Der emotionalste Moment in der State of the Union Address von US-Präsident Donald Trump: Sein Aufruf zum Gedenken an Iryna Zarutska, die im August 2025 in Charlotte, North Carolina, ermordet worden war. Während die Republicans aufstanden und applaudierten, blieben zahlreiche Democrats demonstrativ sitzen.
picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Matt Rourke
Donald Trump reagierte sichtlich empört und fragte mehrmals in die Runde: „How do you not stand? How do you not stand for a mother who lost her daughter to a monster who should have never been on our streets? You should be ashamed of yourselves.“ Das Verhalten der Dem-Politiker sorgte auch für massive Kritik auf Plattformen wie X und Facebook, wo Social-Media-Nutzer die Dems als respektlos und herzlos beschimpften. Der US-Präsident nannte den Mordfall als einen der Gründe für seine Forderung nach härteren Strafen für Wiederholungstäter – und er versprach Anna Zarutska Gerechtigkeit für ihre Tochter.
Auch Nancy Pelosi blieb sitzen
Das Benehmen der Dems im US-Kongress war tatsächlich höchst irritierend: Während die Republicans Standing Ovations gaben, blieben viele prominente Democrats – darunter auch Nancy Pelosi und Chuck Schumer – sitzen, was als offene Missachtung gegenüber Opfer und Familie interpretiert wurde. Auf den Social-Media-Kanälen hagelte es Vorwürfe: Viele Nutzer sprachen von einem „disgraceful moment“ und von einem „Fehlen jeglichen Anstandes“. Kommentare wie „Democrats are a disgrace“ oder „Shame on those who would not stand for a grieving Mother“ wurden auf den Social-Media-Plattformen gepostet.
"Even Erika Kirk. Can't we just be more kind to a WIDOW? How can't we acknowledge that?" 💯
"I clapped for the family that lost… pic.twitter.com/VMCMIBY8VC
— Eric Daugherty (@EricLDaugh) February 25, 2026
Die Dems müssen sich auch den Vorwurf gefallen lassen, parteipolitisches Kalkül über menschliche Empathie zu stellen – insbesondere, da sie bei anderen Gedenken bisher durchaus aufgestanden waren. X-User bezeichneten das Verhalten als „most radicalizing moment“ und als Beweis für eine tiefe moralische Entfremdung.
Der Kontrast zwischen den stehenden Reps und den sitzenden Dems verstärkte den Eindruck einer tief gespaltenen Nation. Auf X wurde der Moment vielfach als Symbol für eine Partei gesehen, die Opfer grausamer Gewalt ignoriere, um politische Narrative zu schützen.
Vor dem Krieg geflüchtet, in den USA ermordet
Iryna Zarutska floh 2022 vor dem Krieg aus Kiew in die USA. Am 22. August 2025 stieg die junge Frau abends in die Lynx Blue Line, eine Straßenbahn in Charlotte, ein. Der Täter, Decarlos Dejuan Brown Jr., ein 34-Jähriger mit zahlreichen Vorstrafen – darunter mindestens 12 Verhaftungen wegen Gewaltverbrechen wie Raub und Bedrohung –, saß hinter ihr. Ohne erkennbaren Grund zog er ein Taschenmesser, klappte es auf und stach Zarutska dreimal von hinten in den Hals. Die Attacke dauerte nur Sekunden und wurde von Überwachungskameras festgehalten.
Trotz Rettungsversuchen einiger Fahrgäste starb die 23-jährige Ukrainerin noch am Tatort. Brown wurde kurz darauf auf dem Bahnsteig East/West Boulevard festgenommen. Er wurde wegen Mordes ersten Grades angeklagt und zusätzlich mit bundesrechtlichen Vorwürfen wegen Gewalt in einem Massentransportsystem konfrontiert. Sein Fall machte die Praxis von wiederholten Kautionen und Haftentlassungen trotz Vorstrafen erneut zum Thema – inklusive den Vorwürfen, dass eine liberale Justiz- und Kriminalpolitik versagt hätte.
Der aktuelle Vorfall im Kongress wird noch lange in Erinnerung bleiben – als ein moralischer Tiefpunkt der Politik .

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