Die Kubicki-FDP als trojanischer Esel von Rotgrünrot?

Die nächste Koalition ist keine Frage von AfD und Union, sondern ob Rotgrünrot eine eigene Mehrheit finden kann. Mit dem letzten Mohikaner der Sozialliberalen, Wolfgang Kubicki, auf dem trojanischen Esel FDP ist das möglich.

picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH

Lockt der alte Wolfgang Kubicki als neuer Vorsitzender der FDP – „Die Illiberalen“ – genug von CDU und Sonstigen zur FDP, droht Rotrotgelbgrün. Wow, was für eine Alters-Karriere wäre das für den letzten Mohikaner der Sozialliberalen.

Rotgrünrot liegt um 38 Prozent. Bei 48 Prozent liegt die mögliche „Kanzlermehrheit.“ Neun Prozent Sonstige und labile 22 Prozent Union sind ein Reservoir für eine FDP, die mit Kubicki bewusst mit für und gegen die Brandmauer jongliert. Der rotgrünrote Block ist festgemauert, Verschiebungen finden nur innerhalb statt – mittelfristiig bis zum Fall der SPD unter die Fünfprozent-Marke. In den Sonstigen stecken etwa drei Prozent BSW – als rotgrünrote Notreserve.

Wie viel die AfD der Union noch abnimmt, weiß niemand. Zu einer eigenen Mehrheit müssten alle von der Union zur AfD wechseln, das wird nicht geschehen.

Also ist die Frage, wer nächste Koalitionen bilden könnte, keine an die AfD. Sondern ob es die Rotgrünroten zu einer eigenen Mehrheit bringen können. Mit dem letzten Mohikaner der Sozialliberalen, Wolfgang Kubicki, auf dem trojanischen Esel FDP ist das möglich.

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Kommentare ( 38 )

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Privat
30 Minuten her

Trauen werde ich der FDP niemals.
Meine Vermutung ist – nach der Wahl biegt auch diese FDP stark nach links ab.
Wenn die Auszählung fest steht.
Der dürre Pinoccio hat es uns gezeigt, wie man die Wähler eiskalt betrügt.

Dreiklang
34 Minuten her

Die FDP kann sich nur stabilisieren, wenn sie ihren linken Flügel ausschaltet. Der will sich aber nicht geschlagen geben, das hat die Kampfkandidatur von Strack-Hartmetall gegen Kubicki gezeigt. Wenn es gelingt, dann liegen die mit Abstand besten Chancen für die FDP in einer Koalition schwarz-grün-rot-rot. So geht die CDU unter und Kubicki kann die Parteileiche der CDU ausstopfen und im Erich-Ollenhauer-Haus ausstellen lassen. Er hätte eine dritte Chance für die FDP in ein dauerhaftes Ergebnis verwandelt. Mit einer neuen Ampel wäre das unmöglich.

Schwabenwilli
47 Minuten her

„Die Kubicki-FDP als trojanischer Esel von Rotgrünrot?“

Zum Pferd reichts bei der FDP schon lange nicht mehr.

Diese Partei sollte sich auflösen, das wäre der letzte Gefallen den sie Deitschland tun können.

Freigeistiger
49 Minuten her

Ein mögliches Szenario. Kubicki wird wohl wie gewohnt rechts blinken, um Wähler einzusammeln und dann links abbiegen. Aber das funktioniert immer weniger. Merz, der es genauso gemacht hat, kann davon ein Lied singen.
Immer mehr Bürger durchschauen das Spiel und werden nicht mehr darauf hereinfallen.
Warum hat die AfD so viel Zuspruch? Weil sie zum einen die realen Probleme thematisiert und vernünftige politische Lösungen anbietet, zum anderen, weil sie als glaubwürdig betrachtet wird, also nicht als faktischer Linksabbieger.

moselbaer
1 Stunde her

Seit die FDP bei der Ampel rot – grün in den Sattel geholfen hat und in dieser Ampel nur Kosmetik, aber keine Inhalte geliefert hat, ist sie für mich töter als tot.

babylon
1 Stunde her

Nun, bis 2029 muß Kubicki voraussichtlich noch warten, bis er, unter für ihn sehr glücklichen Umständen, die vorausichtlich nicht eintreten, in der Lage ist, über Koalitionen überhaupt nachzudenken. Mit Strack-Zimmermann und ihre Truppe an der Backe, kann er das sowieso vergessen.

Rosalinde
1 Stunde her

Bei Maischberger hat gestern Kubicki gesagt, dass Björn Höcke gesagt habe, dass die Mehrheit der Westdeutschen deutschprechende Amerikaner seien. Damit habe der Höcke nicht mehr alle Tassen im Schrank.

babylon
1 Stunde her
Antworten an  Rosalinde

Natürlich ist ein Großteil der Wetdeutschen, ich bin selber einer, amerikanisch sozialisiert. Man muß nur einen beliebigen deutschen Radiosender einschalten. 80 -90% der poulären Musik ist amerikanisch/englisch sprachig. Deutsch, italienisch, spanisch, französisch absolut marginal verteten.

Privat
28 Minuten her
Antworten an  babylon

Westdeutsche sind auf amerikanisch hirngewaschen. Die ticken nicht mehr deutsch. Björn Höcke hat wirklich recht.

Koepenicker
17 Minuten her
Antworten an  babylon

Nach dieser Logik wären die Ostdeutschen russisch sozialisiert. Fragen Sie mal wie viele Ostdeutsche heute noch so Russisch können, dass sie Texte lesen können ,russisches Fernsehen verstehen oder geschweige denn Unterhaltungen führen können!?
Das der weltweite Erfolg amerikanischer Popkultur nach 1945 ,nicht an Westdeutschland vorbeigegangen ist ,ist irgendwie logisch und verständlich. Die alte Bundesrepublik hat ja nicht isoliert unter einer „Käseglocke“ existiert. Und der Osten auch nicht (Bis auf das Tal der Ahnungslosen).

November Man
34 Minuten her
Antworten an  Rosalinde

Das hat Herr Höcke so nie gesagt. Das sind mal wieder eine der üblichen hilflosen Desinformationen von Linksextremisten und der Lügenpresse.

Koepenicker
32 Minuten her
Antworten an  Rosalinde

Der eigentliche Grund für Höckes Sicht dürfte wohl schon etwas länger zurückliegen. So hatte wohl sein Vater 1989 die Vermutung geäußert ,dass der multikulturelle Westen die „letzte noch intakte Vertrauensgemeinschaft“ im Osten zerstören würde.

alter weisser Mann
1 Stunde her

Wenn die CDU nicht nach links gekippt wäre und sich dort eingebrandmauert hätte, wären solchen Zahlenspielchen wegen der FDP die Basis entzogen.

Christa Born
1 Stunde her

Für Rotrotgrün wirds wahrscheinlich im Bund nicht mehr reichen, aber Schwarzrotgrün ist doch im Grunde dasselbe. Wüsste nicht wofür die „FDP“ noch gebraucht würde. Kann weg.

Nihil Nemo
1 Stunde her

Kubicki hat mehr als einmal gezeigt, dass er unterhaltsam und unglaubwürdig ist. Wer darauf hereinfällt, hält auch Fridolin Merz für einen konservativen Hoffnungsschimmer.