Friedrich Merz verkauft die erzwungene Regierungsumbildung als Aufbruch. Doch er tauscht nur Versager gegen Ja-Sager und Unterwürfige. Das zeigt etwa die Berufung von Philipp Amthor zum Staatsminister als Belohnung für eifriges Beklatschen des Kanzlers. Fazit: neue Posten, alte Politik – und die Gewissheit, dass alles noch schlimmer wird.
IMAGO / dts
Der Rücktritt von Jens Spahn als Vorsitzender der Bundestagsfraktion der CDU/CSU zwang Friedrich Merz, wenigstens die entstandene Vakanz zu besetzen. Dass er nun diese Chance nutzt, um Handlungsstärke vorzutäuschen, liegt im Wesen der verfahrenen Sache begründet. Da die SPD-Regierung mit Unionsbackgroundchor die Republik wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich nur tiefer in die Krise treiben kann, zumal ihr politisches Personal von Klingbeil, Bas, Schneider, Radovan, Hubig und Pistorius zwar fit in kommunistischer Ideologie ist, ansonsten aber von seinen Fachgebieten wenig bis nichts versteht, und die Union sich in der Koalition, obwohl sie den Kanzler stellt, wie die frühere Blockpartei CDU verhält, wird eine gute, nicht einmal eine bessere Politik zu erwarten sein.
Daher verlieren die Bürger zu recht immer stärker das Vertrauen in die und die Geduld mit den dysfunktionalen Eliten. In einer Demokratie würden sich nun die Wähler der Opposition zuwenden. Wenn die Sozialisten versagen, wählt man eben die Liberalen oder die Konservativen. Doch Liberale und Konservative gibt es nicht hinter der Brandmauer, auch keine liberalen und konservativen Parteien. Die Union hat brav in der Mitte zwischen den Roten und den Grünen Platz genommen. In Deutschland kann man nur noch zwischen links oder rechts wählen, wenn man bald überhaupt noch wählen kann.
In dieser Situation legen die Brandmauer-Medien ein erstaunliches Interesse an der Regierungsumbildung an den Tag, und wollen so gern Einfluss darauf nehmen, um die bedrohte Brandmauer-Herrschaft zu retten. Es sagt alles über den SPIEGEL aus und übrigens auch über den Brandmauer-Politiker Alexander Dobrindt, der zwecks undemokratischen Machterhalts für BND und Verfassungsschutz an einem Stasi-Gesetz 2.0 arbeitet, dass ausgerechnet der SPIEGEL darum kämpfte, dass der „Fuchs“ (sind Füchse nicht rot?) Dobrindt neuer Fraktionschef der Unionsfraktion würde, was sogar undenkbar und unspekulierbar ist. Man sieht, wie verzweifelt diese Herrschaften sind.
Doch nun kommt es anders – und der SPIEGEL trägt Trauer. Neuer Fraktionschef der Union wird Thorsten Frei, der als Kanzleramtsminister höllisch versagt hat. Aber vielleicht ist das auch nicht Freis Schuld, vielleicht kann man unter dem überforderten Merz auch nur als Kanzler-Manager, als Kanzelramtsminister versagen? Kanzleramtsministerin wird auf der Flucht vor der Gesundheitsreform Nina Warken, die keine Reform, sondern nur die verschärfte Ausbeutung der Beitragszahler zugunsten der Nichtbeitragszahler, zugunsten von Merkels neuem Volk, die Reduktion der Leistungen, die faktische Erhöhung der Beiträge und die Einleitung des Kliniksterbens darstellt.
Merz lobt sie dafür: „Sie hat gezeigt, dass sie Reformen gegen Widerstände durchsetzen kann“. Sie sei eine „harte Verhandlerin“. Die Wahrheit ist, sie hat Herzenshärte den deutschen Beitragszahlern gegenüber bewiesen. Merz hatte Frei für seine „sehr gute Arbeit“ gelobt. Man weiß also, was ein Lob aus dem Mund von Klingbeils Bundeskanzler wert ist. Für Warken bietet die Rochade den Vorteil, dass sie dem durchgepeitschten Raubbau im Gesundheitswesen entflieht. Man sollte diese Schand-Reform gegen die Deutschen in Sachen Gesetzliche Krankenversicherung zum Gedächtnis künftig Warken-Reform nennen.
Nachfolger Warkens im Gesundheitsministerium wird der als Generalsekretär gescheiterte Carsten Linnemann. Merz lobte seinen überforderten Generalsekretär mit den Worten: „Er ist reformwillig und stark, auch im Gegenwind.“ Der Realitätsverlust des Bundeskanzlers nimmt Besorgnis erregende Züge an. Alles, was man positiv sagen kann, ist, dass im Interesse der Gesundheit nun auch im Gesundheitsministerium mehr Tischtennis gespielt wird – „auch im Gegenwind“.
Nachrücken wird also die Garde der Unterwürfigen: Für Amthors Posten als Staatssekretär im Digitalministerium wird laut Politico der bisherige Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Stefan Bilger, gehandelt, der sich unter anderem nach Kräften bemühte, Brosius-Gersdorf als Verfassungsrichterin durchzusetzen.
Franziska Hoppermann, die als stramme Merz-Soldatin als Vorsitzende der Pandemie-Verbrechens-Vertuschungs-Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags von sich reden machte, soll neue Generalsekretärin werden.
Merz lobte derweil seine Regierung gegen die Interessen und den Wohlstand der deutschen Bürger mit den Worten: „Wir sind eine Reformregierung und wir wollen das weiter zeigen.“ Mehr Geld für die Ukraine, mehr Geld fürs Ausland, höhere Schulden, höhere Beiträge und weniger Leistungen, Steuererhöhungen bis hin zur Anhebung der Mehrwertsteuer bei anhaltend wirtschaftlichem Niedergang werden weiterhin folgen, denn Merz wird „weiter zeigen“, dass er einer Reformregierung vorsteht. Besser nimmer, schlechter immer.
In einer der vielen Propaganda-Sendungen des ZDF, in der (Propaganda-)Anstalt sang eine mäßig begabte Sängerin das Kampflied gegen die Demokratie, für eine „militante Demokratie“, also für eine stalinistische Diktatur mit neudeutschem Gulag-Charme: „Wir haben nur noch diesen einen Schuss“:
Nicht nur die Sängerin Maike Kühl, nicht nur die Anstalt zeigt, dass diese Leute das ZDF und die ZDF-Demokratie von Klingbeil und Merz, die eingemauerte Demokratie verteidigen müssen, denn wo würden außer im ZDF oder in der Regierung Leute mit so mäßiger Begabung einen so gut bezahlten Job bekommen?
Merzens Regierungsumbildung verfestigt die Mediokratie, denn sie „haben nur noch diesen einen Schuss“.





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Soweit so gut. Aber es geht nicht um Stalinismus bei diesem neuen Sozialismus, es ist offensichtlich eine modernisierte Neuauflage des Nationalsozialismus. Gibt es noch Leute mit vertieften Geschichtskenntnissen bei TE, die nicht immer den konservativen Beißreflex nach DDR und Co beim Stichwort Sozialismus haben, sondern die naheliegendere Variante der eigenen Geschichte der Sozialismen in Betracht ziehen können?
Menschen wie Merz wurden im Osten Anfang der 90er „Besserwessis“ genannt: beeindruckendes Auftreten, Massanzüge, tolle Rhetorik und absolut hilf- und ahnungslos wenn es um das Liefern auch nur kleinster Resultate ging.
Auf dem Bild gut zu erkennen, dass Linnemann und Amthor Klone sind. Der Unterschied: Amthor bekam Pubertätsblocker.
Dabei kann man zur Kenntnis nehmen, dass keiner der wichtigen Meta-player erkennbar ein Veto einlegt. Frühere Stationen in Hrn. Merz Leben wie Joint-Venture-Kapital-Investoren, geostrategisch-ökonomische Denkfabriken wie Transatlanikbrücke oder Aspen-Institut melden keine Zweifel an. BDI, Arbeitgebervereinigung etc. pp. jammern auf Flüsterlautstärke. Die SDP als Verteidigerin der Arbeitnehmer- und Bürgerrechte sowie die Grünen als Stimme des Pazifismus haben sich anscheinend größeren Berufungen zugewandt. Die Lage im Innland scheint okay zu sein, die Stoßrichtung in der Außenpolitik auch. Macht den Eindruck als könnte man sich noch überlegen, in welcher Art man mit dem Strom schwimmt, nicht ob die Richtung noch diskutabel ist. Für… Mehr
Die Transatlantikbrücke scheint sowieso die heimliche Einheitspartei zu sein.
VERNUNFT, VERSTAND und ANSTAND
Gibt es DAS noch in den Köpfen der aktuell Regierenden und insbesondere in den Köpfen der Parteiführungen??????????????????
Und Schüsse werden fallen, das ist sicher. Natürlich nicht von den klugen BRD Bürgern, die brav Rot Grün wählen und liebend gern wieder in den Krieg gegen Rußland marschieren werden. Aber was wenn kein Geld mehr da ist für all die Versorgungssucher?
Wir mögen uns ja alle hier in den Kommentaren übertreffen wollen in der Beschreibung der Unzulänglichkeiten der genannten Personen, und das auch noch völlig zurecht, aber es hat kein Einziger auch nur eine, ich wiederhole auch nur eine vernünftige personelle Alternative aufzeigen können. Und das genaue beschreibt unser ganzes Elend: diese sind tatsächlich das Beste, was wir haben, dahinter ist nichts mehr, was man vorzeigen könnte: das ist der Volkssturm UnsererDemokratie und wir warten auf die Gruppe Wenck!
Das ist das Beste, was die CDU hat. Und nun überlegen Sie mal, was das für alle anderen CDU-Mitglieder bedeutet.
Ach BRD Bürger, Ihr konntet noch nie etwas vorzeigen. Ihr wart immer Marionetten und seid es bis heute.
Zeichnet sich mit dieser Kabinettsumbildung nun auch für die Uneingeweihten klar ab, was Jens Spahn schon lange kommen sah? Machte er sich deswegen mit einer an den Haaren herbeigezogenen und von ihm provozierten Posse, nachdem ihm weder undurchsichtige Maskendeals, dubiose Immobiliengeschäfte und Impfstoffmauscheleien etwas anhaben konnten, aus dem Staub? Wenn das die Trümpfe sind, allen voran Alfred E. Neuman als neuer Staatsminister, die die CDU noch auszuspielen vermag, kommt man nicht umhin Spahn neidlos zum gerade noch rechtzeitigen Absprung zu beglückwünschen. Ich wage eine Prognose: Jens Spahn ist spätestens bei der übernächsten BTW wieder ganz dick im Geschäft. Und wer… Mehr
Vormals gab es die Nieten in Nadelstreifen, heute haben die Nieten nicht einmal mehr die. Die Gesichter von Klingbeil, Bas und Amthor verraten alles. Und Merz weiß anscheinend selbst nicht, was er sagt und tut.
Meine Güte!
Man sollte meinen, daß derart jämmerliches Personal leicht austauschbar sein müsste.
Aber selbst auf erbärmlichsten Niveau ist die Personaldecke der CDU/SPD noch so dünn, daß kein ebenbürtiger Ersatz zu finden ist.
Merz und seine Minister sind wirklich das Beste, was diese Parteien zu bieten haben.
Das geht weit über Offenbarungseid hinaus!
Wer wählt sowas?
Na ihr BRD Bürger, wer denn sonst? Kein anderes Volk würde solche Gestalten wählen.