Die woke Welt ertrinkt in ihrer eigenen Lächerlichkeit

Lächerlichkeit kann eine tödliche Waffe sein. Nicht nur im Kampf gegen Ulrich Siegmund begeht die rotgrünschwarze Welt von Politik und ihrer Medien gerade kulturellen Selbstmord. Und das kleine Sachsen-Anhalt wird zum Ort des Untergangs für frühere Volksparteien.

picture alliance/dpa | Christophe Gateau

Versehen mit einem Zwinkersmiley am Ende eines zweizeiligen X-Beitrags hat der AfD-Sptienkandidat Ulrich Siegmund die Glaubwürdigkeit des SPIEGEL versenkt: „Wenn wir am 06.09.26 46% holen, verrate ich euch, was wir für die Nummer im SPIEGEL bezahlt haben.“

Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen: Die grotesk überzogene und gleichzeitig inhaltsleere Kritik an Siegmund durch das frühere Nachrichtenmagazin hat nicht nur sich selbst erledigt. Die karikaturenhafte Überspitzung der Manie von Politik und der ihr gefälligen Medien, jede Äußerung eines AfD-Politikers ins Groteske zu überziehen, läuft mittlerweile ins Leere. Nicht weil man Siegmund und den Seinen alle Lösungen zutraut, sondern weil die anderen Parteien nur eines bewiesen haben: dass sie komplett unfähig sind. Und deshalb greift das linke Lager zum publizistischen Holzhammer. Prüft man den Spiegel auf Fakten, dann ist Ulrich Siegmund gefährlich, weil er einen Witz über den Klimawandel gemacht hat – „endlich ist er da“, soll er am bislang heißesten Tag des Jahres gesagt haben. Der Spiegel macht daraus:

„Auch den Klimawandel kann man verspotten, am heißesten Tag des Jahres. Aber das hat dann Folgen: Am Tag nach der Simson-Ausfahrt, so ging es anschließend durch den Landesverband, sollen einige ziemlich angeschlagen gewesen sein. Zu viel Sonne abbekommen.“ Darf man keinen Witz mehr machen über das Heiligste? Werden dafür wieder die Scheiterhaufen angezündet oder toben die Muslime, weil ihr Allahchen verspottet wurde?

Siegmund ist eben, so der Orginalton Spiegel, ein„gefährlicher Verführer“. Seine dreigrößten Verbrechen

  • „Es wirkt, als ziehe er aus diesen Begegnungen Energie.“
  • „Andere Politiker sehen nach langen Wahlkämpfen ausgezehrt aus, werden dick oder dünn. Siegmund sieht immer gut aus – und weiß das.“

Und schließlich:

  • Das ist wohl eines seiner größten politischen Talente: Menschen das Gefühl zu geben, dass er sie sieht.“

Das ist hübsche Journalisten-Prosa. Sie könnte am Ende eines Textes stehen, der die vom Spiegel versprochenen Fakten über ein „rechtsextremes Netzwerk und Personal“ hinter Siegmund liefert, „das selbst der eigenen Parteispitze Angst macht.“ Aber genau dafür hat der Spiegel genau Null Belege. Es bleibt bei:

  • „Ulrich Siegmund will sich in Sachsen-Anhalt an die Macht lächeln.“

Kann denn Lächeln Sünde sein? Immerhin, diesen Vorwurf kann man den regierenden Sauertöpfen wie Friedrich Merz, Lars Klingbeil und Bärbel Bas nicht machen, den Koalitionsrittern von der allertraurigsten Gestalt. Und ja, Friedrich Merz sieht die Menschen nicht, denen er immer noch höhere Steuern und Sozialbeiträge für immer noch weniger Staatsleistung abknöpft – die aber ständig ermahnt werden, noch mehr zu arbeiten. Arbeiten für die Beglückung der Welt und derjenigen, die nicht arbeiten.

Doch davon ist im Spiegel nichts zu lesen. Längst ist der Spiegel nicht mehr das gefürchtete oder gefährlichste Nachrichtenmagazin, sondern das Lächerlichste.

Plantschen nur für Schwarze

Aber Siegmund ist nicht der einzige Fall, an dem sich der rotgrünschwarze Wokismus gerade selbst erledigt. In Berlin hat die Volksbühne für EUR 300.000 Steuerzahlergeld ein Schwimmbad errichtet, aus Protest angeblich gegen das Bädersterben. Nun ist diese Bühne Schauplatz der perversen Geldverschwendung, für die die staatlich subventionierte Kulturlandschaft Deutschlands steht. Der Subventionsanteil an den Gesamteinnahmen der Volksbühne Berlin beträgt 93,8%. Jeder Besuch wird mit EUR 192,40 aus der Steuerkasse finanziert, und das bei einem Ticketpreis von rund EUR 16. Eine Schließung würde sicherlich mit dem Protest der dort tätigen Absahner beantwortet  – und mit einem Seufzer der Erleichterung der Steuerzahler quittiert.

Insofern ist ein Plantschbecken in der überhitzten Stadt sicherlich besser angelegtes Geld als noch eine Inszenierung im Bühnendunkel – aber dass dann an einem Tag dort nur „Schwarze“ baden gehen dürfen, war dann so zu viel Ironie in eigener Sache. Das Becken wurde geschlossen, und die Kritiker mit der Plakatwand „Fickt Euch“ gegrüßt. Ein mutiger Senat in Berlin würde die Konsequenzen und dem erkennbar wirren Intendanten den Stecker ziehen; aber das ebenso lächerliche politische Personal der Hauptstadtpolitik duckt sich weg. Sie trauen sich nicht im Kleinen, was im Großen so grandios fehlt: Das Land zu reformieren, die Steuern zu senken, die Klimalächerlichkeiten zu beenden, das Schnüffeln im Heizungskeller einstellen und endlich wieder für bezahlbare Energie und gut bezahlten Arbeitsplätze den Weg freizumachen. Denn es ist die Politik, die in Deutschland den Wohlstand ruiniert, die Schulen zur Aufbewahrungsanstalt für Analphabeten umfunktioniert und sich die notwendigen Mittel von Rentnern, Pflegefällen und Kranken eintreiben will. Und das, während das eigene Wohlleben groteske Formen annimmt, die zunehmend an historische Vorbilder wie den Hof von Versailles erinnern: 18 Mitarbeiter für ihre Social Media Aktivitäten beschäftigt Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, mit Monatsgehälter von 8.000 €. Davon können Polizisten nur träumen, die ihre Knochen hinhalten müssen, wenn sie von den linksradikalen Hamas-Demonstranten und Antifa-Schlägern angegangen werden. Und davon können Rentner nur träumen, Lehrer an Schulen, die sich einer Mehrheit der deutschen Sprache nicht mächtigen Kindern gegenübersehen und Rentner sowieso, die in der großen Mehrheit Altersbezüge zwischen EUR 1.400 und 1.800 im Monat beziehen.

Deutschland hat sich eingemauert

Jedes Volksfest und jeder Weihnachtsmarkt ist nur noch zwischen Beton-Pollern erlaubt; und in vielen Städten quälen sich dann die Straßenbahnen zwischen mobilen Sperren durch, wie einst die S-Bahn durch die Mauerbefestigungen im geteilten Berlin. Selbst in Bayreuth, dem Ort der Festspiele der Reichen und Mächtigen, herrscht die Angst vor Attentaten. „In den letzten Jahren wurde der früher Grüne Hügel förmlich zu einer Festung ausgebaut. Selbst die kleinsten Eingänge des Parks sind mit Merkelpollern oder anderen Sicherheitsapparaturen ausgestattet. Beim Betreten des Bereichs beschleicht einen das Gefühl, einen Hochsicherheitsbereich für westliche Kultur zu betreten,“, schreibt TE-Reporter Bernd Fischer.

Bayreuth und „unsere“ Demokratie

Aber die schlimmste Einschränkung ist die politische Brandmauer. Sie soll mittlerweile 40 Prozent der Bevölkerung von jeder Teilnahme am politischen Geschehen ausschließen. Gewählt werden darf nur noch, wer dem Innenministerium genehm ist; so war es vor Einführung der Demokratie, so ist es in „UnsererDemokratie“ wieder.

Und auch das gehört zur Parade der Lächerlichkeiten: In Niedersachsen werden die Protokolle über die Entscheidung, AfD-Kandidaten von der Wahl auszuschließen damit der Mehrheit von Grünen, SPD und CDU gesichert bleibt, gelöscht. TE verfügt zum Teil über die Originale. Im Fall von Justin Vogel liest sich dann die Begründung, warum das heiligste Recht der Demokratie, die Wahl, zerstört wird, wie folgt: Er soll an einer Corona-kritischen Demonstration teilgenommen haben: „Ob dies tatsächlich der Fall war und wie diese Demonstrationen einzustufen sind, ist von hieraus nicht weitergehend prüfbar“ – sie wissen nichts, sie haben keine Belege, aber das Vermuten reicht  als Ablehungsgrund. Und:

„Bei der Aufstellungsversammlung für die Kommunalwahl des AfD Kreisverbandes Helmstedt Übernahm der die Rolle des stellvertretenden Versammlungsleiter“! Teufel aber auch: und dann war er noch auf einem  „Gruppenfoto des Vorstandes“, mit dem „aktiv für neue Mitglieder für die Generation Deutschland Niedersachsen geworben“ wurde.

Mit solchen „Argumenten“ wird die freie Wahl abgeschafft und durch einen Akklamationsvorgang ersetzt. Klar, die früher so stolze SPD muss fürchten, an der 5-Prozent-Hürde zu scheitern. Eine Partei, die aber Deutschland wie selbstverständlich immer weiter kaputtregieren will. Und die „sicheren Wähler“ der CDU addieren sich nur noch auf 14 Prozent in der Potentialanalyse von INSA – auch diese Partei ist ausgeblutet. Die Wähler haben sich nicht nur abgewandt – sie sind bitter enttäuscht und damit für immer für die CDU verloren. Die FDP ist längst perdue, aber auch sie will ja weiter die Brandmauer verteidigen, an der sie gerade verendet. Ein Prösterchen, Wolfgang Kubicki, auf diese schlaue Einfalt.

Ein Bordell für Schwarze in Berlin

So geht das in Deutschland, und ungelöst ist neben vielen anderen Problemen auch das Migrationsproblem. In Großbritannien hat eine Politikern empfohlen, dass man in einem 350-Seelen-Dorf, das künftig über 1000 Zuwanderer aufnehmen soll, doch ein Bordell einzurichten.

Nur so könne die Sicherheit der Frauen gewährleistet werden.

Vielleicht wäre das ein konstruktiver Vorschlag für die Volksbühne und ihr Plantschbecken: macht daraus ein Bordell, nur für die geliebten Neubürger, und vom Berliner Senat finanziert. Der Zuschuß von EUR 192.- je Besucher müßte ja reichen für ein wirklich lustvolles Theater.

Nicht lachen, es könnte durchaus so kommen.

In Deutschland ist mittlerweile alles denkbar, während die woke Welt in ihrer Lächerlichkeit versinkt wie ein Schauspiel-Intendant im Plantschbecken und der Spiegel in seinem geschreibseltem Unsinn.

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 0 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

0 Comments
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen