Am Freitag senkte die Ratingagentur Fitch ihren Ausblick für Frankreich von stabil auf negativ. Wenige Monate vor der Präsidentschaftswahl taumelt das Land immer tiefer in eine Schuldenkrise hinein.
picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Markus Schreiber
Es kam, wie es kommen musste: Frankreichs wachsendes Schuldenproblem gerät zunehmend auf das Radar der Ratingagenturen. Am Freitag bestätigte die US-Ratingagentur Fitch zwar die langfristige Bonitätsnote A+, setzte allerdings ihren Ausblick für Frankreich von „stabil“ auf „negativ“. Ein Zwischenschritt, der wenig Spielraum zur Interpretation lässt: Frankreichs Haushaltspolitik lässt auch am Finanzmarkt die Alarmsirenen schrillen.
Das Defizit im laufenden Jahr dürfte nach Einschätzung der Regierung bei 5,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen. In der Folge soll die Schuldenquote nach der Prognose von Fitch von 115,7 Prozent im vergangenen Jahr auf rund 124 Prozent im Jahr 2028 steigen. Eine konservative Schätzung. Noch im August hatte die Agentur für 2028 mit 122,7 Prozent gerechnet. Die Aussichten haben sich also binnen weniger Monate weiter eingetrübt.
Wenige Monate vor der Wahl steht Frankreich fiskalpolitisch mit dem Rücken zur Wand. Ende des zweiten Quartals betrug die öffentliche Gesamtverschuldung nach Angaben des Statistikamts Insee knapp 3,6 Billionen Euro. Das entsprach 119 Prozent der Wirtschaftsleistung. Allein im 2. Quartal kamen 59,6 Milliarden Euro neuer Schulden hinzu.
Auch ökonomisch steht das Land schlecht da: Im dritten Quartal schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal um 0,1 Prozent. Die Binnennachfrage bleibt schwach, die Haushalte sind zurückhaltend, die Investitionen stocken und der Arbeitsmarkt hat Schaden genommen.
Die öffentlichen Ausgaben erreichten 2025 nach Insee 57,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Frankreichs Staatsquote liegt damit nahe an der 60-Prozent-Marke. Ein gewaltiger Staatsapparat trifft auf eine Wirtschaft, deren Wachstum nicht ausreicht, um die Schuldenentwicklung zu stabilisieren.
Folgt man der Prognose von Fitch, wird die Zinslast des Staates bis 2028 auf 3,3 Prozent der Wirtschaftsleistung ansteigen. Zugleich wachsen die Finanzierungskosten am Anleihenmarkt: Dort stieg die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen seit August von 4,1 auf etwa 5 Prozent Ende Oktober. Die in die Zukunft gerollte Staatsschuldenlast wird somit stetig kostspieliger.
Zur Stabilisierung der Schuldenquote wäre nach Fitchs Berechnungen eine kumulierte Haushaltskorrektur im Umfang von rund 3,5 Prozent des BIP erforderlich. Pikant dabei: Frankreichs Schuldenquote liegt ungefähr doppelt so hoch wie der Median der Staaten in Fitchs Ratingkategorie A.
Für das kommende Jahr rechnet Fitch mit einem Staatsdefizit von 5,5 Prozent. Ohne Konsolidierungsmaßnahmen würde das Haushaltsloch nach Berechnung der Regierung auf 6,4 Prozent anwachsen. Die Wirtschaft soll 2027 lediglich um 0,9 Prozent wachsen. Frankreich muss sich deshalb auf das Risiko weiterer Herabstufungen einstellen – und wesentlich höhere Refinanzierungskosten des Schuldenbergs.





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Da scheint Fitch so lange gewartet zu haben wie es ging.
Die wirkliche Lage ist wahrscheinlich schlimmer.
Das muss der Grund sein, warum Putin unbedingt den Westen angreifen will. All die bankrotten Staaten scheinen eine attraktive Beute zu sein.
Als regierungsnahe Spindoktoren die Bezeichnung E3 oder EU-3 für gemeinsames politisches Handeln von Deutschland, Frankreich und Vereinigtem Königreich ersannen, ahnten sie wohl kaum eine sich abzeichnende Gemeinsamkeit dieser drei Länder.
Auch wenn individuelle Unterschiede bestehen bleiben, weist die Entwicklung in jenen Staaten auf die Übernahme der Regierungsverantwortung durch bürgerliche Kräfte (AfD, Rassemblement National, Reform UK), wenn die politischen Verhältnisse zumindest die Nähe der volkswirtschaftlichen Katastrophe erreicht haben.
Die Grand Nation geht zweifelsohne vorweg, die Plätze sind noch offen.
Auf so eine Abstufung braucht man für Deutschland nicht mehr lange warten. Und dann wird der Schuldendienst für die Steuerzahler so richtig teuer. Vor allem für diejenigen, die heute auf den Straßen demonstrieren. Aber nicht für die Randalierer der Antifa und der Migrantifa die mit Einbruch der Dunkelheit erscheinen. Denn die zahlen größtenteils keine Steuern.
Wenn ich die beiden hämisch grinsenden Franznasen schon sehe. Sie haben gut lachen. Denn sie wissen: Der (relativ leicht einzuschüchternde, vor drohender „Isolation“ angstbeseelte) Deutsche zahlt gut und gerne. Wenn auch über Bande wie „ESM“, weitere verklausulierte Eurobonds/-fonds, EU-Haushalt und die EZB (und damit über den großen Haftungsanteil der Bundesbank. letztlich das deutsche Finanzministerium und damit die deutschen dauerbürgenden Bürger Deutschlands, die ihres Wohlstand seit fast einer Dekade ohnehin bereits system(at)isch durch eine dauer-katastrophale CDUCSUSPDGrünen-Energie-, Industrie-, Steuer- und Abgabenpolitik beraubt werden). Die nun bald vom Kapitalmarkt aufgerufene Zeche für die seit Jahrzehnten mit einem durchschnittlichen Rentenniveau von 74% und einem… Mehr
Was kann mann / frau da machen ?
Wie sagte doch der große Philosoph :
“ Wir werden anscheinend von Kriminellen regiert “
Aber , was macht mann / frau gegen Kriminelle ?
Mann / frau sperrt sie ein !
Wenigstens das !
Aber , warum geschieht dies nicht ?
Tja , warum nur ?
Die USA stehen am Abgrund. US-Ratingagenturen werten europäische Staaten ab. Das gleiche Muster wie bei der Eurokrise, die eine Folge der Finanzkrise war, wiederum eine Folge des Subprime-Betrugs in den USA. Und wir haben noch immer keine eigene Rating-Agenturen in Europa? Warum genau? Wohin würden diese die USA wohl abstufen? So wird ein Schuh daraus.
…… langsam geht es los ……
Cette grande et unique nation en proie à la crise financière veut, là aussi, être la meilleure de sa catégorie. Bon chance!
Ich gebe es offen zu: Frankreich flog bei mir ständig unter dem Radar. Und trotzdem schockiert mich Deutschlands „Zustand“ noch mehr.