Wie und wann der heiße Golfkrieg endet, danach hat in Teheran welche Regierung auch immer, die alte Erpresserrolle als strategischer Öl- und Gaslieferant am Golf – mit und ohne Hormuzstraße – zu einem erheblichen Teil verloren.
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Im Deutschen ist nach wie vor von Nahem Osten und Mittleren Osten die Rede, im Englischen sind mit Middle East beide zusammen gemeint. Britannica erklärt: »Der Begriff „Naher Osten“ entstand im 19. Jahrhundert, als der Westen den „Orient“ in drei unterteilte: Naher Osten, Mittlerer Osten und Ferner Osten. Zum Nahen Osten gehörten das Osmanische Reich und der Balkan, der Mittlere Osten reichte vom Persischen Golf bis Südostasien, der Ferne Osten bezeichnete die asiatischen Länder am Pazifik. Als sich Europa auf den Zweiten Weltkrieg zubewegte, begann das britische Militär, den Begriff „Mittlerer Osten“ für beide Regionen zu verwenden.
Rod D. Martin machte die Tage auf die wenig beachtete geopolitische und zugleich geoökonomische Entwicklung im Middle East mit Syrien als wichtigen Handelsfaktor aufmerksam. Die neue syrische Regierung nutzt ihre geografische Lage im Irankrieg. Ob mit mehr mit oder für Trump zusammen, ist umstritten. Die Blockade der Staße von Hormus hat dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa eine wirtschaftliche Lebensader und einen strategischen Vorteil verschafft. Mit seinen Eisenbahn-, Straßen-, Hafen- und Landverbindungen zwischen den Kontinenten könnte Syrien ein Zentrum neuer Handels- und Energiekorridore werden. Was die arabischen Golfstaaten, Jordanien, Türkei und die USA als Umgehung der Straße von Hormus unterstützen. Ahmed al-Sharaa, auf den einst ein Kopfgeld von zehm Millionen US-Dollar ausgesetzt war, ist nützlich für Wege, Teherans Kontrolle über eine wichtige Gas- und Ölroute zu lockern.
Nach einem Treffen mit Sharaa am Rande des NATO-Gipfels in der Türkei kündigte Trump an, die USA würden Syrien von der Liste der staatlichen Sponsoren des Terrorismus streichen – zusätzlich zur Aufhebung der Sanktionen im vergangenen Jahr. Das Abkommen ebne amerikanischen Unternehmen den Weg für Investitionen in Syrien, die die US-Regierung mit einem Investorenleitfaden mit Hinweisen für die Öl-, Gas-, Strom- und Bankensektoren fördert. Kaufmann Trump gibt „Ratschläge“.
Kurz vor dem NATO-Gipfel war der französische Präsident Emmanuel Macron als erster aus Westeuropa seit dem Sturz von Baschar al-Assad in Damaskus – mit einer großen Delegation französischer Wirtschaftsinvestoren. Wo es nach Großem aussieht, ist Klein Napoleon nicht weit.
Syriens lange Mittelmeerküste mit Verbindungen zu ölreichen Ländern des Nahen Ostens macht das Land hochinteressant – Sicherheit und Infrastruktur voausgesetzt – für Energie-Lieferungen mit Lkw und über Pipelines in Küstenhäfen. Dort können Waren auf Handelsschiffe nach Europa und in andere Länder verladen werden. Die Routen umgehen den Seehandel durch die Straße von Hormus – und schwächen den Einfluss welches Iran auch immer.
Polymarket meldet: »Der Irak hat 48 Deals mit U.S. Firmen im Wert von über $60 Milliarden unterzeichnet – einschließlich einer Pipeline zur Umgehung der Straße von Hormuz.«
Wer Ahmed al-Sharaa – Kriegsname beim IS: Abu Mohammad al-Jolani – vertraut, hätte auf Sand gebaut. Trump und Rubio tnutzen ihn für ihre Zwecke, al-Sharaa weiß das und verfolgt seine Zwecke. Nur zu wahr sind Stimmen in Israel und Golfländern, die bei der Bezeichnung „Übergangspräsident“ sagen, Übergänge können verflucht lang dauern. Nur zu wahr sind Stimmen, die darauf hinweisen, Alawiten, Christen, Druzen, Ismailiten und Kurden werden nach wie vor in Syrien verfolgt. Wie große oder klein die Hizbollah-Zellen in Syrien auch immer sind, es gibt sie. Es wäre naiv zu glauben, alte, tiefe Personenbeziehungen verschwänden par ordre du mufti über Nacht.
Eines aber steht fest. Wie und wann immer der heiße Golfkrieg endet, danach hat in Teheran welche Regierung auch immer, die alte Erpresserrolle als strategischer Öl- und Gaslieferant am Golf – mit und ohne Hormuzstraße – zu einem erheblichen Teil verloren. Schlichter ausgedrückt: Die arabischen Golfstaaten starren nicht mehr als Kaninchen auf die Schlange Teheran.
Marco Rubio sagte heute aktuell dazu: »Die Welt sieht nun wohl klar, der Iran – zumindest einige im Iran – wollen die Wasserstraßen kontrollieren und als Hebel gegen die Welt benutzen. Die Welt muss entscheiden, ob sie diese völlig illegale, ungesetzliche und inakzeptable Kontrolle erlaubt oder nicht. Die Vereingten Staaten werden weiter das Nötige tun, um die globale Schifffahrt zu schützen. Aber andere Länder müssen anfangen, das ihre zu leisten, sei es in Hardware oder Geld, um diese Last mitzutragen.«
Ein Blick auf die Konturen der Wetlneuordnung folgt.



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„Die Welt muss entscheiden, ob sie diese völlig illegale, ungesetzliche und inakzeptable Kontrolle erlaubt oder nicht“
Aus dem Munde der USA, die erst NS2 sprengt, dann selber die Kontrolle über die Gaslieferung Russland and Deutschland übernehmen will, und im Stile mittelalterlicher Wegelagerer Straßenzölle erheben will.
Das Ziel der USA ist nach der Brzezinski-Doktrin nachwievor die Zerschlagung des eurasischen Raums um darüber die Weltherrschaft für lange Zeit zu behalten und wer diese Ansicht kennt, wundert sich nicht, warum zur Zeit überall Brände gelegt werden um darüber mit dem Endziel China dessen Planziele zu erreichen. Das geschieht nun stückchenweise, indem man die Ukraine massiv unterstützt und sich damit im Vorhof Rußlands befindet und wenn dann die Achse nach Süden, über die Eroberung des Irans hinzu kommt, hätte man den gesamten Nahen Osten und somit Vorderasien und große Teile Osteuropas in der Hand und wenn sie sich dann… Mehr
> warum zur Zeit überall Brände gelegt werden um darüber mit dem Endziel China dessen Planziele zu erreichen. Alleine diese Brände zeigen bereits, wie wahnsinnig und verheerend die Agenda ist. Mich wundert, ob der Michel es wirklich nicht durchschauen kann wo gegen jeden geknurrt wird, der ins Visier der Agenda gerät – böser Putin, böse Mullahs… Wenn aber ein IS-Schlächter wie AlJolani sich der Agenda andient, wird er plötzlich zum Helden Westlicher Werte. Röper berichtete umfassend, wie Frankreich in Afrika gegen ungehorsame Länder islamistische Terroristen hetzt. > und es bleibt zu bezweifeln, ob mit Wahlen noch etwas zu verändern ist… Mehr
Die Nachkriegsordnung ist Geschichte und die Welt wird neu aufgeteilt. China hat damit begonnen und die USA reagieren darauf, in dem sie ihre Einflusssphäre absteckt und absichert.
Dasselbe macht Russland, nur eine Nummer kleiner.
Die Einzigen, die noch nicht begriffen haben, dass neue Zeiten nicht nur angebrochen, sondern wir bereits mitten drin sind, sind die europäischen „Eliten“. Das kann man sehr schön am Ukrainekrieg beobachten.
Ungelöst ist das Problem, dass der Staat Syrien ein künstliches Gebilde ohne inneren Zusammenhalt ist. Wer vom Golf Pipelines ans Mittelmeer bauen will, muss dazu aber nicht über syrisches Gebiet gehen, Jordanien und Israel böten sich als deutlich stabiliere Alternative an. Alternativ müsste man Syrien zerschlagen, den Süden mit Jordanien zu dem haschemitischen Königreich vereinen, das es schon einmal war, den Norden überlässt man den Türken. Öl und Gas per Bahn oder Straße zu transportieren, ist vollkommen unwirtschaftlich und könnte nicht einmal regionale Nachfrage befriedigen. Kurzfristig werden die VAR einen Hafen zur Umgehung der Straße von Hormuz bauen und ansonsten… Mehr
Tja. Zumal Selenskyj russische Energieinfrastruktur mit Drohnen zerstört – und Putin die in der Ukraine.
Ihr Wissen bezüglich des Staates Syrien scheint ja dem Worte nach nicht allzu tiefgründig zu sein, denn deren Hauptstadt Damaskus zählt mit zu den ältesten Städten der Welt von ungefähr 4 000 Jahren ununterbrochener Besiedelung. Daß sie wie viele andere im Laufe ihrer Geschichte immer wieder Eroberern zum Opfer gefallen sind, kann man ihnen nicht zum Vorwurf machen, denn daran waren viele beteiligt, bei den Assyrern angefangen, bis hin zu den Babyloniern und später von Alexander dem Großen, gefolgt von den Römern um anschließend im ständigen Streit mit den unterschiedlichen christlichen und muslimischen Herrschern in einen Dauerzustand der inneren Zerwürfnisse… Mehr
Solange der Iran da ist, wie lange könnte so eine Pipeline überleben? Trump hat den Energiekrieg vom Zaun gebrochen, der Iran sieht sich dadurch im Recht, diese Pipeline zu zerstören. Die USA hat kaum noch Raketen und Munition. Es werden irre Pläne zu Bodenoffensiven mit Bodentruppen diskutiert. Das Pentagon wird diese absurden Phantasien der Neocons sicher nicht mittragen. Ein Atomkrieg vor der Nase der Chinesen, um den wichtigsten Energielieferanten Chinas zu zerstören? Auch das wird das Pentagon kaum mitmachen. Mit der Munition gehen Trump die Optionen aus. Er könnte z.B.Grönland mit lautem Getöse erobern als ein Ablenkungsmanöver, um sich leise… Mehr
Böses Medium heute: „Iran als Regionalmacht anerkennen: Trumps ehemaliger Top-Offizier fordert US-Abzug“
> „… Nach Monaten intensiver Konfrontation und steigender US-Verluste fordert ein hochrangiger ehemaliger Trump-Berater einen radikalen Kurswechsel: Washington solle seine Truppen abziehen und Iran als dominante Regionalmacht akzeptieren. Statt weiterer Eskalation brauche es strategische Anpassung. … Der ehemalige US-Antiterror-Chef Joe Kent hat Washington aufgefordert, seine Truppen abzuziehen und die Militärbasen im Nahen Osten aufzugeben. Monate militärischer Konfrontation hätten gezeigt, dass Iran seine regionale Position gestärkt habe. Eine weitere Eskalation würde sowohl den USA als auch der Weltwirtschaft schaden. …“
Quasi so wie im Irak. Man zerstört den Staat und die Infrastruktur, reißt sich die besten Erdölquellen unter den Nagel und lässt alles wieder von den eigenen Firmen aufbauen.
Zur Ablenkung braucht man natürlich einen Buhmann, das war früher Saddam. Dann Gaddafi. Al-Assad. Und jetzt wieder der Iran, der seit dreißig Jahren „zwei Wochen vor der Bombe“ ist.
In Österreich wird wenigstens der Imperator nicht so massiv belobhudelt: https://tkp.at/2026/07/20/iran-trumps-vietnam-nur-viel-schlimmer/ > „… Insgesamt zeichnet sich ab, dass der Iran-Krieg zu Trumps Vietnam wird – nur viel, viel schlimmer, angesichts der Abhängigkeit der Weltwirtschaft von den Ressourcen und dem Handel der Region. Der Nahe Osten liefert 30 bis 32 % der weltweiten Rohölvorräte und etwa ein Fünftel der Erdgas- und LNG-Vorräte. Eine der negativen Folgen von Trumps „großartigem Abenteuer“ im Iran ist, dass die strategischen Erdölreserven der USA nun auf den tiefsten Stand seit 45 Jahren gesunken sind und nur noch den Bedarf der USA für 43 Tage decken. …… Mehr
Marco Rubio weiter: @SecRubio: „Iran is a rich country. One of the reason why Iran is in shambles is because every penny that this regime ever gets — be it through sanctions relief or through the oil they’re able to get out — they invest it in Hezbollah. They invest it in Hamas… They should be spending billions of dollars building they’re country, but instead they use it to sponsor terrorism.“ https://x.com/RapidResponse47/status/2079041984325652521 *„Der Iran ist ein reiches Land. Einer der Gründe, warum der Iran in einem desolaten Zustand ist, liegt darin, dass jedes Geld, das dieses Regime jemals erhält – sei… Mehr
Und diese Investitionen sind effektiv. Der wirtschaftliche Zustand des Irans ist ohne alle Zweifel desolat, aber den Machthabern gelang es, die Menschen an den Mangel zu „gewöhnen“. Das klappt so nicht im Westen. Merz übt noch.
Aber wenn jemand etwas hat und man nimmt es ihm weg, das ist es schmerzhafter als wenn jemand nichts hat und auch nichts bekommt. Das ist der „Vorteil des Islam. Er verspricht kein gutes Leben im diesseits.
Darauf hat der Westen keine Antworten mehr.
Bei uns läuft das schleichend – wie mit der Billion, die Merz uns aus der Tasche nahm, noch bevor er Kanzler wurde – und die über „Sondervermögen“ finanziert ist – bevor sie dem nichtmigrantischen Steuerzahler aufgebürdet wird.
Jeder Sparer, jeder Immobilienbesitzer hat schon viel weniger Rücklagen, als seine Kontostände ausweisen.
Die arabischen Golfstaaten starren nicht mehr als Kaninchen auf die Schlange Teheran: Dafür können sie dann auf andere terroristische Schlangennester starren.
Lautet das Mittel vielleicht, Verträge abschließen, wenn der Partnerstaat „schwach“ ist und erneut zuschlagen, wenn die Terrorgruppen wieder eine zu große Gefahr darstellen?
> Nach einem Treffen mit Sharaa am Rande des NATO-Gipfels in der Türkei kündigte Trump an, die USA würden Syrien von der Liste der staatlichen Sponsoren des Terrorismus streichen
Obwohl dort Christen gemeuchelt werden? Aber der Iran sei „Erpresser“ – weil sich das Land gegen „westliche Werte“ wehrt wie Wasser-Tokenisierung, die in den prowestlichen VAE gleich gegenüber bereits ausprobiert wird? Trump hat auch schon angekündigt, Irans Öl sei „seins“ – wie in Venezuela.
Was für ein Schwachsinn. Vor dem völkerrechtswidrigen Überfall auf den Iran gab es überhaupt keine Probleme und keinen Wegezoll in der Straße von Hormus. Die heißgeliebten USA haben dieses Problem erst geschaffen. Alles für den Great Reset.
Das darf man doch nicht auch wenn es wahr ist.
Ich frage mich allerdings, wie lange noch man Izrael kritisieren darf – das neue Gesetz ist auf dem Weg in den BT. Da wird es noch mehr Freiheit in D. geben, wa?