Deutschland produziert immer mehr Akademiker, die aber immer weniger qualifiziert sind. Schriftliches Teilen gilt schon als Überforderung und wird abgeschafft. Nur sechs von zehn 15-Jährigen verfügen beim Lesen und Rechnen noch über elementarste Kompetenzen. Anders herum: 40 Prozent sind nahezu Analphabeten und beherrschen noch nicht einmal die Grundrechenarten.
picture alliance / imageBROKER | Liam Cleary
Eigentlich ist das nichts Neues. Erschreckend ist es dennoch. In einer UNICEF-Studie zum „Wohlbefinden von Kindern“ schneidet Deutschland erneut schlecht ab und erreicht im internationalen Vergleich nur Platz 25 von 37.
Nur 60 Prozent der 15-Jährigen erreichen die Mindestkompetenz beim Lesen und bei Mathematik. 40 Prozent sind nahezu Analphabeten und beherrschen noch nicht einmal die Grundrechenarten. Damit liegt Deutschland auf Platz 34 von 41 Ländern mit vergleichbaren Bildungsdaten. Länder wie Irland (Platz 1 bei den Kompetenzen), Slowenien (Platz 2) oder die Republik Korea (Platz 3) zeigen, dass bessere Ergebnisse möglich sind – auch mit teils deutlich schlechterer wirtschaftlicher Ausgangslage.
Denn die hat damit womöglich weniger zu tun, als man im linkskapitalistischtickenden Kosmos so annimmt. Dort sind alle Kinder gleich begabt, und wenn sie dennoch unterschiedlich abschneiden, dann liege das an einem Mangel an „Verteilungsgerechtigkeit“. Das heißt: Kinder werden nicht etwa mit unterschiedlichen Begabungen geboren, sie leiden unter ungleichen Voraussetzungen im Elternhaus, also muss die Schule ausgleichen, woran es dort womöglich fehlt. Aus Chancengleichheit wird Ergebnisgleichheit – alle sollen gleich gebildet werden können, egal, welche Voraussetzungen sie mitbringen. Doch die bestehen, das ist die Crux, eben nicht nur aus einem gut situierten, hilfreichen Elternhaus, das auch, sondern ebenso sehr aus Begabungen, die gottgegeben sind: das sozusagen „genetische Kapital“.
Das darf jedoch nicht sein. Dabei scheitert die Schule regelmäßig, wenn sie derlei Ungleichheiten beseitigen soll. Sie mag die weniger Begabten fördern, wird dabei aber mit großer Wahrscheinlichkeit die Begabteren übersehen. Am besten, man senkt das Anforderungsniveau für alle, schon hat man sich der Gleichheit angenähert.
Und so sinkt das Bildungsniveau in Deutschland kontinuierlich. Doch die Abiturnoten werden im Durchschnitt immer besser. Spitzenreiter ist trotz eher mittelmässiger Schülerleistungen das Land Thüringen. Im Jahr 2024 hatten dort mehr als vierzig Prozent aller Abiturienten auf ihren Zeugnissen eine Eins vor dem Komma. Gibt es bald schon den ersten deutschen Analphabeten mit Einser-Abi?, fragt Harald Martenstein. Gut möglich. Denn der Trend heißt: was Schüler überfordert, kann weg. Zuletzt haben einige Bundesländer das schriftliche Teilen und das Rechnen mit Kommazahlen aus dem Matheunterricht an Grundschulen gestrichen. Ein Grund dafür war, dass die Schüler beim Dividieren so oft Fehler machten. Aha.
Ohne solche Grundkenntnisse sind Handwerker aufgeschmissen. Bei Abiturienten drückt man offenbar ein Auge zu.
Doch da geht der Flurschaden weiter: gute Abinoten eröffnen den Zugang zum Studium, wo ein Überschuss von Akademikern erzeugt wird, die niemand braucht. Im Jahr 1950 gab es in der Bundesrepublik rund 129.000 Studenten gegenüber knapp einer Million Auszubildenden. In den letzten Jahren schwankte die Zahl der Studenten konstant auf hohem Niveau zwischen 2,6 und 2,9 Millionen.
Während 1960 nur ein kleiner Teil eines Jahrgangs ein Studium aufnahm (rund 6,1 %), so liegt die Quote heute bei über 50 Prozent. Und die müssen, sofern sie das Studium überhaupt abschließen, bei den Grünen oder beim Staat unterkommen, vermute ich mal, da sie höchstens als Genderbeauftragte zu gebrauchen sind.
„Gelungene Bildung zielt nicht darauf ab, Gleiche hervorzubringen. Sie versucht stattdessen, durch Bildung den Unterschieden in der Welt und der Würde jedes Einzelnen gerecht zu werden“, schreiben Mathias Bordkorb und Klaus Zierer in ihrem Buch „Tyrannei der Gleichheit“, Pflichtlektüre für Lehrer und Eltern.


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Frei nach Francis Bacon: ‘Wissen ist Macht’ aber, wie es so schoen heisst, nichts wissen macht auch nichts. Letzteres kann sogar gesundheitsfoerdernd sein, glaubt man Maxim Gorki:’Je weniger man weiss, desto tiefer schlaeft man.’ Leider hatte er gar nicht so Unrecht, denn er bezog sich auf die stalinistischen Saeuberungen.
1980 gab es 300 Studienfächer in Deutschland die in den Abschlüssen Diplom oder Magister geendet haben. 2026 gibt es 23000 Studiengänge die in fast hälftig aufgeteilt sind in den Bachelor und Master. In den Lehrplänen der Kinder und Jugendlichen sieht es ähnlich aus. Warum verdummen wir? Die Zahlen und welche Nichtigkeiten dahinter stehen sprechen für sich.
Wenn Schulen eine Ausländerquote von bis zu 98% haben, ja, woran liegt es denn dann wohl ❓
Das passiert, wenn das Leistungsprinzip abgeschafft wird, und es nur noch Gleichmacherei gibt. Wenn Noten verboten werden, da sie sich ja traumatisch auswirken könnten. Wenn Bundesjugendspiele eingestellt werden, damit es keine Sieger und Verlierer gibt. Wenn Akademikereltern ihr Kind mit Downsyndrom in Gymniasalklassen klagen und der Unterricht dadurch massiv gestört wird und sich die Klasse vielleicht noch dem Downsyndrom anpassen muss. Kein Wunder, dass Deutschland verblödet und es gibt in diesem Land der Verblödung Politikerinnen, die mangels fehlender Damentoilette, nicht durch mathematisches Unvermögen, an ihrer Karriere gehindert wurden, und in die SPD eintraten.
„Hilfe, wir verblöden“
Darf ich etwas korrigieren? Ich gehöre nicht zu diesem „wir“!
So wollen es die Sozialisten, zurück zum Tier! Grunz
Wir produzieren zwei Sorten von Akademikern: MINT-Abgänger, ein großer Exportschlager, der im Ausland gerne genommen wird. Und akademische Transferleistungsempfänger, die unter immensen Kosten im ÖD und in NGO endgelagert werden (müssen).
Mit 15 las ich in meiner ersten Fremdsprache „De bello Gallico“ und lernte das Lesen in meiner dritten, Altgriechisch. Das war Anfang der 90er. Knapp 20 % meines Jahrgangs machten das Abitur. Die „etwas weniger Begabten“ lernten wir dann im Wehr- und Zivildienst kennen, was zu manch kurioser Begebenheit führte und für so manchen Schwank sorgte. Was sie jedoch einte war: Sie alle konnten lesen und schreiben und beherrschten die Grundrechenarten (wenn auch nicht immer ganz unfallfrei). Die Frage ist nun: Was hat sich an den etwa 40 % der Schüler geändert? Das ist der rosa Elefant, der im Raum… Mehr
„Deutschland produziert immer mehr Akademiker, die aber immer weniger qualifiziert sind. Schriftliches Teilen gilt schon als Überforderung und wird abgeschafft. Nur sechs von zehn 15-Jährigen verfügen beim Lesen und Rechnen noch über elementarste Kompetenzen. Anders herum: 40 Prozent sind nahezu Analphabeten und beherrschen noch nicht einmal die Grundrechenarten.“ Das unterschreibe ich zu 100%, Frau Stephan, aus meiner eigenen Lebenserfahrung – ist auch meine Festellung als hochausgebildeter Akademiker in Naturwissenschaften und Technologie – somit weiß wovon ich spreche.Das geht aber schon seit mindestens 25 Jahren – ich war damals Elternvertreter in einem Gymnasium. Man merkt es an dem Diskussionsniveau in der… Mehr
40% Analphabeten schaffen trotzdem den Schulabschluss. In Berlin z.B. fällt auch keiner mehr durchs Abitur. Ein Zeichen für unsere hochwertige schulische Bildung. Und von diesen „Abiturienten“ beginnen 50% ein Studium. Da sieht man doch, das wir noch das Volk der Dichter und Denker sind. Schaut euch mal die Notendurchschnitte an; nur einsen und zweien. Das ist doch was! Da sind wir vielen LÄndern voraus.