Wer fürchtet sich vor der AfD?

Eine billige Schmutzkampagne und Verbotsforderungen durch linke Juristen: Das letzte Aufgebot "unserer Demokratie", deren Vertretern einfach nichts Originelles einfallen will, um dem politischen Gegner entgegenzutreten.

picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt

Wenn die AfD die Macht übernimmt, wird es ganz furchtbar, hört man des öfteren aus gutwilligen Kreisen. Warum genau, erfährt man meistens nicht. Ein diffuser Nazi-Verdacht reicht.

Verwunderlich aber: dass es bereits jetzt – ohne Machtübernahme der AfD – ganz furchtbar ist, ist keine Zeile wert. Dabei ist genau das der Grund, warum die AfD eine Alternative ist. Nur mit einer starken Opposition kann man sich einer Regierung entledigen, die unermüdlich am Ende Deutschlands arbeitet. Und die AfD ist diesbezüglich völlig unschuldig: sie hat den Mist nicht angerichtet, den wir alle ausbaden müssen.

„Unsere Demokratie“ schafft als erstes die Demokratie ab, indem man sich mit den seltsamsten Bettgenossen zusammentut, um die einzige Konkurrenz aus dem Weg zu schaffen – und damit beinahe 30 Prozent der Wähler ihrer Stimme zu berauben.

Dabei erleidet auch der Rechtsstaat einen gehörigen Kollateralschaden, wenn selbst an die 1000 Juristen ein Verbot der Partei für unbedenklich halten. Die angeblich Rechtskundigen beziehen sich dabei auf ein dubioses Gutachten, das der AfD Verfassungsfeindlichkeit attestiert.

Nach Artikel 21 Absatz 2 des Grundgesetzes sind Parteien als verfassungswidrig einzustufen, „die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden“.

Das trifft allerdings nahtlos auf CDU, SPD und Grüne zu, die mit einer Politik der Deindustrialisierung („Energiewende“) den Bestand des Landes maximal gefährden.

Es riecht mittlerweile nach Angstschweiß: Die Verzweiflung, mit der die Vertreter „unserer Demokratie“ in Politik und Medien agieren, lässt den Wunsch nach einem Putsch gegen die Konkurrenz – und ihre Wähler – erkennen. Die Zeiten sind extrem ungemütlich. Meinungen sollen zensiert werden. Und, wie Kanzler Merz jüngst unter Tränen verkündete: nicht nur Diskriminierung, auch schlechte Witze bereiteten den Boden für Anschläge wie den auf den CSD in Berlin. Also immer schön höflich bleiben, wenn einer mit dem Messer wedelt! Eine Täter-Opfer-Umkehr, die an Verkommenheit kaum zu übertreffen ist.

Sie versuchen es auf allen Ebenen: derzeit geht es dem charismatischen Ulrich Siegmund an die Ehre, der gute Chancen hat, die AfD in Sachsen-Anhalt in die Regierung zu bringen. Siegmund wackelt, verkündet die Welt: „AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund gibt an, einen Bachelor of Arts in Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspsychologie zu besitzen. Die Hamburger Fernhochschule bietet diesen Abschluss jedoch nur als Bachelor of Science an.“

Woah! Ein Plagiator? Oder eine Fehlinformation dank Wikipedia, wo diese Behauptung längst wieder gelöscht ist?

Und womit hat er sich den Bachelor erworben? Mit einer Untersuchung über „Duftmarketing“, also die olfaktorische Beeinflussung von Kaufverhalten. Hohoho!, tönt da ein „Zeit“-Redakteur: mit dieser Qualifikation sei „Sachsen-Anhalt natürlich in besten Händen“. Und: „Also der Duftverkäufer Siegmund ist qualifiziert und ein Mann aus dem Volk (,) aber der Kinderbuchautor Habeck war für das Amt ungeeignet?“

Klare Antwort: Ja!

Denn Siegmund hat den Parteisoldaten der Altparteien ohne Bildung oder Ausbildung einiges voraus: zwei Berufsabschlüsse, einen als Kaufmann und einen als Wirtschaftsbachelor. Und: jede Menge Charisma.

Aber ist ja auch egal. Hauptsache, mal wieder mit Scheiße auf den „Richtigen“ geschmissen.

 

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Kommentare ( 2 )

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Privat
1 Stunde her

Dieser großartige Politiker ist ein echter Lichtblick im Vergleich mit der fürchterlichen Gurkentruppe, die absolut nichts auf die Reihe bringt.

Logiker
1 Stunde her

„Wer fürchtet sich vor der AfD?“

Zum Beispiel die erwähnten 1000 Juristen:

https://www.danisch.de/blog/2026/08/04/1000-linke-juristen/

unglaublich, was hier abgeht – in der Justiz.

Dabei haben wir noch nicht mal die Migrationsproblematik bei der Justiz erwähnt.
Der hier schon (wieder):

https://www.danisch.de/blog/2026/08/04/warum-die-linken-rechtsanwaelte-des-republikanischen-anwaeltevereins-die-afd-verbieten-wollen/

oder hier:

https://www.danisch.de/blog/2026/08/04/er-will-die-regierung-mit-waffengewalt-stuerzen-und-politiker-auf-dem-dorfplatz-lynchen/

Es offenbart sich ein tiefer linker Sumpf im deutschen ‚Rechts’staat.

Last edited 1 Stunde her by Logiker