ÖRR im Dienste der Hamas?

Israel trauert um jeden Toten – Hamas instrumentalisiert jeden Toten. Der BR zeigt die Gaza-Tränen, aber nicht die Hamas dahinter. Kein Wort über Terror, Waffenlager und Menschen als Schutzschilde. So wird aus Journalismus politische Stimmungsmache gegen Israel, finanziert von deutschen Gebührenzahlern.

Der Tod in Israel ist eine Tragödie, in Gaza ist er Strategie. Jeder getötete Soldat oder Zivilist in Israel löst eine Welle der Trauer aus. In den TV-Hauptnachrichten werden Fotos aus den glücklichen Tagen des Opfers gezeigt. Familienangehörige erzählen über seinen lobenswerten Charakter, seine Selbstlosigkeit im Umgang mit Freunden und, welchen Beitrag er für das Land und die Gesellschaft geleistet hat. In Gaza ist jeder arabisch-palästinensische Tote zentraler Teil einer politisch-medialen Strategie, Israel herabzuwürdigen, zu verunglimpfen. „Apartheid“ und „Genozid“ sind die Chiffren eines toxischen Systems, das sich immer mehr ausbreitet. Mitleid ist in Hamas-Gaza keine Währung.

Die Hamas-Initiatoren sind weit verzweigt, wissen und rechnen mit bewussten und unbewussten Helfershelfern in den schwächelnden liberalen Demokratien der westlichen Welt. Wer ist ein tatkräftiger Komplize dieser Strategie in Deutschland? Der Komplize hat einen Namen und wird vom Gebührenzahler honoriert: ARD-Tagesschau. Hier ist Mitleid Teil der Gesamtstrategie, die den Terroristen ermutigt.

Am Sonntagabend – zum wiederholten Mal – steht Sophie von der Tann vor der Kamera und beklagt das Leid der Menschen in Gaza. Dieses Mal ist es die Familie von Munir Rajab Al Qushash, der von „unserem Kamerateam in Gaza“ sein Leid in die Kamera klagen darf. Auf dem Mikrophon steht BR, die Abkürzung für den Bayerischen Rundfunk, aber der Zuschauer erfährt nicht, wer dieses Mikro hält und wer Munir für das Interview ausgesucht hat.

Zur Erinnerung: Im Oktober 2025 wurde der 37-jährige „ZDF-Mitarbeiter“ Ahmed Asad Muhammad Abu Matar in Gaza getötet. Chefredakteurin Bettina Schausten gab Israel umgehend die Schuld. Kurz darauf stellte sich heraus, dass der „ZDF-Mitarbeiter“ der „Palestine Media Production (PMP)“ angehörte und ein Kommandeur der Hamas war. Der von Mainz entsandte ZDF-Korrespondent in Israel, der mit der PMP jahrelang kooperierte, berichtet noch immer. Eine Entschuldigung der Chefredakteurin ist bis heute nicht bekannt geworden.

Hass auf Juden wieder gesellschaftsfähig
Gaza – die teuflische Macht der Bilder
Dieser Vorfall allein müsste zur Folge haben, dass der Mikrophonhalter in Gaza im Auftrag des BR ebenso namentlich genannt wird, wie die Autorin des Gesamtbeitrages. Dann könnte der Pflichtgebühren-zahlende Zuschauer überprüfen, ob es sich um ein unabhängiges Kamerateam handelt, das sauberen Journalismus betreibt. Genau das will ARD/BR vermeiden. Denn in Gaza kann bekanntlich nur derjenige eine teure Kamera-Ausrüstung bekommen und nutzen, der der herrschenden Macht nahesteht. Und das ist nach wie vor die Terror-Organisation Hamas. Jeder unabhängige Journalist hätte in Gaza eine geringe Lebenserwartung. Israel erlaubt nachvollziehbar keine Einreise nach Gaza, weil es für die Sicherheit des Journalisten keine Verantwortung übernehmen kann und will.

Munir kommt im Interview schnell zur Sache: „Ein Leben in ständiger Angst“ und „uns erreichen kaum noch Hilfsmittel“. Dazwischen werden schwer bewaffnete israelische Soldaten eingeblendet. Da muss der Schuldige nicht beim Namen genannt werden. Er schwingt in jedem Satz subtil mit: Israel. Kein Wort dazu, dass die südliche Gaza-Grenze von Ägypten, einem muslimischen Staat, kontrolliert wird, strenger als die Grenze zu Israel. Von Kairo ist wenig Entgegenkommen für die Machthaber in dem Küstenstreifen zu erwarten. Denn Hamas ist ein Ableger der Muslim-Bruderschaft, die 2012/13 im Nilstaat rücksichtslos gegen Widersacher regierte und heute als Terror-Organisation unter Androhung der Todesstrafe verboten ist.

Davon ist in dem ARD/BR-Beitrag kein Wort zu vernehmen. Wer es bis dahin noch nicht begriffen hat, der bekommt von der Hans-Joachim-Friedrich-Preisträgerin aus dem in jeder Hinsicht geschützten und für Journalisten angenehm-sicheren Tel Aviv Aufklärung: „Die Menschen fürchten vertrieben zu werden. In Gaza wie im Südlibanon.“ Israel will seine eigene Bevölkerung schützen, heißt es, dann kommt das große Aber: „Für die Menschen vor Ort bedeutet der Einmarsch Zerstörung und Vertreibung.“

Kein Zweifel, es gibt Leid in Gaza. Aber die Verantwortung dafür trägt das Terror-Netzwerk Iran-Hamas, das am 7. Oktober 2023 nach langer Vorbereitung Israel überfallen, 1200 Menschen massakriert, Frauen vergewaltigt hat und seither regelmäßig wiederholt: Wir tun es wieder. Kein Wort über das Naheliegende: Das Blutvergießen und das Leid würden morgen ein Ende haben, wenn Hamas heute seine Waffen abgibt. Israel ist an einer Übernahme des Gazastreifens nicht interessiert. Zwei Millionen Sozialhilfe-Empfänger sind keine Bereicherung für den Judenstaat. Vorrangiges Ziel: Von Gaza darf keine Gefahr mehr ausgehen.

Deshalb besteht die Forderung, dass Hamas die Waffen aushändigt. Der von US-Präsident Donald Trump initiierte „Board of Peace“ wäre eine Empfangs-Adresse. Doch das verweigert die Terror-Organisation auch deshalb, weil sie an der Berichterstattung in den Medien weltweit und bei den Demonstrationen von Sidney über Berlin bis New York ablesen kann, dass die weltweite Stimmung ihre Sache unterstützt: die alsbaldige Auslöschung des Staates Israel.

Hoffnung im Nahen Osten?
Keine Hamas-Propaganda mehr aus Gaza
Diese Vernichtungsabsicht spürt Israel zurzeit am stärksten im Norden, an der Grenze zum Libanon. Zigtausende Bürger leben seit dem 7. Oktober 2023 in „Angst vor Zerstörung und Vertreibung“. Eine Beschreibung, die die Tagesschau aber nur für die Bevölkerung in Gaza und Südlibanon kennt. Ein ARD/BR-Kamerateam, das nur eine gute Autostunde entfernt in Tel Aviv sein gut ausgestattetes Studio unterhält, war in Kiryat Shmoneh – eine Stadt mit immerhin 25.000 Einwohnern in ruhigen Zeiten – noch nicht gesehen worden. In dieser Region würde der BR erfahren, dass aus dem Libanon neben Raketen auch FPV-Drohnen nach Israel abgeschossen werden. Diese Technologie hat die Hisbollah-Terror-Organisation vom Ukraine-Krieg gelernt und setzt sie seit kurzem wirkungsvoll ein.

FPV bedeutet „First Person View“-Drohne, die von einem Starter betrieben wird, der über eine digitale Brille das kleine, billig herzustellende Fluggerät lenken kann, als würde er wie ein Pilot im Cockpit sitzen. Die Echtzeit-Daten und Bilder bekommt er über Funk oder über ein hauchdünnes Kabel, das mehrere Kilometer lang sein kann. Das macht die tieffliegende, wendige Drohne, ausgerüstet mit Sprengstoff, zu einer tödlichen Gefahr. Für eine terroristische Verwendung im engen Grenzgebiet des Südlibanon ist die FPV geradezu ideal. Israel hat bisher noch kein zuverlässiges Abwehrmittel, beklagt deshalb viele Tote und Verletzte.

Der Judenstaat hat das Recht, sich zu wehren. Diese Aussage unterschreibt fast jeder. Aber, wenn die Israel Defence Forces (IDF) zur Gefahrenabwehr Gaza und den Libanon gezielt bombardiert, steht es am Pranger. Begründung: Das Maß werde angeblich überschritten, Kollateralschäden würden in Kauf genommen. Wer bestimmt in einem Verteidigungskrieg gegen ein Terror-Netzwerk, das sich von Teheran über den Irak, Jemen, Libanon und Gaza erstreckt, das Maß? Eine schlüssige Antwort darauf versuchen Juristen zu geben, die sich angeblich mit dem Kriegsrecht auskennen. Bescheidene Empfehlung: Politik und Medien sollten alle Anstrengungen übernehmen, das blutige Geschäft der Terroristen zumindest nicht zu erleichtern.

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 0 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

0 Comments
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen