Ausgerechnet die Klima-Götter vom IPCC haben die große Katastrophe für den Planeten abgesagt. Es wäre Zeit für Besinnung und Handlungsalternativen. Aber Deutschland irrt weiter.
picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt
Der Weltklimarat sagt den Weltuntergang ab. Die 44 verantwortlichen „Wissenschaftler“ des „Intergovernmental Panel on Climate Change“, also die Hohepriester des Klimawandels, verantwortlich für die Klimaszenarien, behaupten das Gegenteil dessen, was uns jahrelang in Angst und Schrecken versetzt hat. Es ist eine bahnbrechende Veröffentlichung. Unter der Federführung von Prof. Detlef van Vuuren wird das Szenario RCP8.5, wonach die Temperaturerhöhungen bis zu fünf Grad Celsius im Jahre 2100 führen sollten, als „unplausibel“ verworfen und aus zukünftigen Berichten entfernt. Das ist eine Sensation. Zumindest sollte es Anlass zum Nachdenken sein – eine Überprüfung einleiten: Ist die darauf basierende Angstmacherei und sind die eingeleiteten Maßnahmen wirklich angemessen?
BILD hat nichts davon gemerkt. 2026 und 2027 „drohen zwei brutale Hitze-Sommer“, schreibt das Blatt in großen Buchstaben. Die EU-Kommission erwägt eine weiter steigende CO2-Abgabe auf Kerosin. Die Bundesregierung verabschiedet ein neues Heizungsgesetz, das wegen Klimachutz in jeden Keller hineinregiert und eine Umstellung der Wärmeversorgung erzwingen will; mit Kosten, die sich in der Größenordnung von hunderten von Milliarden Euros bewegen.
Es ist wie eine Persiflage auf den berühmten Satz von Mark Twain: „Als sie erkannten, dass der Weg falsch war, beschleunigten sie das Tempo.“
Irren ist menschlich. Aber nicht zur Kenntnis zu nehmen, dass die Grundlage der Entscheidung weggefallen ist, ist mehr als sich irren. Es ist Realitätsverleugnung, die schlimmste Folgen in Kauf nimmt. Ist es noch Dummheit, schon Verbrechen oder schiere Bösartigkeit einer Elite, die nur noch um sich selbst kreist? Das werden Historiker zu entscheiden haben.
Bestenfalls ist es geistige Bequemlichkeit, die nicht loslassen will von den Horrorszenarien, die uns Angst machen sollen – und die weitreichende Folgen für unser tägliches Leben haben.
Wenn es ein bisschen wärmer wird – schon sind die Wetterkarten bei ARD und ZDF glutrot eingefärbt.
So wird Horror vermittelt. Bekanntlich ist die Welt schon vor Jahren verglüht, so die Sensationsberichte der Medien, die in den Archiven schlecht altern. Ein Wunder ist demnach, dass wir überhaupt noch außerhalb des Kühlschranks überleben können. Jeder von uns kann die grauenhaften angeblichen Folgen der Extremszenarien herbeten, die es unbedingt zu vermeiden gilt: Der Meeresspiegel steigt, ganz Hamburg ertrinkt und halb Niedersachsen auch in der rasenden Nordsee.
Im Süden kollern die Berge in die Täler und vernichten Mensch und Kuh. Die Polkappen schmelzen immer weiter und sorgen dafür, dass die Meeresfluten immer weiter ansteigen. Die Eisbären sterben aus, weil ihre Eisschollen wegschmelzen wie Speiseeis auf heißem Asphalt.
Kein Bereich des Lebens, der nicht tangiert wäre.
Klimaflüchtlinge aus Afrika retten sich nach Deutschland. Warum sie ausgerechnet dahin wollen, wo doch die Nordsee mordet, ist zwar nicht ganz klar. Aber Logik ist keine Kategorie für Angstmacher. Ach was, Sie kennen all das.
Und jetzt also sagt der Weltklimarat im Mai 2026: April, April. Übertrieben. Komplett übertrieben. Das ganze Horrorszenario: gestrichen. Ab in den Papierkorb. April, April im Mai, wir haben uns getäuscht. Die Katastrophe findet nicht statt. Das ist mehr als wissenschaftlicher Hokuspokus. Das ist ein handfester Skandal, oder sagen wir besser: Das ist der handfeste Skandal Nummer eins. Denn schon lange haben viele Wissenschaftler vor der Angstmacherei gewarnt und die Horrorprognosen mit guten Argumenten bezweifelt.
Skandal Nummer zwei in der nach oben offenen Skala: Denn mit diesem schon lange unglaubwürdigen Szenario der Fünf-Grad-Erwärmung wurde im politischen Raum gearbeitet. Aus den überhitzten Phantasien oder den leichtfertigen Fehlern der Wissenschaftler wurden Gesetze. Es wurden Gesetze verabschiedet wie
- Einführung der ständig steigenden CO2-Steuer, die jeden von uns belastet, der heizt, fährt, wohnt.
- Das Verbrennerverbot, das unsere Automobilindustrie vernichtet, weil angeblich E-Autos klimafreundlicher sein sollen.
- Kohlekraftwerke werden abgeschaltet, was die Energieversorgung wahnsinnig verteuert und zum wirtschaftlichen Absturz Deutschlands führt.
Klima, Klima, Klima wurde zum Anlass genommen, jeden Lebens- und Wirtschaftsbereich umzukrempeln. Kein Lebensbereich blieb unangetastet. Jeder grüne Prediger konnte neue Forderungen stellen, die auch, wenn sie unsinnig waren, umgehend umgesetzt wurden. Und fast alle haben sich grün angestrichen und mitgemacht.
Die EU hat dafür gesorgt, dass Insekten als Nahrungsquelle erlaubt sind. Jetzt kommen Maden und Flügel und Motten und Käfer mehr oder weniger heimlich auf die Pizza, ins Mehl, in die Fertigsuppe. Weil der Mensch Proteine braucht, und Fleisch angeblich „klimaschädlich“ ist. Deswegen wird ungesunde vegane Ernährung empfohlen und in Kantinen und Schulen zwangsverabreicht – an manchen Tagen gibt es nichts anderes.
Unser gesamtes Leben wurde wegen Klima auf den Kopf gestellt. Wir dämmen unsere Häuser wie verrückt, bis Schimmel unsere Lungen vergiftet – Hauptsache, Klimaziele schienen näherzurücken. Wir bauen Windräder in die schönsten Landschaften, zerstören Natur, Lebensräume und Lebens-Möglichkeiten für immer mehr Menschen. Alles wegen Klima. Wir pflastern Ackerflächen mit Solarpaneelen zu, verdrängen die Nahrungsmittelproduktion. Hunger in der Welt muss zurücktreten wegen einiger Szenarien und Klimamodelle, die Klimaziele absolut setzen und alle anderen Alternativen verdrängen. Nichts ist zu absurd, damit fragwürdige Wissenschaftler und gierige Geschäftemacher sich dafür verbünden.
Kühe sollen mit Medikamenten behandelt werden, damit sie nicht mehr pupsen. Ställe werden mit Pups-Absauggeräten ausgerüstet. Lachen Sie nicht. Menschen sollen auf Kinder verzichten, weil der Mensch das Klima schon mit dem ersten Schrei belastet. Keine Idee ist zu teuer, zu abseitig, zu gefährlich, dass sie nicht gerechtfertigt wird mit dem Zauberwort: Klima. Wegen Klima – das ist wie ein religiöser Wahn – der sogar sich selbst beginnt aufzufressen. Der Klimaschutz ist längst zur Bedrohung unseres Lebens geworden und unseres Wohlstands sowieso.
Auch Natur wird dem Klimaschutz geopfert. Wiesen und Wälder verschwinden, werden zu Industrieflächen mit heulenden Maschinen und Solarpaneelen, die das Land austrocknen und künstliche Hitze erzeugen, statt natürliche Abkühlung zuzulassen. Ergebnis: Wegen angeblich drohender Klimaerwärmung erhitzen wir ganz konkret die Welt. Jedes größere Unternehmen muss Klimaschutzpläne vorlegen. Kapital fließt nur noch in klimagerechtes Wirtschaften. Über allem droht eine riesige Klimabürokratie, in jeder Gemeinde, in jedem Amt, EU-weit und alle anderen Alternativen und konkurrierenden Bedürfnisse werden erdrosselt.
Damit gilt als Verfassungsfeind, wer die Klimaschmonzes in Frage zu stellen wagt. „Klimaleugner“ wurde zum politischen Kampfbegriff. Politik verliebte sich in den Klimawandel. Sie leitet daraus einen totalitären Anspruch ab: den Anspruch, wegen allerhöchster Gefahr sich in alle Lebensbereiche einzumischen. Gerade das ist, folgt man Hannah Arendt, der Übergang von der Diktatur zum totalitären Staat – die Überwältigung jeder Privatheit und jedes Lebensbereichs durch einen bevormundenden Staat.
Wer sich dazu aufgerufen fühlt, die Welt zu retten, kann nicht auf kleinliche Befürchtungen Rücksicht nehmen, darf sich nicht von Bedenkenträgern bremsen oder gar von demokratischen Prozessen lähmen lassen. Bereits das Hauptgutachten des „Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderung“ trägt den anmaßenden Titel „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“. Hier wurde die „Große Transformation“ hin zur klimaverträglichen, post-fossilen und nachhaltigen Gesellschaft in die politische Debatte eingeführt und verführerisch ausgestaltet: Es fordert den „gestaltenden Staat“, der Blockaden und Widerstände von Lobbygruppen überwindet, das Parlament mit einer „beratenden Kammer“ per Auslosung ausschaltet.
Es geht schlicht von der größenwahnsinnigen Vorstellung aus, dass die damit befassten Umweltpolitiker wie Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdamer Klimainstitut (PIK) den endgültigen Masterplan im Kopf haben und umsetzen sollten. Dass das PIK längst als unwissenschaftliche Bude enttarnt ist, ändert nichts an der Faszination, die von der grandiosen Selbstermächtigung der Politik im Namen der Klimapolitik und Weltenrettung ausgeht. Es war der Startpunkt einer sich entwickelten „jakobinischen Ökodiktatur“ (Wolf Wippermann und Nico Stehr). In der verbündeten sich Politiker mit Lobbygruppen der Energiewende und NGOs zu einem allmächtigen, allumfassenden und räuberischen polit-ökonomischen Komplex mit den bekannten Milliardengewinnen und volkswirtschaftlichen Fehllenkungen, die Deutschlands Industrie und Wohlstand zerstören oder Teile auf ihre Konten umlenken.
Nun heißt das nicht, dass es keinen Klimawandel gibt. Ja, den gibt es. Schon immer.
Zur Römerzeit war’s warm, Steinzeitmensch „Ötzi“ machte sich leichtbekleidet auf den Weg über das Tisenjoch in 3.200 Meter Höhe, und selbst der Nordafrikaner Hannibal brachte seine Elefanten über die Alpen – ganz ohne Tiertransporter. Selbst in England wurde trinkbarer Wein angebaut, natürlich auch in Norddeutschland. Es gibt keine „richtige Wärme“, Klima ist keine konkrete Zimmertemperatur.
Die Geschichte der Menschheit kann auch geschrieben werden als eine ständige Anpassung an sich verändernde Umweltbedingungen, wie Werner Huber bildhaft beschreibt.
Es war eben mal kälter, mal wärmer. Kalte Zeiten waren Horrorzeiten. Die holländischen Maler haben festgehalten, wie in Amsterdam im Winter auf den Grachten Schlittschuhläufer unterwegs waren. Meistens verhungerten dann die Menschen, denn Kälte bedeutet: weniger Vieh und Getreide, Hunger.
Der 30-jährige Krieg kann als Folge der Klimaabkühlung verstanden werden. Die Menschen suchten verzweifelt nach Gründen für ausbleibende Ernten, kältere Sommer und grauenhafte Winter. Sie erfanden Hexen als Erklärung, Ungläubige und die Gesellschaftern zerfielen in Bürgerkrieg und blutige Auseinandersetzungen.
Die Völkerwanderung war eine Antwort auf Klima-Abkühlung; die Germanen zogen in den warmen Süden und vernichteten das Römische Reich, errichteten ein Vandalen-Königtum im heutigen Marokko. Sie kannten aber weder ein Navigationssystem noch den Weltklimarat. Deswegen haben sie überlebt. Reagieren auf veränderte Umweltbedingung statt zu versuchen, das unabänderliche Klimageschehen durch Heizungsgesetze zu beeinflussen.
Heute wird der Unsinn Gesetz, geadelt vom höchsten deutschen Gericht. Selbst das Bundesverfassungsgericht stützt sich auf diese fragwürdigen und jetzt zurückgenommenen Berichte. Das Gericht hat sie als „zuverlässige Zusammenfassung des aktuellen Kenntnisstands zum Klimawandel“ genannt. Das Gericht begründet seinen Entscheidung in den Randnummern 19 und 22 seines Beschlusses vom 21. März 2021 wie folgt:
„Ohne zusätzliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels gilt derzeit ein globaler Temperaturanstieg um mehr als 3 °C bis zum Jahr 2100 als wahrscheinlich“ und verweist als Quelle auf den IPCC-Bericht. Fritz Vahrenholt, früher Umweltsenator in Hamburg, hat sich genau diesen Punkt vorgenommen.
„Das Bundesverfassungsgericht nimmt also als Basis seiner Entscheidung eine Temperaturprognose, die mittlerweile als unplausibel verworfen worden ist. Und zwar nicht von irgendwem, sondern von den Wissenschaftlern, die für die Szenarien des Weltklimaberichts verantwortlich sind.
Hätte das Bundesverfassungsgericht und nachfolgend die Bundesregierung die damals schon vorhandene Kritik an den völlig ungeeigneten Katastrophenszenarien des IPCC zur Kenntnis genommen – wie man es bei einer solch folgenschweren Entscheidung eigentlich voraussetzen sollte –, hätte man einen solch schwerwiegenden Fehler, der Deutschland ins Unglück stürzt, vermeiden können. Die federführende Richterin Britz schrieb lieber in den Beschluss Formulierungen hinein, die auch schon ihr Ehemann, der damalige Vorsitzende der Grünen in Frankfurt, Bastian Bergerhoff nahezu wortgleich auf seiner persönlichen Webseite Monate vor dem Beschluss veröffentlicht hatte.“
Und das ist der eigentliche Skandal. Politik, Medien, Bundesverfassungsgericht machen einfach weiter wie bisher. Ohne Denkpause. Ohne Reflektion. Ohne Evaluation. Dabei ist unzweifelhaft: Die jetzt als falsch festgestellten Berichte des Weltklimarats haben dieses Land, unser Deutschland in eine wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Krise gestürzt. Dabei ist die Erkenntnis nicht neu.
Der langjährige TE-Autor Fritz Vahrenholt hat viele Zusammenhänge schon vor Jahren mit Sebastian Lüning zusammengefasst: „Unerwünschte Wahrheiten“ heißt ein Buch, in dem er schon 2020 den Klimaschwindel Punkt für Punkt zerlegt. Man hat ihn verlacht und verspottet. Jetzt erhält er Recht.
Nur wer glaubt, jetzt würde sich etwas ändern, der täuscht sich. Sie machen einfach weiter. Allerdings nur in Deutschland, und nur in Europa.
Donald Trump hat die CO2-Lüge schon vor einem Jahr zum Unsinn erklärt. CO2, das angeblich schädliche Klimagas ermöglicht erst das Leben auf unserem Planeten. Seit der ohnehin minimale CO2-Anteil minimal steigt, werden weltweit die Ernten reichhaltiger, die Früchte größer, und die Sahara kleiner. Aus Wüste wird wieder Landwirtschaftsfläche. Indien macht nicht mit bei Klima, Südamerika war nie dabei. China lacht darüber und gibt Gas beim CO2-Ausstoß. Der Industrieriese ist für ein Drittel des CO2-Ausstoßes verantwortlich, hat auch in der Geschichte mehr ausgestoßen als jedes andere Land.
Deutschland ist nur für 1,4 Prozent der sogenannten Treibhausgase verantwortlich. Mit 1,4 % retten wir die Welt? Wir sind eine Lachnummer auf Selbstmordkurs. Aber sie machen einfach weiter.
Im neuen Koalitionsvertrag in Baden-Württemberg, bei dem sich die CDU offiziell dem grünen Wahn eines Cem Özdemir unterwirft, hat man sich darauf geeinigt: Baden-Württemberg wird ganz zackig, und zwar bis 2040 klimaneutral. Sie sind so mit der Verteilung und Auswahl der Dienstautos beschäftigt, dass sie die Realität nicht mehr wahrnehmen.
Die Welt wird nicht untergehen, nicht wegen des Klimas. Die schlimmste Erfahrung der letzten Wochen ist: Die gute Nachricht der abgesagten Klimakatastrophe wurde in Deutschland nicht diskutiert. Wäre man sich ernsthaft darüber im Klaren, ernsthaft, müssten alle Gesetze, Programme, Subventionen, die den angeblich zu erwartenden Klimanotstand bekämpfen sollen, rigoros abgeschafft werden. Das wäre zwar mehr als peinlich für unsere Klimakämpfer in Regierungen und Medien.
Es wäre schrecklich für die Profiteure der Klimapolitik. Sie könnten nicht mehr mit der Angst-Predigt anderen Menschen das Geld aus der Tasche ziehen und in ihre umlenken. Sie müssten sich richtige Jobs suchen.
Aber es wäre der Beginn eines neuen deutschen Wirtschaftswunders. Es wäre die Rückkehr zu Freiheit statt ständiger Bevormundung. Es würde neue Möglichkeiten schaffen, die Welt zu verbessern für Wohlstand und Gesundheit. Und es wäre die Möglichkeit, uns um die wirklich drängenden Probleme zu kümmern, statt ständig dem Klima-Scheinproblem hinterher zu laufen.





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