Nach 14 Jahren Haft wird einer der schlimmsten Rape-Gangster von Rochdale entlassen. Trotz Passentzug ist seine Abschiebung nach Pakistan unwahrscheinlich. Der Fall Shabir Ahmed legt offen, wie schwer sich Großbritannien mit der Ausweisung krimineller Ausländer tut – und wie sehr Multikulti gescheitert ist.
Screenprint via X / Tommy Robinson
Es ist ein Fall, der das Königreich in Aufruhr versetzt, zumindest in Teilen der Öffentlichkeit. Zunehmend wird klar: „Vielfalt ist nicht die Stärke Großbritanniens“, wie es nun ein Kommentar im Telegraph auf den Punkt brachte. Dass der Multikulturalismus sein Ziel verfehlt – das Land zu einer besseren Version seiner selbst zu machen, siehe Bärbel Bas’ „Einheitsbraun“ –, wird dabei wie im Falle des Kommunismus immer nur auf die Umstände geschoben. Aber diese ‚unglücklichen Umstände‘ drängen allmählich, aber sicher immer stärker in den Vordergrund.
Aufsehen erregt nun der neue Fall aus dem Straf- und Justizwesen des Landes. An diesem Donnerstag soll der heute 73-jährige Shabir Ahmed aus der Haft entlassen werden. 2012 war der damals 59-jährige Ahmed wegen mehrfacher Vergewaltigung minderjähriger Mädchen, zudem als Bandenführer einer sogenannten „grooming gang“ verurteilt worden. 19 Jahre Gefängnis erhielt er als Organisator der Vergewaltigerbande von Rochdale (100.000 Einwohner) in Greater Manchester, wegen Verschwörung zum Zwecke sexueller Handlungen mit einem Kind, für zwei Fälle von Vergewaltigung, für Beihilfe zur Vergewaltigung, sexuelle Nötigung sowie inländischen Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung.
In einem zweiten Prozess wurde er kurz darauf zu 22 Jahren verurteilt, diesmal für 30 nachgewiesene Vergewaltigungen eines einzigen Mädchens über mehr als zehn Jahre. Sein Richter Mushtaq Khokhar ordnete allerdings an, dass Ahmed beide Strafen parallel absitzen sollte. So war seine Strafe am Ende auf 22 Jahre limitiert. Inzwischen sind nur 14 Jahre verstrichen. Ahmed wird vorzeitig entlassen. Und das wirkt in der Tat sehr fragwürdig in einem Fall so absurd schwerer Schuld.
Der Konnex zur Scharia wird kaum gesehen
Im Spectator kommentiert Stephen Pollard: „Er hat einige der schlimmsten Verbrechen in der Geschichte des Landes begangen, wird jedoch keine weiteren negativen Konsequenzen aus diesen Verbrechen zu tragen haben – außer einer Haftstrafe, aus der er vorzeitig entlassen wurde, und einigen Auflagen nach seiner Entlassung.“
Die Tatsache sendet Signale des Schocks und der Empörung auch in das Greater Manchester von Andy Burnham (dem dortigen Noch-Oberbürgermeister), wo Ahmed vor 15 Jahren sein unheiliges Treiben entfaltete – wobei fast eindeutig ist, dass Muslime per Scharia zu derlei berechtigt sind. Islamwissenschaftler mögen mich korrigieren, aber die Freiheiten erwachsener Muslime im sexuellen Umgang mit Frauen, jungen Mädchen, wohl auch kleinen Jungen scheinen fast unbegrenzt zu sein. Auch in Großbritannien dürfte dieser Konnex noch von relativ wenigen hergestellt werden, von Ausnahmen natürlich abgesehen. Übrigens ist Deutschland, wie bekannt, nicht weit von den britischen Verhältnissen entfernt. In Nürnberg war eine Grooming-Rape-Gang Im Bahnhofsviertel mit mehreren Opfern aufgefallen, unter den Täter: ein 23-jähriger Syrer (TE berichtete). Nun gibt es einen neuen Fall aus Köln: Drei Männer in ihren Zwanzigern haben demnach mindestens eine 17-Jährige zur Prostitution gezwungen und sie in diesem Zuge vergewaltigt. Außerdem wurden die Freier auch gleich noch ausgeraubt, wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet.
Zurück nach Greater Manchester: Eine inzwischen erwachsene Frau aus Rochdale, Ruby, war laut Telegraph mehr als 100 Mal durch Mitglieder von Ahmeds Bande vergewaltigt worden. Das hatte begonnen, als Ruby zwölf Jahre alt war. Heute fürchtet sei wieder um ihre eigene Sicherheit und um die ihrer Töchter.
Nun wird Ahmed für eine Weile noch in einer betreuten Unterkunft wohnen müssen. Auch darf er nicht direkt nach Rochdale zurückkehren, wohl aber in die Nachbarorte. Allein diese Anordnung soll das Justizministerium tausende Pfund gekostet haben. Ahmed wurde mit einem Ortungsgerät versehen und in einer Unterkunft untergebracht, die rund um die Uhr mit Wachpersonal besetzt ist.
Zu einer Abschiebung wird es wohl kaum kommen, obwohl Ahmed während der Haft die britische Staatsangehörigkeit entzogen worden wurde. Ein Schlupfloch soll wieder einmal verantwortlich sein. Als Commonwealth-Bürger, der vor 1973 nach Großbritannien kam und mindestens fünf Jahre im Land gelebt hat, kann Ahmed trotz schwerster Verfehlungen nicht in sein Herkunftsland Pakistan abgeschoben werden. Das legt der Immigration Act von 1971 so fest.
Burnham sitzt scheinbar auf dem Abschiebezug
Ruby kommentiert dies gegenüber der BBC mit den Worten: „Gebrochene Opfer gibt es, weil ein System kaputt ist.“ Ahmed war der hauptsächliche Anführer seiner Bande, wohlbekannt in Rochdale, Oldham und Middleton. Er wird alte Netzwerke reaktivieren können und vermutlich ein gutes Leben führen können – in direkter Nachbarschaft seiner ehemaligen Opfern und von deren Kindern. Nahe liegt, dass er in der einen oder anderen Weise rückfällig werden wird, weil auch das Übel der „grooming gangs“ noch keineswegs ausgerottet ist. Alle anderen Arten der illegalen Neben- und Parallelwirtschaft stehen ihm ebenso zur Verfügung.
„Die Gesetze müssen geändert werden, und den Opfern muss Gehör geschenkt werden“, meint Ruby dazu. Zwei weitere Gang-Bosse aus Rochdale – Qari Abdul Rauf und Adil Khan – wurden zwar ebenfalls ausgebürgert, konnten aber danach nicht abgeschoben werden. Pakistan weigerte sich, irgendwann gaben die beiden ihre pakistanische Staatsbürgerschaft zurück. Damit war dieser Weg versperrt. Einer der beiden soll im Ausland untergetaucht sein. Die Spur verliert sich, aber irgendwo taucht so ein Delinquent wieder auf. Auch hier wären Gesetze gefragt, vor allem aber der Wille, die Bereitschaft, sie auch anzuwenden.
Und nun hat sich auch der ewig lockere Kumpeltyp Burnham, wie gesagt besonders betroffen als Bürgermeister von Greater Manchester, auf den Zug gesetzt: Er fordert, dass „alle möglichen Optionen“ genutzt werden, damit „dieser abscheuliche Verbrecher das Land verlässt“. Die Opfer müssten an erster Stelle stehen. Wie stets in einer quasi-premierministerlichen Pose schreibt Burnham auf X: „Ich werde den Innen- und Außenminister bitten, alle möglichen Optionen zu prüfen – und sie sollten dabei nichts ausschließen.“
Doch halt, halt – es war doch das Labour-geführte Justizministerium, das die vorzeitige Entlassung Ahmeds zu allererst zugelassen hatte. Und die Tory- wie Labour-geführten Regierungen waren es, die über fünfzig Jahre nichts an dem faktischen Abschiebeverbot für Pakistanis im UK getan hatten. So wird ja eigentlich ein Schuh aus der Diskussion. Was nun folgt, sind die Krokodilstränen derer, die das „kaputte System“ fünfzig Jahre getragen haben.
Mahmood will Abschiebung als Option bei allen Straftaten
Innenministerin Shabana Mahmood scheint auch bereits zu spuren – jedenfalls für die Öffentlichkeit. Aus dem Home Office dringt heraus: „Alles ist auf dem Tisch.“ Aber befürchtet wird, dass Pakistan sich auch bei veränderten Gesetzen weigern könnte, seine schuldig gewordenen Landeskinder zurückzunehmen. Siehe der Fall der beiden anderen Mittäter oben. Die einzige Alternative scheinen in dieser Lage Drittländer mit Zentren für staatenlose Verbrecher. Wird Burnham also den Ruanda-Plan der Tories wiederbeleben, um sich wirklich „alle Optionen“ offenzuhalten? Man glaubt es kaum. Dummerweise hat das britische Schatzamt schon 2020 den Rechentest aus seinem Bewerbungsverfahren gestrichen, weil es sich – wie wiederum der Spectator in Erfahrung bringen konnte – „negativ auf die Vielfalt der Bewerber ausgewirkt“ habe.
Angesichts einer immer schwachbrüstiger auftretenden Regierung steht also schon beinah fest. Wieder wird sich eine Labour-Regierung darauf beschränken, die taffen Forderungen des Augenblicks zu unterstützen, um dann mit „business as usual“ weiterzumachen. Auch Burnham wurde in Greater Manchester ja von irgendjemandem gewählt, auch wenn sich die muslimischen Wähler inzwischen zunehmend von Labour abwenden.
Sei das, wie es will, Kommentare wie der anfangs genannte im Telegraph zeigen, dass die Erzählung von „Diversity is our strength“ auch in Britannien an Strahlkraft verliert. Künftig soll, so will es ein Entwurf von Innenministerin Mahmood, jede Straftat zur Möglichkeit der Abschiebung führen: „Allen ausländischen Kriminellen droht die Abschiebung“ – aber der Knackpunkt liegt in der Anwendung.

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