Was der Parteienstaat täglich tut, um an keine der überfälligen Reformen herangehen zu müssen, verstärkt die Wählerwanderung von den Blockparteien weg.
IMAGO / dts Nachrichtenagentur
CDU und CSU haben sich eingemauert. Kanzler Merz bewacht die Brandmauer der Rotgrünroten. Die SPD samt grün-dunkelroter Reserve regiert. Die Mauermedien assistieren – ARD und ZDF richtungsgebend voran.
Wie macht man sich zur Mehrheit, wenn man keine hat und keine Aussicht, sie legal zu erwerben? Man neutralisiert die Opposition durch die Operation Brandmauer. Mit Hilfe der veröffentlichten Meinung wird alles und jeder für haram erklärt, wer und was nicht den Narrativen des Parteienstaats folgt. Die CDU hatte bei der Bundestagswahl 2025 (in Klammern 2021) 16,4 Prozent (19), die CSU 8,8 (5,2), die SPD 16,4 (25,7), Grüne 11,6 (14,7), Die Linke 8,8 (4,9). Am meisten verloren hatte die SPD – fast 10 Prozentpunkte. Aber damit sie Merz zum Kanzler wählte, tat die Union alles und tut das seitdem mehr denn je. Der Wahlverlierer ist der Machtgewinner – bis es kracht. Danach übernimmt Die Linke an den Grünen vorbei den Platz drei nach AfD und Union.
Die Brandmauer ist ein Werkzeug aus dem Geiste des Stalinismus, nun sozusagen in der Vierten Sozialistischen Internationale. Die Brandmauer ersetzt die Konstruktion der Blockparteien der DDR. Sie macht Wählerstimmen, die nicht für den Block „UnsereDemokratie“ abgegeben werden, unwirksam. Einheitsmeinungsmedien verteufeln abweichende Meinungen. Steuerfinanzierte NGOs denunzieren Bürger mit eigener Meinung und liefern Polizei und Justiz Vorwände zu ihrer Verfolgung. In einer Grauzone von „legall, illegal und scheißegal“ werden freie Bürger eingeschüchtert. Polizei, Staatsanwälte und Gerichte spielen mit – aber nicht alle.
Und nun steht der ganze Apparat des Parteienstaats fassungslos und panisch um sich schlagend vor dem kontinuierlichen Anstieg der Umfragezahlen der AfD. Merz und die anderen wiederholen wie mit tibetanischen Gebetsmühlen Beschwörungs-Formeln gegen die AfD. Doch das ist nicht nur unwirksam, sondern kontraproduktiv.
Die demoskopische Wählerwanderung ist nämlich keine zur AfD, sondern eine von den Blockparteien weg. Daher kann diese Wählerwanderung durch Bekämpfung der AfD nicht aufgehalten werden. Denn was der Parteienstaat jeden Tag tut, um bloß an keine der überfälligen Reformen herangehen zu müssen, verstärkt diese Wählerwanderung.
Der Parteienstaat ist hilflos, macht noch mehr vom selben, mit dem er selbst – und niemand sonst – sich in seine Sackgasse gebracht hat – und das Land in seine Katastrophenlage.
Die natürliche Entwicklung eines baufälligen Gebäudes ist sein Einsturz. Sobald die Ausgesperrten mehr sind als die Eingesperrten, fällt die Brandmauer um.
Ein frohes Pfingstfest, werte Leser.


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Wenn die Nacht am Dunkelsten,ist der Morgen am Nächsten…..
ich habe nie daran geglaubt,das die „Drei-Parteien-Logik“ der alten BRD wirklich Demokratie bedeutete,aber was ab den neunzigern hier in Deutschland aufgeführt wird,ist ein bitterer Hohn für jeden,der einmal geglaubt hat,das der Souverän das deutsche Volk sein soll.
Gut,das es die AFD gibt,denn diese bringt durch ihre Opposition zu der vernichtenden allparteien-Abwirtschaftung unseres Landes wenigstens etwas Hoffnung in ein deprimierendes Schmierenstück unfähiger Berufs“politiker“.
Ich wünsche mir einen Herbst mit GANZ neuen Ministerpräsidenten 🙂
In dem Falle scheint mir das Wort darstellt/darstellen , das sonst zu oft für “ ist“ oder “ sein “ verwendet wird angebracht. Hier stellt einer den Kanzler dar und der andere ist Kanzler , weil er regiert .
Die paar Monate bis zur Machtübernahme und Abrechnung halten wir noch durch. Wir schaffen das. Die Täter fühlen sich ziemlich sicher.
Warum stellt Ihr als liberal-konservative Autoren Friedrich Merz ständig als armes Opfer dar, entweder überfordert oder getrieben von der SPD? In seiner Funktion als Bundeskanzler treibt er die Staatsverschuldung Deutschlands (an wen eigentlich?) in gigantische Höhen, verarmt und deindustrialisiert Deutschland und führt Deutschland bewusst in einen Krieg gegen Russland. Ist es nicht langsam an der Zeit, die Opfer-Narrativ-Berichterstattung über Friedrich Merz zu hinterfragen?
Hoffentlich , und das bald, sonst ist nichts mehr da, was noch aufzubauen wäre. Ich bin sehr skeptisch. Den Tätern bleibt genug Zeit, um ihr Werk zu vollenden.
„Was der Parteienstaat täglich tut, um an keine der überfälligen Reformen herangehen zu müssen…“
Ganz ehrlich, bei dem Personal in Berlin ist es auch besser wenn die tatenlos bleiben 😉