Offener Judenhass als Programm: Die britischen Grünen Seite an Seite mit Islamisten

Die britischen Grünen vollziehen Tabubruch um Tabubruch. Während in internen Chats Juden entmenschlicht werden, will die Partei Zionismus offiziell als Rassismus brandmarken. An ihrer Spitze steht mit Zack Polanski ein schwuler Jude, der sich mit jenem linken-islamistischen Milieu verbrüdert, das seinesgleichen verachtet.

IMAGO

Was sich hier bei den britischen Grünen zeigt ist der Blick in einen politischen Sumpf, in dem der Hass längst nicht mehr hinter Parolen über Frieden, Gerechtigkeit und Menschlichkeit versteckt wird, sondern offen aus dem Chatfenster kriecht. Juden werden dort offen als „Scheusal für diesen Planeten“ bezeichnet. Ihnen wird unterstellt, Kinder zu „ermorden, zu bombardieren und auszuhungern“. Und selbst ein Brandanschlag auf Krankenwagen einer jüdischen Wohltätigkeitsorganisation wird in diesem Milieu noch als mögliche Inszenierung der Betroffenen selbst raunenhaft weitergereicht.

Enthüllt hat das der britische Telegraph. Im Zentrum steht die Gruppe „Greens for Palestine“, eine linksradikale Basisströmung innerhalb der Green Party. Ausgerechnet diese Gruppe hatte ihre Anhänger noch kurz zuvor zu „Selbstmoderation“ aufgerufen. Man solle nicht „anbeißen“, hieß es dort, und sich stets fragen, wie eigene Aussagen wohl auf einer Zeitungs-Titelseite aussehen würden. Schon dieser Satz verrät alles. Nicht die Entgleisung ist das Problem. Das Problem ist, dass man nur nicht dabei erwischt werden will.

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— The Telegraph (@Telegraph) March 27, 2026

Denn parallel zu diesem Aufruf fielen im Gruppenchat genau jene Sätze, vor denen man nach außen gewarnt hatte. Eine Teilnehmerin verteidigte ausdrücklich, jüdische Demonstranten eben als Juden und nicht als Zionisten zu bezeichnen. Es seien Juden gewesen, schrieb sie, und man solle keine Angst haben, das zu sagen. Dann folgte der Satz, der jeden Rest der Fassade zertrümmert: „Sie sind ein Scheusal für diesen Planeten.“ Wer so spricht, spricht die Sprache der Entmenschlichung.

Die Campaign Against Antisemitism erklärte deshalb, solche Ansichten stammten „direkt aus Nazi-Deutschland“. Schärfer lässt sich der Befund kaum ziehen. Und doch ist er nicht überzogen, denn die Struktur ist dieselbe: Aus einer politischen Gegnerschaft wird eine kollektive moralische Verderbtheit gemacht, aus einem Konflikt ein Wesensurteil, aus Menschen ein Makel der Schöpfung. Wer eine religiöse Gruppe in dieser Weise beschreibt, hat die Schwelle vom Fanatismus zur offenen Menschenfeindschaft längst überschritten.

Besonders entlarvend ist dabei die Selbstgerechtigkeit dieses Milieus. Im internen Papier heißt es: „Unsere Sache ist eine gerechte – wir sind die Guten.“ Genau in diesem Satz liegt das ganze Elend der modernen moralisierenden Linken. Sie hält sich für gut und glaubt deshalb, sich jede Niedertracht leisten zu dürfen. Wer sich selbst zum Lager der Guten erklärt, braucht keine Hemmung mehr. Dann wird der Gegner nicht mehr kritisiert, sondern moralisch vernichtet. Dann ist Hass kein Laster mehr, sondern Haltung.

Selbst die vorwiegend antisemitische Labour Partei forderte Zack Polanski zum Handeln auf. Auch die Konservativen reagierten mit scharfer Kritik. Doch der eigentliche Skandal liegt tiefer. Die Green Party ist in den Umfragen gestiegen, sie hat viele neue Mitglieder gewonnen, und zugleich wächst die Gewissheit, dass mit diesem Aufschwung auch Kräfte in die Partei drängen, die den alten Judenhass nur mit neuen Vokabeln ausstaffieren. Jüdische Mitglieder warnen bereits, ein Antrag auf der Frühjahrskonferenz könne Zionismus pauschal als Form von Rassismus behandeln. Damit bekäme die Partei ein politisches Instrument in die Hand, mit dem sich jüdische Mitglieder allein wegen ihrer Bindung an die eigene Gemeinschaft an den Rand drängen ließen.

Sollte dieser Antrag tatsächlich durchgehen, wäre eine Grenze überschritten, die in Großbritannien seit Jahrzehnten als unüberschreitbar galt. Dann würde der Antisemitismus nicht mehr bloß in Chats, Milieus und Fraktionsrändern wuchern, sondern als offizieller Parteiwille besiegelt. Ein Verwandter Polanskis brachte die Fallhöhe dieses Schritts in der Daily Mail brutal klar auf den Punkt: Dann würden die Grünen zur antisemitischsten Partei der britischen Geschichte seit Oswald Mosleys British Union of Fascists. Allein dass ein solcher Satz inzwischen aus dem eigenen Familienumfeld des Parteichefs kommt, zeigt, wie tief das Entsetzen reicht.

Denn hier geht es längst nicht mehr um eine bloße innerparteiliche Meinungsverschiedenheit. Wer einen Beschluss möglich macht, der jüdischen Parteimitgliedern faktisch die politische und moralische Legitimität entzieht, räumt den alten Judenhass nicht aus dem Weg, sondern gießt ihn in Programmsprache. Dann wird aus der Radikalität eines Flügels die Handschrift einer Partei. Der Skandal wäre nicht nur der Inhalt des Antrags, sondern dass eine Parteiführung überhaupt zulässt, dass ein solcher Satzungsweg als Fortschritt verkauft wird.

Noch vernichtender ist das Urteil eines weiteren Familienmitglieds Polanskis. Dass Polanski schwul und jüdisch ist, sich aber an ein Milieu einschmiegt, dessen ideologische Grundierung allem widerspricht, wofür er angeblich steht, gilt dort nur noch als Form politischer Selbstverleugnung. Der Vergleich sitzt gerade deshalb so hart, weil er das Elend präzise trifft: Einer, der die eigene Existenz verrät und anderen auch noch empfiehlt, derselben Verachtung Beifall zu klatschen.

Hier zeigt sich die ganze Verwahrlosung dieser neuen grünen Radikalität. Herkunft, jüdisches Erbe, Minderheitenstatus, sexuelle Identität, all das taugt in diesem Lager nur noch als dekorative Hülle, solange es der ideologischen Linie nützt. Sobald die neue Heilslehre etwas anderes verlangt, wird alles abgeräumt. Wer sich ihr aus Ehrgeiz andient, wird nicht zum Vermittler, sondern zum Aushängeschild eines Milieus, das selbst seine offensten Widersprüche noch als moralische Überlegenheit ausstellt.

Dass nach der Anfrage des Telegraph plötzlich darüber gesprochen wurde, den Chat zu löschen und auf andere Plattformen auszuweichen, macht die Sache nicht kleiner, sondern größer. Wer in solchen Momenten nur die Kommunikationswege wechseln will, zeigt, dass nicht der Hass als solcher stört, sondern bloß seine Sichtbarkeit. Noch. Selbst bei der Diskussion über Signal brach dann schon wieder der nächste Verdacht hervor, die Plattform könne womöglich israelisch kontrolliert sein. Diese Denken frisst sich inzwischen durch jede linke Ritze. Hinter allem wird eine jüdische Macht vermutet, hinter jedem Vorgang ein verdeckter Plan, hinter jeder Kritik eine finstere Steuerung. Es ist der alte Wahn im Vokabular des linken und grünen Aktivismus.

Die Grünen in Großbritannien haben sich entschieden ein Sammelbecken für jene zu sein, die ihren Hass auf Juden als Menschenrechtsrhetorik verkleiden. Es geht nicht mehr um Ausreißer. Es um ein Milieu – eine Melange aus linken, grünen und muslimischen Antisemiten, die ihre Stunde im Westen als gekommen sehen.

Der Satz von den „Guten“ bleibt deshalb als bitterste Pointe stehen. Gerade dort, wo man sich selbst am lautesten für moralisch überlegen hält, quillt oft der älteste Hass hervor. Nicht trotz der Pose des Guten, sondern aus ihr. Wer sich für unfehlbar hält, endet schnell bei der Verachtung des Menschen. Genau dort die britischen Grünen angekommen.

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