Der Auftritt der First Lady im Weißen Haus kam überraschend: Melania Trump bestritt entschieden, jemals enge Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gehabt zu haben. Gleichzeitig rief sie den US-Kongress dazu auf, eine öffentliche Anhörung aller Opfer zu ermöglichen.
Screenshot X / Michael Tracey
„Ich war niemals mit Jeffrey Epstein befreundet“, erklärte Melania Trump vor den versammelten Journalisten. Berichte, die Gegenteiliges behaupten, bezeichnete sie unmissverständlich als „Lügen“. Auch jegliche enge Beziehung zu Epsteins langjähriger Vertrauter Ghislaine Maxwell wies sie zurück. Zwar habe es „gelegentliche“ E-Mail-Kontakte gegeben, diese seien jedoch auf das gemeinsame gesellschaftliche Umfeld in New York zurückzuführen gewesen.
Besonders deutlich äußerte sich die First Lady zu kursierenden Inhalten in sozialen Medien: „Seien Sie vorsichtig, was Sie glauben. Diese Bilder und Geschichten sind völlig falsch.“ Seit Jahren würden manipulierte oder irreführende Darstellungen verbreitet, die sie in ein falsches Licht rückten. Welche konkreten Inhalte sie meinte, ließ sie offen.
Melania Trump betonte zudem, sie habe „niemals Kenntnis von Epsteins Missbrauchstaten“ gehabt. Auch stellte sie klar, dass ihr Ehemann, Präsident Donald Trump, ihr nicht von Epstein vorgestellt worden sei: „Wir haben uns zufällig kennengelernt.“ Der Präsident selbst hatte in der Vergangenheit wiederholt jegliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit der Causa Epstein bestritten. Es gibt bislang keine Beweise dafür, dass er in dessen kriminelle Aktivitäten verwickelt war. Zudem hatte Trump erklärt, dass er und Epstein sich bereits vor Jahren zerstritten hätten.
Epstein-Opfer sollen vor Kongress aussagen
Im Zentrum ihrer Stellungnahme stand jedoch ein politischer Appell: Melania Trump forderte den Kongress eindringlich auf, den Opfern eine öffentliche Plattform zu geben: „Geben Sie diesen Opfern die Möglichkeit, unter Eid vor dem Kongress auszusagen. Jede einzelne Frau sollte – wenn sie es wünscht – die Chance haben, ihre Geschichte öffentlich zu erzählen. Erst dann werden wir die Wahrheit erfahren.“
Diese Forderung findet parteiübergreifend Zustimmung: Der demokratische Abgeordnete Robert Garcia aus Kalifornien erklärte, man unterstütze den Vorschlag der First Lady ausdrücklich und forderte den Vorsitzenden des zuständigen Ausschusses auf, umgehend eine Anhörung anzusetzen. Tatsächlich untersucht der House Oversight Committee den Fall Epstein bereits seit geraumer Zeit, bislang jedoch überwiegend hinter verschlossenen Türen.
Drei Millionen Akten-Seiten zur Epstein-Causa
Parallel dazu hatten sowohl republikanische als auch demokratische Abgeordnete bereits Gespräche mit Opfern geführt. Dennoch beklagen viele Betroffene, dass ihnen bislang keine ausreichende Möglichkeit gegeben wurde, ihre Erfahrungen öffentlich darzulegen.
Auch die Veröffentlichung umfangreicher Epstein-Akten durch das Justizministerium Anfang des Jahres – mehr als drei Millionen Seiten – führte bislang zu keinen neuen Anklagen. Auch das Auftauchen konkreter Hinweise auf Kontaktpersonen in Deutschland und Österreich blieben ohne Folgen – die Justiz veranlasste bisher keine Ermittlungen.
Melania Trumps aktueller Auftritt steht auch im Gegensatz zum bisherigen Verhalten des US-Präsidenten: Während Donald Trump wiederholt die starke Fokussierung auf den Epstein-Komplex kritisierte und andere politische Themen in den Vordergrund rücken wollte, setzt die First Lady nun ein deutliches Signal in Richtung Transparenz und Aufarbeitung.



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> Auch die Veröffentlichung umfangreicher Epstein-Akten durch das Justizministerium Anfang des Jahres – mehr als drei Millionen Seiten – führte bislang zu keinen neuen Anklagen. Auch das Auftauchen konkreter Hinweise auf Kontaktpersonen in Deutschland und Österreich blieben ohne Folgen – die Justiz veranlasste bisher keine Ermittlungen. Ist das nicht merkwürdig? Auch wenn bisher eine wirklich „intimen“ Fotos mit Trumps auftauchten, sicher dürfte sein, dass mächtige Netzwerke Mitglieder schützen: >>>“Das Imperium über Epstein„<<< > „… vielleicht ist dies die eigentliche geopolitische Bedeutung der Epstein-E-Mails, jenseits der Verderbtheit, jenseits des Skandals, jenseits der Sensationslust: Sie zwingen einen, sich mit der Möglichkeit auseinanderzusetzen,… Mehr
mit der Wahrheit kommt man im deutschen Medienbereich (auch im alternativen) nicht weiter. Warum soll das bei TE anders sein. Diejenigen die faktenbasiert arbeiten bekommen halt sehr wenig Reichweite.Dr. Lüders oder Dr. Drewerman z.B.. Die charakterlich fragwürdigen Leute haben momentan Hochkonjunktur. Nach unten treten und nach oben kriechen ist momentan angesagt.
Melania Trump bestritt entschieden, jemals enge Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gehabt zu haben. Und das scheint auch plausibel. Sämtliche mir bekannten Fotos von Trump zusammen mit Epstein sind anscheinend in einem sozialen, öffentlichen Setting entstanden. In dem sich reiche New Yorker damals eben getroffen haben, ob sie persönlich Kontakt hatten oder nicht. Von Trump gibt es kein Foto im Zusammenhang mit E., in einem privaten, intimen Setting in einem Privatjet o.ä., mit einer jungen, unbekannten Frau an der Seite, anders als von einem gewissen Ex-Präsidenten. Was aber aufschlussreich von wenig Interesse ist für viele einschlägige Medien. Skandalisiert werden… Mehr
Zitat: „Melania Trump bestritt entschieden, jemals enge Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gehabt zu haben“
> Nun ja, und selbst wenn sie enge Verbindungen gehabt hätte, macht sie das ja nicht automatisch zur Mittäterin.
Selbstverständlich nicht. Aber in der Darstellung vieler Medien und vieler Menschen, die solche Medien konsumieren, bedeutet das ja schon Schuld, überhaupt im Kontakt gewesen zu sein. Genauso wie meinem Eindruck nach viele Menschen das Gefühl haben alles, was da im Zusammenhang mit Epstein passiert ist, sei strafbar gewesen. Soweit mir bekannt trifft das nicht zu. Glücklich der oder die, die glaubhaft sagen können dass sie keinen Kontakt hatten.
Hätte sie eine enge Verbindung gehabt, hätten die Demokraten längst Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um Trump zu schaden und die Öffentlichkeit aufzuhetzen. Und zwar schon vor der ersten Präsientschaft.
Epstein hatte einen Vorgänger – Roy Cohn -, bei dem man begründet davon ausgehen kann, daß er der Abteilungsleiter des Erpressungsnetzwerkes war, bis 1986 nach Cohns AIDS-Tod Jeffrey Epstein übernahm: https://en.wikipedia.org/wiki/Roy_Cohn Cohn hat gerne im kleinen Kreis damit angegeben, wen er alles erpressen könne. Damals hat das kaum einer geglaubt. Aus heutiger Sicht muss man das neu bewerten. Cohn war auch Mentor und väterlicher Freund von Trump: https://www.spiegel.de/geschichte/roy-cohn-der-mann-der-donald-trump-gross-machte-a-1118330.html Trump war nie auf Parties, wenn keine Presse zugegen war, und er trinkt niemals Alkohol. Er war wohl schon durch Cohn genau unterrichtet, wie das System funktioniert. Cohn/Epstein waren nicht die einzigen… Mehr