Maskierte Schleuser übergeben rund 90 Migranten auf offener See an die „Sea-Watch 5“, winken und zeigen Daumen hoch. Frontex filmt die Operation, Italien ermittelt – die NGO spricht von einer „Verleumdungskampagne“.
IMAGO
Seit Jahren steht der konkrete Verdacht im Raum, dass sogenannte zivile Seenotretter den Schleusern im zentralen Mittelmeer einen wesentlichen Teil ihres Geschäfts abnehmen. Bisher unveröffentlichte Überwachungsaufnahmen der europäischen Grenzschutzagentur Frontex liefern nun Bilder, die erschreckend genau nach einem planmäßigen Übergabeverfahren aussehen.
Das Material wurde am 11. Mai rund 40 Seemeilen nordöstlich von Tripolis aufgenommen. Es zeigt, wie ein Rettungsschiff der deutschen Organisation Sea-Watch direkt auf ein mit Migranten besetztes Boot zusteuert. Ein sichtbarer Notruf war zu diesem Zeitpunkt ebenso wenig erfolgt wie die Feststellung einer akuten Seenotlage.
Auf dem Boot befanden sich rund 90 Migranten. Begleitet wurden sie von fünf maskierten Männern in paramilitärischer Kleidung. Die Vermummten verteilten Schwimmwesten und beaufsichtigten, wie die Migranten in die Beiboote der „Sea-Watch 5“ einstiegen.
Eine besonders aufschlussreiche Szene zeigt, wie einer der Männer den Besatzungsmitgliedern von Sea-Watch zunächst zuwinkt und ihnen anschließend den Daumen hochhält. Die Aufnahmen vermitteln den Eindruck einer routiniert ablaufenden Übergabe. Von Panik oder einer außer Kontrolle geratenen Notsituation ist auf den Bildern offenbar wenig zu erkennen.
Nachdem die Migranten auf das NGO-Schiff gebracht worden waren, warfen die mutmaßlichen Schleuser deren zurückgelassene Habseligkeiten ins Meer. Anschließend rasten sie mit ihrem Boot davon.
Eine auf Libyen spezialisierte europäische Sicherheitsquelle bezeichnete die Aufnahmen als außerordentlich selten. Nach Darstellung von „Le Figaro“ dokumentieren sie, wie das Sea-Watch-Schiff kurz nach dem Auslaufen des Migrantenbootes von der libyschen Küste Kontakt aufnimmt. Damit steht die Frage im Raum, ob die Begegnung bereits im Voraus abgestimmt worden war.
Die französische Zeitung sieht durch das Material den seit Jahren erhobenen Verdacht einer tatsächlichen Absprache zwischen einzelnen NGO-Schiffen und Schleusern erhärtet. Die Rollenverteilung wäre denkbar bequem: Die Schleuser bringen ihre zahlenden Kunden einige Seemeilen vor die libysche Küste. Dort übernimmt ein NGO-Schiff den Weitertransport nach Europa.
Genau vor diesem Modell warnen mehrere europäische Regierungen seit Langem. Insbesondere Italien vertritt unter verschiedenen Regierungen die Auffassung, dass die Fahrten der NGO-Schiffe einen erheblichen Anreiz für illegale Überfahrten schaffen. Schleuser können ihren Kunden eine schnelle Übernahme durch europäische „Seenotretter“ in Aussicht stellen und ersparen sich damit einen großen Teil der gefährlichen Strecke.
Die Frontex-Aufnahmen stammen den Berichten zufolge aus der verstärkten Luftüberwachung des zentralen Mittelmeers. Die Grenzschutzagentur beobachtet dort sowohl die Abfahrten von Migrantenbooten als auch die Bewegungen der NGO-Schiffe.
„Le Figaro“ stieß darüber hinaus auf zahlreiche Aufnahmen in sozialen Netzwerken, die von Migranten während ihrer Überfahrt selbst angefertigt worden waren. Auch dieses Material soll den Verdacht auf wiederkehrende Übergaben erhärten. Italienische Behörden untersuchen die Videos inzwischen Berichten zufolge.
Sea-Watch weist sämtliche Vorwürfe zurück. Die deutsche linkslinke NGO beschuldigt „rechtsextreme“ Medien, humanitäre Rettungseinsätze kriminalisieren zu wollen. Seit bald zwölf Jahren das ewig gleiche Geschisse, um unbehelligt weiter illegale Migranten nach Europa zu schleusen. Aus der Rettung von Menschenleben werde eine „Verleumdungskampagne“ gemacht, erklärte die Organisation.
Die maskierten Männer hätten für die Besatzung und die Migranten eine ernsthafte Gefahr dargestellt. Sämtliche Handlungen der Sea-Watch-Mannschaft hätten deshalb der Deeskalation und der Rettung von Menschenleben gedient. Die zuständigen Behörden seien während des gesamten Vorgangs informiert gewesen. Sea-Watch kündigte zugleich an, den eigenen Kurs weder wegen strafrechtlicher Ermittlungen noch aufgrund der öffentlichen Berichte zu ändern. Die Organisation werde sich weiterhin auf Menschen konzentrieren, die nach ihrer Darstellung unter der „Gewalt an den EU-Grenzen“ leiden. Auch ihr Engagement für „Freizügigkeit“ werde fortgesetzt.
Damit erklärt Sea-Watch selbst, dass die eigene Tätigkeit über die Hilfe für akut Schiffbrüchige hinausreicht. Die NGO verfolgt ein migrationspolitisches Ziel und bezeichnet die freie Bewegung nach Europa ausdrücklich als Teil ihres Auftrags. Der Vorsitzende des französischen Rassemblement National, Jordan Bardella, wertete die Aufnahmen als weiteren Beleg für eine Zusammenarbeit zwischen migrationspolitischen NGOs und Schleusernetzwerken. Solche Organisationen müssten nach seiner Ansicht als Helfer des Menschenhandels und der illegalen Migration behandelt werden. Öffentliche Gelder seien zu streichen, ihre Schiffe müssten beschlagnahmt werden.
Leggeri nennt Kontakte zwischen bestimmten NGOs und Schleusern sowie die Weitergabe von GPS-Koordinaten. Auch nächtliche Lichtsignale seien beobachtet worden. Schiffe hätten ihre Ortungsbaken ausgeschaltet und diese Stunden später zusammen mit einem Notruf wieder aktiviert.
Bestimmte NGOs versuchten nach Leggeris Darstellung seit Jahren, Frontex und die Küstenwachen zu diskreditieren. Deshalb müsse geprüft werden, ob alle Organisationen ausschließlich humanitäre Ziele verfolgten oder einige von ihnen bewusst oder unbewusst den Interessen jener Netzwerke dienten, die mit menschlichem Elend Geld verdienen.
Die Auseinandersetzung trifft den Kern des europäischen Migrationsstreits. Frontex warnt, dass organisierte Schleuser ihre Methoden fortlaufend verändern. Die Zahl der irregulären Ankünfte ist in diesem Jahr zwar zurückgegangen, das Geschäftsmodell besteht jedoch weiter. Mehrere Mitgliedstaaten verlangen deshalb eine strengere Kontrolle der NGO-Einsätze.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat die Bekämpfung der Schleusernetzwerke zu einem Schwerpunkt ihrer Migrationspolitik gemacht. Ihre Regierung begrenzte zugleich den Aktionsradius der NGO-Schiffe. Nach einer Rettung müssen sie unverzüglich den zugewiesenen Hafen anlaufen. Wiederholte Verstöße können mit Geldbußen und dem Festsetzen der Schiffe geahndet werden. Rom hat außerdem die Zusammenarbeit mit Libyen und Tunesien ausgebaut. Hinzu kommt das Abkommen mit Albanien, nach dem bestimmte Asylsuchende außerhalb der Europäischen Union bearbeitet werden sollen. Meloni will auf diese Weise den Anreiz für illegale Überfahrten senken und den Schleusern ihre Geschäftsgrundlage entziehen.
Die Frontex-Bilder erzwingen nun eine Frage, der Sea-Watch mit Beschimpfungen gegen „rechts“ ausweicht: Wo endet die „Rettung“ aus einer unvorhergesehenen Seenotlage, und wo beginnt die arbeitsteilige Vollendung eines von Schleusern organisierten Transports? Die italienische Justiz hat das Material vorliegen. Sie muss jetzt die unmissverständliche Antwort darauf liefern und die Schleusung von illegalen Migranten nach Europa beenden.



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Merz tönte in seinem „Sommerinterview“ laut, man sei bei der Lösung des Problems der unkontrollierten Migration inzwischen fast am Ziel. Vielleicht kommen jetzt weniger als 2015. Dafür vielleicht gezielt ausgewählte, militante und kriminelle Gruppen. Die Hochstufung der Gefahrenstufe durch Dobrindt kommt nicht von ungefähr. Die wenigsten davon wurden nicht abgeschoben, trotz amtlich besiegelten Nichtanspruchs auf Asyl. Darüber kein Wort. Die kleben wie angewurzelt in diesem Land – erwähnt werden nur die paar syrischen Ärzte als positives Beispiel. Zum Thema Kriminalität durch Migranten gibt es nur eines festzustellen: wären sie nicht hier, gäbe es diese Kriminalität nicht. Von den Schläfern ganz… Mehr
Also ist es womöglich doch kein Zufall, dass so viele „Flüchtlingsboote“ knapp außerhalb libyscher Gewässer in „Seenot“ geraten und damit einen Anlass für ein zufällig in der Nähe befindlichen NGO-Schiffes bietet die in Seenot geratenen zu „retten“, die dann nach der Rettung sofort zu „Flüchtlingen“ werden, weshalb sie dann nicht am nächstgelegenen Hafen abgeliefert werden, sondern in der EU? Ja wer hätte dass jetzt gedacht? GPS-Daten, Funkverkehr, die vielen „Zufälle“ die ohne Koordination nicht erklärbar sind, das ist alles seit Jahren bekannt. Auch die dahinter stehende Ideologie offener Grenzen, welche von den NGOs vertreten wird. Jeder wusste was läuft, aber… Mehr
Shuttle Service nach Europa – wahrlich nichts Neues. Sogar die „edlen“ „Ärzte ohne Grenzen beteiligen sich an dem Geschäft. Nachdem die Spenden zurückgingen, kam die Erklärung: „wir retten nur Leute aus Seenot“. Was soll die Vera…ei ? Das Bombengeschäft des Taxi-Service war nie eingestellt. vor ca 1 Monat: Arte Doku: „Libyen: Die Falle für Migranten“, dort warten Tausende auf die Überfahrt. Die EU hat 90 Mill Euro bezahlt, damit die libysche coast guard Boote abfängt. Kommentar eines coast guard Kapitäns: Wir haben denen gesagt, dass wir zu wenig Schiffe haben. Die EU redet und redet nur, nichts passiert.
Boot abschießen und gut ist. Immer wieder, solange bis die die Schnauze voll haben. Dank linksextremer EU wird das aber wohl ein Traum bleiben.
Einschleusen von Ausländern§ 96 Aufenthaltsgesetz
Sea Watch betreibt das gewerblich, also muss die gesamte Organisation verboten und das Vermögen eingezogen werden.
Strafrahmen 1 Jahr Mindeststrafe, da gewerblich. Höchststrafe für jeden Einzelfall 10 Jahre.
Die obskure Kapitänin der Linkspartei kann gleich mit eingebuchtet werden.
Und die wollen alle bezahlt werden Asylanten, Schleußer, Unterstützer, Berater, Helfer.
Ein ganzer Industrie Komplex hat sich da Entwickelt.
Finanziert aus Steuergeld und Spenden.
Wieviele Mörder, Messerstecher, Islamisten und und, hat diese Verbrecherorganisation bereits nach Europa und besonders nach Deutschland gebracht? Das ist linksradikal-ideologischer Vorsatz.
Sea Watch Jahresbericht 2025
13.537.356 € Einnahmen ohne wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb
davon sind 44,35% private Spenden und 40,87% Förder- und Mitgliedsbeiträge
https://sea-watch.org/wp-content/uploads/2026/07/25-Sea_Watch-Jahresbericht_260714_Web.pdf
Ökonomisch gesehen ein Win-Win: Die einen streichen Schleuser-Profite ein, die anderen politische Gewinne, weil jeder der aufgegriffen wird, eines Tages das Wahlrecht erhalten wird und (wahrscheinlich) Parteien wählt, die das NGO-Geschäftsmodell weiter ausbauen werden.
Und natürlich, den ein oder anderen „Aktivisten“, der nicht erst 15 Jahre warten will auf Belohnung, sondern der direkt Umsatzbeteiligung der Schleuser erhält fürs Aufgabeln, wird es auch geben.
Auf der Brücke der Sea Watch ist eine Frau mit engem Kopftuch zu sehen. Sie hilft sicher nur bei der Verständigung mit den „Flüchtlingen“.