Heilen statt Vernichten: Eine Revolution aus Deutschland

Die Medizin steht vor einem großen Problem: Immer mehr Krankheitserreger sind resistent gegen Antibiotika. Ein Hidden Champion aus Bayreuth verspricht den Ausweg – gute Bakterien stärken, um die Schlechten zu bekämpfen.

 

Kämpft unsere Medizin seit 150 Jahren gegen den falschen Feind?

In diesem spektakulären Interview spricht Markus Graf Matuschka von Greiffenclau, Geschäftsführer des deutschen Biotech-Labors Lysando, über den neuen Superstar der Medizin: das Mikrobiom – und warum es uns dazu zwingt, unser bisheriges Verständnis von Hygiene, Sterilität und Antibiotika grundlegend zu überdenken.

Als „Mikrobiom“ bezeichnet man die vielen Milliarden Mikroorganismen, die unseren Körper besiedeln, vor allem auf der Haut und im Darm. Zwei bis drei Kilogramm unseres Körpergewichts bestehen aus Mikroorganismen – Bakterien, Viren und Pilzen. Schon lange weiß man, wie wichtig das Mikrobiom für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden ist. Doch noch immer setzt die moderne Medizin vor allem auf „Keimfreiheit“. Dass immer mehr schädliche Erreger resistent gegen Antibiotika sind, hat ihre seine Ursache.

Das deutsche Biotech-Labor ist weltweit führend bei der Entwicklung einer Antibiotika-freien Technologie, die unser natürliches Mikrobiom nutzt, um Wundinfektionen und chronische Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Akne erfolgreich zu bekämpfen.

Der deutsche „Hidden Champion“ erklärt sein Konzept von Heilung durch Balance statt durch Zerstörung: Nicht auf das Töten von Bakterien kommt es an, sondern auf das Management unseres körpereigenen Ökosystems.

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Kommentare ( 21 )

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21 Comments
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Judith Panther
11 Tage her

„Kämpft unsere Medizin seit 150 Jahren gegen den falschen Feind?“
Kann man wohl sagen! Ihr Hauptfeind ist nämlich die Gesundheit.
Die ruiniert ihnen nur das Geschäft.
„Unsere Medizin“ hat mit Heilung ungefähr so viel am Hut wie „Unsere Demokraten“ mit Demokratie.
Das Motto der Pharmafiosi: „A patient cured ist a customer lost“ – Jeder Gesunde ist ein verlorener Kunde.
https://www.cnbc.com/2018/04/11/goldman-asks-is-curing-patients-a-sustainable-business-model.html
„Unsere Medizin“ belegt auf der Liste der häufigsten Todesursachen die ersten zehn Plätze.
Danach kommen die Sieben Todsünden und den Rest belegen Dummheit, Bosheit und Politiker.

Last edited 11 Tage her by Judith Panther
Bambu
13 Tage her

Ein sehr spannendes Thema. Ich habe in meinem persönlichen Bereich hierzu bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich persönlich meide so weit als möglich Medikamente, Zucker und Alkohol, um diese komplexen Zusammenhänge nicht zu stören. Seither bin ich weitaus gesünder, leistungsfähiger und resistenter gegen Viren.

Unglaeubiger
13 Tage her

Also, die Deutschen sind die ewigen Besserwisser und lehnen selbstverständlich alles „Neue“ ab, erst recht wenn es nicht von gekauften Wissenschaftlern und einem Öffentlich Rechtlichen Medium verbreitet wird! Wie war das früher, so vor 40, 50, 60 Jahren? Die Kinder spielten im Dreck, dieser landete auch in kleineren Mengen im Magen und waren größtenteils immuntechnisch pumperlgesund im Vergleich zu heute mit den tausenden von Impfungen. Aber nein, diese ganzen neuzeitlichen Krankheiten haben ganz bestimmt nix damit zu tun, gelle?

HansKarl70
13 Tage her

und ich hab immer nach einem Hinweis auf Satire gesucht.

OJ
13 Tage her

Jahrhundertelang haben wir uns mit Händewaschen, sterilen OP-Sälen und Penicillin lächerlich gemacht – dabei hätten wir einfach nur mehr Dreck fressen und unsere Darmbewohner knuddeln müssen. Jetzt kommt ein Graf aus Bayreuth, um uns zu erklären, dass die bösen Bakterien eigentlich die Guten sind. Aber wehe, du gehst mit Tuberkulose zum Arzt – der verschreibt dir immer noch dieses primitive Gift namens Antibiotikum. Bald gibt es nur noch zwei Sorten Menschen:
Resistente Keimschleudern und Mikrobiom-Yogis mit Adelspatent.

Bambu
13 Tage her
Antworten an  OJ

Ich halte den Ansatz für sehr vielversprechend. Unsere ganze Medizin ist symptombezogen aufgebaut. Viele Erkrankungen sind die Folge der verordneten Medikamente, weil diese das Gleichgewicht im Körper stören und als Nebenwirkung die Funktion der Organe einschränken. Beschäftigt man sich mit den Ursachen von Erkrankungen, dann kommt man an diesem Thema nicht vorbei.

Multivan-Fan
13 Tage her

Als zum 5. Mal von „Viechern“ die Rede gewesen ist war ich raus. Das wird der Wichtigkeit und dem Bedeutung des Themas dann nicht gerecht. Beim Thema „…erreicht auch einfache Magazine….auch Frauenmagazine..“ konnte ich noch schmunzeln aber das Interview wirkt dann volkstümlich, ohne Not.

BeastofBurden
13 Tage her

Interessant, danke für den Einblick in alternative Behandlungsmethoden.

Das hier klingt ebenfalls interessant: https://de.wikipedia.org/wiki/Phagentherapie

Edwin Rosenstiel
13 Tage her
Antworten an  BeastofBurden

Der Bakteriophage T1/2 ist wohl der bekannteste, der oft abgebildet wird, wie er auf einer Zelle sitzt, und nach Auflösung der Zellmembran sein Genom in die Zelle injiziert. Er ist eigentlich ein einfaches Virus: Der Bakteriophage T1 ist ein lytischer Virus, der spezifisch Escherichia coli und verwandte Enterobakterien infiziert. Er gehört zur Familie der Drexlerviridae (Siphoviren) und ist bekannt für seine hohe Stabilität sowie die Fähigkeit, in molekularbiologischen Laboren als hartnäckiger Kontaminant aufzutreten, da er resistent gegen Standard-Autoklavierverfahren sein kann. T1 besitzt ein Genom aus doppelsträngiger DNA (dsDNA) mit ca. 48,9 kbp. (google KI). Ist gar nicht so weit weg von den mRNA „Impfstoffen“. die… Mehr

alter weisser Mann
13 Tage her

Nach den Goldkäfern nun die Wunderheiler auf TE, passend zur hier für gewöhnlich geschalteten Werbung am Seitenrand.
Der Medizin 150 Jahre Fehlentwicklung vorzuhalten ist reichlich perfide.
Als hätten ein Semmelweiß (Retter der Mütter) und andere Hygieniker zu ihrer Zeit das fasche Konzept verfolgt. Als hätte man auf die Antibiotika verzichten sollen, um auf die Versprechungen des Graf Matuschka von Greiffenclau zu warten.

Deutscher
13 Tage her

Ein Scharlatan.

Gut oder schlecht ist immer eine Frage der Quantität.

Last edited 13 Tage her by Deutscher
Hendo Renka
13 Tage her

Warum ist in Deutschland alles so schwierig? Behandlung mit Phagen z.B. ist ein nach meinen Informationen ein sehr guter Antibiotikaersatz, wird aber nur in den ehemaligen Ostblockländer eingesetzt.