Ströme von Blut

Mediale und politische Öffentlichkeit messen mit zweierlei Maß: Wer "gegen rechts" demonstriert, kann sich alles erlauben. Wer gegen den Strom schwimmt, muss damit rechnen, dass Fakenews gegen ihn in Stellung gebracht werden. Ein Vorgehen, das schwerwiegende Folgen nach sich ziehen wird.

IMAGO / SOPA Images

Dass auch bei uns mit zweierlei Maß gemessen wird, ist nichts Neues. Wenn es am Rande einer von den „Guten“ veranstalteten Demonstration – gegen „rechts“, passt ja immer – zu Scharmützeln kommt, wird das meist nicht groß hochgekocht. Man will ja den Rechten keine Munition liefern.

Dass die Guten auch mal auf Falschmeldungen reinfallen – egal. Der „Aufstand der Anständigen“, zu dem Gerhard Schröder nach einem Brandanschlag auf eine Synagoge im Jahr 2000 aufrief, mobilisierte Tausende zum „Kampf gegen Rechts“.

Die Täter, stellte sich heraus, waren indes keine deutschen Rechtsextremisten, sondern kamen aus Marokko und Jordanien und wollten damit gegen Israel protestieren.

Und nachdem 2024 von „Correctiv“ lanciert wurde, es seien bei einem Geheimtreffen nahe Potsdam Pläne diskutiert worden, Millionen von Menschen mit Migrationshintergrund – darunter auch deutsche Staatsbürger – aus Deutschland auszuweisen, gingen unter der Parole „Gemeinsam gegen Rechts“ in hunderten Städten Millionen von Menschen auf die Straße. So funktioniert das – in Deutschland.

Was derzeit in England und Irland, in Italien oder anderswo geschieht, gilt allerdings nicht als sonderlich löblich. In Sheffield, Brighton, Liverpool oder Maidstone gehen Menschen auf die Straße, um gegen ein Ende der Massenmigration zu demonstrieren. Ebenso in Glasgow oder Belfast. Oder in Rom. „Integration ist ein Mythos“, skandieren sie. Und, besonders schlimm: sie schwenken ihre nationalen Flaggen!

Wie kommentiert das deutsche Fernsehen? Das sind alles Sympathisanten der rechtsextremen Szene!

Die politmediale Blase macht dicht. Und verbreitet Fakenews, so etwa der Deutschlandfunk: Elon Musk habe auf seinem Onlinedienst X Beiträge von rechtsextremen britischen Aktivisten wie Tommy Robinson geteilt und dadurch 64 Millionen Aufrufe generiert. Dies sei entscheidend gewesen, um die Proteste in Belfast und anderen nordirischen Städten anzufachen. Und das ZDF muss sich korrigieren: es hieß dort zunächst, nach dem brutalen Mordversuch in Belfast habe ein rassistischer Mob Jagd auf Migranten gemacht, dazu aufgerufen habe Elon Musk. Das, heißt es nun, sei missverständlich gewesen.

Nein: es war schlicht falsch. „Gegen das ZDF wird wegen seiner ungeheuerlichen Lügen rechtlich vorgegangen“, schrieb Musk am Montagabend auf X. Er sollte auch T-Online ins Visier nehmen. Dort titelte man: „Der reichste Mann der Welt als Brandbeschleuniger.“

Als der Mord an Henry Nowak auch in Deutschland endlich eine Meldung wert war, wurde sogleich eingeordnet: In rechtsextremistischen Kreisen werde versucht, den Fall zu instrumentalisieren, hieß es bei der Tagesschau. Ebenso die FAZ: „Rechte Politiker nutzen den Fall, die Familie warnt vor Spaltung und Hass. In Southhampton arten die Proteste in Wut und Gewalt aus.“ Und die Berliner Zeitung titelt: „Der Tod von Henry Nowak: Wie ein britischer Mordfall zum globalen Brandbeschleuniger der Rechten wird.“ Mitleid mit dem Opfer? Ach wo.

Oder gar, was US-Vize J.D. Vance über Henry Nowak sagt: Er „starb, wie eine Zivilisation stirbt: im Stich gelassen, gefesselt von Behörden, die ihm weder vertrauen noch sich um ihn kümmern.“

 

Nun, es ist nicht nach jedermanns Geschmack, in einer laut skandierenden Menschenmasse mitzumarschieren und Fahnen zu schwingen. Aber mich beruhigt es außerordentlich, dass viele Menschen in Europa endlich zeigen, dass sie die Nase voll haben von der Migrationspolitik ihrer Regierungen. Ja, es geht vielen um „nationale Identität“, aber auch um „white lives matter“ sowie gegen den antrainierten „antirassistischen Reflex“ der Sicherheitskräfte, der eher Gewalttäter schützt denn ihre (weißen) Opfer.

Wenn das so weitergeht mit den Meuchelmorden durch Migranten, kommt die Selbstverteidigung wieder in Mode. Wie sagte der konservative britische Minister Enoch Powell einst, seiner Zeit weit voraus: „Aus Gründen, die sie (= die weiße britische Bevölkerung) nicht nachvollziehen konnten und aufgrund einer Entscheidung, zu der sie nie konsultiert wurden, fanden sie sich als Fremde in ihrem eigenen Land wieder.“ Er sah Ströme von Blut voraus.

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