Diese UN ist kein Hüter der Menschenrechte. Sie ist ein Verein der Schande, der dem iranischen Terrorregime Rang, Einfluss und Bühne verschafft, während dieses im Land auf die eigene Bevölkerung schießt, massenexekutiert, foltert und seit Jahrzehnten islamistischen Terror in die Welt exportiert. Welche Rolle spielt Deutschland dabei?
Screenprint via X/UNwatch
Die Vereinten Nationen haben sich erneut selbst entlarvt. Am 8. April 2026 wurde Iran im Wirtschafts- und Sozialrat für das Committee for Programme and Coordination nominiert, ein zentrales UN-Gremium, das sich in seiner nächsten Sitzung mit Politikfeldern wie Menschenrechten, Frauenrechten, Abrüstung und Terrorismusprävention befasst.
Parallel wählte derselbe Rat China, Kuba, Nicaragua, Pakistan, Saudi-Arabien und Sudan in das einflussreiche NGO-Komitee. Die Vereinigten Staaten waren laut offizieller Erklärung das einzige Mitglied, das sich ausdrücklich dagegen stellte. Der Rest ließ geschehen, was jeder anständige Staat mit aller Kraft hätte verhindern müssen. Zu diesem schäbigen Rest zählen hiernach auch – das dürfte wenig überraschen – Deutschland und Österreich.
If yes, it means your government joined in the nomination of Iran to a UN committee dealing with women's rights and terrorism prevention.
Your MP should formally ask the government to answer why they did such a terrible thing. https://t.co/S97sRfvIsR
— Hillel Neuer (@HillelNeuer) April 12, 2026
Damit sitzt ein Regime näher an den Hebeln internationaler Moralaufsicht, das seine eigene Bevölkerung seit Jahren mit Unterdrückung, Gefängnis, Folter und Galgen beherrscht. Seit Januar 2026 verschärfte Teheran den Terror im Innern erneut. Amnesty berichtete über eine tödliche Repressionswelle im Januar und über Massaker, die das Land erschütterten. Ausgerechnet der UN-Menschenrechtsrat forderte Iran im Januar auf, außergerichtliche Tötungen, willkürliche Verhaftungen, Verschwindenlassen und Folter zu beenden. Den Mullahs werden vor Angst die Ohren geschlackert haben, vier Monate später sollen sie doch mit am Tisch sitzen. Die ‚UN Fact Finding Mission‘ und die Sonderberichterstatterin für Iran warnten später weiter vor eskalierender Repression, wachsender Zahl von Hinrichtungen und systematischer Gewalt. Ende März meldete Amnesty die akute Gefahr weiterer Hinrichtungen politischer Gefangener. Zwischen Januar und April wurden erneut hunderte Menschen hingerichtet. Wer einem solchen Terrorregime Sitze in den eigenen Frauen- und Menschenrechtsgremien verschafft, hat jetzt und in Zukunft jeglichen moralischen Anspruch verloren.
„Das bedeutet, dass Diktaturen in dem Ausschuss die Mehrheit haben werden, um unabhängigen Organisationen, die ihre Menschenrechtsverletzungen anprangern, die UN-Akkreditierung zu verweigern und stattdessen mehr fingierte Frontgruppen zu akkreditieren, die von den Regimen geschaffen wurden“, sagte so Hillel Neuer von UN Watch.
Dieser islamische Terror-Staat mordet nicht nur im Innern. Er trägt Gewalt seit Jahrzehnten weit über die eigenen Grenzen hinaus. Es destabilisiert eine ganze Region und gilt als einer der größten Förderer islamisitschen Terrors. Die Revolutionsgarden wurden von der Europäischen Union im Februar 2026 auf die Terrorliste gesetzt. Die Vereinigten Staaten bezeichnen Iran seit langem als weltweit führenden staatlichen Förderer des Terrorismus. Westliche Sicherheitsbehörden und amerikanische Stellen warnen seit Jahren vor iranischen Operationen gegen Dissidenten sowie gegen israelische und jüdische Ziele in Europa. Dazu kommen die bewaffneten Stellvertreter, die Finanzierung islamistischer Gewalt und die strategische Destabilisierung einer ganzen Region. Genau dieses Regime darf nun an einem Tisch Platz nehmen, an dem über Terrorismus und Menschenrechte gesprochen wird. Die Perversion dieses Vorgangs ist beispiellos.
Wer hier noch von einem bedauerlichen Fehlgriff redet, hat das System nicht verstanden oder will es nicht verstehen. Die UN trägt diese moralische Verwahrlosung nicht nur seit Jahren in sich. Sie ist die moralische Verwahrlosung. Sie inszeniert sich als Hüterin der Menschenwürde und liefert deren Feinden Rang, Mikrofon und Schutzraum. Sie produziert Resolutionen, Sitzungen, Mandate und Phrasen, während Häftlinge in Iran auf den Galgen warten und Dissidenten im Westen unter dem langen Arm Teherans leben müssen. Diese Organisation hat sich eine Sprache der Moral gebaut und füllt sie immer wieder mit politischer Niedertracht. Iran ist in diesem Apparat kein Fremdkörper. Iran ist die folgerichtige Besetzung eines Hauses, das seine eigenen Maßstäbe längst verraten hat.
Wer wissen will, wie tief dieser Apparat verrottet und verdorben ist, muss nur auf den Umgang der UN mit Israel schauen. Die Schlagseite ist seit Jahren offen sichtbar. Idea berichtete Ende 2020 unter Berufung auf UN Watch, dass die UN Generalversammlung damals 17 Resolutionen gegen Israel verabschiedete, gegen alle anderen Staaten zusammen gerade einmal sechs. Jeweils nur eine Resolution richtete sich gegen Nordkorea, Iran, Syrien und Myanmar, zwei gegen die von Russland annektierte Krim. Hillel Neuer von UN Watch nannte es damals absurd, dass mehr als 70 Prozent der Resolutionen gegen ein einziges Land gerichtet waren. Idea hielt zudem fest, dass Deutschland 2020 elf der 17 Anti-Israel-Resolutionen unterstützte, sich bei dreien enthielt und nur in zwei Fällen mit Nein stimmte. Schon 2018 liefen 21 Resolutionen gegen Israel durch die Generalversammlung. Wer diese Zahlen liest, sieht ein politisches Programm. Die UN ist bis unter ihr verkommenes Dach mit Antisemiten und Massenmörderfreunden gefüllt.
Der zweite Blick fällt auf Deutschland und auf jene Diplomaten, die diese Linie jahrelang mittrugen. Bild beschrieb 2019 das UN-Abstimmungsverhalten der Bundesrepublik als schändliches Ritual. Autoritäre Staaten brachten laufend Resolutionen gegen Israel ein, die Generalversammlung machte mit, Deutschland stimmte meist dafür und damit fast jedes Mal gegen Israel. In dem Bericht wurde der damalige deutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen als einer der Mitverantwortlichen für dieses anti-israelische Abstimmungsverhalten benannt. Selbst aus der israelischen Botschaft in Berlin kam damals offen geäußerte Irritation über diese deutsche Linie. Wer so abstimmt, wer diese Mechanik deckt, wer sich Jahr für Jahr in diese Mehrheiten einfügt, der hilft mit, den Boden für genau jene moralische Verrohung zu bereiten, die heute Iran an den Tisch hebt. Vor diesem offensichtlichen Kontrast können sich auch deutsche Politiker ihr jährliches betretenes Pappschild-Ermahnen „Nie wieder“ und ihre verlogenen weil folgenlosen Tränen genau dorthin schieben, wo die Sonne niemals scheint. Der Millionen ermordeten Juden zu gedenken und gleichzeitig nichts gegen den sich rasant ausbreitenden muslimischen Judenhass im Schulterschluss mit der politischen Linken zu unternehmen – im Gegenteil – diesen auch noch durch eine fortgesetzte Massenmigration und Wegschauen aktiv zu befördern, ist an Verkommenheit kaum noch zu überbieten.
Besonders grell zeigte sich die vollkommen Verkommenheit dieser Organisation nach dem Hamas Massaker vom 7. Oktober 2023. In der Generalversammlung wurde Ende Oktober 2023 eine Resolution verabschiedet, in der der Hamas-Terror auf Israel nicht ausdrücklich verurteilt wurde; mehrere Staaten nannten genau diese Leerstelle offen als Grund für ihre Ablehnung oder Enthaltung. Auch im Dezember ’23 ging das beschämende Spiel weiter. Wieder wurde in der Generalversammlung beanstandet, dass eine weitere Resolution Hamas nicht einmal nannte oder verurteilte. Im Sicherheitsrat lief dieselbe moralische Verwahrlosung in diplomatischer Sprache weiter. Dort wurde ebenfalls ausdrücklich kritisiert, dass die Massaker des 7. Oktober nicht klar benannt werden. Dazu kam das Versagen einzelner UN-Stellen. UN-Women verurteilte die brutalen Hamas Angriffe erst Wochen später und legte eine Erklärung erst Anfang Dezember nach. Das ist der wahre Befund: Wenn Juden massakriert, Frauen geschändet, Familien ausgelöscht und Geiseln verschleppt werden, ringt diese Weltorganisation nicht um Gerechtigkeit, sondern um Ausflüchte. Sie findet endlose Energie für Resolutionen gegen Israel, doch beim größten Judenmord seit der Shoah versank sie in Formelnebel, Feigheit und politischer Niedertracht. Genau deshalb ist die erneute Aufwertung des Mullah-Regimes keine Entgleisung. Sie ist die folgerichtige Entscheidung einer Institution, deren moralischer Kompass seit langem nicht mehr vorhanden ist.
Darum ist dieser aktuelle Vorgang keine isolierte Entgleisung. Er ist das Konzentrat einer Institution, die Täter aufwertet, Opfer verhöhnt und sich hinter ihren Emblemen und Formeln verschanzt. Die UN hebt ein Terrorregime ohne gleichen Iran in ein Gremium für Menschenrechte, während seine Bürger massakriert, weiter exekutiert und Terror weiter exportiert werden. Sie tut das in einem Haus, das seit Jahren für seine obsessive Schieflage gegen Israel und für seine politische Feigheit gegenüber wirklichen Verbrecherstaaten bekannt ist.
Dieser Verein der Schande hat jede moralische Autorität verspielt. Er verleiht Henkern Würdezeichen und nennt das Weltordnung. Er reicht Terrorpaten die Hand und nennt das Diplomatie. Er deckt die Fäulnis mit blauen Fahnen zu und hofft, dass noch jemand an die große humanitäre Erzählung glaubt.

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