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Bombenattentat in Monaco: Sohn des Opfers ist Kopf von Telefonbetrügern

Anschlag auf Oligarchenfamilie Yermolaiev

THEMA:
Die Bande um den Exil-Ukrainer Artur Yermolaiev (35) machte mit systematischem Telefonbetrug Millionenbeute in ganz Europa – nun wurde auf seinen Vater Vadym Yermolaiev (58), einen von der Selenskyj-Regierung sankionierten schwerreichen Unternehmer, in Monaco ein Bombenanschlag verübt.

„Es war schrecklich – die Explosion war in ganz Monaco zu hören, dann folgten laute Sirenen. Das Fürstentum ist in einem Ausnahmezustand“, beschreibt eine Zeugin, die in der Nähe des Tatorts lebt, im Telefonat mit Tichys Einblick die aktuelle Situation im Kleinstaat an der Côte d’Azur. Die Unternehmerin fügt hinzu: „Wir brauchen diese Leute hier nicht. Da muss jetzt etwas passieren.“

Tatsächlich ist der Mordversuch am ukrainisch-zypriotischen Multimillionär Vadym Yermolaiev und seiner Familie im Fürstentum der erste Anschlag seit 729 Jahren: Der von der Regierung Selenskyj sanktionierte Unternehmer wurde durch die Splitterbombe schwer verletzt, ebenso seine Lebensgefährtin, das 13-jährige Kind des Paars wurde nur leicht verletzt. Der Täter soll nach dem Ablegen der Bombe nach Frankreich geflohen sein.

Familie Yermolaiev hat zahlreiche Feinde 

Dass der ukrainische Geheimdienst für das Attentat verantwortlich sein könnte, gilt als ein Ermittlungsstrang – doch es könnten auch andere gefährliche Feinde der Familie sein: Artur Yermolaiev, der 35-jährige Sohn des nun schwer verkletzten Exil-Ukrainers, gilt als einer der Köpfe eines internationalen Netzwerks von Betrugs-Callcentern, das aus der Ukraine heraus operierte und Hunderte Millionen Dollar erbeutete. Schätzungen sprechen von bis zu 100 Millionen Euro Schaden weltweit. Die Opfer der Betrugsmafia: vor allem ältere Menschen in der EU, den USA und Russland. Die Betrüger gaben sich bei der Kontaktaufnahme als Bankmitarbeiter, Behördenvertreter oder Techniker aus und ergaunerten so Zugangsdaten, Kreditkarteninformationen oder forderten Überweisungen unter Vorspiegelung falscher Notfälle. Allein in Estland sollen Millionen erbeutet worden sein.

Sohn des Multimillionärs kam auf Kaution frei

Artur Yermolaiev soll seit 2017 an der Spitze dieser Organisation gestanden haben. Die Callcenter waren auf ukrainische Städte verteilt, hochprofessionell aufgebaut und international vernetzt. Im Dezember 2025 wurde er auf Ersuchen von Interpol in Zypern festgenommen, als er nach Dubai fliegen wollte. Er wurde nach Estland ausgeliefert und dort wegen Führung einer kriminellen Vereinigung angeklagt, die Vorwürfe waren schwerwiegend. Im April 2026 kam er jedoch gegen eine Kaution von 8,5 Millionen Euro frei – eine Summe, die weit über den in Estland erbeuteten Beträgen lag. Das Gericht verhängte eine fünfjährige Bewährungsstrafe, der Sohn des Multimillionärs ist weiterhin in Freiheit.

Der Kriminalfall zeigt die Verflechtungen von Krieg, Politik und internationaler Kriminalität: Die Yermolaievs stehen exemplarisch für eine Elite, die sich zu Beginn der russischen Invasion aus der Ukraine absetzte und möglicherweise weiterhin in Grauzonen operiert. Ob der Bombenanschlag mit möglichen Betrugsnetzwerken, den Sanktionen oder persönlichen Fehden zusammenhängt, ist derzeit noch offen. Eine Frage wird aber nun viele dieser „Businessmen“ in Monaco beschäftigen: Wie sicher ist das gut abgeschirmte Fürstentum wirklich?

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Ein Leser aus Franken
16 Tage her

Was Brutalität und Menschenverachtung angeht, stehen die ukrainischen Nazi-Schweine dem Islamischen Staat in nichts nach. Sie arbeiten jetzt auch mit südamerikanischen Drogenkartellen zusammen. Europa muss diesen Pestherd isolieren.

verblichene Rose
16 Tage her

…das aus der Ukraine heraus operierte und Hunderte Millionen Dollar erbeutete. Schätzungen sprechen von bis zu 100 Millionen Euro Schaden weltweit…
Hallo, liebes Tichy-Team: Ist das jetzt so ein „Baerbock-Ding“?

U.M.
16 Tage her

wer das sieht, sieht unsere Zukunft. Reichen hier nicht die Attacken mit Messer und Auto? Nein demnächst noch Bombenattacken durch die ukrainische Mafia.

verblichene Rose
16 Tage her
Antworten an  U.M.

Ja, das ist so wie mit der Stader Schiesserei. Also eigentlich eine Sache unter Gleichgesinnten.

Ein Leser aus Franken
16 Tage her

Wäre nur blöd, wenn das Auseinanderfliegen im Form eines Krieges vonstatten ginge.

Boris G
16 Tage her

Künstler sind oft die besseren Seismographen für den Zustand einer Gesellschaft.
Oleh Senzow hat auf den Filmfestspielen in Venedig sein Sittengemälde der ukrainischen Gesellschaft 2022 vorgestellt „Rhino“. Das westeuropäische Publikum blickte betreten: Muss Senzow die Ukraine derart schlecht wegkommen lassen?
Im Grunde unterscheiden sich der Bandidatenstaat Russland und das korrupteste Land Europas nur marginal im Grad der Rohheit und Gewalt.
Hier der Link zum offiziellen Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=6QvWBcrHtLQ

Vallis Blog
15 Tage her
Antworten an  Boris G

Wo haben Sie im kyrillischen/ukrainischen Alphabet eigentlich das „H“ gefunden? Der Typ heißt Oleg.

MFK
16 Tage her

Ein nicht unerheblicher Teil der landwirtschaftlichen Flächen der Ukraine gehören, über zwischengeschaltete Firmen z.B. auf Zypern, amerikanischen Investoren. Diese brauchen den Marktzugang zur EU. Der EU Beitritt der Ukraine, nach Zwischenschritten, ist also nur eine Frage der Zeit.

Verzeihtnix
16 Tage her

Kleine Fische gegenüber Selenski. Der ruft bei Merz an und zockt jedesmal Milliarden ab.

Peter Klaus
16 Tage her

Monaco – schon immer Unterschlupf für (See-) Räuber jeglicher Coleur. Ist sozusagen deren Geschäftsmodell.

Ein Leser aus Franken
16 Tage her

„Tatsächlich ist der Mordversuch am ukrainisch-zypriotischen Multimillionär Vadym Yermolaiev und seiner Familie im Fürstentum der erste Anschlag seit 729 Jahren“ Es muss heißen, jüdisch-ukrainisch-zypriotisch. „Die Yermolaievs stehen exemplarisch für eine Elite, die sich zu Beginn der russischen Invasion aus der Ukraine absetzte und möglicherweise weiterhin in Grauzonen operiert“ Richtig. Und jeder weiß, aus welchen Leuten diese „Elite“ besteht. Es sind das die Menschen, die überall und nirgends zu Hause sind, nirgends einen Boden haben auf dem sie gewachsen sind, sondern die heute in Berlin leben, morgen genauso in Brüssel sein können, übermorgen in Paris und dann wieder in Prag oder… Mehr

ceterum censeo
16 Tage her

Der Multimillionär (Milliardär?) lebt in Monaco, bezieht aber bestimmt hier Bürgergeld, wetten?…