Annalena Baerbock und António Guterres ehren 136 getötete UN-Mitarbeiter. Unter ihnen: Imad El Samhouri, UNRWA-„Schulleiter" und nach einem Hamas-Video zu urteilen auch Feldkommandeur der Kassam-Brigaden. Bei den Vereinten Israelhassern macht man das, was man am besten kann.
Screenprint UN
Es gibt bizarre Vorgänge, für die selbst die an Bizarrheiten keineswegs arme Vereinten Nationen kein Satireprogramm mehr benötigen. Am 8. Juni versammelte sich die getrost als armselig zu bezeichnende Führung der Organisation in New York zur jährlichen Gedenkstunde für Mitarbeiter, die 2025 im Dienst ums Leben gekommen waren. Der große Antisemit UN-Generalsekretär António Guterres, die bald scheidende Präsidentin der Generalversammlung und Lachnummer Annalena Baerbock und die damalige Präsidentin des Sicherheitsrats entzündeten eine „ewige Flamme“. 136 Tote wurden geehrt. Darunter 80 Mitarbeiter des hochumstrittenen und mit Hamas-Funktionären durchzogene Palästinenserhilfswerks UNRWA im Gazastreifen.
Einer der Namen auf der Liste lautete dann auch Imad Yousif El Samhouri. Jahrelang Lehrer und Schulleiter der UNRWA. So, wie die Grüne wie Baerbock es gerne mögen. Und nach den von UN Watch veröffentlichten Unterlagen zugleich ein Feldkommandeur der Hamas. Die Organisation stützt sich dabei auf ein „Märtyrer“-Video der Hamas selbst. Darin wird El Samhouri nach Angaben von UN Watch als Feldkommandeur des Muhammad-al-Shamali-Bataillons der Kassam-Brigaden vorgestellt. Auf den Aufnahmen ist er bewaffnet und in Kampfmontur zu sehen, außerdem beim Verlassen von den von der Hamas ausgehobenen Tunneln.
Die Vereinten Nationen haben also offenbar einen Mann in ihre offizielle Totenehrung aufgenommen, dessen Berufsleben nach den veröffentlichten Aufnahmen aus Maschinengewehren, Granaten, Hamas-Tunneln und Dschihad bestand. UNRWA-Tätigkeiten und was dieser Mensch dort tatsächlich genau gemacht haben soll: will man da Worten von Antisemiten in der UN noch irgendeinen Glauben schenken?
UN Watch zitiert aus dem Hamas-Video Aussagen El Samhouris, wonach der Dschihad sein Weg sei und der Tod für Allah das höchste Streben. Auf weiteren Aufnahmen lobt er die Tunnel, aus denen Kämpfer überraschend gegen den „zionistischen Feind“ auftauchen könnten.
Noch brisanter sind die Vorwürfe über seine Tätigkeit als angeblicher Pädagoge. UN Watch erklärt, El Samhouri habe Hamas-Funktionäre in UNRWA-Schulen auftreten lassen und Schüler an Hamas-nahe Organisationen herangeführt. Fotos und öffentliche Beiträge in sozialen Netzwerken sollen außerdem seine Nähe zu Hamas-Funktionären und die Verherrlichung terroristischer Gewalt dokumentieren.
Bei der Gedenkfeier interessierten solche Feinheiten offenbar niemanden. El Samhouris Name wurde verlesen und angezeigt. Guterres erklärte über die Geehrten, es sei das „Privileg meines Lebens“ gewesen, mit Menschen wie ihnen zusammenzuarbeiten. Ja, das wissen mittlerweile alle, dass Guterres die Arbeit mit Judenhassern als Privileg seines Lebens sieht.
Das ergibt im Fall El Samhouri inzwischen eine ziemlich spezielle Form des Multilateralismus. Männer wie El Samhouri hätten „unsere Welt zu einem besseren Ort gemacht“. Niemand bei der Organisation scheint vor einer Zeremonie dieser Bedeutung geprüft zu haben, wen man da eigentlich zum Vorbild erhebt. Oder vielleicht ist es einfach auch völlig egal geworden.
Hillel Neuer, Direktor von UN Watch, fordert Guterres und Baerbock auf, diese Ehrung zurückzunehmen, sich bei den Opfern der Hamas zu entschuldigen und unabhängig untersuchen zu lassen, wie ein mutmaßlicher Hamas-Kommandeur über Jahre UNRWA-Schulen führen konnte. Außerdem verlangt er die Offenlegung sämtlicher bekannten Terrorverbindungen von UNRWA-Beschäftigten und Konsequenzen für Verantwortliche, die davon wussten oder hätten wissen müssen.
UN Watch beziffert die deutschen Zahlungen an UNRWA während Baerbocks Amtszeit als Außenministerin auf rund 570 Millionen Euro. Deutschland gehörte in dieser Zeit zu den größten Geldgebern der Organisation als Schnittstelle zum Terror der Hamas. Noch im Juli 2024 kündigte Baerbock weitere zehn Millionen Euro für UNRWA an.
Nach den israelischen Belegen über eine Beteiligung von UNRWA-Mitarbeitern am Massaker vom 7. Oktober 2023 untersuchte das UN-interne Kontrollbüro OIOS insgesamt 19 Fälle. Bei neun Mitarbeitern kam es zu dem Ergebnis, dass die vorliegenden Informationen auf eine Beteiligung hindeuteten; ihre Beschäftigungsverhältnisse wurden beendet.
Deutschland nahm die Zusammenarbeit mit UNRWA anschließend mehr als gerne wieder auf. Die Bundesregierung berief sich auf den Bericht der von der UN eingesetzten Colonna-Kommission, die Verbesserungsbedarf bei den Strukturen des Hilfswerks festgestellt und 50 Empfehlungen vorgelegt hatte. Das Auswärtige Amt erklärt bis heute selbst, auf dieser Grundlage habe die Bundesregierung entschieden, die Zusammenarbeit in Gaza wieder aufzunehmen. Es ist nichts weiter als mit deutschen Steuermillionen finanzierter Terror gegen Israel und gegen den Westen.
Baerbocks Verhältnis zur UNRWA war dabei nie nur finanzieller Natur. Schon 2022 empfing sie UNRWA-Chef Philippe Lazzarini in Berlin, besuchte eine UNRWA-Schule in Jordanien und erklärte Deutschland zum „verlässlichen Partner“ des hochdubiosen Netzwerks. Grüne und Muslime vereint im Hass auf Israel. Da kann auch schon mal ein Hamas-Terrorist geehrt werden, was soll der Geiz und die Zurückhaltung?


Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein