Die Rückabwicklung gestaltet sich zäh: Nun entscheidet auch einer der beiden Welt-Dartverbände, in seinen Frauenturnieren nur noch Frauen zuzulassen. Transgenderaktivisten schlagen Alarm – obwohl den Sportlern weiterhin alle Wettbewerbe der offenen Kategorie offen stehen.
picture alliance / empics | John Walton
An Frauen-Wettbewerben der Professional Darts Corporation (PDC) dürfen nur noch biologische Frauen teilnehmen. Das besagen neue Regularien, die sich die PDC, neben der World Darts Federation (WDF) der zweite große Welt-Dartsverband, gegeben hat. Mit diesem Schritt werden Männer, die sich als Frau identifizieren, von der Teilnahme in Frauenkategorien ausgeschlossen.
Laut PDC sei Dart als Sportart einzustufen, in der geschlechtsspezifische Unterschiede eine signifikante Rolle spielen. Dies entspricht einem Bericht der englischen Entwicklungsbiologin Emma Hilton. Diese führt unter anderem Körperbau und größere Muskelmasse an, die Männern gegenüber Frauen Vorteile beim Dart verschaffen.
Transsportler Noa-Lynn van Leuven äußerte sich bestürzt über die Entscheidung. Der Dartspieler hatte sich bereits 2014 einer operativen Geschlechtsumwandlung unterzogen und die Transition 2022 abgeschlossen. Seitdem hatte er an den Turnieren der PDC in den Frauenkategorien teilgenommen.
In der offenen Kategorie darf van Leuven weiterhin antreten. Das sind alle Turniere außer den Women’s series und dem Women’s World Matchplay.
Dennoch erklärt der Sportler, nicht mehr teilnehmen zu dürfen, und beklagt die Entscheidung als Karriereende: Er sei mit 29 Jahren „in Rente geschickt“ worden, ließ er auf Instagram verlauten. Die Entscheidung sei ein „schwerer Schlag für die Trans-Community, insbesondere nach den jüngsten Entscheidungen des IOC. Jeden Tag wird es schwerer für Trans-Personen, zu existieren“, so van Leuven.
Er bezieht sich in seiner Stellungnahme auf die Ankündigung des IOC, in Zukunft nur noch biologische Frauen in Frauenkategorien der Olympischen Spiele zuzulassen. Sportlerinnen müssen sich gemäß einer neuen Richtlinie Geschlechtertests unterziehen.
Damit setzt sich die zähe Rückabwicklung der Implementierung der Transgenderideologie im Sport fort: Zunächst hatte Donald Trump verfügt, insbesondere Mädchen und junge Frauen im Hochschulsport davor zu schützen, im Wettkampf mit biologischen Männern konkurrieren zu müssen.
In den USA ist der Hochschulsport prestigeträchtig und von großer Bedeutung. Hier hatten Sportlerinnen nicht nur etwa in Leichtathletik und Schwimmen Medaillen an Männer verloren, sie waren auch, zum Beispiel in Ballsportarten, erhöhter Verletzungsgefahr ausgesetzt, weil ihnen im Wettkampf körperlich überlegene Männer gegenüberstanden.
Ausgehend von der Abschaffung der Privilegien für männliche Transsportler in den USA zogen auch andere Organisationen nach. So hatte bereits 2025 die englische Football Association ihre Regeln entsprechend angepasst.
Zuletzt hatte der Boxer Imane Khelif Schlagzeilen gemacht, der im olympischen Frauenboxen 2024 die Goldmedaille geholt hatte. Dass hier in einer Kontaktsportart die körperliche Überlegenheit faktisch dazu geführt hatte, dass Frauen von einem Mann gleichsam zusammengeschlagen wurden, hatte weltweit Empörung ausgelöst und den Rückhalt für männliche Sportler, die in Frauenkategorien antreten, geschwächt.
Nichtsdestotrotz pochen Sportler wie Noa-Lynn van Leuven nach wie vor darauf, dass es ihre Rechte und „Existenz“ als Transperson einschränke, aufgrund biologischer Gegebenheiten nicht als Frau anerkannt zu werden.







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