Mit dem Rad gegen „Rechts“: Linke Agitation gegen Apollo News

Die Initiative „Apollo Nö“ ruft zum Protest gegen Apollo News auf, die taz veröffentlicht als Wink mit dem Zaunpfahl die genaue Adresse der Redaktion. Niedertracht, die nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass die Zeiten unangefochtener Meinungshegemonie vorbei sind.

IMAGO / dieBildmanufaktur, TE-Collage
Symbolbild

Linke stehen ein für Meinungsfreiheit, Vielfalt und Toleranz. Jedenfalls solange ihnen niemand widerspricht. Dann kann es unangenehm werden für Menschen, die der irrigen Auffassung sind, Vielfalt bedeute, dass im Meinungsspektrum Platz für unterschiedlichste, ja, sogar gegensätzliche Ansichten sei.

Eines der liebsten Feindbilder linker Meinungsmonopolisten sind neue Medien: Wer es wagt, die Illusionen und die selektive Wahrnehmung der Linken zu hinterfragen, oder auch bloß Fakten darzulegen, die nicht zu woken Narrativen passen, gilt als Feind, wird diffamiert und verleumdet.

Die jüngste Agitation gegen Meinungs- und Pressefreiheit richtet sich gegen Apollo News. Die Redaktion des Magazins ist innerhalb Berlins umgezogen und hat sich ausgerechnet in Kreuzberg niedergelassen. Das geht natürlich gar nicht in einem freien Land.

Deshalb mobilisiert die linke Szene der Hauptstadt und ruft mit der Initiative „Apollo Nö“ zur „Fahrrad-Demo“ gegen Apollo News auf – und, der Vollständigkeit halber, auch gegen „Nius und neurechte Medien“.

Hauptsache "gegen Rechts"
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Mit der Ankündigung der Demonstration beweisen die Linken mal wieder ein Maß an kabarettistischem Talent, das jeden Satiriker arbeitslos macht: Das Fahrrad als klimakompatibles Gefährt im Kampf gegen Rechts. Man kann es sich nicht ausdenken. Eine überaus gelungene Selbstparodie – würde diese Szene nicht von einem Fanatismus angetrieben, der Selbstreflexion oder gar Selbstironie unmöglich macht.

Das „rechte[n] Medienportal“ Apollo News bediene neben „Rassismus und Kulturkampf, Antifeminismus und Queerfeindlichkeit“ auch „das Phantasma einer linken Meinungsdiktatur“, behaupten die Initiatoren des Protests auf dem Flyer, der zur Demo einlädt.

Klar. Wenn angesichts des Einzugs eines Medienunternehmens dazu aufgerufen wird, „gemeinsam Lärm“ zu machen unter dem Motto „Kein Raum für rechte Medien“, wirkt die Annahme, es existiere eine linke Meinungsdiktatur, doch ziemlich weit hergeholt.

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Trotz der irren Komik dieser Ankündigung hat die Angelegenheit einen durchaus ernsten Kern: Diskreditierung und Druck sind nur die ersten Schritte. Ein signifikanter Teil der linken Szene schreckt vor Gewalt nicht zurück; die Bereitschaft, Gewalt gegen Andersdenkende zu bagatellisieren und zu exkulpieren, ist in linken Kreisen hoch, selbst weitab vom Linksextremismus. Einschüchterungsversuche bis hin zu tätlichen Angriffen kennen auch Mitarbeiter von Tichys Einblick zu Genüge.

Unanständig und gegen jede kollegiale und journalistische Fairness ist in diesem Zusammenhang das Verhalten der taz. Die nämlich hatte die Demonstration angekündigt und im selben Atemzug genüsslich die genaue Adresse von Apollo News veröffentlicht.

Erik Peter, Leiter der Berlin-Redaktion der Zeitung, merkt natürlich nicht, dass er durch dieses Verhalten das linke Selbstbild zerrupft: Zunächst wird darauf hingewiesen, dass auch Nius bereits in Kreuzberg ansässig ist. Sodann bemerkt er süffisant: „Nun ist auch ‚Apollo News‘ in dem Bezirk gelandet, der für Rechte eigentlich selbst ernannte No-go-Area ist“. Hier unterstützt man also genau jene linke Dominanz, deren Wahrnehmung man als absurde rechte Paranoia darstellt. Der taz gelingt es damit einmal mehr, das eigene Niveau zu unterbieten.

Es ist nicht überraschend, aber immer wieder bemerkenswert, mit welcher Selbstverständlichkeit Linke Hegemonie beanspruchen und meinen, dass die ungeschriebenen (und teils auch die geschriebenen) Gesetze einer freiheitlichen und demokratischen Ordnung für sie nicht gelten.

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Die Redakteure von Apollo News tun das einzig Sinnvolle: Sie machen den Einschüchterungsversuch transparent und legen dabei ihrerseits den Humor an den Tag, den man bei Linken schmerzlich vermisst. Apollo-Redakteurin Larissa Fußer gibt den Demonstranten hilfreiche Tipps, damit sie ihren Protest zielgerichtet adressieren können: „Liebe Antifa, da Ihr uns jetzt ja offenbar beobachtet: Ihr erkennt uns an den sitzenden Klamotten, frisierten Haaren und am frisch geduschten Geruch“, ruft sie ihnen über X zu – in Kreuzberg wahrscheinlich tatsächlich kein alltäglicher Anblick.

Chefredakteur Max Mannhart zeigt sich kämpferisch, wählt aber statt Herumgepolter feinen Spott: Er bedankt sich für die PR, die ihm seine Gegner kostenlos bescheren. Mit dem Umzug sei man „tiefer ins Herz, ins Epizentrum der neuen Linken vorgedrungen“. Apollo News sehe es als Auftrag, dorthin zu gehen, „wo die Probleme liegen“.

Tatsächlich wird Apollo News bereits seit geraumer Zeit bedrängt, schon 2025 hatte sich eine Flyerkampagne am damaligen Standort in Alt-Treptow gegen das Online-Magazin gerichtet, unter anderem war die Partei Die Linke an einer Veranstaltung beteiligt, auf der darüber beraten wurde, wie man Apollo News „einen Riegel vorschieben“, „auf die Tasten treten“, ihnen „das Leben unbequem“ machen könne – typisch linke Diktion, die von jedem, der mag, als Aufruf zu Gewalt verstanden werden kann.

Die Gelassenheit der Chefredaktion kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass derartige Repressalien nicht harmlos sind. Mitarbeiter sollen in Angst versetzt, Geschäftspartner und Unterstützer abgeschreckt werden. Andererseits legt die Art des Protests eine gewisse Hilflosigkeit offen: Die Zeiten, in denen Linke alles und jeden canceln und sozial vernichten konnten, neigen sich dem Ende zu. Mit jeder Attacke von links steigern sich der Zuspruch und die Unterstützung für Medien, die sich der Meinungsdiktatur entgegenstemmen. Das belegt, dass die öffentliche Meinung der als „Mainstream“ bezeichneten veröffentlichten Meinung immer weniger entspricht.

Linker Agitation gelingt es immer weniger, zu verschleiern, was sie ist: Ein lächerlicher, unreifer, plumper Versuch, die Wirklichkeit durch opportune Narrative zu ersetzen.


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Kommentare ( 50 )

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Klaus Kabel
24 Tage her

Diese Aktionen strotzen vor Dummheit. Aber was will man von dem linksgrünen Pöbel erwarten.

Last edited 24 Tage her by Klaus Kabel
Privat
24 Tage her

Einbuchten das links/exremistische kriminelle Pack.

fatherted
24 Tage her

Die Hammerbande auf zwei Rädern.

spindoctor
23 Tage her

Klar benennen, und nicht vergessen: Es ist die deutsche Justiz, die diesem kommunistischen Prekariat Flankenschutz gewährt, finanziert vom Brandmauerkombinat aus dem allgemeinen Steueraufkommen.
“Wir haben die gesamte Führung fast aller Berliner Sicherheitsbehörden ausgetauscht und dort ziemlich gute Leute reingebracht. Bei der Feuerwehr, der Polizei, der Generalstaatsanwaltschaft und auch beim Verfassungsschutz. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft bemerkbar macht.“ Benedikt Lux (Grüne) in einem Interview mit nd-aktuell vom 14.08.2020 (Überschrift: „Kein fairer Boxkampf“)

thomas der unglaeubige
23 Tage her

Ja, wir müssen begreifen, dass diese moralisch über allen stehenden Antifaschisten die neuen Faschisten im Wortsinn sind. Noch ist ihre Gewalt überwiegendverbal, richtet sich gegen Sachen aber zunehmend auch gegen Menschen (siehe Vorfall in Rostock, siehe Hammer,bande, siehe Gewalt gegen Polizei und gegen Demonstranten, siehe Connewitz, siehe Vorbereitungen zum AfD Parteitag in Erfurt, und so weiter ). Deutschland kämpft aber fast ausnahmslos gegen rechts, obwohl alle Statistiken tatsächliche, körperliche und dingliche Gewalt den linken zu schreiben/Antifa und Co. KG. Keiner kann mir sagen, dass das nicht gewollt ist. Es wird toleriert, und insgeheim von SPD, Grünen und CDU sicherlich geduldet.… Mehr

luxlimbus
23 Tage her

Gähn, ….

Sabine Schoenfelder
23 Tage her

…..und noch mit Maske…😂..so dämlich wie überflüssig….so feige, wie faschistoid…

Hairbert
23 Tage her

Eine über fünf Jahrzehnte andauernde linke Unterwanderung von sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen und Institutionen bringt natürlich solche Ergebnisse hervor…
Bleibt die Frage, ob eine Rückabwicklung einer solch massiven Durchdringung überhaupt noch möglich ist. Eine Entnazifizierung war nach kurzen „tausend Jahren“ noch möglich und es gab ja auch externe Hilfestellung. Aber wer soll heute, nach einem halben Jahrhundert Fehlorientierung sowie dem eisernen Würgegriff der EUzis, unser Land und Gesellschaft wieder auf den Kurs von Einigkeit und Recht und Freiheit bringen?!

Last edited 23 Tage her by Hairbert
Deutscher
23 Tage her

Wie immer maskiert, diese Feiglinge. Im Dritten Reich wären diese „Antifaschisten“ nur durch besonders volle Hosen aufgefallen.
Einem Georg Elser hätten diese Versager nicht mal das Werkzeug putzen dürfen.

MeHere
23 Tage her

Wenn die vermummt sich, dann ist es keine Demo …. Sondern eine Straftat … im Prinzip der Beweis, dass linkswoke gerne auf Krawall aus sind

Positivsteuerung
23 Tage her

Beim Projekt M1llion in Berlin am 8. Juni wurde rhythmisches Trommeln verboten, weil es „militärisch“ aufgefasst würde.
Das kann hier bei den Linken nicht passieren – nicht nur mangels musikalischer Ausbildung – denn alles, was größer als ein Tenorhorn ist, passt nicht in ein Lastrad. Bei einem Schlagzeug-Set müssen sie dann kapitulieren. Aber ein Feuerzeug für die Mülltonnen und Carports von Anwohnern geht.

A rose is a rose...
24 Tage her

Diese jungen Journalisten sind eben genau das, was linke Fanatiker maximal triggert: sie sind wortgewandt, charmant, witzig und absolut professionell. Dazu legen sie einen Pragmatismus an den Tag, selbst im Angesicht einer realistischen Bedrohung, von dem sich sowohl viele der Hauptstadt-Journalisten als auch Politiker eine Scheibe abschneiden könnten.
Alles Gute, liebes Apollo-Team, bleibt, wie ihr seid!

Judith Panther
24 Tage her

Man soll ja nicht immer Vergleiche ziehen zwischen den linken Schlägertruppen und ihren Stasimethoden mit denen der DDR- und der Nazidiktatur.
Aber wie kommt es dann, daß ich mich immer öfter an den Film „Cabaret“ erinnert fühle?