Keir Starmer kämpft ums politische Überleben. Im Volk ist er so unbeliebt wie Friedrich Merz bei uns, aus seiner sozialistischen Labour-Partei wird er herausgefordert. Eine als Befreiungsschlag gedachte Rede zeigt seine Schwäche.
IMAGO / Avalon.red
„Ich habe es verstanden. Ich fühle es. Und ich übernehme Verantwortung.“ Das entgegnet Labour-Chef Keir Starmer seinen Kritikern im Volk und in der eigenen Partei.
Wohl selten hat ein britischer Premierminister seine eigenen Worte so schnell Lügen gestraft. Denn noch in seiner von der BBC live gestreamten Rede, nur wenige Minuten nach dem oben zitierten Satz, zeigt er dem Publikum:
Er hat nichts verstanden. Er fühlt wenig. Und ganz sicher will er keine Verantwortung übernehmen.
Ein Technokrat, kein Regierungschef
Starmers Redenschreiber und seine PR-Berater geben sich alle Mühe, aus dem 63-jährigen Juristen, Oxford-Absolventen und von der verstorbenen Königin Elisabeth in den Ritterstand erhobenen „Sir“ einen Mann des Volkes zu machen.
Den aufwändig angekündigten Auftritt vor ausgewählten Claqueuren bestreitet er im offenen Hemd, ohne Krawatte, mit hochgekrempelten Ärmeln. Das soll signalisieren: Ich bin einer von Euch, und ich packe an.
Es ist beinahe eine politische Travestie-Nummer.
Denn Starmer ist kein Politiker. Er ist ein Bürokrat durch und durch, der Prototyp eines steifen Juristen. Immer wirkt er wie ein Behördenleiter, der sich in die Regierungszentrale verlaufen hat. Ihm fehlt sowohl die politische Fantasie als auch die persönliche Statur, um Politik zu machen. Starmer ist ein besserer (oder auch schlechterer) Verwaltungsbeamter, aber kein Premierminister.
Krankes Land
Nicht zuletzt durch Starmers unseliges Wirken steht Großbritannien kurz vor einem Zusammenbruch. Genauer: Das Land steht kurz vor gleich mehreren Zusammenbrüchen.
• steigende Preise für Energie und Grundnahrungsmittel belasten die Haushalte stark;
• die Unternehmen investieren kaum noch, das Wirtschaftswachstum ist im Vergleich zu anderen Nationen schwach;
• die Infrastruktur ist marode, es gibt einen erheblichen Investitionsstau vor allem beim Schienennetz.
Dem Leser in Deutschland kommt das alles sehr bekannt vor.
Dazu kommt, dass Starmer auf Druck der Linken in seiner eigenen Partei eine geradezu irre Pro-Islam-Politik fährt. Der islamische Einfluss auf die Innenpolitik der Insel ist inzwischen so groß, dass das Land quasi unregierbar geworden ist. US-Vizepräsident J.D. Vance sagte kürzlich öffentlich, Großbritannien sei vermutlich das nächste islamische Land mit Atomwaffen.
Das war hörbar nur halb im Scherz, höchstens.
Unter Starmer ist die Meinungsfreiheit geschleift worden wie nirgendwo sonst in Europa. Nirgendwo sonst werden so viele Menschen wegen angeblicher „Hassrede“ angeklagt. Menschen, die auf der Straße vor Moscheen einen Hotdog essen, werden wegen „Aufstachelung zu religiösem Hass“ verhaftet – denn Hotdogs sind in der Regel aus Schweinefleisch.
Elon Musk sagte im August 2024, ein Bürgerkrieg auf der Insel erscheine „unvermeidlich“. Darüber machen sich Linke lustig. Aber der Strategieexperte David Betz vom King’s College London attestiert dem Vereinigten Königreich eine extreme Polarisierung, die bürgerkriegsähnliche Zustände begünstigt.
Politischer Sturzflug
Bei den Kommunalwahlen in England und bei den Regionalwahlen in Wales und Schottland am vergangenen Donnerstag hat Labour eine historische Niederlage kassiert.
In England verlor Starmers sozialistische Partei mehr als 1.500 Sitze in den Stadt- und Gemeindeparlamenten. In Schottland landete sie hinter der nationalistischen SNP nur auf Platz zwei – und auch das nur zusammen mit Reform UK, einer Art britischen AfD. In Wales, wo Labour 27 Jahre lang die Regionalregierung anführte, kam die Partei sogar nur auf den dritten Platz, auch hier hinter den regionalen Nationalisten und Reform UK.
Seitdem hagelt es Rücktrittsforderungen an Starmer – aus der eigenen Partei. Die Parlamentsabgeordnete und frühere Staatssekretärin Catherine West kündigte an, Starmers Ablösung in Gang zu setzen. Dazu müssten 81 Mitglieder der Regierungsfraktion im Unterhaus die Neuwahl des Partei- und Regierungschefs unterstützen. Bislang haben 30 Labour-Parlamentarier öffentlich die Ablösung Starmers verlangt.
Doch der Premierminister klebt an seinem Stuhl.
Mit typischen administrativen Taschenspielertricks versucht er, seine Haut zu retten. Am Samstag hat er seinen Parteifreund, den früheren Premierminister Gordon Brown, zum „Sondergesandten für globale Finanzen“ ernannt – und die frühere stellvertretende Labour-Vorsitzende Harriet Harman zur „Beauftragten für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen“.
Sie soll als eine Art Puffer dienen. Denn seit Monaten wird Starmer vorgeworfen, sexuelle Übergriffe von pakistanischen Banden gegen minderjährige Engländerinnen aus Rücksicht vor der islamischen Wählerschaft zu verharmlosen.
Kratzen und Beißen um das Amt
Unter „Verantwortung“, von der Starmer spricht, versteht er keinesfalls den Verzicht auf seinen Job. „Wir werden es besser machen in den kommenden Monaten und Jahren“, ruft er.
Nicht wenige seiner Zuhörer dürften das als Drohung verstehen.
Dann klagt der Labour-Chef, er habe von der konservativen Vorgängerregierung ein Chaos geerbt. Man muss Starmer zugutehalten, dass das stimmt. Allerdings hat er das Chaos in seiner Amtszeit dann immer nur weiter vergrößert.
Er macht Versprechungen wie ein Oppositionsführer im Wahlkampf. Er tut so, als sei er nicht schon seit knapp zwei Jahren im Amt und als habe er noch gar keine Gelegenheit gehabt, irgendeine schöne Idee wahr zu machen. Dabei hat er das drittbeste Ergebnis in der Geschichte der Labour-Partei geholt und die größte Parlamentsmehrheit seit Tony Blair im Jahr 2001.
Jetzt verliert Labour auf dem Land an Reform UK – und in den großen Städten an die Grünen. Das sind denn auch die beiden Parteien, die Starmer in seiner Rede offen als Hauptgegner identifiziert. In seiner völlig blutleeren Rede formt er technokratische Sätze, benutzt viele PR-Begriffe und verzichtet fast komplett auf Sprachbilder. Er verliert kein Wort über den Islam, dafür singt er das hohe Lied der „Diversität“.
Und er versucht es mit einem Gerhard-Schröder-Moment: „Niemals“ werde Großbritannien unter seiner Führung beim Iran-Krieg mitmachen.
Abgesang auf Europas politische Klasse
Großbritannien unter Keir Starmer folgt demselben Muster wie Deutschland unter Friedrich Merz, wie Frankreich unter Emmanuel Macron und wie Spanien unter Pedro Sánchez: Überall ist das Land des Mannes an der Spitze überdrüssig.
Lustigerweise hat nur Giorgia Meloni in Italien gute Aussichten, wiedergewählt zu werden. Ausgerechnet im angeblich politisch so instabilen Italien sorgt ausgerechnet die von links als Neofaschistin denunzierte Meloni für Ruhe und Verlässlichkeit.
Keir Starmer wird schon sehr bald nicht mehr Premierminister des Vereinigten Königreichs sein. Irgendein Labour-Brutus wird in sehr naher Zukunft den Parteiaufstand gegen ihn anführen, Starmer stürzen und neuer Regierungschef werden. Es wird nicht helfen.
Über Jahrzehnte hat sich London gegen eine direkte Verbindung zwischen Kontinentaleuropa und der britischen Hauptinsel gewehrt. Die Bahnlinie „Eurostar“ hat diese Verbindung dann doch hergestellt. Die Briten hatten trotzdem Angst, das alles Schlechte aus Europa über diese Verbindung zu ihnen kommen würde.
Dieselbe Angst müssen heute umgekehrt die Europäer haben. Aus Großbritannien kommt nichts Gutes mehr.

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Ist das denn so überraschend? Linke Fanatiker treten nicht freiwillig ab. Die klammern sich an die Macht, bis sie (irgendwann) abgewählt werden. Nur der Wähler kann es noch richten. Sobald er wieder abstimmen darf (und es nicht vergeigt). Bis dahin setzt sich das linke Elend fort.
Da werden sich die Briten nach der glorreichen Zeit der „Splendid Isolation“ zurücksehnen. Aber auch dafür wäre es längst zu spät, denn weder Isolation noch Brandmauer würden noch schützen, wenn die Länder dank solch unsäglicher Technokraten längst geflutet sind.
Kann nur noch ein Krieg (gegen Russland) ihn bzw. sie (zzgl. Merz & Macron) retten?? Gnad uns Gott, wenn ja…
Starmer, Friedrich M… Lars Kl….beil, Bärbel B…, plus Annalena B…., Robert H…
Das LGBTQ Khalifat Absurdisthan- European Traummannschaft.
> US-Vizepräsident J.D. Vance sagte kürzlich öffentlich, Großbritannien sei vermutlich das nächste islamische Land mit Atomwaffen.
Pakistan hat schon länger welche und bisher keinen Nuklearkrieg gestartet, man braucht also nicht deswegen zu hysterisieren. Die Prioritäten von Old Britain: >>>“Großbritannien plant eine neue Eskalation gegen Russland„<<< Das kann hingegen tatsächlich in einem Nuklearkrieg eskalieren. Wer zwingt Alt-Briten, ständig zu spinnen?
Großbritanniens Premierminister will nicht abtreten weil er weiß das er bestimmt angeklagt und verhaftet wird!
Komisch, daß die unbeliebtesten Politiker die größten Kriegstreiber gegen Russland sind. Gilt doch noch der Spruch, wenn sie nicht mehr weiter wissen und alles gegen die Wand gefahren haben, dann ziehen sie in den Krieg.
> Dem Leser in Deutschland kommt das alles sehr bekannt vor.
Um 80% der Michels haben diese Realität in zahlreichen Wahlen bestätigt. Aber auch die Briten(:innen) haben zuletzt Labour gewählt und nicht etwa Reform UK. Die Obrigkeit muss nicht mal mogeln, wie in Rumänien.
„Aus GB kommt nichts Gutes mehr.“
Leider stimmt das für ganz Europa – aber gut, NACH Europa kommt auch nichts Gutes mehr, nur der islamisch-afrikanische Geburtenüberschuß.
> nur der islamisch-afrikanische Geburtenüberschuß
Und jetzt ÖRR-Glotze einschalten und im Chor hysterisieren: PUTIN!!! PUTIN!!! PUTIN!!! Jahrhunderteland gehörte Russland zu den führenden Mächten Europas, etwa auf dem Wiener Kongress – wenn es wieder mehr Einfluss bekommen sollte, wäre es das Weltende? Die Sowjetunion mit dem Kommunismus ist seit Jahrzehnten weg.