und seine eigene Gutheit setzt, der wird leer ausgehen. Wer aber sein Vertrauen auf Gott setzt, weil er eingesehen hat, wie es um ihn im Angesicht der Heiligkeit Gottes steht, dem begegnet Gott mit seinem liebevollen Erbarmen.

P.S. Dieses Gleichnis Jesu ist neben dem Gleichnis vom Verlorenen Sohn und anderen zentralen Aussagen Jesu der Generalschlüssel zum christlichen Glauben, zum Verständnis des Kreuzes Jesu und zum Neuen Testament.

P.P.S. Demut vor Gott ist keine moralische Höchstleistung, sondern das Geschenk einer Herzenshaltung, durch die sich der Christ als Bettler zuversichtlich, dankbar und freudig von Gott mit Vergebung, Korrektur, Lebensfülle und Ewigkeit beschenken lässt.

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