„Budapester Proklamation der Patrioten“: Der Appell für ein Europa souveräner Nationen

Mit der Budapester Proklamation richten die Patrioten einen scharf formulierten Appell an die Völker Europas. Im Zentrum stehen nationale Souveränität, die Ablehnung weiterer EU-Zentralisierung und ein klares Nein zu Massenmigration. TE dokumentiert im Wortlaut.

Mit der „Budapester Proklamation“ legt die patriotische Rechte Europas ein Dokument vor, das nicht um den heißen Brei herumredet. Während in Brüssel, Berlin und Straßburg immer neue Phrasen über „mehr Europa“ gedroschen werden, zieht dieser Text eine klare Trennlinie: zwischen einem Europa freier Nationen und einem EU-Apparat, der sich Schritt für Schritt Kompetenzen aneignet, die ihm nie zustanden.

Das Papier ist deshalb mehr als eine bloße Stellungnahme. Es ist eine Kampfansage an den herrschenden Zentralismus, an die kalte Machttechnik der Brüsseler Bürokratie und an jene politische Klasse, die nationale Souveränität nur noch als Störfaktor auf dem Weg zum europäischen Superstaat behandelt. Wo die einen von „Vertiefung“ sprechen, sprechen die anderen längst offen von Entmündigung. Genau an diesem Punkt setzt die Proklamation an.

Sie bündelt in zugespitzter Form die Konfliktlinien, die Europa seit Jahren durchziehen: die Aushöhlung nationaler Entscheidungsrechte, den Missbrauch des Rechtsstaatsbegriffs als politisches Druckmittel, die Angriffe auf wirtschaftliche und energetische Eigenständigkeit, den Verlust kultureller Gewissheiten und den anhaltenden Druck durch Masseneinwanderung. Der Text benennt, was viele Bürger in Europa längst bemerken, was aber im offiziellen Politikbetrieb systematisch beschönigt oder sprachlich weichgespült wird.

Gerade darin liegt seine politische Wucht. Die Proklamation versucht nicht, sich in technokratischen Formeln zu verstecken, sondern formuliert einen Gegenentwurf zum gegenwärtigen Kurs der Europäischen Union. Sie verteidigt Nation, demokratische Selbstbestimmung und kulturelle Kontinuität gegen ein System, das immer stärker auf Vereinheitlichung, Durchgriff und ideologische Disziplinierung setzt.

Die nachfolgende Übersetzung dokumentiert den Wortlaut dieses Appells auf Deutsch. Wer über Europas Zukunft reden will, wird an der Frage nicht vorbeikommen, ob die Völker Europas noch Herren im eigenen Haus sein sollen oder nur noch Statisten einer entgrenzten Bürokratie.

Appell an die Völker Europas:
Die Budapester Proklamation der Patrioten

Europa steht an einem Scheideweg. Für die Völker Europas könnte nicht mehr auf dem Spiel stehen: die Bewahrung der Freiheit, Souveränität und Kulturen unserer Nationen. Heute vertreten nur die Patrioten den Willen einer wachsenden Zahl von Europäern, die danach streben, die Kontrolle über ihre eigene Zukunft zu behalten. Wir, die Patrioten, glauben an ein starkes Europa, aufgebaut auf freien Nationen, in dem die Zusammenarbeit zwischen souveränen Staaten den Interessen und dem Wohlergehen unserer Völker dient. Wir wählen Frieden, Freiheit und Souveränität für unsere Nationen und stehen als letzte Verteidigungslinie gegen den unaufhaltsamen Marsch hin zu bürokratischer Zentralisierung.

Dies ist unsere Botschaft an die Völker Europas:

• Wir, die Patrioten, stehen für ein Europa freier Nationen. Wir lehnen jeden Versuch entschieden ab, einen europäischen Superstaat zu errichten. Wir bekräftigen, dass die Souveränität dem Volk gehört – nicht einer zunehmend übergriffigen, abgehobenen und nicht rechenschaftspflichtigen Brüsseler Bürokratie.

• Wir erheben unsere Stimmen gegen den stillen Putsch, der sich gegen die nationale Souveränität vollzieht. Wir lehnen die Versuche der EU-Institutionen ab, Befugnisse zu beanspruchen, die nach dem Gesetz den Nationen Europas und ihren Völkern zustehen. Wir verpflichten uns, die Prinzipien der Subsidiarität und Verhältnismäßigkeit aufrechtzuerhalten, und lehnen jede weitere Übertragung nationaler Souveränität auf europäische Institutionen ab.

• Wir lehnen alle Bestrebungen ab, die einstimmige Beschlussfassung abzuschaffen, denn sie ist entscheidend für den Schutz unserer nationalen Interessen. Wir verurteilen entschieden Äußerungen, die nahelegen, staatliche Souveränität sei lediglich eine Illusion.

• Wir lehnen eine verdrehte Anwendung der Rechtsstaatlichkeit als politische Waffe gegen demokratisch gewählte Regierungen ab. Wir lehnen den Konditionalitätsmechanismus als ein Instrument des Drucks und der Erpressung ab, um die Mitgliedstaaten zu zwingen, ihre souveräne Politik zu ändern.

• Wir verpflichten uns, die wirtschaftliche Souveränität unserer Nationen zu stärken, indem wir unsere Industrien verteidigen und kleine Unternehmen als die tragenden Säulen des nationalen Wohlstands unterstützen. Wir verpflichten uns, unsere Landwirte und Produzenten vor unfairem Wettbewerb und schädlichen Handelsabkommen zu schützen.

• Wir geloben, die Energiesouveränität unserer Nationen zu sichern. Jedes Land muss das Recht behalten, seine Energiequellen zu wählen und die Struktur seiner Energieversorgung zu bestimmen. Wir lehnen jeden politischen, rechtlichen oder infrastrukturellen Versuch ab, sich in den nationalen Energiemix einzumischen.

• Wir verpflichten uns, die kulturelle Souveränität unserer Nationen zu schützen. Wir schätzen ihre Vielfalt, ihre Geschichte und ihre in Europas judeo-christlichem Erbe verwurzelten Traditionen.

• Wir lehnen Massenmigration ab, die die Sicherheit, den Zusammenhalt und die Identität unserer Gesellschaften untergräbt. Nur Nationen haben das Recht, ihr eigenes Schicksal zu bestimmen und zu entscheiden, mit wem sie zusammenleben wollen.

• Wir fordern eine sofortige Rückkehr zur Vernunft und zu den grundlegenden Zielen der europäischen Zusammenarbeit: Frieden, Wohlstand und Sicherheit für unsere Völker zu gewährleisten.

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Kommentare ( 20 )

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Boehm
17 Tage her

Es war einmal von einem Europa der Vaterländer die Rede. Heute haben wir in Brüssel eine Institution, die jeden Tag mehr Regulierungen und Verbote verzapft.

Peter Pascht
17 Tage her

Ui, UI, Ui – Das gibt massiv Ärger – Sich über den Orban beschweren und selber den Karren gegen den Wind ziehen.
Der Frank Walter Steinmeier seines Zeichen Bundespräsident, hat den Krieg der USA und Israels gegen den Iran als „Völkerrechtwidrig“ und „Völkerrechtbruch“ bezeichnet. – Quelle:ÖRR-VTX

Peter Pascht
17 Tage her
Antworten an  Peter Pascht

Grundgesetz
Der Bundekanzler bestimmt die Richtlinien der Politik.
Der Bundespräsident darf sich da nicht einmischen.

Peter Pascht
17 Tage her

Wenn sich der EU Apparat immer mehr Kompetenzen Aneignet, so ist das ein Problem weil sie ihm angetreten werden, so ist das verfassungwidrig – sagt das BverfG in seinem „Lissabon Urteil “ Denn würde sich der EU Apparat Kompetenzen selber aneignen, die ihm lt. freiheitlicher Grundordnung nicht zustehen, so wäre dies bezogen auf Deutschland ein Akt gegen die freiheitliche Grundordnung, gegen den Bestand der Bundesrepunlik Deuschland. Das gleiche gilt für diejenigen die Souveranität abtreten die ihnen nicht gehört. StGB § 92 Begriffsbestimmungen(1) Im Sinne dieses Gesetzes beeinträchtigt den Bestand der Bundesrepublik Deutschland, wer ihre Freiheit von fremder Botmäßigkeit aufhebt, ihre… Mehr

Peter Pascht
17 Tage her

Der Schlingel hat unser GG und BverfG „Lissabon Urteil“, Juni 2009 gelesen
😉
Die Völker der Mitgliedstaaten sind Träger der verfassungsgebenden Gewalt, einschließlich der EU Unionsgewalt.
Das Grundgesetz erlaubt es nicht den besonderen Organen der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und Rechtsprechung nicht, über die grundlegenden Bestandteile der Verfassung, also
über die Verfassungsidentität(Souveranität) zu verfügen.
Die Verfassungsidentität(Souveranität) ist unveräußerlicher Bestandteil der demokratischen Selbstbestimmung eines Volkes.“
GG Art.1 „Alle Gewalt geht vom Volke aus“
Wie es übrigens auch in der Völkerechteklärung zum „Selbstbestimmungsrecht der Nationen geschrieben steht.

Koepenicker
17 Tage her

Das Papier ist aus dem Jahr 2022. Es wurde bis heute nicht von der „AfD“ unterzeichnet.

verblichene Rose
17 Tage her

Souveränität ist etwas wunderbares!
Es gibt da nur ein echtes Problem, denn sie ist nicht das gleiche wie die sog. Autarkie!
Erst wenn alle Menschen das Wort Respekt wieder erlernen wollten, kommt die Souveränität allerdings von ganz allein!
Ohne Respekt bleiben die Menschen daher leider immer wieder Wiederholungstäter 😉

thinkSelf
17 Tage her
Antworten an  verblichene Rose

Wichtige Differenzierung! Soveränität funktioniert aber nur zwischen „Erwachsenen“ (oder „Personen“ wie der große Max Scheller sie definiert). Dummerweise erreichen, konstruktionsbedingt, maximal 20% einer jeden Population (kulturunabhängig) diesen Zustand. Die Masse bleibt ihr Leben lang leider in unterschiedlichen Stadien der Infantilität hängen.

Koepenicker
17 Tage her

Das erinnert irgendwie an Marx. Nur das es jetzt heißt „Rechts-nationale aller Länder ,vereinigt euch“.
Der Unterschied zum Kampf um bessere Löhne ,menschenwürdige Arbeitsbedingungen und Lebensverhältnisse liegt darin dass dem ein unüberbrückbarer Widerspruch zu Grunde liegt.
Politische Führer , die die Interessen ihrer Länder über alles andere stellen ,werden früher oder später mit anderen ,die dem selben Prinzip folgen in Konflikt geraten.
Und hier zeigt sich wohl der „neue Konservatismus“ ,der probiert Zeiten zu konservieren in denen wir uns über Jahrtausende in Europa gegenseitig abgeschlachtet haben.

Haba Orwell
17 Tage her

> zieht dieser Text eine klare Trennlinie: zwischen einem Europa freier Nationen und einem EU-Apparat, der sich Schritt für Schritt Kompetenzen aneignet, die ihm nie zustanden.

Es ist allerdings keine Souveränität, wenn man statt auf Brüssel auf Washington hört. Darf denn jeder in Westeuropa alles kaufen, wo er möchte – sogar Öl in Russland für Rubel oder Yuan?

H. Priess
17 Tage her
Antworten an  Haba Orwell

So habe ich das verstanden, derjenige muß dann die geschwollenen roten Pfödchen hinnnehmen wenn die Amis drauf hauen.

verblichene Rose
17 Tage her
Antworten an  Haba Orwell

Selbstverständlich darf jeder überall alles kaufen!
Sinngemäß erinnere ich nich daran, daß ich (als Kind) mal zu jemanden sagte:
„Mit Dir spiel ich nicht mehr…!“
Raten Sie mal, wie lange er und ich das aushielten 😉

Sonny
18 Tage her

Hört sich alles sehr vernünftig und richtig an.
Und es gibt ein Wort, dass in Deutschland längst zum Unwort herabstilisiert wurde:
Patriotismus.

Ron
18 Tage her

Sehr schön, bloß wer, außer TE Lesern, bekommt diese Proklamation jemals zu sehen? Von den MSM wird sie wohl nicht veröffentlicht. Vielleicht in manchen anderen „einschlägigen“ Portalen. Findet sich jemand, ganzseitige Annoncen in den (noch) „großen“ Zeitungen Europas zu finanzieren?

jensberndt
17 Tage her
Antworten an  Ron

Das war die Nummer-Eins-Meldung im Deutschlandfunk!

verblichene Rose
17 Tage her
Antworten an  jensberndt

Ich habe das zwar nicht gehört, aber der Tonfall ähnelte garantiert dem in einer Trauerrede.
Fühlen Sie sich daher vorsichtshalber nur sehr bedingt „gut informiert“, denn in Propaganda macht es dem ÖRR so schnell niemand nach…

Last edited 17 Tage her by verblichene Rose
Manfred_Hbg
17 Tage her
Antworten an  Ron

Weil ich beim lesen des Artikels teils sehr ähnliche Gedanken wie Sie hatte, möchte ich mich Ihren Worten, „Sehr schön, bloß wer, außer TE Lesern, bekommt diese Proklamation jemals zu sehen?„, gerne anschließen wollen. Denn so habe ich mir gesagt und mich gefragt: Jo, alles gut und richtig was in dieser „Budapester Proklamation der Patrioten“ gesagt wird und geschrieben steht. Doch wie zum Teufel schafft man es nun, dass diese „Proklamation“ keine „Eintagsfliege“ wird, über längere Zeit immer wieder neu von 10. und 100.000’den gelesen werden kann und bei vielen Menschen für länger in Erinnerung bleibt? DENN ich würde schon… Mehr