Klimapropagandistin Luisa Neubauer: Pinguine statt Gaza

Die deutsche Klimapropagandistin Luisa Neubauer (29) setzt die Segel und wirft den Dieselmotor an: Sie ist mit einer Forschungs-Segeljacht in Richtung Antarktis unterwegs, um von dort aus digitalen Klima-Unterricht für Schulklassen in Deutschland anzubieten.

picture alliance / epd-bild | Christian Ditsch

Mehr als 1000 deutsche Lehrer sollen bereits ihre Klassen – von der dritten bis zur 13. Jahrgangsstufe – nach Angaben der Organisatoren für das Projekt mit dem Titel „Das globale Klassenzimmer“ angemeldet haben.

Die Unterrichtsstunden sollen live vom Schiff übertragen werden. Neubauer erklärte, es gehe darum, auf den „dringend notwendigen Schutz dieses wunderschönen und fragilen Kontinents“ aufmerksam zu machen. Neubauer wird in der Antarktis aber nicht wirklich viele Tiere treffen: Es gibt Pinguine und Robben, Seevögel, vielleicht sieht sie auch Wale.

Unterstützt wird Neubauer bei ihrem Segeltrip von prominenten Gästen, die aus Deutschland zugeschaltet sind: der Hochsee-Segler Boris Herrmann, der Mediziner und Moderator Eckart von Hirschhausen sowie Tobias Krell. Gemeinsam wollen sie den Schülern die Bedeutung der Antarktis für das Weltklima näherbringen.

Die Auswahl der Destination zeigt auch: Die bekannteren Klimaaktivisten setzen nach dem Flop der Gaza-Reise von Greta Thunberg wieder auf ihr Kernthema, den Umweltschutz. Thunberg äußerte sich bei ihrem Segel-Trip im Juni 2025 bekanntlich mehrfach solidarisch mit der palästinensischen Zivilbevölkerung und warf Israel schwere Menschenrechtsverletzungen vor. Kritiker bemängelten eine einseitige Darstellung des Konflikts und fehlende Distanz zu den extremistischen Akteuren. Besonders umstritten war, dass Thunberg ihre große Reichweite nutzte, ohne die komplexen politischen und historischen Hintergründe ausreichend einzuordnen.

Das neue Projekt von Luisa Neubauer, so heißt es auf der begleitenden Website, sei ganz dem Umweltthema gewidmet und aus Rückmeldungen von Lehrkräften entstanden, die sich eine anschaulichere Vermittlung globaler Themen wünschten. Statt Krisenmüdigkeit solle Hoffnung und Handlungsbereitschaft geweckt werden. Ob die spektakulär inszenierte Fernreise und die medienwirksamen Live-Streams tatsächlich zu mehr Sachlichkeit im Klimadiskurs beitragen oder vor allem Aufmerksamkeit für die Aktivistin selbst erzeugen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Neubauer nutzt für ihr Projekt die Forschungs-Segeljacht Malizia Explorer, die als besonders umweltfreundlich beworben wird. An Bord befindet sich eine internationale Crew, darunter die französische Umweltaktivistin Camille Etienne sowie die Wissenschaftlerin Lea Olivier vom Alfred-Wegener-Institut. Ebenfalls mit dabei ist die brasilianische Seglerin Tamara Klink, die als erste Frau allein in der Arktis überwintert haben will.

Bildungs-Aktivistin mit Bildungs-Defizit

Die nun Bildungsreisende hätte aber in manchen Bereichen selbst noch etwas Nachhilfe nötig: So hat Luisa Neubauer im September 2024 auf Instagram verbreitet, Tirol sei total abhängig von „Putins Gas“ und „importierten Kohlestrom“, weil es in diesem österreichischen Bundesland keine Windräder gibt.

Zitat: „In Tirol steht kein einziges Windrad. Das heißt in der Konsequenz, man ist hier abhängig von Gas von Putin oder importiertem Kohle-Strom. Kacke! Also reden alle über Windkraft […] und es gibt eine Sache, die ich gar nicht am Schirm hatte: Und das ist, wie fucking effizient Windräder sind.“

Ein Faktencheck bestätigte die emotionale Social-Media-Story von Neubauer als absolut unwahr: Das gebirgige Tirol ist topographisch begünstigt und kann sich mit Wasserkraft selbst versorgen. In manchen Jahren produziert man davon gar so viel, dass man Strom exportieren kann. Der Landes-Energieversorger „Tiroler Wasserkraft“ verkaufte im Vorjahr einen Strom-Mix, der zu 95% aus Wasserkraft gewonnen wurde. Weitere 2,88% kamen aus der von Neubauer so angepriesenen Windkraft, 1,8% aus Solarenergie und 0,3% aus anderen erneuerbaren Energieträgern. Die Erneuerbaren-Quote betrug somit 100%.

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Kommentare ( 57 )

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Freigeistiger
17 Minuten her

Diesen Aktivisten geht es um angeblichen Klimaschutz, den Natur-und Tierschutz treten sie mit ihren Windraedern mit Füßen.

Heptamer
37 Minuten her

Eintausend Leerkräfte auf einmal rauswerfen. So geht „Links ist vorbei“!

Heptamer
40 Minuten her

1000 Lehrer, das glaube ich gerne. Da lernen sie, wie Distanzunterricht ausgesourct werden kann. Da man in Deutschland schon anfängt, das schriftliche Dividieren wegzulassen, ist die Qualität des Unterrichts mit einem „Universalgelehrten“ wie Hirschhausen und einer Klimagaga Neubauer auch egal. Oder hat sie sich schnell abgesetzt, weil Pali-Greta vielleicht noch mit den iranischen Mullahs auftreten wird? Motto „Free Mullah“ oder „Kein Klima ohne Mullah“.

Riffelblech
53 Minuten her

Der Intellekt im Lehrerkollegium und im Klassenzimmer muss schon sehr gegen Null gehen wenn die Genannten es notwendig haben einer Ungelernten in Sachen Meteorologie und Biologie auf den Leim zu gehen und deren Hirndiarrhoe über sich ergehen lassen .
Nur weil sie plärrig mal ihren Klimablödsinn weitergab ist sie zwar so begütert das sie sich die Reise sehr gut leisten kann ,einen nennenswerten Erkenntnisbeitrag zu dieser Region setzt funktionierendes Gehirn voraus ,daran wird es wohl fehlen .

Manfred_Hbg
58 Minuten her

Wenn anscheinend unausgelastete Menschen nix zu tun haben, dann setzen sie eben die Segel um aus der Antarktis die Menschheit belehren zu wollen/können. Natürlich wünsche ich diesen „Weltwetterrettern“ vom ganzen Herzen, das sie ja bloß nicht auf Treibeis oder einen Eisberg auflaufen werden. _ _ _ _ _ Zitat: „Das neue Projekt von Luisa Neubauer (……) sei ganz dem Umweltthema gewidmet und aus Rückmeldungen von Lehrkräften entstanden, die sich eine anschaulichere Vermittlung globaler Themen wünschten.“ > Na klar, da suchen und wenden sich die Lehrkräfte ausgerechnet an Luisa. Was auch sonst. WENN das tatsächlich so stimmig seiin sollte – was… Mehr

Kaesebroetchen
59 Minuten her

Wird Zeit, dass sie endlich heiratet und ein paar Kinder bekommt. zur Weiterführung ihrer wohlhabenden Dynastie. Für Politik und Aktivismus fehlt ihr echt das Talent.

Marco Mahlmann
1 Stunde her

Der Artikel schweigt zum eigentlichen Problem: Hier wird unter moralischer und bestmeinender Haltung linksgrüne Propaganda betrieben und mit dem Glaubwürdigkeitssiegel der Schule versehen. So wird den Schülern linksgrüne Politik eingebleut und als Wahrheit verkauft.

Kassandra
41 Minuten her
Antworten an  Marco Mahlmann

Schlimmer als der örr, den man ja abschalten kann und nicht konsumieren muss – zumal wenn solches in die Benotung einflösse und Kinder gezwungen wären, gegen ihren Verstand Dinge zum Besten zu geben, die wissenschaftlich gar nicht zu halten sind.
.
In den Vorträgen von Prof. Mausfeld wird auch Schule als Instrument der Tiefenindoktrination genannt – das Denken scheint damit „der Masse“ lange ausgetrieben und der Verstand fremd besetzt.
Hier in seinem Vortrag über „Machteliten, Think Tanks und Tiefenindoktrination“ spricht auch über den „Gebrauch“ der Schulen: https://www.youtube.com/watch?v=EmqWNjEhVt0&ab_channel=wikiTHEK
Hier das Skript: https://www.uni-kiel.de/psychologie/mausfeld/pubs/Mausfeld_Die_Angst_der_Machteliten_vor_dem_Volk.pdf

Mike76
1 Stunde her

Eine dieselgetriebene Motor-Jacht. Na das ist ja mal so richtig umweltfreundlich. Segeln und Paddeln ist wohl nicht. Aber alleine schon die Tatsache, dass 1000 oder mehr Lehrer sich für diesen hahnebüchenen Quark angemeldet haben, lässt an der Kompetenz und Bildung dieser sogenannten Pädagogen stark zweifeln. Die wollen nur indoktrinieren. Für den Schuldienst sind die jedenfalls nicht geeignet. Und was hat das noch mit Weltrettung zu tun, wenn man ständig durch die Welt jettet, weil man glaubt, wichtig zu sein?

Kassandra
36 Minuten her
Antworten an  Mike76

Sie war ja schon überall, die Luisa, halt vor ihrer Zeit als grünlinke.
Und danach halt dann auch in der Antarktis: https://www.youtube.com/watch?v=qK0vaBuWf9A

Michael Palusch
1 Stunde her

„…wieder auf ihr Kernthema, den Umweltschutz.“
Nein, das ich nicht das Kernthema.
Das Kernthema ist der sogenannte Klimaschutz.
Ein ideologisch aufgeladenes Thema, mit dem man meint, alle Zumutungen rechtfertigen zu können.
Während der Umweltschutz an konkreten Kriterien festgemacht und auch zeitnah überprüft werden kann, zeigen sich, selbst nach Argumentation der Apologeten, die „Erfolge“ des sogenannten Klimaschutzes frühestens in Jahrzehnten aber ganz sicher spätestens am Sankt-Nimmerleins-Tag.

Kassandra
34 Minuten her
Antworten an  Michael Palusch

„Klimaschutz“ ist wie „Klimaneutralität“ gar nicht wirklich erklärbar.
Und Hybris, sich solches aufs Schild zu schreiben.

Zack
1 Stunde her

UMWELTSCHUTZ ist sehr wichtig und auch vernünftig! Damit meine ich z.B die Verunreinigung der Meere durch Plastik und ähnliches. KLIMASCHUTZ, also der angebliche Schutz des Klimas von „Mensch gemachten Auswirkungen“, am besten noch durch Herumpfuschen an der Atmosphäre und vor allen Dingen die Besteuerung der Luft ist das genaue Gegenteil : Ein mieses Geschäftsmodell , erfunden von skrupellosen Gestalten , basierend auf selbstgebastelten Computermodellen mit teilweise völlig falschen Parametern. Es ist einfach nur kriminell und hat leider den Effekt auf einfache Gemüter, ihnen unkonkrete Angst vor irgendeiner Erderwärmung zu irgendeinem Zeitpunkt zu machen! Einhergehend mit schaurigen Ausmalungen , wie die… Mehr