Kritik am radikalen Islam: Tommy Robinson von Polizei festgehalten

Die britische Exekutive nannte einen möglichen Verstoß gegen die geltenden Anti-Terror-Gesetze, um den bekannten Anti-Zuwanderungs-Aktivisten und Islam-Kritiker Tommy Robinson am Flughafen Heathrow bei der Einreise festzuhalten.

picture alliance / ZUMAPRESS.com | Lab Mo
Tommy Robinson, London, UK, 02.06.2026

Tommy Robinson – mit bürgerlichem Namen Stephen Yaxley-Lennon – wurde nach Polizeiangaben am Wochenende festgenommen, nachdem er über die Türkei aus Moskau zurückgekehrt war. Der 43-Jährige wurde knapp drei Stunden befragt, außerdem wurden seine Kommunikationsgeräte beschlagnahmt. Anschließend wurde der Aktivist jedoch ohne Anklage wieder enthaftet, berichtet der Telegraph. Die Metropolitan Police bestätigte die Kontrolle des bekannten Kritikers des radikalen Islams unter Schedule 3 des Counter-Terrorism and Border Security Act 2019.

Dieser Vorfall wird wohl nicht helfen, die aktuellen Spannungen in Nordirland zu verringern: Robinson hatte in den vergangenen Tagen auf X mit scharfer Rhetorik über den Messerangriff in Belfast berichtet, bei dem ein sudanesischer Migrant festgenommen wurde. Er veröffentlichte Grafiken der Tat, rief auch zu Demonstrationen auf und teilte Termine für Proteste, bei denen es auch zu Gewalt gegen Migranten und Brandanschlägen kam.

Angriff auf die Meinungsfreiheit?

In einem aktuellen Post auf seinem Account mit mehr als zwei Millionen Followern schrieb Robinson: „Ich bin wieder ein Terrorist.“ Seine Unterstützer sehen in der Polizeiaktion einen Angriff auf die Meinungsfreiheit und investigative Berichterstattung.

Tommy Robinson hatte zuvor in Moskau den Vater von Elon Musk, Errol Musk, getroffen und Videos davon veröffentlicht. Am Mittwoch soll er an einer brisanten Debatte der Oxford Union teilnehmen. Das Thema: „Der Westen hat Recht, gegenüber dem Islam misstrauisch zu sein.“

Gericht spricht Tommy Robinson frei
Nicht wegen einer Tat, sondern wegen seiner Ansichten verfolgt – Tommy Robinson siegt vor Gericht
Der nun kurzfristig inhaftierte Aktivist wuchs in Luton auf, einer Stadt mit hohem muslimischem Anteil und bekannten Problemen mit islamistischen Gruppen. 2009 gründete er die English Defence League (EDL), eine Demonstrationbewegung gegen den radikalen Islam und gegen die Islamisierung Großbritanniens. Er war bis 2013 ihr Anführer, trat dann aus, weil ihm die Gruppe zu extrem wurde (auch aufgrund hooligan-ähnlicher Elemente und Gewalttaten).

Seitdem arbeitet er als unabhängiger Aktivist, Filmemacher und Influencer. Robinson produziert Dokumentationen zu Themen wie Grooming Gangs, also gegen die Kindesmissbrauchs-Banden pakistanisch-muslimischer Täter, die lange von Behörden vertuscht wurden, sowie zur Messer-Kriminalität und den Parallelgesellschaften.

Tommy Robinson wird von britischen Medien wie der BBC oder dem Guardian stets als „far-right“ bezeichnet, weil er die Masseneinwanderung aus muslimischen Ländern scharf kritisiert und den Islam nicht als „Religion des Friedens“, sondern als politische Ideologie mit faschistischen Zügen sieht. Er selbst betont: „Ich bin nicht gegen Muslime als Menschen, sondern gegen den Islamismus und die Islamisierung Großbritanniens.“ Einiger seiner Positionen (etwa zu den Grooming Gangs) wurden später von offiziellen Untersuchungen bestätigt.

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